Besser lernen mit VR: Virtual Reality in der Aus- und Weiterbildung

Eines der wohl spannendsten Einsatzfelder für Virtual Reality und 360-Grad-Medien sind Lernanwendungen. Im Bereich Bildung und Trainings öffnen die Technologien zahlreiche neue Türen, denn mit Hilfe von VR-Brillen lässt sich Wissen auf völlig neue Wege vermitteln. Erfahren Sie, wie “Immersive Learning” unser Lernen revolutionieren kann und welche Rolle VR-Brillen schon heute in der Aus- und [...]

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New Retail auf dem Land – „Was Sie brauchen, das haben wir!“

Vielleicht kennen Sie den Ort „Amerika“ in Brandenburg? Ein kleines Dorf, das durch einen zugezogenen Prominenten bekannter wurde. Der Moderator, Schauspieler und Autor Dieter Moor, ein gebürtiger Schweizer, zog nach Amerika.

Der dortige „Tante-Emma-Laden“ empfing ihn, wie jeden anderen Kunden auch, mit diesem Spruch:

„Was wir nicht haben, das brauchen Sie [auch] nicht!“ (Dieter Moor)

Das ist mal eine Ansage! Von „New Retail“ und kundenzentriertem Denken ist da wenig bis nichts zu erkennen. Und obwohl dieser Spruch sehr anmaßend ist, kam er bei Dieter Moor und den anderen Dorfbewohnern gut an. Als kundenorientierter Händler kann man sich – Ausnahmen bestätigen diese Regel – eine solche Arroganz nicht erlauben. Das gilt im Besonderen für Betreiber von Gemischtwarenläden in Dörfern oder im ländlichen Raum. Hier gilt es den Anspruch: „Was Sie brauchen, das haben wir!“ zu haben und in der Realität umzusetzen.

Convenience Shopping durch Shopping Convenience

Die wenigen noch vorhandenen Gemischtwarenläden auf dem Land, oft liebevoll als „Tante-Emma-Läden“ bezeichnet, müssen sich voll und ganz auf die Bedürfnisse ihrer Kunden/-innen einstellen. Sie müssen rund um die Uhr für ihre Kunden/-innen da sein und ihnen ein bequemes Einkaufen direkt vor Ort ermöglichen. Convenience Shopping durch Shopping Convenience!

Der Preis für diese Dienstleistung ist hoch: 70-80 Stunden Arbeitszeit pro Woche, an mindestens 6 Tagen im Einsatz für Kunden und das für einen Lohn, der dem betriebs- und volkswirtschaftlichen Wert der Arbeit nicht einmal annähernd gerecht wird.

Das ist der entscheidende Grund, warum die Anzahl an Gemischtwarenläden auf dem Land weiter zurückgehen wird. Es finden sich einfach keine Nachfolger/-innen, die sich diesen Herausforderungen und Strapazen stellen wollen. Verständlich.

New Retail auf dem Land – Neue Betriebsformen braucht das Land!

Um die Versorgung von Dorfbewohnern mit Produkten des täglichen, spontanen Bedarfs sicherstellen zu können, braucht es neue Betriebsformen des Handels. Ähnlich wie Tante-Emma-Läden müssen sie jene Produkte anbieten, die vor Ort benötigt werden. Und das rund um die Uhr, an 7 Tagen pro Woche.

Die neuen Betriebsformen müssen für alle Dorfbewohner gut erreichbar sein, im besten Fall „auf Rädern“ von Haus zu Haus unterwegs sein. Wer sie ruft, wartet nur 5 Minuten und dann steht der mobile Laden vor der Tür. Ganz im Sinne einer hohen Shopping Convenience: Nicht der Kunde kommt zum Laden, der Laden kommt zum Kunden.

Jene Läden müssen ohne Verkäufer/-innen auskommen – der Aufwand für einen angemessenen Lohn ist einfach zu hoch.

Mit einer Karte, vergleichbar einer EC-Karte, und einem Code kann der Laden betreten werden. Alternativ ist ein Check-In über eine App auf dem Smartphone möglich.

Die Produkte werden aus Regalen oder Kühlschränken entnommen. Der smarte Laden erkennt welche Produkte welcher Kunde in seinen Einkaufskorb gelegt hat – Amazon GO lässt grüßen.

Ist ein gewünschtes Produkt nicht vorhanden, dann kann es per Sprache, über einen Touchscreen oder über das eigene Smartphone bestellt werden. Lieferung auf Wunschtermin oder in eine Lieferbox im Laden. Wer keine Bestellung aufgeben will, der kann seinen Produktwunsch einfach per Sprache übermitteln; in der Hoffnung, dass andere Dorfbewohner jenes Produkt auch schon mal wünschten und es in Zukunft ins Sortiment aufgenommen wird.

Beim Verlassen des Ladens wird die gewünschte Bezahlart gewählt. Von Barzahlung über mobile Payment bis auf Rechnung werden alle denkbaren Varianten angeboten.

Das erscheint, ganz klar: Nicht machbar (!?).
Bis, ja bis einer kommt, der das vielleicht ahnte, es aber dennoch einfach machte. Und der ist schon da. Sein Name: WHEELYS Inc. und sein selbstfahrender, smarter Laden hat den schönen Namen Mobymart (Video zum Mobymart, YouTube).

Mobymart - ein selbstfahrender, mobiler Laden der neuesten Generation

Mobymart/White Whale von WHEELYS Inc. im Einsatz

Mobymart: Der fahrende Händler im Zeitalter von New Retail!

Noch ist Mobymart ein Prototyp. Entwickelt und umgesetzt in Kooperation mit Forschern und Technikern der Hefei Universität. Er vereint heute bereits zugängliche Technologien, die im Kontext von Smart Store Konzepten bald schon „in Serie“ umgesetzt werden können.

Es ist nur eine Frage von Zeit, bis der beschriebene mobile Laden für Dorfbewohner Realität wird. Unternehmen wie Amazon, Alibaba – die das Versprechen hoher Bequemlichkeit für ihre Kunden zur Maxime ihres Handelns machen –, oder Innovatoren wie WHEELYS Inc.,  werden das möglich machen. Sie werden auf diese Weise einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität auf dem Land leisten. Ermöglicht durch technologische Entwicklungen und Fortschritte.

Mobile Läden, nach dem Konzept von Mobymart, haben ihr größtes Potential eben dort wo nicht an jeder Ecke ein Supermarkt oder Convenience Shop vorhanden ist – wie das heute in jeder größeren Stadt der Fall ist!

Dörfer sind prädestiniert für den Einsatz von smarten, selbstfahrenden, mobilen Läden wie den Mobymart. Dörfer die heute keinen eigenen Laden (mehr) haben. Dort kann sich ein Laden mit Verkaufspersonal und annähernd konkurrenzfähig zum nächstgelegenen Supermarkt dauerhaft nicht halten.

Sie wollen neue Betriebsformen des Handels kennenlernen?

Sie wollen mehr erfahren über Konzepte für „Convenience Shops“ auf dem Land? Von Automaten mit Lebensmitteln bis hin zu mobilen Läden?

Foto Thorsten Wilhelm

Thorsten Wilhelm

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