Kategorie-Archiv: Innovation

Knowledge Navigator Implications @mprove

Between 1987 and 1988 Apple has created a couple of vision videos under the common research theme Knowledge Navigator. Of course, Knowledge Navigator and Future Shock are most famous; but there are about 10 others short clips which illustrate additional concepts. Note that these are created in the pre-Web and pre-tablet era.

Below is a video that features Steve Wozniak, Diane Ravich (then director of Encyclopædia Britannica <sic!>), Alan Kay and the authors Ray Bradbury and Alvin Toffler. They are dreaming about the future – our present. Although the technology today seems capable to deliver on this vision, I suppose we have some work left to do you adjust our tools in a way to really support it.

Topics: computers as simulation tools, education, agents, voice user interfaces, automated translation, hypermedia

Knowledge Navigator Implications, Apple 1988 at YouTube


// Original: Knowledge Navigator Implications @mprove CC-BY-NC-4.0 Matthias | mprove.net | @mprove | Musings & Ponderings

Keine Kreativität? Die Methode ist das Problem!

Methoden für mehr Kreativität und Innovationsfähigkeit sind in ihrer Einfachheit attraktiv. Sie versprechen viel und halten wenig. Die meisten Kreativen hingegen folgen nur dann einem festen Plan, wenn es ihre Arbeit wirklich erfordert. Sie treffen Entscheidungen, die oft unmöglich nachvollziehbar sind, sie bewegen sich in einem Handlungsrahmen aber ohne Methode. Für ihre Arbeit gibt es kein Rezept. Dafür aber Muster. Diese sind nachvollziehbar und erlernbar weil sie in jedem von uns angelegt sind.

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produktbezogen-Podcast – Episode 03: Interview mit Barry O’Reilly zu seinem neuen Buch „Unlearn“

Für die 3. Episode des produktbezogen Podcast freuen wir uns Barry O’Reilly als Gast begrüßen zu dürfen. Er ist Autor des internationalen Bestsellers „Lean Enterprise“ und spricht mit uns über sein neues Buch „Unlearn“. Hier beschreibt Barry wie Verhaltensweisen, die uns in der Vergangenheit zu Erfolg verholfen haben, uns heute im Weg stehen. Dies ist eine Herausforderung für uns als Individuen, die uns aber auch sehr häufig im Geschäftsumfeld begegnet. Unternehmen verlieren den Anschluss, weil sie an ihren Erfolgsrezepten der Vergangenheit festhalten. Um Neues zu lernen müssen wir Platz schaffen und vergangene Verhaltensweisen wieder verlernen. Viel Spaß beim Zuhören.

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Der Duale Arbeitsplatz – Coworking für angestellte UX Designer (w/m)

„Nichts ist beständiger als der Wandel“ – diese Weisheit, mal Heraklit, mal Charles Darwin zugeschrieben, gilt für alle Lebensbereiche. Auch und im Besonderen für Unternehmen im Kontext der Digitalen Transformation.

Unternehmen brauchen einen steten Fluss an Impulsen & Anregungen von außen und ein Radar um Veränderungen im Umfeld frühzeitig zu erkennen.

Konzepte wie das „Duale Betriebssystem von Kotter“ helfen einen Veränderungsprozess als dauerhafte Aufgabe zu begreifen. Sie setzen jedoch zu wenig auf Anregungen von außerhalb des eigenen Unternehmens. Das im Besonderen in den Phasen der Ideen-Generierung, Ideen-Bewertung und Konkretisierung.

Das System „Dualer Arbeitsplatz“ setzt an dieser wunden Stelle an:
Mitarbeiter/-innen bekommen die Möglichkeit an 4-5 Tagen pro Monat in unterschiedlichen Coworking Spaces zu arbeiten. Alleine und/oder im (Projekt-)Team.

Sie pflegen an ihrem zweiten Arbeitsplatz im Coworking Space den Austausch mit Coworkern, die die Rolle eines 100% Externen einnehmen. Es sei im Besonderen angemerkt: Extern und ohne Beratervertrag, sowie ausgestattet mit einer Bereitschaft Ideen zu geben, Ideen zu bewerten, über den Tellerrand zu schauen und „Sparringspartner“ zu sein.

Das System „Dualer Arbeitsplatz“

Das System des „Dualen Arbeitsplatzes“ gibt es in unterschiedlichen Ausprägungen.

Einige Unternehmen, wie beispielsweise Google und Otto, bauen eigene (Corporate) Coworking Spaces auf (Das UX Haus – Corporate Coworking für UX Professionals). Die meisten Unternehmen gehen zunächst den Weg ihren Mitarbeitern/-innen das Arbeiten in Coworking Spaces zu ermöglichen. Sie bieten ihnen über einen langen  Zeitraum einen zweiten Arbeitsplatz in einem Coworking Space.

Jene Unternehmen bauen auf die zentralen Coworking Werte:

  • Offenheit,
  • Zugänglichkeit,
  • Gemeinschaft und
  • Kollaboration.

Werte die für die Generierung und Konkretisierung von Ideen äußerst hilfreich sind. Und Werte, die in den meisten Coworking Spaces gelebt und gepflegt werden. Das ist das System des „Dualen Arbeitsplatzes“.

Coworking Space sind Nährböden für Ideen

In Coworking Spaces finden Menschen mit unterschiedlichen Qualifikationen, Fertigkeiten, Berufen und Berufungen zueinander. Sie finden dort ein von Offenheit geprägtes Arbeitsumfeld vor. Offenheit sowohl im räumlichen Sinne als auch bezogen auf die Art und Weise des Austausches untereinander (Was genau ist eigentlich Coworking?).

Diese Diversität, gepaart mit Räumlichkeiten die Kommunikation untereinander fördern (Küche, Cafeteria, Gesprächsinseln, Sofaecken), tragen zu einer inspirierenden (Arbeits-)Atmosphäre bei.

Befördert werden diese positiven Bedingungen für frische Ideen durch die Persönlichkeitsmerkmale und Eigenschaften von Coworkern. Jene sind neugierig, nehmen neue Blickwinkel und Sichtweisen gerne ein, schauen über den Tellerrand und versuchen sich in andere Menschen hineinzuversetzen.

Das sind Tugenden, die von einer guten Coworking Gemeinschaft gepflegt und an  neue Coworker vermittelt werden. Es sind zugleich Tugenden, die einen guten UX Designer (w/m) ausmachen und auszeichnen (Qualitäten erfolgreicher UX Designer (w/m) – alles eine Frage von Empathie!).

UX Designer werden sich in einem Coworking Space schnell einfinden und wohlfühlen.

Erfolgsfaktoren des Systems „Dualer Arbeitsplatz“

Die beschriebenen positiven Rahmenbedingungen für Inspiration durch einen zweiten Arbeitsplatz in einem Coworking Space sind notwendige jedoch keineswegs hinreichende Bedingungen, um Ideen zu entwickeln und Innovationen für Unternehmen zu befördern.

Das geschieht nur dann, wenn die Mitarbeiter/-innen dem System „Dualer Arbeitsplatz“ freiwillig beitreten, motiviert sind Ideen für Produkte & Prozesse zu entwickeln und durch das Management ermutig, gefördert und beratend begleitet werden (mehr zum Thema Führung unter „Design für positive Employee Experience“).

Zudem müssen die Mitarbeiter/-innen berufsbezogene Persönlichkeitsmerkmale aufweisen, die dazu beitragen, dass im Coworking Space gemeinsam mit anderen Coworker neues Wissen und frische Ideen entstehen. Kontaktfähigkeit & Soziabilität, Empathie & emotionale Stabilität, Flexibilität, Handlungsorientierung („auf ein Ziel hinwirken“) und Teamorientierung – jene berufsbezogenen Persönlichkeitsmerkmale sind nötig, um den Nährboden für Ideen zu „bestellen“ und Ideen zu ernten.

Jene Merkmale sind auch die Grundlage um zu verstehen und zu akzeptieren, dass die Entstehung von neuen Erkenntnissen, Wissen und Innovationen immer das Ergebnis eines kommunizierenden und kooperierenden Netzwerks ist. Diese Sichtweise ist zwingend nötig, um in einem Coworking Space dauerhaft akzeptiert und integriert zu werden (Die Stärke von Coworking Spaces liegt im Netzwerken).

Coworking Spaces – Nicht jeder eignet sich!

So wie sich nicht jede(r) Mitarbeiter/-in für das System des Dualen Arbeitsplatzes eignet (auch nicht eignen muss!), so bietet auch nicht jeder Coworking Space einen guten Nährboden für Ideen & Innovationen.

Es gilt einen Coworking Space zu finden, der „wertekonform“ ausgerichtet ist, d.h. eine

  • Gemeinschaft bietet,
  • Zusammenarbeit fördert und
  • von Offenheit geprägt ist.

Das sind, neben harten Daten & Fakten wie Lage und Ausstattung, die entscheidenden weichen Faktoren für die Auswahl eines Spaces im Kontext des Dualen Arbeitsplatz Systems.

Unternehmen und Mitarbeiter sollten unterschiedliche Spaces ausprobieren. Nur so können sie erkennen, ob sie dort dauerhaft zielkonform tätig werden können. Bei der großen Anzahl an Coworking Spaces in größeren Städten ist diese Auswahl eine große , jedoch lösbare Herausforderung (Ist das eigentlich noch Coworking?).

Zudem muss der Space Coworker beheimaten, die unterschiedliche Fertigkeiten, Qualifikationen und Arbeitsschwerpunkte aufweisen. Nur so wird Diversität geboten und nur so können die sich daraus ergebenden, positiven (Netzwerk-)Effekte entstehen.

Sie wollen Ihren Mitarbeitern das System des Dualen Arbeitsplatzes bieten?
Sie wollen als Angestellte(r) 4-5 Tage im Monat in einem Coworking Space arbeiten?
Dann legen Sie los, es wird sich für Sie und Ihr Unternehmen lohnen.

Ich hoffe Ihnen gute Gründe und eine schlüssige Argumentationsgrundlage für das System „Dualer Arbeitsplatz“ geboten zu haben.

Foto Thorsten Wilhelm

Thorsten Wilhelm

Gerne unterstütze ich Sie bei der Konzeption, Umsetzung und Evaluation eines für Sie geeigneten Dualen Arbeitsplatz Systems.

Helfe Ihnen bei der Auswahl geeigneter Mitarbeiter/-innen und Coworking Spaces in Ihrer Stadt oder Region.

Sprechen Sie mich an.

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Digitale Transformation: Top 6 Punkte warum Unternehmen scheitern

Digitale Transformation ist wie sportliche Ausdauer

Digital Transformation ist en vogue. Eigentlich eine tolle Sache. Prinzipiell ist das Ziel einer Digitalen Transformation nämlich Organisationen flacher, autonomer, agiler und kundenzentrierter zu gestalten. Leider haben die Schattenseiten der Digitalen Transformation innerhalb der letzten paar Jahre meiner Meinung nach Überhand genommen. Es scheitern schlicht zu viele Unternehmen an ihren digitalen Tagträumereien. Aktuell ist es vor allem ein vielversprechendes neues Business für Berater und Beratungen aller Größe und Art. Schnell den Nadelstreifenanzug gegen einen Hoodie getauscht und aus dem ehemaligen Prince2 zertifizierten Projektmanager wird ein Design Thinking Facilitator. An den Namen des Unternehmens wird dann einfach noch ein X gehängt, um die Veränderung in die Welt zu kommunizieren. Wäre alles halb so wild, wenn die Digitale Transformation nur funktionieren würde. Ich fände es großartig mehr Unternehmen zu sehen, die auf diese Art und Weise dann großartige Produkte auf den Markt brächten.

Es gibt viel Literatur zum Thema Digitale Transformation. Gefühlt allerdings eher alles aus theoretischer, strategischer Sicht oder mit dem Ziel, die eigenen Beratungsleistungen zu bewerben. Hier deswegen unsere produktbezogene Sicht auf Digitale Transformation direkt aus der Praxis: Digitale Transformation: Top 6 Punkte warum Unternehmen scheitern:

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Das ultimative FAQ zu Design Sprint: Fragen & Antworten auf einen Blick

Design Sprints sind angesagt. Viele Kunden kommen bei dem Thema erst mal mit etlichen Fragen auf uns zu. Andere wollen sich gerne selbst an einen Sprint heran trauen. Obwohl es netzab und netzauf schon zig Beiträge zum Thema „Design Sprints“ gibt, haben wir uns daher entschieden, ein wachsendes FAQ zum Thema „Google Design Sprint“ oder einfach „Design Sprint“ zu veröffentlichen. Wir haben das nicht ohne Hilfe getan – sondern uns einen versierten Gast eingeladen.

Denn mit Caspar Siebel und seinen Kollegen von sprintbetter.de haben wir Moderatoren in unserem Netzwerk, die schon seit Jahren dutzende Sprints durchgeführt haben. In völlig verschiedenen Kontexten.

Wenn wir selbst für Design Sprints angefragt werden, arbeiten wir gerne mit Caspar oder seinen Kollegen im Moderatorionsteam zusammen. Einerseits, weil es so gut wie nie klappt, dass Dirk, Jörg und ich uns eine ganze Sprint-Woche als Tandem blocken können, vor allem aber, weil die drei unglaublich viel Erfahrung mit in den Raum bringen. Einerseits in der Design-Sprint-Moderation und andererseits als versierte Service-Designer.

Wir nehmen uns vor, diesen Artikel um neu aufkommende Fragen und Antworten zu ergänzen. Also, fragt gerne nach! In den Kommentaren oder via Mail(Valentin Heyde):

FAQ zum Thema Design Sprint – alle häufigen Fragen & Antworten auf einen Blick

Hallo, mein Name ist Caspar Siebel. In den letzten 2 Jahren habe ich über 20 Design Sprints durchgeführt. Am Anfang eher aus Neugierde, im Laufe der Zeit mit immer mehr Freude an dem Format, inzwischen mache ich nichts anderes mehr. Ich habe Sprints über viele Branchen hinweg erlebt, von kleinen NGOs über Automobilkonzernen zu Venture Buildern von Tech Startups. Weil bei vielen Sprints bei meinen Kunden und Sprint Teilnehmern ähnliche Fragen auftauchen freue ich mich hier auf Komfortzonen ein FAQ führen zu können. Und los gehts:

Durch das folgende Inhaltsverzeichnis kannst du direkt zu den Themen und Fragen springen, die dich am meisten interessieren.

Allgemeine Fragen zu Design Sprints

Was ist eigentlich so ein Design Sprint?

design sprint vorteile

In einem Design Sprint kommen Teams für 5 Tage zusammen, um konzentriert an einem Projekt zu arbeiten. Meist nehmen sich Teams für die 5 Tage eine sehr ehrgeizige Fragestellung vor – schließlich soll sich der große Zeitaufwand lohnen. Das Besondere an dem Workshop-Format ist, dass es sehr trotz seiner Länge sehr strukturiert moderiert wird. Es gibt also klare Zeitfenster für bestimmte Schritte – einerseits für die einzelnen Tage, aber auch innerhalb der jeweiligen Tage. Nötige Entscheidungen werden durch die Moderation herbeigeführt und Augenmerk darauf gelegt, dass der Prozess im Gang bleibt. Dadurch nimmt so ein Design Sprint eine enorme Geschwindigkeit auf.

Ich bin immer wieder überrascht, wie viel Inhalt eine kleine, gut aufgestellte Gruppe in wenigen Tagen erarbeiten kann. Vorausgesetzt, alle können sich sich voll auf eine Fragestellung konzentrieren und werden gut moderiert. Die meisten Teams nutzen Sprints, um Geschäftsmodelle rund um digitale Produkte zu gestalten. In vielen Sprints werden gleichzeitig Produkte wie Apps oder Websites gestaltet und wichtige Fragen, die sich aus der Gestaltung für das Geschäftsmodell ergeben, beantwortet.

Konkret geht das so: Ein Team kommt zusammen und will an einer Idee für ein neues Produkt arbeiten. Gemeinsam schaut man sich die Idee des Teams an und arbeitet heraus, wie das Produkt Menschen helfen soll. Um genau das zu überprüfen baut man einen Prototypen des Produktes und testet ihn mit Nutzern. Durch die Nutzertests werden dabei alte Denkmuster und Annahmen darüber, was Nutzer wollen, aufgebrochen. Für viele  Teams ist es gleichzeitig ein Format, das eigene Produkt auszuarbeiten und ein Reality Check dazu, ob sie auf dem richtigen Weg sind.

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Warum nennt man es Design Sprint?

Prototypen bauen und Nutzertests gehören bei Designern zum Handwerkszeug: es sind „Designerkompetenzen“. Daher kommt auch der Name „Design Sprint“. Entwickelt wurde die Methode durch Jake Knapp, um Startupideen im Google Ventures Programm in kurzer Zeit weiterzuentwickeln. Daraus entstand dann das Buch “Sprint”, das er gemeinsam mit John Zeratsky und Braden Kowitz geschrieben hat.

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Was kann in einem Design Sprint bearbeitet werden?

design sprint

Dazu erst mal ein  paar Beispiele, die ich selbst erlebt habe:

  • App Design: Zwei mittelständische Unternehmen, die eine App für gemeinsame Kunden gestalten wollen
  • UX Design: Ein Produktteam, dass eine Beratungssoftware neu designen will
  • Business Modelling: Ein StartUp, das sein gesamtes Geschäftsmodell neu ausrichten will.
  • Strategie: Ein Corporate Incubator, der verschiedene Strategien entwickeln will, einen bestimmten Markt zu erreichen
  • Requirements: Eine HR Abteilung, die eine interne Software auf Datenschutz und IT Security Prüfungen vorbereiten will

All diese Beispiele waren vom Ablauf her sehr unterschiedlich. Trotzdem sind in einer Woche Ergebnisse entstanden, die im jeweiligen Unternehmen in der Detailschärfe so niemand erwartet hätte.

Im Kern geht es darum die kritischen Annahmen, die über Erfolg oder Misserfolg eines digitalen Services entscheiden, durch Nutzertests zu testen. Hier spielt der Sprint seine Stärke aus: Oft sind die behandelten Fragestellungen eine Mischung aus einerseits konkreten Produktfragen, die sich zum Beispiel auf Screendesign beziehen und andererseits abstrakteren, strategischeren Fragestellungen – etwa das Pricing.

Es ist dann nicht nötig Details wie Farben oder Buttongrößen aufwendig zu definieren. Es muss “lediglich” ein  überzeugendes Konzept abgebildet werden, mit dem getestet werden kann, ob es sich lohnen wird, weiterhin in das Projekt zu investieren.  Genau dafür lohnt die Investition in eine Sprintwoche.

Generell gilt: Alles was man mit etwas Kreativität in einen greifbaren Prototypen überführen und mit Menschen testen kann, kann man auch “sprinten”.

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Welche Themen sind nichts für einen Design Sprint?

Diese zwei Situationen sollte man mit Vorsicht genießen:

  • Sinnfindung:
    Wenn so gar nicht klar ist, in welche Richtung es geht, besteht die Gefahr, dass der Fokus fehlt. Eine nicht zu grobe Sprintfrage ist also ausschlaggebend für einen erfolgreichen Sprint.
  • Detailarbeit oder reine Fleißarbeit:
    Wenn es darum geht, Details auszuarbeiten,  führt ein Design Sprint nicht zum Ziel. Dann ist es besser, wenn Experten sich der Sache konzentriert annehmen können. Gerade Design Spezifizierungen lässt man lieber im Nachgang von Designern bauen.

Fazit: Man kann alles von der Unternehmensstrategie bis zum App Design sprinten. Nur wenn die Sprintfrage sehr vage oder reine Fleißarbeit ist, sollte man vorher genauer hinsehen.

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Ist ein Design Sprint auch etwas für ein ganz kleines oder ganz großes Unternehmen?

Sprints funktionieren immer dann, wenn ein Produkt davon profitiert, dass verschiedene Kompetenzen und Menschen zusammen kommen, die sonst nicht eng zusammenarbeiten. Die Teilnehmer werden zu einem Team und tragen die Kompetenzen aus ihrem Fachbereich bei. Dabei suchen alle Teilnehmer so lange nach Lösungen, bis sie aus Sicht aller Kompetenzen gut sind. Diese Situation gibt es in großen und kleinen Unternehmen. Also ja, Sprints funktionieren in allen Unternehmensgrößen.

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Sprint? Das klingt so nach Scrum? Haben Design Sprints damit etwas zu tun?

Was beide Methoden, Scrum und Design Sprints gemeinsam haben: sie sind wie Kochrezepte. Wenn man bestimmte Schritte befolgt, kommt ein gutes Ergebnis raus. Der Unterschied ist, dass Scrum speziell für Entwicklerteams ausgerichtet ist und in diesem Kontext funktioniert. Auch ist es eine Arbeitsweise, die auf langfristige Zusammenarbeit ausgerichtet ist. Design Sprints hingegen sind eine die Sammlung von Methoden, die besonders für crossfunktionale Teams funktionieren. Sie sind das Scrum für „Nicht-Entwickler“ und für eine kurzfristige Zusammenarbeit.

Denn Design Sprints sind nach einer Woche abgeschlossen, während Scrum-Teams über viele Monate hinweg „scrummen“. Scrum kann man fortlaufend anwenden, Design Sprints punktuell. Damit ergänzen sich die beiden Methoden übrigens recht gut:

Während Scrum einem Team Geschwindigkeit geben kann, erhält es durch einen Design Sprint eine Richtung.

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Warum ist das Format gerade jetzt so beliebt?

Sprints sind zur Zeit wirklich sehr „in Mode“. Ich glaube, dass das an der Kombination der Intensität der Nutzertest und der besonderen Länge, bzw. Kürze des Formats liegt.

In den meisten Unternehmen kennen Mitarbeiter das Gefühl, wenn wichtige Projekte über Wochen fest stecken und es nicht so richtig vorangeht und niemand sich mal lange und konzentriert um wichtige Aufgaben kümmern kann. Eine Woche lang als cross-funktionales Team voll fokussiert an einer Sache zu arbeiten und Fortschritt zu schaffen, an einem Strang zu ziehen: das macht Eindruck und fühlt sich gut an. Gerade dieser Kontrast von Unternehmensalltag zu einem Design Sprint nährt sicher den derzeitigen Erfolg dieses Formats.

In einem Design Sprint wird immer mit Nutzern getestet. Das ist die Essenz. Daher bekommt man immer ungefilterte Einsichten, ob der Prototyp und damit die Idee, etwas taugt. Das ist für viele ungewohnt und außerhalb ihrer Komfortzone. Gerade dann ist es umso wertschöpfender, weil zum Teil Jahre alte Annahmen darüber, was Kunden wollen, in Frage gestellt und neu gedacht werden. Man lernt also sehr viel über das Produkt. Das ist gerade in Zeiten technologischen Umbruchs wichtig. Die 4 bis 5 Tage sind dabei ein Format, das für viele Firmen kurz genug ist, um es unterzubekommen. Gleichzeitig ist es lang genug, um ernsthafte Ergebnisse zu erarbeiten.

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Fragen zur Organisation von Design Sprints

Einen Design Sprint selber organisieren. Geht das?

Ja, das geht. Auch ganz ohne Vorerfahrung. Wenn man es schafft genug Menschen aus den richtigen Bereichen zusammen zu trommeln, und sich diese Menschen für 5 Tage den Kalender freihalten, ist das schon die halbe Miete. So viel Aufmerksamkeit  bekommt heutzutage in den meisten Unternehmen kaum ein Thema. Man kann davon ausgehen, dass die Ergebnisse von so viel Fokus besser sind als alles, was in unterbrochenen einstündigen Meetings und Telcos sonst erarbeitet werden kann. Moderationserfahrung ist sehr hilfreich und das Buch ist eine Quelle voller Inspiration und guter Ideen, wie man es machen kann.

  • Was muss man unbedingt vorbereitet haben?
  • Geht so ein Design Sprint auch in 3 Tagen, oder 7?

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Bleibst du immer genau am Buch “Sprint: How to Solve Big Problems and Test New Ideas in Just Five Days”?

Ein klares Nein. Der Google Design Sprint ist das Ergebnis von vielen “Trial-and-Error-Workshops” – jedes Mal wurden die Methoden optimiert und verbessert. Leider wird dieses akkumulierte Wissen in dem Buch nicht rüber gebracht. Das Buch und die meisten Anweisungen online beschreiben sehr genau, wie die Methode funktioniert, aber nicht genau warum. Hält man sich zu sehr ans Buch, wird man als Moderator sehr unflexibel. Die Auswahl an Methoden halten den Anforderungen von spontan auftretenden Situationen in vielen Workshops nicht stand. Ich selber plane jeden Workshop neu, und überlege mir stets, welche Methode die Situation gerade braucht. Ich muss aber auch sagen: Oft bin ich überrascht, wie nahe ich dennoch am Buch lande.

Mein Rat an jeden Sprint-Organisator: Nehmt euch ruhig vor den Workshop so wie im Buch zu moderieren, aber seid stets bereit vom Plan abzuweichen.

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Was muss man unbedingt vorbereitet haben?

design sprint checkliste

Die wichtigsten Faktoren in der Vorbereitung eines Sprints sind:

  • Ein/e Entscheider/in muss ernannt sein. Ohne Entscheiderin kann man die nötige Geschwindigkeit im Sprint nicht halten. Konsensdiskussionen rauben Teams alle Kraft.
  • Der Kalender der Teilnehmer muss frei sein. Das Format lebt davon, dass alle Teilnehmer 100% fokussiert und anwesend sind. Wenn einzelne Teilnehmer rein- und rauskommen, kostet das Onboarding viel Kraft. Ich mache deswegen meistens kurze Sprinttage, so dass noch genug Zeit da ist, um vorher oder nachher die nötigsten E-Mails und Anrufe zu erledigen.
  • Raum, Material und Snacks sind auch noch hilfreich. Hier kann man aber Kompromisse machen. Viel Wasser ist aber wichtig.
  • Ich empfehle einige Warm-Ups zu nutzen, um spielerisch in die Tage zu starten und zwischen intensiven Sessions aufzulockern. Ich nutze gerne das Warm-Up „Jeder fängt jeden“ am ersten Tag, um gut in Fahrt zu kommen und das Bastelspiel „Marshmallow Challenge“ am Donnerstag, damit alle schnell ins Machen kommen.

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Geht so ein Design Sprint auch auch in 3 Tagen? Oder 7?

design sprint

Die besten Ergebnisse erhält man in 4 oder 5 Tagen. Wir haben mit ganz unterschiedlichen Längen experimentiert. In 3 Tagen hatten wir einfach nicht genug Zeit, damit das Team sich richtig tief in das Thema einarbeiten konnte. Das Ergebnis bleibt dann oberflächlich und erinnert an viele Design-Thinking-Workshops: viele Ideen werden erarbeitet, die danach ihren Weg zu einem eigenständigen Projekt niemals erreichen. Auch mit längeren Formaten haben wir schlechte Erfahrungen gemacht. 7 Tage sind zu lang, um einen Prototypen zu bauen, der sich auf das Wesentliche reduziert. Nach 5 Tagen ohne Nutzertests beginnt man den Fokus zu verlieren und das Ergebnis wird schwammig. Mit zu viel Zeit verliert man sich in Details und damit das übergeordnete Ziel aus den Augen.

Als Faustregel gilt: Ein Sprint sollte nicht kürzer als 4 Tage und nicht länger als eine Woche sein. Es kann aber durchaus sinnvoll sein 2 Sprints hintereinander zu hängen.

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Welches Material ist für einen Design Sprint unerlässlich?

design sprint material

    • Viele Post-ts sind wichtig, um Ideen aus der Gruppe zu sammeln und neu zu kombinieren.
    • Viel Wandfläche für Post-ts, damit alle Teilnehmer die vielen Ideen gleichzeitig ansehen und bewerten können. Ich habe immer einige Kapa-Boards (leichte, mobile Boards, die wir hier im Blog schon näher beschrieben haben) dabei, falls der Workshopraum nicht genug Fläche hat.
    • Ich habe beschriftete Boxen mit Stiften, so dass von Anfang an klar ist, dass jeder sich einen Stift schnappen und mitmachen kann.
    • Ich nutze gerne Vordrucke für Screens (Link: tablet, smartphone), um den Teilnehmern beim Sketchen Lust zu machen und ihre Vorstellungskraft auf das spätere Outcome zu fokussieren.
    • Whiteboards sind hilfreich, aber ich habe auch schon Sprints ohne Whiteboards gemacht.
    • Nach meinem 5. Sprint habe ich mir einen Reisedrucker zugelegt, um Screensdesigns und andere Prototypen ausdrucken zu können. Ein schönes “nice to have”. (Wir haben diesen Drucker auch und können ihn nur empfehlen)

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Fragen zum Team

Wer sollte Teil des Teams für einen Design Sprint sein?

design sprint team

Sprint Teams sollten 4-9 Teilnehmer sein und Menschen aus möglichst bunt gemischten Hintergründen zusammenbringen. Ich gebe meinen Kunden gerne diese Liste mit:

  • Betroffene
    Gerade in großen Firmen scheitern viele Projekte daran, dass die, die ein Projekt später umsetzen oder das Ergebnis nutzen müssen, in der Konzeption nicht einbezogen werden. Der Sprint ist eine gute Gelegenheit, dies zu tun.
  • Verantwortliche
    Im Idealfall sollte feststehen, wer das Projekt später fortführt. Es ist für das ganze Sprintteam frustrierend, wenn nach einer anstrengenden Sprintwoche keiner das Projekt fortführt.
  • Experten als Experten
    Fachexperten, deren Expertise die ganze Woche gefragt ist, sollten unbedingt beim ganzen Sprint mitlaufen. Menschen, die aber “nur“ angrenzende Expertise haben oder Erfahrung aus einem Vorprojekt haben, sollten als Experten für kurze Experten-Inputs am ersten Tag des Sprints eingeladen werden.
  • Entscheider/in
    Es ist unerlässlich, dass die Entscheider über das Produkt am Sprint teilnehmen, um die kritischen Entscheidungen während des Sprints zu treffen. Sonst ist die Gefahr hoch, dass sie Entscheidungen aus dem Sprint nachträglich revidieren und viel Arbeit umsonst gemacht worden ist. Oft ist die Entscheiderin auch die Projektverantowortliche des Themas und am Ende ohnehin verantwortlich, das Thema weiterzuführen.
  • Bedenkenträger
    Menschen, die einem Projekt mit Bedenken und Vorsicht begegnen, haben oft wertvolle Ideen, wie man bestimmte Hürden und Gefahren von Anfang an umschiffen kann. Ein Sprint kann ein sehr motivierender und integrativer Abholer sein.
  • Macher
    Ohne Anpacker im Team kommt der Prototyp nicht zustande.

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Brauchen wir einen Designer, der die Prototypen gestaltet?

Ich habe immer gerne jemanden mit Erfahrung in der Gestaltung von Prototypen dabei. Aber es ist kein Muss. Prototypen werden schicker und durchdachter, wenn ein Designer oder eine Designerin mit dabei ist. Aber die Lernwerte, um die es vielen Teams in Sprints geht, kann man auch mit sehr einfachen Prototypen gewinnen, beispielsweise mit einem Tool wie Powerpoint oder Keynote. Ich habe auch schon mit einem Team zusammengearbeitet, das in einem Sprint ein Konzept für eine App erarbeitet und mit dem Ergebnis eine Agentur gebrieft hat. Das hat sehr gut funktioniert, weil das Team nach dem Sprint sehr genau wusste, was sie wollen. Es war kein Designer dabei, lediglich ein Projektmanager aus der Agentur.

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Fragen zur Durchführung

Worauf sollte man an jedem Tag achten?

design sprint

Jeder Sprint besteht aus 5 Phasen.

Jede der Phasen ist wichtig. Es ist ratsam, alle Phasen auf der Agenda zu lassen. Wenn man weniger Zeit hat, sollte man allen Phasen gleichmäßig kürzen.

Montag: Hier sollte man sich Zeit nehmen vom Projektverantwortlichen klar zu hören, wobei genau er Hilfe braucht und was er vom Sprintteam erwartet. Ohne die Zielsetzung des Sprints zu besprechen, läuft man in die falsche Richtung. Deswegen sollte man sich zumindest Zeit nehmen die Langzeitvision des Teams zu hören, alles was bisher passiert ist zu sichten und erst am Ende des Tages die genaue Sprintfrage zu klären. Also die Frage: „Was wollen wir in dieser Woche eigentlich genau erreichen?“

Dienstag: Lösungsideen sind das Fundament eines Sprints: Ohne viele Ideen zu sammeln, wird das Planen und Bauen des Prototyps sehr zäh. Teilnehmer denken dann in alten Strukturen und skizzieren bereits bekannte Lösungen, deren Limitationen sie nur zu gut kennen. Das Brainstorming sollte lang genug gehen, um zumindest 3 verschiedene Lösungswege aufzuzeigen.

Mittwoch: Bevor man am Mittwoch für einen Lösungsweg entscheidet, muss man seine Ideen gut geordnet haben. Ist die Entscheidung nämlich nicht ganz klar, so merkt man am Donnerstag beim Prototyping, dass der Prototyp zu groß wird, weil er zu viele Ideen abbilden soll. Das macht den Donnerstag lang und anstrengend und die Ergebnisse der Nutzertests unklar. Besser ist es, man hat ein klares Commitment für einen gut definierten Lösungsweg. Das macht danach alles einfacher. Sind die Ideen gut geordnet, kann man den Mittwoch etwas abkürzen, aber nur wenn man eine sehr entschiedene Entscheiderin hat, die keine Hemmungen hat eine klare Ansage zu machen, was im Prototyp umgesetzt werden soll. Und was eben nicht.

Donnerstag: Hier wird der Prototyp gebaut. Ohne Prototyp gibt es keine Tests und auch keine Lernwerte. Hier sollte man viel Zeit einplanen. Ich stelle die Sprintagenda meist mit „Open End am Donnerstag“ vor, damit man genug Zeit hat in Ruhe alles fertig zu bauen. Außerdem macht der Donnerstag am meisten Spaß.

Freitag: Der Freitag ist der Moment, wo alle die Früchte ihrer Arbeit erleben, und auch wo am meisten Wert entsteht. Mit den Tests findet man Schwachstellen im Prototypen, die noch leicht zu beheben sind. Gleichzeitig sichert man sich mit den Tests gegen massive Fehlinvestitionen ab, da die kritischsten Annahmen hinterfragt und getestet werden. Zu guter Letzt zündet man hier den Funken der Begeisterung im Sprintteam. Ich habe erlebt, dass sich nach Kundentests Teams selbstständig gemacht haben, weil sie plötzlich so überzeugt waren, dass die Welt ihre Ideen braucht. Ein Faktor, der bei langen und schwierigen Innovationsprojekten eine völlig unterbewertete Rolle spielt. Zum Teil haben die Teams nach dem Sprint sehr viel Redebedarf. Man sollte dafür genug Zeit einplanen und einen genauen Plan haben, wie man die Tests effizient auswertet.

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Gibt es Fallen, auf die man aufpassen sollte, wenn man zum ersten Mal einen Design Sprint durchführt?

design sprint

Die Ergebnisse stehen vor Sprintbeginn fest

Ich hatte leider schon öfter die Situation, dass Teams mich mit etwa diesen Worten anfragen: „Ich habe vom Vorstand den Auftrag zu beweisen, dass Idee XY gut ist.“ Können die Teilnehmer wegen Anweisungen „von oben“ nicht mit negativem Nutzerfeedback umgehen, bringt sie ein Sprint in die Bredouille. Was sollen sie ihrer Chefin nach dem Sprint erzählen, wenn Kunden kritisches Feedback äußern?

Ein Sprint kann nur funktionieren, wenn Teilnehmer mit einer aufrichtigen Neugierde antreten und ergebnisoffen herausfinden wollen, wo die Stärken und Schwächen ihrer Ideen liegen, und auch während des Sprints Ihren Plan anpassen können.

Denselben Prototyp für interne Präsentationen und Kundentests nutzen.

Gerade in großen Organisationen werden die Ergebnisse aus Design Sprints sehr kritisch betrachtet. Nach dem Sprint treffen Sprint-Teilnehmer mit einem Funkeln in den Augen auf verständnislose Blicke der Kollegen, die nicht verstehen, was jetzt das Besondere an dem erarbeiteten Konzept ist. Damit laufen Teilnehmer Gefahr in einen Interessenkonflikt zu geraten. Einerseits wollen sie ihre Kollegen mit einem schicken Prototypen beeindrucken, andererseits vom Nutzer realistisches Feedback auf eine realistische Produktidee erhalten.

Wenn das zu erwarten ist, ist es sinnvoll ein kleines Team am Prototyping-Tag des Sprints parallel laufen zu lassen, um an einer Präsentation zu arbeiten. Ich lasse dieses „Präsentationsteam“ dann an einer Vorlage arbeiten, das sehr ähnlich typischer Startup- Pitch-Präsentation ist. So entsteht der Prototyp als ein Ergebnis, das man sehr kritisch mit Nutzern abtesten kann und als ein getrenntes, zweites Ergebnis, dass eine unternehmenspolitisch überzeugende Story erzählt.

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Alle Bilder sind von Caspar. ja, der illustriert obendrein auch noch wunderbar! 

Der Beitrag Das ultimative FAQ zu Design Sprint: Fragen & Antworten auf einen Blick erschien zuerst auf Komfortzonen.

Das UX-Haus: Corporate Coworking Space für UX Professionals!

In unserer Branche, der Usability und User Experience Branche, gibt es viele Aufgabenfelder, Rollen und Tätigkeitsbereiche. Folglich existieren unterschiedliche Berufsbilder, Arbeitsformen (freiberufliche / angestellte UX Professionals) und Arbeitsmodelle (zeit-/ortsabhängig, im Home Office oder Coworking Space).

Eine tolle Branche, mit besten Möglichkeiten, um als UX Professional abwechslungsreich und glücklich zu wirken. Beispielsweise als Forscher, Analyst, UX Berater und Manager, Interaktionsdesigner, Usability Tester, UX Writer, Interface-Designer, Team-Leader, Informationsarchitekt, Usability Engineer, Konzepter oder Front-End Entwickler.

Vielfalt und Diversität in den Rollen und Aufgabenbereichen sind zugleich ein wesentlicher Erfolgsfaktor für nützliche und gut bedienbare Produkte. Unternehmen die auf einen nutzerzentrierten Gestaltungsprozess und UX Spezialisten setzen senken ihre Flop-Rate deutlich und steigern in dieser Folge ihre UX Budgets stetig. Ein Ende bei dieser für unsere Branche positiven Entwicklung ist nicht in Sicht (A 100-Year View of User Experience).

Diese Entwicklung ist jedoch kein Selbstläufer. Sie setzt vielfältiges Wissen, breite Erfahrungen und umfangreiche Kompetenzen voraus. Eben gut ausgebildete und erfahrene UX Spezialisten.

Groß, größer, am größten!

Steigende UX Budgets auf Unternehmensseite wirken sich in der Regel unmittelbar aus auf die Anzahl an UX Stellen. Im Markt der UX Dienstleister findet zugleich eine Konsolidierung statt. Es wird auf Größe gesetzt. Beide Reaktionen sind nachvollziehbar.

Fraglich ist: Geht das nicht zu Lasten der Qualität?

Ist Größe und Wachstum immer förderlich für die Qualität?  Und: Gibt es nicht einen dritten Weg, neben Konsolidierung und Ausbau von UX Teams, der noch sinnvoller ist? Sinnvoll im Sinne der Zielsetzung innovative Produkte, die gut bedienbar und nützlich sind, schnell auf den Markt zu bringen.

Dieser dritte Weg, den ich Ihnen darstellen möchte, ist jener über Corporate Coworking Spaces für UX Spezialisten.

Corporate Coworking für UX Spezialisten!

Diverse Teams mit smarten UX Spezialisten aufzubauen, diese dauerhaft zu binden und mit spannenden Projekten zu beschäftigen ist herausfordernd. So etwas benötigt große finanzielle Mittel.

Nicht ohne Grund sind es gerade die UX-driven Companies, die auf die Themen Vielfalt und Diversität setzen. Sie tun dies getrieben von ihren Wertvorstellungen. Ganz sicher auch um Umsatz, Unternehmenswert und Renditen zu steigern. Sie haben erkannt, dass Vielfalt und Diversität zu Innovationen und erfolgreichen Produkten führt (So gelingt inklusives Design: 7 Lektionen von Google, Apple, Facebook und Amazon).

Was tun wenn entsprechende Voraussetzungen nicht gegeben sind?
Ein UX-Haus einrichten – gestaltet in Form eines Corporate Coworking Space für UX Spezialisten.

Ein Corporate Coworking Space bietet zunächst einmal dieselben Leistungen wie ein klassischer Space:

  • Work – Arbeitsplätze
  • Meet – Räume zum Austausch und für Besprechungen
  • Learn – Workshops, Vorträge, Seminare & Trainings
  • Eat – Bereitstellung von Getränken, Speisen und einer Küche.

Der zentrale Unterschied besteht darin, dass bei einem Corporate Coworking Space der oder die Betreiber Unternehmen sind, deren Leistungsversprechen und Leistungsangebot nicht primär im Bereich des Coworking liegen.

Als Betreiber eines Corporate Coworking Space für UX Spezialisten bieten sich Unternehmen aus unterschiedlichen Feldern der UX Branche an:

  • Institute mit einem Fokus auf Research & Testing.
  • UX Strategie- und Beratungsunternehmen.
  • Felddienstleister (Rekrutierer) mit Online-Panel.
  • UX Design Agenturen.
  • IT / E-Commerce Systemhäuser („Entwicklerschmieden“).

Neben den klassischen Leistungen eines Coworking Spaces (Work, Meet, Learn, Eat) bietet ein Corporate Coworking Space für UX Spezialisten ein UX/Usability-Lab und spezielle Räume für Design Workshops.

Mit einer solchen Ausstattung wird der Coworking Space besonders attraktiv für Spezialisten der UX Szene. Spezialisten wie beispielsweise:

  • User Researcher
  • UI Designer (GUI/VUI/NUI)
  • Analysten
  • Konzepter & Informationsarchitekten
  • Interaktionsdesigner
  • Entwickler (Front-/Back-End)
  • Coaches & Berater (UX Management / UX Strategie)
  • UX Tester.

Über den Betreiber des Corporate Coworking Spaces bieten sich den UX Spezialisten die besten Voraussetzungen, um gemeinsam mit diesem und anderen Coworkern spannende Projekte mit einem hohen Auftragsvolumen abzuwickeln. Und genau darum geht es einem Coworker: Er will tolle Projekte und diese in der Gemeinschaft mit anderen Coworker abwickeln.

Zusammenkommen, Zusammenbleiben, Zusammenarbeiten!

Dieser von Henry Ford geprägte Gedanke („Zusammenkommen ist ein Beginn, Zusammenbleiben ein Fortschritt, Zusammenarbeiten ein Erfolg“) trifft im Besonderen für Coworking Spaces zu.

Es sind vor allem die gemeinsamen Projekte, das zusammenarbeiten, das einen Coworking Space erfolgreich macht. Coworker wollen natürlich auch spannende Menschen kennenlernen, frische Impulse bekommen, in einem kreativen Umfeld arbeiten, von anderen lernen, so etwas wie Kollegen haben vor allem aber spannende Projekte gemeinsam und mit Erfolg abwickeln.

Erst das Erreichen des Core Value „Kollaboration“ – einem der 5 Coworking Grundwerte – begeistert einen Coworker.

Projekte die sich für eine Zusammenarbeit in einem Corporate Coworking Space mit UX Spezialisten besonders eignen sind jene, bei denen es darum geht ein neues Produkt systematisch und nutzerzentriert zu entwickeln.

Um solche Projekte von der Produktidee bis zur Marktreife mit Erfolg umsetzen zu können, braucht es ein Team bestehend aus Forschern, Testern, Konzeptern, Interaktions- und UI Designern, Entwicklern und Managern. Gemeinsam entwickeln sie Produktideen, konkretisieren diese, konzipieren, setzen die beste Idee als Prototyp um, testen viele Prototypen iterativ und entwickeln sie stetig weiter bis hin zum fertigen Produkt.

Das braucht ein Team mit viel Erfahrung, mit großer Vielfalt in den Kompetenzen und Diversität in den Arbeitsweisen. Und einen Coworking Betreiber, der solche Projekte auch „an Land ziehen“ (akquirieren) kann.

Damit schließt sich der Kreis und es wird deutlich, wieso gerade ein Corporate Coworking Space für UX Spezialisten sinnvoll ist. Wie sagt man so schön: Eine WIN-WIN Situation sowohl für den Betreiber als auch die Coworker.

Foto Thorsten Wilhelm

Thorsten Wilhelm

Sie wollen ein UX-Haus für UX Spezialisten aufbauen?
Gerne unterstütze ich Sie, bringe Erfahrung, Kontakte und UX Experten meines Unternehmens (eresult GmbH) ein. Sprechen Sie mich einfach an. Ich bin für Sie da.

 

Der Beitrag Das UX-Haus: Corporate Coworking Space für UX Professionals! erschien zuerst auf Nutzerbrille.

Innovation durch Inklusion

Thorsten Wilhelm  hatte folgende Gäste zum Panel Innovation durch Inklusion eingeladen: Brigitte Borneman, Paul Pagel, Dr. Kirsten Bergmann, Matthias MProve und Jörg Morsbach.  Die Session kann nun im Kanal von eparo nachgeschaut werden:

à propos


// Original: Innovation durch Inklusion CC-BY-NC-4.0 Matthias | mprove.net | @mprove | Musings & Ponderings

Inclusion through User Experience

How many words do you understand right away? Words matter. Wording and terminology make a difference in usability and user experience. If you struggle with words then you’ll also perceive a poor usability of a product or service. Jargon includes or excludes people from certain groups. Hence, as a designer please pay attention to the terminology in your product.

Happy Chinese class in Hamburg

A class of Chinese students has fun with recursive displays.

When I teach in front of Chinese students at the Brand Academy in Hamburg – although their German is much better than my Chinese – I am always aware of the issue that some thoughts might get lost or might change their intended meaning on the way from me to them. I mean, this can always be the case and it is astounding that communication works at all. But in this setting it is pretty clear that we have in addition to all language issues also a cultural gap that runs right through the middle of the class room. We have a different background just for instance because of the different TV shows we watched while growing up. The next generation might even ask, „what is TV?“

User Experience is what happens inside the user of a system or service before, during and after she uses the product or service. If you take teaching as a service then you can apply UX design principles also to the situation in the class room. In this setting inclusion means that the lecturer’s aim is to reach each and every student regardless of any circumstances like language, gender, age, prior education, home sickness or world championships in any kind of weird sports. I see inclusion as a humanistic attitude to respect and love your audience.

Well-designed user experiences allow for the uniqueness of people’s different strengths and believe to co-exist in a place of similarity and common ground.  Tools and technologies that embrace similarities to tap into the potential of all people creates conditions that promote people to be their best selves, to cultivate and nurture people will produce better outcomes in all we do.  – worldusabilityday.org 29-Oct-2017

What? “user experiences…believe…” what? This is taken from this year’s home page of the world usability day. After pointing out my problem the authors confessed that they do not understand either. Here is my proposed update:

Well-designed systems and services offer great user experiences for all kind of people regardless of their background, their education, or their current situation. Each one has different strengths and weaknesses that should not exclude him or her from participating in professional or social life via communication technology. Tools and technologies that embrace similarities to tap into the potential of all people create conditions that promote people to be their best selves; designing usable tools to support people will produce better outcomes in all we do.

I hope this is an improvement. I hope this paragraph can be understood and you agree to the intended meaning.

Have you already scheduled your World Usability Day? We can even meet at our panel on Innovation though Inclusion. How many words do you…?

A spiffy computer mouse

A spiffy computer mouse. Sometime it can be quite hard to empathize with the user.


// Original: Inclusion through User Experience CC-BY-NC-4.0 Matthias | mprove.net | @mprove | Musings & Ponderings

HAWK Interview 2016 mit @mprove

Ich sag’ mal so_

Mit bestem Dank an Stefan Wölwer und die Crew an der HAWK Hildesheim.

Das Interview wurde nach meinem Vortrag Gesellschaft und Informatik– Vom Verstand zum Algorithmus (und zurück) am 8.6.16 aufgezeichnet.


// Original: HAWK Interview 2016 mit @mprove CC-BY-NC-4.0 Matthias | mprove.net | @mprove | Musings & Ponderings