Erfahrungsbericht zum berufsbegleitenden Studium „Produktmanager (FH)“

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Bisher gibt es wenige Möglichkeiten, sich zum Produktmanager ausbilden zu lassen. Die meisten PMs sind Quereinsteiger aus anderen Bereichen und eignen sich ihr Wissen „on the Job“ oder durch Seminare und Weiterbildungen an. Das traf auch auf mich zu – bis ich mich dazu entschied, mein praktischen Wissen durch ein berufsbegleitendes Studium zu erweitern.

In diesem Beitrag möchte gerne meine Erfahrungen mit dem berufsbegleitenden Studium „Produktmanager“ an der Hochschule Schmalkalden teilen und Tipps geben, worauf ihr bei der Wahl der passenden Weiterbildung achten solltet.

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Recap ProductTank Hamburg — Dezember 2016

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Nachdem der letzte Hamburger ProductTank mittlerweile schon etwas länger her ist (Mai um genau zu sein), das ProductTank Sommer Picknick wetterbedingt leider abgesagt werden musste und das Mega-Event “Mind the Product” in London auch schon hinter uns liegt, war es allerhöchste Zeit, dass sich in der Hamburg Szene wieder etwas tut.

Für knapp 70 Produktleute, die sich letzten Donnerstag in den Coworking-Räumlichkeiten von Mindspace im Herzen Hamburgs getroffen haben, hatte sich das Warten jedoch sehr gelohnt.

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Lesenswert: November 2016

Illustration Lesenswert

Wie gewohnt teilen wir mit euch auch im November unsere spannendsten Artikel-Fundstücke zu den Themen Produktmanagement, UX-Design, Innovation und Unternehmens­kultur – viel Spaß beim Stöbern.

Produktmanagement

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Leap Motion – Ein guter Grund für eingeschlafene Hände

Vor einiger Zeit durfte ich ein Produkt testen, welches mich in eine völlig neue Welt eintauschen ließ und mir außerdem mit meinem Semesterprojekt ein ganzes Stück weiterhelfen konnte.

Es handelt sich dabei um einen kleinen Sensor bzw. Controller von der Firma Leap Motion, der sich nach dem Auspacken in kürzester Zeit verwenden lässt. Per USB-Kabel an den Laptop anschließen, Programm auf der Website von Leap herunterladen und los geht’s: Es öffnet sich ein Fenster und das Tutorial beginnt. Aber was macht dieser Sensor denn nun?

Leap Motion Controller

Leap Motion Controller

Wichtig ist, dass man ihn vor sich auf den Tisch legt, sodass man seine Hände darüber bewegen kann. Gesagt, getan und schon bemerkt man eine Bewegung auf dem Bildschirm. Man ist zunächst überrascht und kann seinen Augen nicht trauen, denn die eigenen Hände die man über den Sensor hält werden nun auf dem Bildschirm dargestellt und jede Bewegung wird synchronisiert. Ja, sogar die jedes einzelnen Fingers!

Nach kurzem Eingewöhnen kann es weitergehen – nun soll man kleine Roboter zusammenbauen und Blütenblätter pflücken. Kein Problem, denn der Leap-Sensor erkennt sogar Greifbewegungen. Nach dem Tutorial kann man sich im Leap-Appstore anmelden und weitere Anwendungen herunterladen, viele davon sind kostenlos. Ich lud mir eine App herunter, mit welcher man mit den Händen leuchtende Punkte durch eine Unterwasserwelt bewegen und damit Fische anlocken konnte. So kam ich übrigens auf eine meiner Konzeptideen, die in diesem Beitrag vorgestellt wird. Es gibt also unzählige Möglichkeiten sein virtuelles Erlebnis mit Leap Motion zu gestalten.

Ich war davon jedenfalls total begeistert, denn wann hat man schon mal die Möglichkeit die virtuelle Welt mit den Händen zu steuern? In meinem Semesterprojekt „on my way“ wird so ein Sensor auf jeden Fall auch zum Einsatz kommen 🙂


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GoOnLateralThinking

Wenn man eine gedankliche Verbindung zwischen zwei unterschiedlichen Erfahrungsbereichen aufbaut, die scheinbar nichts miteinander zu tun haben, um eine Lösung für eine Problemstellung zu finden, spricht man vom lateralen Denken. Diese Denkweise kann extrem hilfreich sein, um neue Ideenansätze zu finden.

Um mein Haltestellen-Spiel GoOnMon nicht nur durch seinen Standort mit dem Thema Urban Interaction zu verbinden, möchte ich auch den dargestellten Inhalt passend aufbereiten. Neben dem Wording – welchem eine wichtige Rolle zukommt – sollten auch die Spiele-Ideen selbst den urbanen Ansatz aufgreifen. Statt nach passenden, bereits existierenden Spielen zu suchen, habe ich mich auf meine Stadterfahrung und auf die anderer konzentriert. Die gesammelten Begrifflichkeiten waren teilweise ziemlich abwegig und hatten auf dem ersten Blick kein Potenzial zu einer Spiel-Idee zu werden, wie Schlussverkauf oder Ampelphasen. Aber selbst sie beruhen bei genauerer Betrachtung auf bekannte Abläufe, welche sich durch ein Spiel ausdrücken ließen. Im nächsten Step habe ich die Ideen mit den Voraussetzungen gekoppelt, die zur Darstellung und Bedienung des Spiels notwendig sind. Da die Wartenden schnell mit dem Spiel beginnen wollen bevor der öffentliche Nahverkehr eintrifft, muss sich die Idee hinter dem Spiel leicht erschließen lassen. Durch den Einsatz von bekannten Begriffen, wie Breakdance, bekommt der Spieler schonmal eine Vorahnung von dem, was ihm erwartet. Zudem ist die Steuerung durch Multiple – Choise – Elementen am Boden bzw. durch den Einsatz der eigenen Gliedmaßen leicht verständlich und ein gängies Prinzip bei Spielen.


Durch die Verbindung von bekannten Begebenheiten, die zu unserem Stadtbild gehören und den technischen Voraussetzungen für GoOnMon entstanden neue Ideenansätze für Spiele, die sich dennoch verständlich darstellen lassen:


GoOnMon – SpieleBox

GoOnMon – SpieleBox-Inhalt


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Content Strategy – Studium und Ausbildung

3 Fragen an Jürgen Schulz, Professor für Strategische Kommunikationsplanung an der Universität der Künste Berlin …

 

In diesem Video erklärt Professor Dr. Jürgen Schulz von der UDK Berlin, warum es sich lohnt, Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation zu studieren, welche falschen Annahmen über das Tätigkeitsfeld kursieren und was man mitbringen muss, um in dieser Disziplin erfolgreich zu sein. Absolventen dieses UDK-Studiengangs sind bestens vorbereitet für eine Karriere als Content Strategist.

 

3 gute Gründe, sich auf Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation zu spezialisieren

 

1. Wenn man sich entschließt, Kommunikation zu studieren, ist das eine erklärungsbedürftige Materie. Einerseits kommunizieren wir tagtäglich – jeder müsste also wissen, was unter Kommunikation zu verstehen ist. Andererseits ist etwas so Allgegenwärtiges oft nicht der Rede wert. Aber es ist extrem wichtig, diese basale und grundlegende Angelegenheit zu erforschen – und das tun wir im Studiengang Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation.

2. Der Mensch ist – im Gegensatz zu anderen Lebewesen – kein Spezialist, sondern Generalist. Er ist sehr anpassungsfähig und variabel. Diese Fähigkeiten stehen bei uns im Vordergrund und bilden die Grundlage für verschiedene Berufswege.

3. Eines der wichtigen Motive des Menschen ist Verstehen und Verstanden werden. Die Welt wird aber immer komplexer und unverständlicher. Insofern ist das Studium der Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation eine Grundlage, um die Unverständlichkeit verständlicher zu machen. Eine Art Übersetzungsleistung, indem Studierende ethnografisches Verständnis erlangen, um die Grundlagen für Kommunikation zu schaffen und darüber hinaus strategisch und schöpferisch zu übersetzen.

 

3 falsche Annahmen über Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation

 

1. Dass man sich in einem Bachelorstudium, das drei Jahre dauert, spezialisieren könnte. Das ist nicht möglich. Die eigentliche Spezialisierung findet heute im Job oder in weiteren Qualifikationsstufen wie dem Masterstudium statt.

2. Dass das Studium der Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation ein Werbe-Studiengang ist. Das ist es nicht. Es hatte mal einen starken Schwerpunkt im Bereich der Werbung, aber genauso wie sich die Bedingungen und die Kommunikationswirtschaft ändern, so hat sich auch das Themenspektrum des Studiums geändert. Wir haben heute ganz unterschiedliche Anforderungen an Kommunikation und werden ihnen gerecht – auch ganz praktisch in halbjährlichen Kommunikationsprojekten. Die Themen sind breit gefächert und vermitteln ein erweitertes Verständnis von strategischer Kommunikation und Auftragskommunikation.

3. Dass Menschen durch Psycho- oder Marketingtricks leicht zu manipulieren seien. In unseren Forschungen stellen wir fest, dass Rezipienten erheblich gewiefter sind im Umgang mit Kommunikation. Daraus ergibt sich ein höherer Stellenwert des Menschen, seinen Befindlichkeiten und seinem strategischen Potential, der in unserem Studiengang eine große Rolle spielt.

 

3 Anforderungen, die Studierende erfüllen müssen

 

1. In unseren Aufnahmegesprächen gibt es eine Killer-Frage: Lesen Sie? Die Rezeption Texten – nicht nur Fachliteratur – ist eine der zentralen Möglichkeiten zum Wissenserwerb und insofern für das Studium ein wesentlicher Aspekt.

2. Ich halte es wie der Architekt und Allround-Gelehrte Buckminster Fuller, der für einen umfassenden Kompentenzerwerb plädierte, also die Lust sich mit Neuem zu beschäftigen. Dazu gehört eine forscherische Fähigkeit genauso wie die Bereitschaft, auch mal zu scheitern. Das findet sich mittlerweile in modernen Unternehmenskulturen, aber da haben alle noch Nachholbedarf. Forschen und Experimentieren ist ein ganz wichtiger Aspekt und eine Anforderung an die Studierenden.

3. Abschließend zitiere ich zwei Prinzipien aus der Sesamstraße: »Wer nicht fragt, bleibt dumm« und »Eins von diesen Dingen gehört nicht zu den anderen«. Unterscheidungsfähigkeit macht unsere Absolventen zukunftsfähig.


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Drei Hirne im Kopf

Um gleich im Voraus zu sagen: Es geht hier nicht um das Buch und die Erklärung der drei Hirne im Kopf oder gar die Bedeutung dessen. Dieser kleine Eintrag handelt von meinem Kopfkino, bei der Aussage, während der Vorlesung. Folglich wird es etwas lustig.

Stellt euer wissen aus, schaltet das Kopfkino ein und folgt mir auf einer kleinen Expedition und lest euch dann doch noch mal den Titel »Drei Hirne im Kopf« durch. Na? läuft bei euch auch schon ein Film ab? Wenn nicht dann lest es nochmal laut. Wenn das immer noch nicht klappt, dann habt ihr keine Fantasie oder ihr wollt nicht träumen!? Mensch, besser geht es doch nicht, als diese Überschrift. Bei mir läuft da ein ganzer Film ab und ich fange an zu lachen. Kopfkino ist super, denn es hilft auch beim ausspinnen von Verrückten Ideen. Naja, wenn ihr immer noch kein eigenes Kopfkino habt, dann erzähl ich euch eben von meinem. Vielleicht löst es dann doch noch euer Kopfkino aus, oder ich bin verrückt. Mal schauen was rauskommt. Wie bringe ich euch mein Kopfkino nur näher? Ich könnte mit einigen Zeichen in Form von Text anfangen und dann vielleicht mit einigen Bildern fortfahren. Aber zunächst einmal: Viel Spaß in meinem Kopf!

In meinen Kopf lief es folgendermaßen ab. Die Worte »Drei Hirne im Kopf« drangen durch meine Augen und Ohren in meinen Kopf. Hier drängelten sie sich zunächst, so als ob sie einen Stau verursachen wöllten oder einfach das eine Wort schneller sein will als die anderen. Vielleicht vollführten sie doch ein Wettrennen? Ich weiß es nicht genau. In meinen einen Gehirn angekommen, entwickelte sich langsam eine Reihe von Bildern über drei Gehirne, welche sich im Kopf auf unterschiedliche Weise stapeln in Abhängigkeit zur Größe des Kopfes von unterschiedlichen Lebewesen wie Fliege, Ente, Elefant, Wal und Mensch. Es gab noch andere Bilder von Gehirnvariationen. Während der gesamten Bildentwicklung entstanden so langsam die Fragen: Wie viele Gehirne habe ich überhaupt? Wie sieht mein Gehirn aus? Ist hier die biologische Einteilung gemeint? Nein das kann nicht sein. Ein Gehirn hat doch mehrere Einteilungen als nur eine, oder spinn ich? Vielleicht ist mit Hirn auch nicht das Gehirn gemeint. Ach quatsch Hirn ist gleich Gehirn. Diese Fragen kann jeder für sich selber beantworten, denn mein Kopfkino ist noch nicht ganz vorbei. Auch wenn es nur einige Sekunden gedauert hat, spielte sich in meinem Kopf doch viel ab. So haben auf einmal drei Gehirne als Männchen in meinen Kopf Cancan getanzt und zwar so wie im Moulin Rouge. Besser, kreativer und lustiger geht es nicht. Oder was meint ihr?

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Mein kleines Kopfkino.


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Aufmerksam @ Neumünster

Aufmerksam @ Neumünster

Ein Workshop im Rahmen der Stadtgefährten Infotour 2016

Für die Stadtgefährten Infotour 2016 wurde Sven Klomp gebeten einen Workshop zu geben. Sein Projekt „Aufmerksam für das Gewöhnliche“ verbindet Stadtraum und Museum. Auf einem Wahrnehmungsspaziergang lädt SK dazu ein, gewohnte Sichtweisen zu verlassen. Durch kleine urbane Interventionen entstehen Begegnungen und Erlebnisse. Bei diesem Walk war das Ziel, Museumsmachern eine neue Perspektive zu ihrem Medium zu ermöglichen.

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Neumünster

Sonntag. Zu spät. Ich wollte eigentlich früher da gesessen haben und ärgerte mich über die dunkle kalte Stadt gegen 18 Uhr. November. Das Handy verriet mir, es sei nicht weit zum Hotel. Der Bahnhofsvorplatz spiegelt die Gesellschaft in beängstigender Klarheit. Tiefergelegtes Röhren in den Ohren verlasse ich den Ort zu meinem Schlafplatz. Gassen, Wege durch protestantische Kirchhöfe. Dunkelheit um 18. Straßenbeleuchtung scheint Luxus. Gruppen. Bewegung. Neben der Nervenklinik meint mein Handy, hier sei es angekommen. Ich meine das nicht.

 

Neumünster, ehemaliges Epizentrum der Tuchindustrie, kleiner Altstadtkern, sympathisch, kleinstädtisch, wenig Geld und alles, was dem folgt. Start und Endpunkt des Workshops war das Museum Tuch + Technik.

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Stadtgefährten

Ein Fond der Kulturstiftung des Bundes, um Menschen neue Wege zum Museum zu eröffnen. Genauer ins Stadtmuseum mit dem Kunstgriff, als Museum sich einen Partner zu suchen. Also inhaltlich und real den Raum zu öffnen. In den Stadtraum zu treten. Präsent zu werden. Ein Museum als Ort, um Gesellschaft zu reflektieren, und das haben wir aktuell wirklich nötig.

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Der Weg

Der Weg wurde zu einem Rundgang und startete im Museum.

Als Pärchen mit wechselnd geschlossenen Augen startet die Gruppe von 12 Personen auf Entdeckungsreise. Untergründe spürend, tasten sie sich vor. Rampe, Parkplatz, Ruine. Wechsel. Bodenbeläge, Laub, Klänge. Rabengeschrei begleitete uns. Knöllchen werden verteilt. Ich hoffe, dass keiner mit geschlossenen Augen in Hundescheiße tritt. Passiert auch nicht. Erstes Szenenbild, der Eingang in die Altstadt mit Turm. Die Gruppe sortiert sich entlang eines kreisförmigen Weges vor einer klassizistischen Kirche. Wir warten, beobachten und dringen in die kleinteilige Stadtstruktur ein. Gässchen. Durchgänge. In einem bleiben wir stehen und laden die Vorbeischreitenden zum Ü-Raum ein. Wenig später stehen wir also in diesem Durchgang und singen „Ü“. Stehenbleibende Passanten. Offene Münder. Kinder wollen mitmachen. Staunen. Wissen nicht recht. Lachen. Gucken verschämt und probieren es aus. Ein „Ü“ geht auf Reisen am Montagmorgen in der Fußgängerzone Neumünsters. Wir wenden uns dem Teich zu. Entlang dessen gehen wir rückwärts. Offene Münder. Fassungslose Gesichter an Fenstern. Minimale Änderung führt zu Reflexion des Gewöhnlichen. Zwischen Anarchie und Frieden bezeichnen die Grafittis das Tor zum C&A Parkplatz. Betonfläche. Eine Fensterszene im Zwischenraum macht kurz wach. Der C&A Architekt, positionierte einen Einblick in die Welt des Verkaufs, in der Durchfahrt zum Parkplatz. Der Weihnachtsmarkt eröffnet bald. Die Buden werden fertiggestellt und der Boden duftet. Frische Späne. Weiter durch die Einkaufs-Zone. Die Luft ist klar. Ein Blick über den Fluss. Wassergeräusche und rein ins alle Orte dieser Welt verdienende Einkaufszentrum. Gegen all die Reize halten wir den Fokus mit Weitblick orientiert. In die Ferne blickend verlassen wir diesen Ort und finden noch einen räumlichen Hinweis auf Vergangenes. Eine Ruine mit Brücke und zerschossenen Fenstern. Ein Möglichkeiten-Raum. Mit diesem Bild endet der Spaziergang.

Die Geschichten

Raben Krächzen

Und ich erinnere mich an meinen Urlaub

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Bodenbelagswechsel

 Tasten
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Tasten

Mit geschlossenen Augen die Welt neu ertasten

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Ein Ton im Raum

Wir bildeten einen Ton und waren sofort eine Attraktion

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Das Tor zum Parkplatz

Graffiti stellt die Beziehung zum Ort und zur Gesellschaft in Frage.

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Parkplatz Romantik

2 Sektflaschen – 2 – erzählen eine Geschichte. Eine Beziehung. Ein vergangener Abend. Romantik auf dem Parkplatz. Zweisamkeit auf Beton.

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Der Weihnachtsmarkt

Mit geschlossenen Augen, sensibilisiert für das Ertasten und Wahrnehmen von  Bodenbeschaffenheit.

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Stadtruine

Eine Stadtruine, die Geschichten von Vergangenem erzählt, inspiriert. Ein Möglichkeiten-Raum

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Konzept „on my way“

Nach langem Überlegen ist es nun doch das Konzept zu den Events in der Stadt geworden, allerdings mit einigen Änderungen. In diesem Beitrag möchte ich mein überarbeitetes Konzept wiedergeben und darstellen:

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Durch die Nutzung einer App und das Aufstellen mehrerer Urban Screens in der Stadt, soll es den Menschen möglich gemacht werden, ihre persönlichen Veranstaltungen zu veröffentlichen oder unterwegs die von anderen zu entdecken.

Möchte ich zum Beispiel noch heute einen Flohmarkt oder eine Vernissage bei mir zuhause veranstalten, öffne ich die App, erstelle in wenigen Schritten eine Anzeige mit einem individuellen Bild oder Video und sende sie an die Screens in meiner Umgebung.

Zuvor erhalte ich eine Vorschau, in der ich sehen kann, wie meine Anzeige auf den Screens aussehen wird. Auf diesen 2 Meter hohen Urban Screens erscheint nach dem Senden mein Bild oder Video, welches die Aufmerksamkeit der Leute auf sich zieht und einen Tag lang für 30 Sekunden in einem sich wiederholenden Wechsel mit anderen geposteten Veranstaltungen in einem Feed angezeigt wird.

Auf dem Boden vor den Screens ist eine Markierung  und die Frage „Hast du heute schon etwas vor?“ zu sehen. Sobald jemand interessiert ist und näher an den Screen herantritt, erscheint die Information, dass man seine Hand bewegen soll, um den Screen zu navigieren. Ein Sensor erfasst Handbewegungen und man kann so durch das Hoch- und Runterbewegen seiner Hand durch die aktuellen Veranstaltungen in der Nähe scrollen.

Bleibt man bei einer Veranstaltung stehen, werden Titel, Name des Veranstalters sowie Informationen und Standort dazu eingeblendet.

Am unteren Rand jedes Screens befindet sich eine feststehende Fläche, auf der eine Beschreibung der Aktion und Aufforderung zum Mitmachen stehen. Darunter ist ein QR-Code mit Link zur App zu finden.

Mein Projekt soll dazu dienen, dass die Nutzer neue Leute mit den gleichen Interessen kennenlernen und sich gegenseitig unterstützen können. Des Weiteren sollen soziale Projekte, wie z.B. Spenden- oder Hilfsaktionen, mehr Aufmerksamkeit bekommen. 

Ich hoffe sehr, dass mir zu diesem Projekt noch mehr einfällt, damit ich es weiter ausbauen kann 🙂


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#wudhh postmortem

Timon Gerhardt konnte sagen,

ich arbeite für die Welt.

Was für ein Opening im 2. Track des World Usability Day Hamburg 2016! Wir alle sollten einstimmen, dass wir für die Welt arbeiten. Mittels einer „sustainable & green user experience“ könnten wir noch etwas länger und besser auf unserem Planeten unterwegs sein. Es ist nicht nur unser aller Verantwortung, sondern wir haben es als Usability Experten, Interaction Designer, Concepter & Co. auch in der Hand, resourcenschonendere Systeme zu gestalten.
@timongehrhardt macht es (hoffentlich) bei Der WeLT Gruppe. In jedem Fall berichtete er, wie sich das Medienunternehmen gerade user-zentriert neu erfindet.

Wirklich große Freude bereitete es mir als Moderator, dass beim Thema Pattern Library die Hütte bis unters Dach voll war. Jan Kiekeben verstand es auch für Newbies Lust auf Mehr zu machen. Warum das Rad immer wieder neu erfinden? Man nutze einfach 2 mal das Rad-Pattern, um ein Fahrrad zu konstruieren. Bei 4-facher Anwendung ergibt sich ein Auto… äh… also fast. Aber das Prinzip ist klar, oder? Hier die Slides und weitere Referenzen zu Patterns.  Geklickt? – Ja genau, denn schon lange vor Immonet, @jjchieferson‘s Arbeitgeber, haben Architekten mittels Patterns menschenfreundliche Häuser und Wohnungen gebaut. Mind your design roots!

Das Interesse hielt auch bei Torsten Jonas an, der auf der Großbildleinwand des Hörsaals über Big Screens parlierte. Zu Zeiten den Wearables und Borg-Implantate sollte man bitte nämlich nicht die großen und immer größer werdenden Bildschirme vergessen, die auch von Torstens Oma noch genutzt werden können. Ich kenne zwar seine Oma nicht, aber es stimmt trotzdem: Die Screens werden kleiner und größer und die Nutzungskontexte werden immer vielfältiger. Dafür werden bei Cellular sinnvolle Konzepte entwickelt. – Slides hier

Und dann hing er vor mir. Ein weißer Kittel, wie für mich gemacht. Seit ich den schönen alten Ditze-Hörsaal in der Finkenau vor Jahren zum ersten mal betrat, stelle ich mir Dr. Sauerbruch vor, wie er Usability-Probleme eines kranken interaktiven Systems vor der versammelten Zuhörerschaft des WUD seziert. Krank war hier Niemand, aber der Spass war groß, als dann “die Männer in den weißen Kitteln” den @dolbydigger direkt vom Pult weg abholen wollten.

Der Doc hatte dann noch eine traurige Nachricht zu überbringen.

Sie müssen jetzt sehr stark sein: Der Prozess ist tot. Wir haben alles versucht, aber der User-Centered-Design Prozess war nicht mehr zu retten.

Nähere Betrachtungen dazu lieferte post-mortem Arno @abublitz. Slides hier

Ein Fazit zum WUDHH will ich mir nicht anmaßen, da ich nur einen kleinen Ausschnitt miterlebt und mitgestalten durfte. Der Track 2 war sehr gut besucht und bot hochkarätige Vorträge. Die Diskussionen zeigten ein Interesse und Verständnis der Teilnehmer und wurden jeweils auch noch in kleinerem Kreis weiter geführt.

Den WUD selbst gibt es seit 2006 in Hamburg. Die Nachhaltigkeit hat sich für diese Veranstaltung also gezeigt. Ich hoffe, dass auch im Nachhall einige Themen aufgegriffen und vertieft werden und sich jeder überlegt, wie man seine Konzepte nutzungsfreundlicher und resourcenschonender gestalten kann.


// alle Bilder (und noch mehr) CC-BY-NC-4.0 mprove photography


// Original: #wudhh postmortem CC-BY-NC-4.0 Matthias | mprove.net | @mprove | Musings & Ponderings

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