Kategorie-Archiv: Allgemein

Düsseldorfer Kreis bezieht Stellung zur DSGVO und Tracking

Mit einem Satz haben die Aufsichtsbehörden in einem Positionspapier der Datenschutz-Konferenz vom 26. April 2018 die Online-Branche verunsichert:

„Es bedarf jedenfalls einer vorherigen Einwilligung beim Einsatz von Tracking-Mechanismen, die das Verhalten von betroffenen Personen im Internet nachvollziehbar machen und bei der Erstellung von Nutzerprofilen.“

Viele Kommentatoren haben daraus geschlossen, dass ab dem 25. Mai 2018 generell der Einsatz von Web-Analyse und Werbe-Tracking nur noch mit Opt-In gesetzeskonform möglich sein wird, egal wie intensiv die jeweilige Lösung in die Privatsphäre und Persönlichkeitsrechte der Betroffenen eingreift.

Aber:

Ist diese Lesart des DSK-Dokuments richtig und verlässlich? Spielt die Menge und Nutzung der gesammelten Daten wirklich keine Rolle bei der Beurteilung, und werfen unsere Aufsichtsbehörden tatsächlich undifferenziert alle Tools und Technologien in einen Topf?

Wir haben natürlich bei den Aufsichtsbehörden nachgefragt. Dabei wurde uns bestätigt, dass gemäß Punkt 8 des Positionspapiers „eine Interessenabwägung im Einzelfall auf Grundlage des Artikel 6 Absatz 1 Buchstabe f) DSGVO geprüft werden“ müsse. Die von uns nach der Konferenz kontaktierten Aufsichtsbehörden haben unserer begründeten Auffassung nicht widersprochen, dass der Einsatz unserer Technologie nach Maßgabe der Datenschutzgrundverordnung ohne vorherige Einwilligung der Besucher rechtmäßig möglich ist.

Auch das am 8. Mai 2018 erschienene Statement der GDD (Gesellschaft für Datenschutz und Datensicherheit e.V.) stützt in ihrem Statement vom 08.05.2018 unsere Ansicht und sagt:

Werbung stellt jedoch nach der DS-GVO grundsätzlich ein berechtigtes Interesse im Rahmen der Interessenabwägung nach Art. 6 Abs. 1 lit. f DS-GVO dar, das dem Regelungsverständnis der DS-GVO nach jedenfalls grundsätzlich nicht von einer Einwilligung abhängig ist. Wenn nach ErwG. 47 DS-GVO die Direktwerbung ein berechtigtes Interesse des werbenden Unternehmens sein kann, muss in der Konsequenz auch das Tracking von Nutzerverhalten als weniger stark in das Persönlichkeitsrecht eingreifende Maßnahme grundsätzlich zulässig sein…“

 

Insofern ist nicht von einer pauschalen Einwilligungspflicht auszugehen. Vielmehr dürften nur bestimmte Arten des Trackings oder der Erstellung von Nutzerprofilen betroffen sein. Nach unserer Einschätzung sind die deutschen Aufsichtsbehörden der Ansicht, dass Web Analytics und der Einsatz diesbezüglicher Tools dann einer Einwilligung des betroffenen Nutzers bedarf, wenn das Nutzerverhalten im Internet insbesondere über verschiedene Websites hinweg nachvollziehbar wird. Im Visier der Datenschützer sind Datensammler, -händler und -vermarkter, die in großem Stil Verhaltens- und Persönlichkeitsprofile der Betroffenen erstellen.

Man muss nur einen Blick in Googles neue Datenschutzerklärung, wirksam ab 25. Mai 2018, werfen, um die Stellungnahme der Datenschützer nachzuvollziehen. Dort heißt es:

„Wenn Sie Websites besuchen, auf denen Google Analytics eingesetzt wird, werden Google und der Google Analytics-Kunde gegebenenfalls Daten über Ihre Aktivitäten auf dieser Website mit Aktivitäten auf anderen Websites verknüpfen, auf denen ebenfalls unsere Werbedienste genutzt werden.“

Dass unsere Aufsichtsbehörden hierfür die Zustimmung der Nutzer auf den entsprechenden Websites fordern, ist einleuchtend. Die Einwilligungspflicht kann selbstverständlich nicht entfallen, wenn der gigantischen Datenverknüpfung durch Einsatz des hauseigenen Web-AnalyseTools Vorschub geleistet wird.

In scharfem Kontrast hierzu ist etracker Analytics technisch konsequent darauf ausgerichtet, dass eine Zusammenführung des Nutzerverhaltens über verschiedene Kunden nicht durchgeführt werden kann. Daten, die möglicherweise einen Bezug zu einer einzelnen Person zulassen, wie die IP-Adresse, werden zudem nach dem Grundsatz des „eingebauten Datenschutzes“ (Privacy by Design) nur verkürzt gespeichert, so dass ein Rückschluss auf den einzelnen Besucher nicht möglich ist.

So einleuchtend es auch ist, dass etracker Analytics und Google Analytics im Hinblick auf Datenschutz und DSGVO-Einwilligungspflicht nicht undifferenziert in einen Topf geworfen werden können, so kann angesichts der schwebenden Debatte aktuell keine 100%ige Rechtssicherheit gegeben werden. Selbst das Rechtsgutachten im Rahmen unseres EU-DSGVO-Audits und der Compliance-Zertifizierung mit Verleihung des ePrivacy Gütesiegels stellt keine abschließende rechtssichere Beurteilung dar. Diese wird es voraussichtlich auch erst geben, wenn die ePrivacy Verordnung klare Regeln in Bezug auf die „Messung des Webpublikums“ schafft und der Europäische Gerichtshof urteilt.

Wir empfehlen, nicht vorschnell auf Basis eines unkonkreten Statements vom Opt-Out zu einem Opt-In zu wechseln. Sollten Sie sich jedoch für ein Opt-In beim Einsatz von etracker entscheiden, so können Sie jederzeit im Handumdrehen den von uns bereitgestellten Einwilligungs-Dialog in Ihren Account-Einstellungen aktivieren. Dabei erteilte Einwilligungen werden automatisch dokumentiert und lassen sich zum Nachweis als CSV-Datei herunterladen.

Bei Fragen wenden Sie sich gern an unsere Datenschutzbeauftragte Elke Hollensteiner unter 040 55 56 59 52 oder privacy@etracker.com.

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+24% Engagement-Steigerung durch integriertes Headline-Testing

Mit diesem Präsentationstitel begeisterte Olaf Brandt am vergangenen Donnerstag das Publikum auf der Ideastorm Stage beim newscamp 2018 in Augsburg.

Als Digitalkonferenz für Verlag und Medienunternehmen richtete sich die newscamp bereits zum fünften Mal mit internationalen Sprechern gezielt an die deutschsprachige Verlags- und Medienwelt und informiert in Vorträgen und Workshops über aktuelle Themen und Trends in der digitalen Welt.

Da durfte ein Blick auf Google und Facebook nicht fehlen. Ken Doctor, international renommierter Internet-Experte, Autor und Dozent, mahnte in seiner Key Note zu einer gesunden Portion Misstrauen im Umgang mit den Internet-Giganten: „Google und Facebook sind nicht eure Freunde“ lautete seine Botschaft. Man müsse sich nur vor Augen führen, dass 89 Prozent der Zuwächse im digitalen Werbemarkt allein bei diesen beiden mächtigen Internet-Konzernen verbleiben.

Und natürlich war auch die EU-DSGVO eins der Themen, das das Publikum trieb. Kristin Benedikt, Referatsleiterin Bayerisches Landesamt für Datenschutzaufsicht, stand nach ihrem Vortrag für rege Diskussionen mit dem Publikum zu Verfügung.

Auf der Ideastorm Stage öffneten Online-Experten wie Olaf Brandt den Blick für innovative Lösungen. Redakteure für Content-Optimierung begeistern. Wie das geht? Mit ins CMS integriertem Headline-Testing, Content Recommendations und personalisierter Artikel-Sortierung. Und alles natürlich datenschutzkonform!

Einfach mal Headline-Testing testen!

Rufen Sie uns hierzu gern an: 040 55 56 59 50.

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Vizthink Nord Meetup #4 – Stifte & Papier

„Zeigt her Eure Stifte, zeigt her Euer Papier!“

Jeder visuelle Denker hat einen. Manche sogar mehrere gleichzeitig. Ja klar, die Rede ist von Euren Lieblingsstiften. Pünktlich vor Ostern öffnet Riesenspatz im schönen Eimsbüttel die Türen für uns, um ausgiebig über die schönsten Alltagsbegleiter der Welt zu fachsimpeln. Zum Lieblingsstift darf natürlich das passende Papier nicht fehlen. Worauf lettert, zeichnet und kritzelt ihr? Klassisch weiß, schwarz, Kraft- oder Seidenpapier, …? Bringt gerne eine Kostprobe zum Meetup mit. Wenn dann noch Zeit bleibt, fertigen wir gemeinsam ein paar visuelle Ostergrüße an oder setzen den Stift ein, um auf Ostern einzustimmen.

Außerdem munkelt man, dass der Osterhase von neuland ein paar Überraschungen im Riesenspatz Studio für Euch versteckt hat.

 

Wann und wo?
am Mo, den 26. März 2018
um 19 Uhr
im Riesenspatz Studio
Telemannstraße 21
20255 Hamburg

Bist Du dabei? Dann melde Dich jetzt an.

Bitte beachtet, dass wir uns aus Platzgründen auf maximal 20 Personen beschränken müssen! Also unbedingt in diesem Post anmelden!

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9 Anmeldungen bisher
Sichtbare Anmeldungen:

Vorname
Name
Beruf
Gabriela
Herzog
Analyst
Ludwig
middendorf
Projektmanager
Mareike
Brümmer
Schifffahrtskauffrau
Marion
Koslowski
Medienkompetenz & Webdesign
Mette
Larsen
UX Designer & Design Anthropologist
Wolfgang
Hofbauer
UX Designer

Remarketing, wie funktioniert das eigentlich?

Unter Remarketing (oder auch Retargeting) versteht man Kampagnen, mit denen Besucher nach Verlassen einer Website erneut angesprochen werden. Ziel ist es, sie auf die Website zurückzuholen, damit sie dort ihre Customer Journey erfolgreich abschließen oder abermals konvertieren.

Das Ausspielen von Remarketing-Kampagnen wird durch ein bestimmtes Verhalten der Besucher ausgelöst. Ein häufig verwendeter Auslöser ist, wenn ein Bestellprozess abgebrochen, also der Warenkorb stehengelassen wird. Die gezielte Ansprache dieser Besucher kann mittels Anzeigen auf anderen Websites erfolgen, via automatisierter E-Mailings bei entsprechender Einwilligung oder auch über Messenger-Dienste, wenn etwa beim Besuch die Chat-Funktion genutzt wurde.

Remarketing ist generell eine effektive Methode, um Konversionen zu steigern. Die Erfolgsmessung ist dabei jedoch nicht ganz so simpel, muss man doch im Auge behalten, dass ein Teil der Konversionen wohl auch ohne zusätzliche werbliche Ansprache erfolgt wäre. Außerdem können Remarketing-Maßnahmen Kunden verprellen, wenn diese sich dadurch belästigt und verfolgt fühlen.

So funktioniert Remarketing

Auch wenn es bei allen Formen des Remarketings darum geht, den Besucher zurück auf die Website zu holen, laufen die Prozesse je nach Medium unterschiedlich ab:

etracker Email Remarketingetracker Ad Remarketing

Wie Sie das meiste aus Ihren Remarketing Kampagnen herausholen, lesen Sie hier.

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Hell oder dunkel & mehr

In diesem Fall geht es nicht um die Wahl Ihres Bieres, sondern um die Optik unseres neuen Dashboards. Außerdem haben wir mit den letzten zwei Releases des Jahres 2017 die Auswertbarkeit bei dynamischen URLs erweitert.

Zwei Dashboard-Modi

Einer der tollen Vorteile des neuen etracker Dashboards ist, dass es in vollem Umfang responsiv ist. Das heißt, dass es auf Desktop, Tablet und Smartphone gleichermaßen funktioniert. Auch haben unsere Designer Wert daraufgelegt, dass das Dashboard gleichermaßen im TV-Modus auf „Big Screens“ in Büros top aussieht.

Doch auch die Hintergrundfarbe ist wichtig, denn je nach Gerät unterscheidet sich diese für die optimale Darstellung: Ein dunklerer Hintergrund eignet sich besonders zur Ansicht auf Smartphones und großen TV-Monitoren. Je nach Auflösung des Monitors und insbesondere bei Nutzung von Beamern kann jedoch ein stärkerer Kontrast durch einen hellen Hintergrund vonnöten sein, um die Lesbarkeit zu gewährleisten.

Und letztlich ist Design auch Geschmackssache: Der Eine empfindet Schwarz und Grautöne als stylisch und modern, der Anderenimmt es hingegen eher als düster wahr.

Um allen Geschmäckern und Geräteanforderungen gerecht zu werden, gibt es jetzt zwei Dashboard-Modi: Wechseln Sie einfach über den Schalter oben rechts (mobil über das Burger-Menü) zwischen heller und dunkler Ansicht.

Dynamische URLs

In etracker werden standardmäßig Seiten-URLs ohne die darin enthaltenen URL- bzw. GET-Parameter erfasst. Diese Parameter können jedoch relevante Informationen für die Analyse Ihrer Webpräsenz beinhalten. Beispielsweise werden häufig Filter- und Sortiereinstellungen auf Suchergebnisseiten mittels der URL-Parameter übergeben.

Legen Sie deshalb in Ihren Account-Einstellungen individuell fest, welche GET-Parameter für Sie relevant sind und differenziert gezählt werden sollen. . Anschließend aktivieren Sie im Seiten-Report das Segment „URL“. Über die Filterfunktion können Sie spezifische Werte selektieren, um etwa zu sehen, wie häufig nach Preis oder Neuheiten sortiert wird.

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