User Research, Erfahrung und Unternehmertum: Warum Management Buy-In im UX-Markt relevant wird!

Der Markt für User Research, UX Testing sowie Markt- und Kundenforschung befindet sich seit Mitte der 2020er Jahre in einem ausgeprägten Effizienzmodus. Stagnation beim Bruttoinlandsprodukt, Kostendruck und wirtschaftliche Unsicherheit prägen die deutsche Wirtschaft. Effizienz wird – spätestens jetzt, im Jahr 2026 – zum dominierenden Wertversprechen, das von Nutzer-, Markt- und Kundenforschung erwartet wird.

Warum Management Buy-In im UX-Markt gerade jetzt relevant wird, auf diese Frage möchte ich Ihnen Antworten bieten, möchte zum Nachdenken anregen. Auf geht’s … .

Warum Berufserfahrung im UX- und Research-Markt neu verhandelt wird!

Die Konsequenzen von Kostendruck und wirtschaftlicher Unsicherheit sind sind stets dieselben: Stellen werden abgebaut, Verträge aufgehoben, Abfindungen ausgehandelt – sowohl auf Unternehmens- als auch auf Dienstleisterseite. Besonders betroffen sind leider meistens jene, die seit 20 Jahren oder länger im Berufsleben stehen. Erfahrung, Verantwortung und handwerklich saubere Forschung stehen leider nicht im Rampenlicht, wenn Effizienz zur zentralen Messgröße wird. Sie zeigen sich in relativ hohen Gehälter und die werden in solchen Situationen oft nur als Kosten gesehen!

Für viele erfahrene User Researcherinnen und User Researcher stellt sich in dieser Situation eine grundsätzliche Frage:
Was tun, wenn man selbst betroffen ist?

Die bekannten Optionen liegen auf der Hand:

  • Abwarten
  • Fort- und Weiterbildung
  • berufliche Neuorientierung.

Nur selten wird in diesem Moment der Schritt ins Unternehmertum über ein Management Buy-In gewagt, wird der Einstieg in ein bestehendes Unternehmen als mitverantwortliche, unternehmerische und erfahrene „Management-Partnerin“, als erfahrener „Management-Partner“ überhaupt gesehen, geschweige denn gegangen.

Das ist genau jetzt, im Jahr 2026, aber eine echt vertane (Groß-)Chance!

Warum nicht mit Mitte 40, mit umfangreicher Berufs- und Lebenserfahrung, erstmals unternehmerische Verantwortung übernehmen, nicht allein, sondern gemeinsam mit erfahrenen Unternehmerinnen und Unternehmern in einem bestehenden Unternehmen unserer Branche?#

Zwei Gruppen, eine (Groß-)Chance zum Gestalten in Gemeinschaft!

Parallel zu den arbeitssuchenden, erfahrenen UX- und User-Research-Fachkräften steht eine zweite Gruppe unter Druck:
Unternehmerinnen und Unternehmer, die ihre UX-, User-Research- oder Marktforschungsunternehmen vor 25 oder 30 Jahren gegründet haben.
Viele von ihnen stammen aus der jungen Baby Boomer Generation (Geburtsjahrgänge: 1960-1970) und befinden sich genau jetzt in einer Phase des Abwägens:

  • Weitermachen wie bisher?
  • Verändern?
  • Übergeben?
  • Oder schrittweise Verantwortung teilen?

Der besagte Kosten- und Effizienzdruck, neue Technologien, junge („wilde“) Unternehmen: Der Markt verlangt Veränderung  gerade bei bestehenden, in der Vergangenheit sehr erfolgreichen Unternehmen, die ihre Erfolgsgrundlagen unter ganz anderen, inzwischen vergangenen Rahmenbedingungen erzielten.

Gleichzeitig wächst mit zunehmendem Alter der Wunsch nach Stabilität, Planbarkeit und Perspektive für das eigene Lebenswerk.

Beide Gruppen

  • erfahrene Forscher und Forscherinnen, erfahrene UX Professionals (w/m/d) auf der einen Seite und
  • etablierte Unternehmerinnen und Unternehmer auf der anderen Seite

stehen vor entscheidenden Fragen, inhaltlich unterschiedlich, jedoch teilen beide Gruppen zentrale Absichten, Herausforderungen und Ziele:
Es geht ihnen um Verantwortung, Entscheidungsfähigkeit und Zukunftssicherung unter Unsicherheit!

Management Buy-In: Erfahrung als unternehmerische Ressource!

Management Buy-In ist in vielen Branchen ein etabliertes Modell, wenn es darum geht Unternehmen in die Zukunft zu führen, Nachfolgeprozesse zu gestalten und damit Werte, wie Markenbekanntheit und Reputation, etablierte Prozesse und aufgebautes Kapital zu sichern und weiterzuentwickeln.

Im Markt für UX, User Research sowie Markt- und Kundenforschung wird dieses Modell bislang jedoch selten angedacht und umgesetzt.
Das sollte sich ändern, das kann sich gerade jetzt ändern.

Menschen, die seit 20 oder 25 Jahren Markt-, Kunden- und Nutzerforschung betreiben, bringen Qualitäten mit, die weder automatisierbar noch skalierbar sind:

  • Sie haben viele Hypothesen formuliert – und ab und an auch erlebt, wie diese durch valide Daten widerlegt wurden.
  • Sie haben Methoden, Tools und Erhebungsverfahren kommen und gehen sehen.
  • Sie haben Entscheidungen unter Unsicherheit getroffen.
  • Sie haben Verantwortung für Projekte, Budgets und Teams übernommen.

Diese Urteilskraft, dieses Kontextverständnis und diese Erfahrung im Umgang mit Unsicherheit sind zentrale Voraussetzungen für unternehmerisches Handeln. Sie sind belastbar und für Kunden wie für Organisationen ein realer Mehrwert.

Was Unternehmen durch Management Buy-In gewinnen!

Für junge Unternehmen, Start-ups oder Scale-ups bedeutet der Einstieg erfahrener Researcher und Researcherinnen in unternehmerischer Managing-Partnerschaft: Mehr Erfahrung, neue, wertvolle Kontakte und Zugänge zu wertvollen Netzerken, Reflexion („Sparringspartnerschaft“) und Entscheidungssicherheit.

Für etablierte Unternehmen eröffnet sich eine andere, wie nicht finde noch viel wertvollere Perspektive und (Groß-)Chance:
Die Möglichkeit, Verantwortung schrittweise zu teilen, Übergänge zu gestalten und das eigene Lebenswerk in verlässliche und verantwortungsvolle Hände zu (über-)geben – nicht abrupt, sondern begleitet, gemeinschaftlich und kollegial auf Augenhöhe.

Management Buy-In wirkt hier als Übergangs- und Kooperationsmodell, das Risiken reduziert,  Kontinuität sichert und, ganz wichtig, beiden Seiten das Gefühl immer und immer wieder gibt, dass ihre Erfahrungen wertvoll sind. Das macht Freude und motiviert. Und wenn Motivation und Fähigkeit aufeinandertreffen, dann entstehen gerade in unsicheren Märkten große Werte.

Wertschöpfung durch geteilte unternehmerische Verantwortung – eine Einladung zum Weiterdenken

Im Jahr 2026 zeichnen sich zusammenfassend drei Entwicklungen deutlich ab:

  1. Es gibt (wider) erfahrene, arbeitssuchende User Researcherinnen und User Researcher mit 20+ Jahren Berufserfahrung
    – und zum Teil zusätzlich ausgestattet mit finanziellen Spielräumen aus hohen Abfindungen aus vergangenen, langjährigen Angestelltenverhältnissen.
  2. Unternehmerinnen und Unternehmer, die ihre Unternehmen weiterentwickeln, übergeben, ihr Lebenswert absichern oder einfach nur Verantwortung teilen wollen.
  3. Ein Markt, der Entscheidungsfähigkeit, Verantwortung und Erfahrung neu bewertet und neu aushandeln muss und wird.

In dieser Situation sollten sich alle Marktbeteiligen nicht die Frage stellen ob sie gemeinsam handeln und gestalten sollten. Sie sollten sich ganz konkret und zeitnah fragen, wie genau sie ein Management Buy-In gestalten können.

Einladung zum Weiterdenken und Gestalten …

Mit diesem Beitrag möchte keine Anleitung liefern. Ich möchte zum Nachdenken anregen und motivieren.
Ich möchte Lust wecken, Lust machen am Unternehmertum in einem der wundervollsten Märkte, die es gibt.

Thorsten WilhelmWenn Sie sich als Unternehmer und Unternehmerin oder als erfahrene UX- bzw. User-Research-Fachkraft in diesen Überlegungen wiederfinden und den nächsten Schritt nicht allein denken möchten, begleite ich gerne bei den anstehenden ersten Schritten und beim Umsetzungsprozess als Berater, Mentor und Sparringspartner.

Aus mehr als 30 Jahren Berufserfahrung in UX, User Research und Beratung weiß ich: Übergänge gelingen dann besonders gut, wenn sie reflektiert, strukturiert und gemeinsam gestaltet werden. Sprechen Sie mich an, ich bin gerne da für Sie da.

 

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SPORT1: Interaktive Klangwelten zwischen experimenteller Musik und Spiel

Am 23. Januar 2026 lädt das ligeti zentrum zu einer einzigartigen Performance ein: SPORT1 verbindet experimentelle Musik mit einem innovativen Gameshow-Format, bei dem das Publikum das Geschehen aktiv mitgestaltet. Was hat es damit auf sich? Nachgefragt bei den Projektbeteiligten Dr. Simon Linke (InnoLab) und Eric Haupt.

SPORT1 ist mehr als ein Konzert – es ist ein interaktives Experiment, bei dem Musik, Spiel und Publikum zu einer Einheit verschmelzen. Die Zuschauer:innen übernehmen eine aktive Rolle: Sie setzen auf Teams, schließen Allianzen, steuern Parameter der Musiker:innen und entscheiden über den Verlauf der Performance. Wer riskiert alles, wer spielt taktisch – und wer genießt das Spektakel aus sicherer Distanz?

Beobachtet man das Spiel lieber aus sicherer Distanz oder wird man selbst aktiv? | Foto: Victor Gelling
Beobachtet man das Spiel lieber aus sicherer Distanz oder wird man selbst aktiv? | Foto: Victor Gelling
ligeti zentrum: Wie entstand die Idee zu dem Wett- und Klangformat SPORT1?

Eric Haupt: Experimentelle Klänge sind oft sehr abstrakt. Die Idee, mit Spielen und Wetten zu arbeiten, entstand aus dem Wunsch, diese Abstraktion aufzubrechen und Netzwerke größer und anschaulicher zu denken.

Die Spiele liefern eine visuelle Ebene, die das Hören unterstützt: Wenn man sieht, wie sich ein Schläger bewegt und gleichzeitig ein bestimmter Klang entsteht, entsteht eine vertraute Verknüpfung zwischen Bewegung und Sound. Diese Art von Ursache-Wirkung kennen wir aus dem Alltag, und sie hilft dabei, musikalische Zusammenhänge intuitiv zu erfassen.

So wird es leichter, einzelne Klänge wiederzuerkennen und einzuordnen. Anstatt einer undurchsichtigen Klangmasse entsteht eine nachvollziehbare Klangwelt. Die Spiele fungieren damit als kommunikative Brücke, die ohne große Erklärung funktioniert und dem Publikum einen direkten Zugang zur Musik ermöglicht.

Statt Erklärtexte zu lesen oder theoretische Konzepte kennen zu müssen, erschließt sich die Musik intuitiv – durch das Mitmachen, durch das Spiel und durch das narrative Setting.

Simon Linke: Die Grundidee von SPORT1 lässt sich auf zwei Ebenen erklären, die für uns besonders spannend sind: die Netzwerkebene und das Verständnis von Musik selbst.

Wir Musiker:innen sind vollständig miteinander verknüpft und können gegenseitig auf unsere Klangerzeugung zugreifen. Im Extremfall kann man die Hände vom eigenen Instrument nehmen und wird komplett von jemand anderem „gespielt“. Dieser stark ko-kreative Ansatz war ein Ausgangspunkt unserer Arbeit.

Die Interaktion dient dazu, erfahrbar zu machen, was innerhalb eines Stücks passiert und was uns als Musiker:innen daran interessiert. Statt Erklärtexte zu lesen oder theoretische Konzepte kennen zu müssen, erschließt sich die Musik intuitiv – durch das Mitmachen, durch das Spiel und durch das narrative Setting.

Man versteht vielleicht nicht alles im Detail, aber einzelne Aspekte werden klarer, weil es einen Rahmen gibt, der den Fokus verschiebt und neue Zugänge eröffnet.

ligeti zentrum: Welche Rolle spielt das Publikum in diesem Netzwerk?

Simon Linke: Wir beschäftigten uns mit der Frage, wie sich dieses Prinzip erfahrbar machen lässt, ohne dass es theoretisch erklärt werden muss. Eine Antwort darauf war, das Publikum bewusst als Teil dieses Netzwerks zu begreifen. Das ist es im Konzert ja ohnehin – das Publikum beeinflusst immer, was auf der Bühne passiert.

Bei SPORT1 rücken wir diesen Einfluss stärker in den Fokus und geben dem Publikum die Möglichkeit, auf direktere und drastischere Weise einzugreifen – etwa über das Smartphone, über Geräusche oder über konkrete Entscheidungen.

Im Production Lab wird die Licht- und 3D-Audio-Technik vollends ausgenutzt | Foto: Victor Gelling
Im Production Lab wird die Licht- und 3D-Audio-Technik vollends ausgenutzt | Foto: Victor Gelling
ligeti zentrum: Wie muss man sich das in der Praxis vorstellen?

Eric Haupt: Die normale Publikumsinteraktion läuft über eine Wett-App auf dem Handy: Man unterstützt seine Spieler:innen, setzt ein paar Münzen, um Vorteile zu erzielen – und ist so Teil des Netzwerks.

Egal ob im Theater oder auf Konzerten: Man kennt vielerorts kleine Publikumsinteraktionen, die mal mehr oder weniger gut funktionieren. Wir senken die Hürde zum Mitmachen durch den Einsatz von Handys und die Anonymität, die damit einhergeht. Ohne falsche Scham kann man anderen Spielern auch ein Hindernis in den Weg legen – einfach aus Spaß oder aus Kalkül zum Gewinnen.

Die Interaktion gibt einen Zugang zur Musik und lässt nachvollziehen, warum uns diese Art des Musizieren Spaß macht – ohne dass Inhalte vereinfacht oder „heruntergebrochen“ werden.

ligeti zentrum: Welche Auswirkungen hat das umgekehrt auf die Musik?

Simon Linke: An der Musik selbst machen wir keine Kompromisse. Sie entsteht so, wie wir sie künstlerisch vertreten und spannend finden. Die aktive Integration des Publikums öffnet einen Erfahrungsraum, in dem komplexe musikalische Prozesse erlebbar werden, ohne dass sie erklärt werden. Er gibt einen Zugang zur Musik und lässt nachvollziehen, warum uns diese Art des Musizieren Spaß macht – ohne dass Inhalte vereinfacht oder „heruntergebrochen“ werden. Es gibt keine didaktische Vereinfachung oder „Kinderversion“, sondern das volle musikalische Programm.

ligeti zentrum: Wie gliedert sich das Projekt in das gesamte ligeti zentrum ein? Gibt es Anknüpfungspunkte zu und Überschneidungen mit anderen Projekten?

Simon Linke: Sowohl das InnoLab als auch das Production Lab sind in vollem Einsatz. Dadurch, dass wir die klangliche Steuerung von einer Person am Mischpult loslösen und stattdessen die volle Kontrolle untereinander verteilt haben, kommt die Technologie des 3D-Systems zur vollen Entfaltung. Dasselbe gilt für die Lichtanlage, die gleichermaßen in das Netzwerk integriert ist und ebenfalls vom Publikum manipuliert werden kann. Diverse Projekte und Technologien aus dem ligeti zentrum kommen zum Einsatz. Der Netzwerkansatz spiegelt sich natürlich auch in meiner  eigenen Arbeit mit der Impulse Pattern Formulation. Gleichermaßen viele Anknüpfungspunkte zu anderen Projekten stehen uns in der Zukunft offen.

Statt die klangliche Steuerung bei einer Person am Mischpult zu bündeln, haben alle Musiker:innen gleichermaßen Zugriff auf die Technologien | Foto: Victor Gelling
Statt die klangliche Steuerung bei einer Person am Mischpult zu bündeln, haben alle Musiker:innen gleichermaßen Zugriff auf die Technologien | Foto: Victor Gelling

Eric Haupt: Es gibt viele Anknüpfungspunkte, an denen unterschiedliche Menschen mitarbeiten können. Sobald die technische Basis steht, ist das Prinzip selbst leicht nachvollziehbar – die Gameshow-Struktur versteht man sofort.

Viele Beteiligte bringen Ideen ein: Wie etwas aussehen, sich verhalten oder klingen könnte. Das Projekt ist sehr offen und bietet zahlreiche Möglichkeiten: Workshop-Formate, Kooperationen mit Theatern oder Anpassungen auf verschiedenen Ebenen, auch musikalisch.

Wir stellen das Netzwerk bereit, und andere Projekte können darauf aufbauen. Man verknüpft verschiedene Elemente, schaut, wie sie zusammenwirken, und entscheidet dann, wie man sie einsetzen möchte.

Das Projekt ist nachhaltig angelegt: Der Code ist offen und soll später von anderen genutzt werden können

Simon Linke: Das Projekt ist nachhaltig angelegt: Der Code ist offen und soll später von anderen genutzt werden können. Auf der ICMC HAMBURG 2026 wird es zudem einen Workshop geben, in dem gezeigt wird, wie die entwickelten Tools anderen zugänglich gemacht werden können.

SPORT1 dient gewissermaßen als Generalprobe. Wir erwarten, dass 30 bis 50 Personen gleichzeitig ins Netzwerk eingreifen – das lässt sich im Vorfeld kaum simulieren. Wenn sich das Konzept in der Umsetzung bewährt, kann die Technologie problemlos an anderen Orten eingesetzt werden. Sie ist flexibel genug, dass der Fokus auch ohne das Production Lab oder 3D-Audio verschoben werden kann.

Spielt, hört, wettet und verändert das Geschehen live!

SPORT1 ist ein Projekt, das Erik Haupt, Moritz Wesp, Victor Gelling und Dr. Simon Linke (InnoLab) im ligeti zentrum realisieren. SPORT1 – eine musikalische Gameshow findet dort am 23. Januar 2026 um 20:00 Uhr statt. Der Eintritt ist kostenlos; um eine Anmeldung via Pretix wird gebeten.

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John Chowning, Pionier der Computermusik, erhält Technical Grammy Award 2026

Die Recording Academy ehrt den Komponisten und Klangforscher John Chowning mit einem Technical Grammy Award. Seine bahnbrechenden Arbeiten zur FM-Synthese stehen auch in direktem Zusammenhang mit der Ursprungsidee des heutigen ligeti zentrums.

John Chowning, einer der einflussreichsten Pioniere der elektronischen und computergestützten Musik, wird mit dem Technical Grammy Award 2026 ausgezeichnet. Die Ehrung erfolgt im Rahmen der Special Merit Awards Ceremony der Recording Academy am 31. Januar 2026 im Wilshire Ebell Theatre in Los Angeles.

Mit der Verleihung würdigt die Recording Academy Chownings herausragende technische Beiträge zur Aufnahmekunst. Im Jahr 1967 entdeckte er die Frequenzmodulationssynthese (FM-Synthese), eine bahnbrechende Methode der Klangerzeugung, die die Entwicklung elektronischer Musikinstrumente revolutionierte. Die Lizenzierung seines Patents durch die Stanford University an Yamaha führte zur weltweit erfolgreichsten Synthese-Engine der Musikgeschichte und veränderte den Klang populärer wie zeitgenössischer Musik grundlegend.

Chowning studierte unter anderem bei Nadia Boulanger, promovierte an der Stanford University und begründete dort einen der ersten Computer-Music-Studiengänge. 1974 war er Mitgründer des Center for Computer Research in Music and Acoustics (CCRMA), das bis heute zu den international führenden Forschungszentren für Musik und Akustik zählt. Darüber hinaus entwickelte er frühe digitale Verfahren zur räumlichen Klanglokalisation und leistete damit Pionierarbeit im Bereich des Surround-Sounds.

Auch nach seiner Emeritierung im Jahr 1996 blieb Chowning forschend tätig. Ausgehend von einem langjährigen Interesse an natürlichen Resonanzräumen initiierte er interdisziplinäre Projekte zur Rekonstruktion historischer Klangwelten, darunter die akustische Erforschung der Kultstätte Chavín de Huántar in Peru, der Longyou-Grotten in China und der prähistorischen Chauvet-Höhle in Frankreich.

John Chowning mit Cat Hope und Georg Hajdu bei der Eröffnung des ligeti zentrums im Mai 2023 | Foto: Jörg Modrow
John Chowning mit Cat Hope und Georg Hajdu bei der Eröffnung des ligeti zentrums im Mai 2023 | Foto: Jörg Modrow

 

John Chowning und das ligeti zentrum

John Chownings Werk steht exemplarisch für die enge Verbindung von künstlerischer Vision, wissenschaftlicher Neugier und technologischer Innovation. Für das ligeti zentrum besitzt diese Auszeichnung eine besondere Bedeutung: Das 2023 gegründete Zentrum ist benannt nach dem Komponisten György Ligeti. Inspiriert von einem Aufenthalt an der Stanford University, plante Ligeti schon in den 1970er-Jahren plante, ein Computermusikinstitut in Hamburg aufzubauen – mit der Unterstützung von John Chowning und dessen Kolleg:innen. Das ligeti zentrum wurde im Geiste dieser frühen Vision gegründet und führt sie zugleich weiter, indem es neue künstlerische, technologische und gesellschaftliche Fragestellungen des 21. Jahrhunderts in seine Arbeit integriert.

Titelfoto: Jörg Modrow

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Hochzeitslocations im virtuellen Rundgang: Der Hof Frien

Die Suche nach der perfekten Hochzeitslocation beginnt heute fast immer online. Brautpaare scrollen sich durch Bildergalerien, vergleichen Websites, speichern Favoriten – und sind am Ende doch unsicher: Passt die Location wirklich zu uns? Wie fühlt sie sich an? Genau hier setzt ein virtueller Rundgang für Hochzeitslocations an. Und wie wirkungsvoll dieses Tool sein kann, zeigt [...]

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Leadership für Junior Produktmanager

Leadership ist nicht nur für erfahrene Produktmanager, sondern auch für Junior Produktmanager ein zentraler Bestandteil ihrer Arbeit. Dabei geht es nicht um Titel oder Macht, sondern darum, Verantwortung zu übernehmen, Einfluss zu gestalten und authentisch zu handeln. In Projekten und Teams, die zunehmend komplex und dynamisch sind, zeigt sich Leadership durch die Fähigkeit, Zusammenhänge zu erkennen, Entscheidungen zu treffen und die Wirkung des eigenen Handelns auf andere zu verstehen.

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Wunderland Musik: Neuer Newsletter für Familienkonzerte in Hamburg

Das Projekt Wunderland Musik des ligeti zentrums startet einen neuen Service für Familien: den Familienkonzert Newsletter. Ziel ist es, Eltern und Kindern unkompliziert über das vielfältige Angebot an familienfreundlichen Konzerten, Workshops und musikalischen Veranstaltungen in Hamburg zu informieren.

Wunderland Musik ist ein außerschulisches Musikvermittlungsprogramm, das die Familie als Erlebnisgemeinschaft stärkt,“ erklärt Michel Blümel, Leiter des Projekts. „Genau dort wollen wir ansetzen – und einen Startpunkt für gemeinsame musikalische Aktivitäten in der Familie setzen. Das können Konzertbesuche sein, gemeinsames Musizieren oder die Teilnahme an einem Workshop.“

Der Familienkonzert Newsletter ist ein Service des Projekts Wunderland Musik

Mit dem neuen Newsletter reagiert das Projekt auf eine häufig geäußerte Herausforderung: Eltern wissen oft nicht, wie sie sich schnell und zuverlässig über passende musikalische Angebote informieren können. „Die Idee des Familienkonzert Newsletters ist, alle Veranstaltungen in Hamburg, die sich an Familien oder Kinder richten, einmal im Monat in das Postfach der Eltern zu legen,“ so Michel Blümel. „Damit können sie relativ schnell die Liste durchgehen, schauen, was passt, und direkt auf die Veranstaltungswebseiten zugreifen.“

Der Newsletter enthält übersichtliche Informationen zu Veranstaltungsort, Datum, Zielgruppe und anfallenden Kosten für die Tickets. Zusätzlich gibt es einen Block, der sich dem „Thema des Monats“ widmet und interessante Projekte und Aspekte der Musikvermittlung vorstellt. „Dadurch können wir Familien kleine Einblicke in spannende Themen geben und Lust auf neue Erfahrungen wecken,“ erläutert der Projektinitiator. In der ersten Ausgabe des Familienkonzert-Newsletters geht es um das Projekt selbst: Wunderland Musik.

Familienkonzerte in Hamburg monatlich im Postfach

Der Newsletter ist monatlich verfügbar und richtet sich an alle Familien, die neugierig auf musikalische Angebote sind und diese unkompliziert entdecken möchten. „Ich hoffe, dass wir möglichst viele Menschen erreichen und gleichzeitig ein Bewusstsein bei den Institutionen schaffen,“ sagt Michel Blümel. „Außerdem kann man durch den Newsletter sehen, welche Veranstaltungen ausverkauft sind – ein Impuls, sich früher zu informieren und die Filterfunktionen der Webseiten zu nutzen.“

Wichtig zu betonen: Der Familienkonzert Newsletter listet allgemeine Angebote auf und ist nicht auf die von Wunderland Musik begleiteten Konzerte beschränkt. „Der Newsletter ist eine Serviceleistung von Wunderland Musik, um aufzuzeigen, welche Möglichkeiten es gibt,“ erklärt Michel Blümel.

Sie möchten kein Familienkonzert mehr in Hamburg verpassen? Dann abonnieren Sie jetzt den Familienkonzert Newsletter und erhalten Sie regelmäßig aktuelle Informationen rund um Hamburgs familienfreundliche Musikszene.  
Agentur_Wunderland Musik_Credit Max Henschel
Foto: Max Henschel

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