Kategorie-Archiv: Methoden & Tools

Gefährliche Annahmen – wie ihr das Risiko minimiert, falsch zu liegen

Wer ein Produkt entwickelt oder ein Startup gründet, der trifft Annahmen. Und das ständig. Zum Beispiel Annahmen über die Nutzer oder Kunden: wer sie sind, wie viele sie sind, wie alt sie sind, was für ein Problem sie haben, dass sie ein Problem haben oder darüber wie man dieses Problem lösen könnte.

Man könnte es mit einer Webseite oder einer App lösen. Oder einfach mit einem Kaffeesirup, der automatisch ne Katze auf den Kaffee zaubert. (siehe Bild) Vorausgesetzt natürlich es gibt Leute, die das Problem haben, dass ihr Kaffee immer so langweilig aussieht, sie Kaffee gerne mit Sirup trinken und Katzen ihre Lieblingstiere sind. Ihr seht wohin uns das führt: in den Wald.

Die meisten dieser Annahmen sind übrigens gut und harmlos und helfen uns dabei, die komplizierte Wirklichkeit zu abstrahieren. Einfach “damit man mal weiterkommt und das jetzt nicht nochmal diskutieren muss”.

Aber es gibt auch weniger harmlose Vertreter: oft werden Annahmen unbemerkt zu Wahrheiten im Unternehmen. Ganz langsam und schleichend und plötzlich weiß keiner mehr, dass dieser Glaubenssatz eigentlich nur mal “so eine Annahme war”. Und plötzlich basiert die komplette Quartalsplanung auf einer einzigen Annahme. Upssss….. das ist gefährlich.

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Der Discovery Prozess ist tot. Lang lebe der Discovery Prozess! – Warum es kein richtiges Product Discovery Vorgehen gibt

Wenn ein Product Team sich der Product Discovery rund um eine neue Mission stellt, ist es die primäre Aufgabe, Unsicherheit zu reduzieren. Die ersten Schritte rund um Alignment und Research-Aufgaben fühlen sich vielleicht noch vorhersehbar und fast schon linear an. Doch spätestens, wenn sich die erste Hypothese als falsch herausstellt, muss man sich mit Kurskorrekturen auseinandersetzen.

Und auch wenn sich die Komplexität einer Discovery manchmal überwältigend anfühlt, ist es keine Lösung ihr mit Standard-Vorgehensweisen anderer Unternehmen zu begegnen. Besser ist es, bei sich selbst zu bleiben.

In diesem Artikel möchte ich mit dir teilen, wieso die Individualität deines Teams die Geheimwaffe für effektive Product Discovery Arbeit ist.

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14 Tipps zur Durchführung einer Research Community

Wir UX Designer und User Researcher laden ausgewählte Nutzerinnen und Nutzer gern in unsere UX-Labore ein. Hier möchten wir ihnen zuzuschauen, wie sie digitale Produkte bedienen und erfahren, was sie dabei bewegt, um ihnen optimale Lösungen anzubieten.

Dabei lassen wir im Labor den Nutzungskontext in all seinen Facetten viel zu oft außer Acht. Die Interviewpartnerinnen und -partner bewegen sich nach vorgegebenen Use Cases durch die Anwendung. Damit geben wir nicht nur eine Marschrichtung, sondern auch das Zeitlimit vor.

Hinzu kommt, dass wir den Interviewpartnerinnen und -partnern jungfräuliche Testgeräte vorlegen – ohne gespeicherte Sessiondaten, Cookies, Browserverläufe, Passwörter oder vorinstallierte Apps.

Die Realität sieht häufig anders aus. Oder nutzt du kerzengerade auf einem Stuhl sitzend eine Mobilitäts-App wie myTaxi, MOIA, TIER? Gehst du nur zu Hause im Highspeed-WLAN online shoppen? Und löschst du regelmäßig deine Cookies & Co, so dass dir personalisierte Inhalte verloren gehen?

Stell dir vor, du kannst tiefer in die Lebenswelt deiner Zielgruppe eintauchen und an individuellen Nutzungssituationen teilhaben, die in der Realität – außerhalb des Labors – entstehen.

Diese Möglichkeit bietet eine sogenannte Market Research Online Community (“MROC”, hier kurz Research Community genannt).

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Storytelling & User Journeys: Warum es unsere Nutzer verdient haben, wie Helden behandelt zu werden

In meiner Kindheit hatte ich eine ungeheure Faszination für Wasserrutschen. Dieses kurze Gefühl von Schwerelosigkeit beim Start, kombiniert mit dem Thrill der Geschwindigkeit und dem abrupten Aufklatschen im Auffangbecken in der Hoffnung, niemandem dabei in den Rücken zu springen. Es war ein süchtig machender Adrenalinschub, den man sich aber hart erarbeiten musste.

Erst die schier endlosen, glitschigen Treppen. Oben angekommen dann die Entscheidung ob man nun Rutschen will oder nicht und nach dem Überwinden des Point of no Returns, war das Vergnügen nach wenigen Sekunden bereits vorbei. Ein endloser Kreislauf aus Anstrengung und Spaß, aber er war es wert und hatte mich komplett in seinem Bann.

Mittlerweile bin ich etwas älter und die Vernunft (ergo mein Rücken) zwingt mich, meine Zeit anderweitig zu nutzen. Als UX-Designer im eCommerce-Bereich von OTTO versetze ich mich in die Nutzer meines Produktes hinein und versuche mittels User Journeys zu verstehen, warum sie immer und immer wieder dieselben Strapazen auf sich nehmen. Eine fummelige Navigation, umständliche Produktvergleiche oder fehlerhafte Gutscheincodes – Alles nur, um am Ende den Adrenalinschub des Kaufabschlusses zu erfahren. Wie bei einer gut konzipierten Wasserrutsche.

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Product-Market Fit: Die Schicksalsfrage für neuartige Produkte

Product-Market Fit zu erreichen ist die Schicksalsfrage für jedes Startup. Der Fit markiert das Ende der Lern- und Experimentierphase, in der die Gründer ihre Zielgruppe kennenlernen und die optimale Form für ihr Produkt noch suchen. Er gibt den Gründern grünes Licht für die Wachstumsphase, in der sie beginnen, ihr Unternehmen zu skalieren und Geld zu verdienen.

Dieser Artikel erklärt Product-Market Fit und dessen Bedeutung für innovative Produkte. Er wurde zwar für Startup-Gründer geschrieben, ist aber auch für Produkt- und Innovationsmanager in etablierten Unternehmen relevant, wenn sie neuartige oder sogar disruptive Produkte planen. Der Artikel stellt auch den Product-Market Fit Planner vor – ein neues Werkzeug, um die Lernphase zu strukturieren, damit das Produkt am Ende die größtmöglichen Erfolgschancen bekommt.

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produktbezogen-Podcast – Episode 03: Interview mit Barry O’Reilly zu seinem neuen Buch „Unlearn“

Für die 3. Episode des produktbezogen Podcast freuen wir uns Barry O’Reilly als Gast begrüßen zu dürfen. Er ist Autor des internationalen Bestsellers „Lean Enterprise“ und spricht mit uns über sein neues Buch „Unlearn“. Hier beschreibt Barry wie Verhaltensweisen, die uns in der Vergangenheit zu Erfolg verholfen haben, uns heute im Weg stehen. Dies ist eine Herausforderung für uns als Individuen, die uns aber auch sehr häufig im Geschäftsumfeld begegnet. Unternehmen verlieren den Anschluss, weil sie an ihren Erfolgsrezepten der Vergangenheit festhalten. Um Neues zu lernen müssen wir Platz schaffen und vergangene Verhaltensweisen wieder verlernen. Viel Spaß beim Zuhören.

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Design für das nächste Jahrzehnt – Teil 1: Produktdesign-Prozesse im agilen Kontext

Digitale Produkte in jederzeit nachvollziehbarer Qualität und mit nachhaltiger Geschwindigkeit entwickeln – dafür stehen agile Vorgehensmodelle. Doch reicht es, dass die Software-Entwickler jetzt „Scrum machen“, um am Markt erfolgreicher zu sein? Viele Unternehmen gehen auf Nummer sicher und rollen agile Methodiken vom Marketing bis zur Personalabteilung aus. Bei aller Begeisterung scheint dabei ein Bereich stiefmütterlich behandelt zu werden: Das Design. In der Entwicklung hoch gehaltene Prinzipien von Lean und Agile werden im Designprozess häufig nicht umgesetzt: Design erfolgt „upfront“ statt iterativ inkrementell, es ist wasteful statt lean, individuell statt kollaborativ, weisungsgebunden statt (team-)verantwortlich.

Wie funktioniert das Design digitaler Produkte, wenn die Philosophien von Lean und Agile verbunden mit Ansätzen aus Design Thinking und User Centered Design auf den gesamten Entstehungsprozess angewandt werden? Oder anders formuliert: Welche Konzepte sind hilfreich für Organisationen, die ihre Design- und Umsetzungsprozesse konsequent auf Nutzerzentrierung und Produkterfolg ausrichten wollen – oder müssen?

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