Aufmerksam für das Gewöhnliche @ EXPO2000

Aufmerksam für das Gewöhnliche @ EXPO2000

Thema: Urbane Inszenierungen und Szenografie
Eröffnung: 11. November 2014
Ort: Hannover, Expogelände
Teilnehmer: 11
Zeitraum: 7 Veranstaltungen á 3 Stunden
Rahmen: Interdisziplinäre Design-Grundlagen
Veranstalter: Hochschule Hannover, Fakultät III – Medien, Information und Design
Projekt Website: http://aufmerksam-expo2000.tumblr.com

Eine Ausstellung über einen Weg.

Im Rahmen des Studienfachs „Interdisziplinären Designgrundlagen“ der HS Hannover ging Sven Klomp mit 11 Studierenden aus den Fachbereichen Innenarchitektur, Medien-Design, Produkt-Design, Szenografie-Kostüm und Visuelle-Kommunikation auf eine Wahrnehmungsreise durch das ehemalige EXPO Gelände.

Der Weg führte vorbei an brachliegenden EXPO Gebäuden, verborgenen Gängen, Straßenüberführungen und freien Grünflächen. Durch angeleitete Interaktionen und Gehmeditationen wurde ein intensiver Bezug zur Umwelt geschaffen.

Der Auftrag war den inneren Fokus zu schärfen und die eigene Wahrnehmung auf Details im urbanen Raum zu richten. und daraus Inspiration für eine Idee zu entwickeln, die in Form von Gedanken, Geräuschen, Erlebnissen, Geschichten, Fotografien, Filmen, Zeichnungen und Objekten festgehalten wurde. Aus den gesammelten Momenten wählte jede/r Studierende sein intensivstes Erlebnis aus und gestaltete eine freie Arbeit zu seinem gefundenen Impuls. Es entstanden Filme, Fotografien, Installationen, Performances und Videogames.

Die Szenografie bildete das ehemalige Gelände der EXPO2000. Während eines nächtlichen Spaziergangs durch das EXPO Gelände präsentierte jeder Student seine im urbanen Raum inszenierte Arbeit einem externen Publikum und erzählte dessen Geschichte.

EXPO Gelände EXPO Gelände EXPO Gelände Ausstellung Vorstellung der Impulse Vorstellung der Impulse Zeichnen der Inszenierungen Isabella Rudzki, Der Schwarm Arne Meyer, Illusion Michael Lorenz, Unter Druck kann man nicht arbeiten! Tamara Woehl, Nostalgia for the Lost Tamara Woehl, Nostalgia for the Lost Svenja Brinkmann, Zurückgelassen Melina Krauß, Grau gegen Grün Laura Lewandowski, Rahmenlos Lioba Römer, Parallelwelt Prof. Dorothee Weinlich, Zwölf Atemzüge Andreas Weiss, Artefakte ad absurdum Wanja Neite, und der böse Wolf Studierende

Statements

“Es wurmt mich ein bisschen dass mir nichts Negatives zum Kurs einfällt. ;-)”

Wanja Neite, Student Szenografie-Kostüm http://finster-finster.tumblr.com

“Ich fand das war ‘ne tolle Idee durch einen Spaziergang die Möglichkeit zu haben sich seiner Umgebung aufmerksam und bewusst zu werden, sie zu erfahren und sie durch einen persönlich Blick neu zu interpretieren bzw. inszenieren!”

Andreas Weiss, Student Produkt Design http://artefakte-ad-absurdum.tumblr.com

“Ich weiß jetzt wie es ist an einer Idee, die anfangs noch eher abstrakt wirkt, zu arbeiten und aus ihr das Bestmögliche herauszuholen!”

Isabella Rudzki, Studentin Modedesign http://vogelsturm.tumblr.com

“Was mir am Besten an diesem Kurs gefallen hat, war die kreative Freiheit!”

Tamara Woehl, Studentin Mediendesign https://www.tumblr.com/blog/nostalgia4thelost

“…desweiteren bin ich der Meinung das sich der interdisziplinäre Austausch Dank Dir und Deines Seminars stark verbessert hat!”

Michael Lorenz, Student Mediendesign http://michadrei.tumblr.com/

“Es war mir möglich mein Bewusstsein für die Dinge um mich herum zu schärfen und aus dem Natürlichen eine Inspiration zu ziehen!”

Jacqueline Horn, Studentin Innenarchitektur http://aufmerksam-barfuss.tumblr.com/

“Es tut gut, einer kurzen persönlichen Sensation Aufmerksamkeit zu schenken!”

Prof. Dorothee Weinlich, Interdisziplinäre Design-Grundlagen http://dorothee-w.tumblr.com

“Manchmal waren mir die Anweisungen zu frei, sodass ich etwas orientierungslos war, aber letztendlich sind wir alle, als eine Ausstellungsgruppe, unseren eigenen Weg gegangen und haben ihn verändert!”

Melina Krauß, Studentin Produktdesign http://melouniik.tumblr.com/ 


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Aufmerksamkeit für das Gewöhnliche @ VLOW!14 Festival

Aufmerksam für das Gewöhnliche @ VLOW!14 Festival

Thema: Intuition als Entwurfsstrategie
Datum: 17. Oktober 2014
Ort: Festspielhaus Bregenz, Österreich
Teilnehmer: 20 
Zeitraum: 1,5 Stunden
Rahmen: VLOW!14 Festival “Der Einfall – Das Management der Inspiration”
Veranstalter: Kongresskultur Bregenz GmbH
Projekt Website: http://aufmerksam-vlow.tumblr.com

Eine Ausstellung über einen Weg durch Bregenz. Veranstaltet im Rahmen des VLOW!14 Festivals
“Der Einfall, das Management der Inspiration”. Ein Festival im Zwischenraum Kommunikation, Design, Architektur im Festspielhaus Bregenz.

Normalerweise besucht man eine fertig eingerichtete Ausstellung. In diesem Fall, brachten die Teilnehmer die Exponate selbst und erzählten dessen Geschichte. Auf einem Spaziergang durch Bregenz, sammelten sie Erlebnisse und Objekte, machten Fotos und zeichneten. Der Weg führte vom Bregenzer Festspielhaus auf die Seebühne, über die Bahnschienen, vorbei an Parkplatzwelten, durch Unterführungen und verwahrloste Hinterhöfe. Um die Wahrnehmung zu schärfen, wurde während des Gehens nicht gesprochen (aber gelacht) und es gab kleine angeleitete Gehmeditationen. In einem abgedunkelten Konferenzraum des Bregenzer Festspielhauses endete der Spaziergang. Auf mehreren Tischen war mit schwarz-gelben Klebeband eine Linie gezeichnet die den Weg markierte. Nach einer kurzen Einführung, wo sich welcher Platz auf der Linie befand, wählte jeder Teilnehmer sein für ihn stärkstes Ereignis und verortete dieses auf der Linie. In einer gemeinsamen Führung stellte jeder der Teilnehmer sein Exponat und dessen Geschichte vor.

Seebühne Bregenz Gehmeditation Hinter dem Parkplatz vom Baumarkt Bregenz Hbf Vorbereitung der Ausstellung Präsentation Exponat Wasser aus der Pfütze Installation "Hier lebte meine Großmutter"
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Smart City – ein Begriff, viele Bedeutungen

Der Begriff Smart City wird in letzter Zeit inflationär gebraucht. Jede Stadt, die was auf sich hält, möchte gerne eine Smart City sein. Mit dem Begriff selbst können die meisten Bürger jedoch noch keine klare Vorstellung verbinden. Sicher gibt es Definitionen des Begriffs. Entscheidend gerade bei neuen Begriffen ist, wie sie verwendet werden.

Wo gibt es tatsächlich etwas neues, wo wird nur versucht, eigentlich einfache Apps oder andere Dienstleistungen zu verkaufen? Bei welchen Themen passiert tatsächlich etwas? Um mehr Klarheit zu schaffen habe ich Dokumente von verschiedenen Akteuren analysiert.

EU Ebene

Die EU hat unter dem Begriff “digitale Agenda” eine Stakeholder-Plattform ins Leben gerufen: eu-smartcities.eu

Smart City Infografik

Eine von der EU veröffentlichte Infografik zeigt Problemstellungen, Akteure und Aufgabenfelder der Smart-City-Innovation-Partnerschaft.

Auf dieser Plattform gab es zunächst drei thematische Arbeitsgruppen:

  • Energieeffizienz und Gebäude
  • Energieverteilungs-Netzwerke
  • Mobilität und Transport

Weiterhin gab es noch Querschnitt-Themengruppen, die sich mit IT oder Finanzierung beschäftigen. Das war es dann aber schon mit den Themen. Inzwischen gibt es über diese doch sehr funktionalen Themenfelder hinaus bei den sogenannten “Action Clustern” auch ein Thema “Citizen Focus”.

Berlin

In Berlin hat der Senat eine Arbeitsgruppe Smart City Berlin (SCB) gegründet. In einem Eckpunktepapier definiert diese AG den Begriff Smart City mit “Städte und Regionen, die sich die Aufgabe gesetzt haben, Zukunftsprobleme der Stadt zu identifizieren und dann zu lösen“. Das Identifizieren der Probleme ist also ein gesonderter Schritt. Verschiedene Städte haben verschiedene Ziele.

Die selbst gegebene Aufgabe soll durch Zusammenwirken verschiedener Akteure angegangen werden (Politik, Verwaltung, Gesellschaft, Wissenschaft, Wirtschaft)

Die Smart City AG reklamiert einen ganzheitlichen Ansatz, der die Schaffung einer höheren Lebensqualität sowie Stärkung der Innovationskraft (also Meta-Innovation) zum Ziel hat.

Als etwas konkretere Themenfelder nennt das Eckpunktepapier wieder Umwelt, Energie und Mobilität, zusätzlich Gesundheit, Sicherheit und demografischer Wandel.

Hamburg

Containerschiff und Containerbrücken zum entladen der Container

Containerverladung im Hafen. Schon seit einigen Jahren gibt es zum Transport der Container autonome Vehikel. Zukünftig soll der Zubringerverkehr noch weiter vernetzt werden.

Smart City wird in Hamburg offenbar von der Behörde “Wirtschaft, Verkehr und Innovation” besetzt. Auf der Hamburg-Webseite wird Smart City definiert als „kluge und vernetzte Stadt“.

Ziele sind

  • Lebensqualität verbessern,
  • effiziente Mobilität,
  • Umwelt (Ressourcen schonen, weniger Umweltschädlichkeit)
  • Nutzen von “innovativer Infrastruktur”

Als Arbeitsfelder kann ich erkennen:

  • der Hafen (Smart Port). Hier werden wohl Sensornetzwerke eingesetzt werden.
  • Straßenbeleuchtung und Ampeln
  • Erfassung und Steuern von Verkehrsströmen
  • Bürgerkiosk (Eine Art Container mit Videoverbindung in andere Behörden)

Obwohl Lebensqualität bei den Zielen an erster Stelle genannt wurde, scheint das Thema in Hamburg vor allem von der Wirtschaft (genauer: einzelnen Wirtschaftsakteuren) getrieben. Besonders wird die Partnerschaft mit dem amerikanischen Netzwerkausrüster Cisco hervorgehoben.

Erstaunlicherweise nicht Thema ist alles, was für die internationale Bauausstellung (IBA) von 2006-2013 passiert ist. Immerhin sah sich die IBA auch als Stadtlabor: „Mitten in Hamburg suchte die IBA Antworten auf die dringendsten Fragen der modernen Stadt, um Projekte für die Zukunft der Metropolen zu zeigen.

Paris / San Francisco

Centre Pompidou in Paris

Centre Pompidou: ein mutiges Architekturkonzept. Der Platz davor dient trotzdem oder gerade deswegen als Treffpunkt.

Hier habe ich eine schöne Zusammenfassung von Marie-Perrine Durot von der „PRIME transatlantic innovation platform” gefunden. (Interview veröffentlicht in „Atelier“, Herausgeber: BNP-PARIBAS).

Frau Durot entwirft folgendes Programm unter dem Begriff Smart City:

  1.  Zunächst mal geht es darum, Sektoren, die bisher nichts miteinander zu tun hatten, in einen Dialog zu treten und gemeinsam zu arbeiten.
  2. die Art wie Entscheidungsträger, Experten und Bürger für Projekte in der Stadt interagieren, sollen Ihren Worten nach “de-compartmentalize“ werden (aus Behördenzwängen befreien).
  3. Städte solle voneinander lernen. Die geografische Isolation soll aufgebrochen werden.

Teil 2

Der zweite Teil dieser Analyse behandelt die Nutzung des Begriffs Smart City in der IT-Szene.

The Maglus, the ghosts, the whiskey

Photo courtesy of Harvey Rogers Photography

Photo courtesy of Harvey Rogers Photography

In mid-october I was invited to a 3-day trip to Dublin and Tullamore by my friends over at applydea, the folks behind the maglus stylus. What was to follow was a series of fun events.

We started off with a 1-hour workshop for kids. Knowing we would head off to Charleville Castle later that night, the Idea was to reimagine oneself as a ghost living at the castle. We used Drawing Carl to create our alter ghost ego and the Puppet Pals HD to create little animations. This is now my favorite ap setup for working with kids.


After that we projected the ghostly images the kids made to the marvelous front of the almost 200 yrs old castle. Imagine the fun I had using tagtool to chase the kids around with ghosts and spooky eyes!


And then it was story time: told by the lovely Lady Bonny (who lives in the castle as well and knows all the ghostly inhabitants) we were told the story of Harriet, who fell to death on her birthday and now is a friendly ghost, much like the ghosts the kids created earlier. With Carla supplying sounds via vidibox and mic, we created a shadowplay in tagtool, projected to the walls of the castle.

And we finished off we a free tagtool session, again with Carla making music using NodeBeat HD to an audience of about 150 people.

I want to thank Carla for making the impossible possible and being such a great collaborator during the Gigs. Luke for all the hospitality and for making this happen. Bonny and Dudley for opening up Charleville castle for us and for making me belive in ghosts.

Special thanks going out to Andy and Noel, the designers behind the Maglus for giving a great peek into their process and way of thinking as product designers. Coming from the field of UX-Design, I was highly inspired by their very focused and interative problem-solving approach. It left a strong urge inside of me to come back one day and learn more: about product design, about ghosts, and about triple destilled whiskey.