UX Guideline-Sets, die Sie kennen sollten

UX-Guideline-Sets sind wichtige Werkzeuge, um im menschenzentrierten Gestaltungsprozess effizient auf bewährtes Wissen zurückzugreifen und die User Experience gezielt zu verbessern. Sie enthalten konkrete Handlungsempfehlungen, die auf Forschung, Best Practices und Praxiserfahrung beruhen. Entscheidend ist jedoch, im richtigen Moment, das passende Guideline-Set zur Hand zu haben. Die hier vorgestellten Sets unterscheiden sich nicht nur in ihrer inhaltlichen Ausrichtung – von allgemeinen Prinzipien und heuristischen Regeln bis hin zu spezifischen Empfehlungen für Web, Mobile oder Designpsychologie –, sondern auch in ihrem Detailgrad, ihrer wissenschaftlichen Fundierung und ihrer praktischen Anwendbarkeit. Manche bieten kompakte Übersichten, andere detaillierte Regelwerke mit begleitenden Beispielen und Checklisten.

Während UX-Guidelines meist sehr konkrete, umsetzungsorientierte Empfehlungen enthalten, sind Heuristiken eher allgemeine Standards, die als Prüfmaßstab dienen. Sie helfen, potenzielle Usability-Probleme zu identifizieren, indem sie das Design gegen übergeordnete Prinzipien spiegeln. Ein bekanntes Beispiel sind Nielsens 10 Usability-Heuristiken, die grundlegende Qualitätskriterien wie Konsistenz, Fehlertoleranz und Nutzerkontrolle formulieren. Design-Prinzipien wiederum bilden eine noch höhere Abstraktionsebene: Sie geben eine strategische Richtung vor. Zusammengenommen ergänzen sich diese drei Ebenen – Design-Prinzipien, Heuristiken und Guidelines – und schaffen einen Rahmen, um den Gestaltungsprozess sowohl inspiriert als auch überprüfbar zu machen.

Allgemeine UX-Prinzipien & Heuristiken

DIN EN ISO 9241

Bei der DIN EN ISO 9241 handelt es sich um einen Klassiker, den jeder kennen sollte. Hier finden sich Standards des Deutschen Instituts für Normung, die als grundlegende Richtlinien zur Gestaltung der Mensch-System-Interaktion betrachtet werden können. Unter den (vermutlich) in der UX-Branche bekanntesten Guidelines sind die Interaktionsprinzipien (9241-110) oder die Leitlinien zur Gestaltung von Benutzungsschnittstellen für das World Wide Web (9241-15).
» Ergonomie der Mensch-System-Interaktion: DIN EN ISO 9241-110

Eight Golden Rules of Interface Design

Bereits 1987 formulierte Ben Shneiderman in seinem Werk Designing the User Interface: Strategies for Effective Human-Computer Interaction, die bis heute relevanten acht goldenen Regeln der Gestaltung einer Mensch-Maschine-Schnittstelle für ein Interface. Diese Regeln wurden, nach eigener Angabe, aus der Erfahrung abgeleitet und über drei Jahrzehnte verfeinert.
» Ben Shneidermans Acht Goldene Regeln

Don Norman’s Fundamental Principles of Interaction

In seinem berühmten Werk The Design of Everyday Things finden sich unter anderem die von Don Norman publizierten sechs Prinzipien für die Usability bei der Interaktion mit Alltagsgegenständen. Die untenstehende Webseite listet diese auf und erklärt sie abstrakt in wenigen Sätzen. Für einen tieferen Einblick ist Don Normans Buch als Standardwerk immer wieder lesenswert.
» Don Normans Prinzipien des Designs

Nielsen’s 10 Usability Heuristics

Ein weiterer Klassiker des Usability Designs sind Jakob Nielsen’s 10 Prinzipien des User Interface Designs. Neben den erklärten Heuristiken werden auch Tipps zur Umsetzung, kurze (auch optisch umgesetzte) Beispiele und Links zu weiterführenden Informationen in Form von Artikeln oder Videos gegeben. Zudem werden Poster mit der Zusammenfassung aller Prinzipien, oder ausführlichere Poster mit einer DIN-A-4-Seite pro Prinzip, bereitgestellt.
» Nielsens 10 Usability Heuristics

Gerhard-Powals’ Cognitive Engineering Principles

Diese zehn Prinzipien wurden entwickelt, um die kognitive Belastung von Nutzer*innen zu reduzieren. Sie empfehlen unter anderem, Informationen in sinnvolle Einheiten zu gruppieren (Chunking), die Gedächtnislast zu verringern, vertraute Begriffe und Metaphern zu verwenden und unnötige Interaktionen zu vermeiden. Damit eignen sie sich besonders gut, um Interfaces so zu gestalten, dass sie leicht erlernbar und effizient nutzbar sind.
» Prinzipien zur Reduktion kognitiver Belastung

The UX Axioms

Diese 26 “Axiome” von Erik Dahl stellen eigentlich Aufforderungen dar, wie UX Design in der Entwicklung von Produkten und Services erfolgen sollte, beziehungsweise umgesetzt werden kann. Vielleicht lassen sich die Axiome als eine Art Mindset der UX bezeichnen – sie geben Guidelines zum Prozess der Produktentwicklung an sich und beeinflussen so indirekt die UX der daraus entstehenden Produkte.
» UX-Axiome für nutzerzentrierte Produktentwicklung

First Principles of Interaction Design

Von A bis V enthält die untenstehende Seite in 19 Themenbereichen sämtliche Richtlinien zur Gestaltung von Benutzeroberflächen. Diese recht umfangreiche Zusammenstellung strukturiert die Guidelines inhaltlich und bettet sie in wissenschaftliche Befunde ein. Zudem werden gelegentlich Hinweise zu weiterführenden Informationen gegeben und zur Veranschaulichung Beispiele und Case Studies dargestellt.
» Übersicht: Prinzipien des Interaktionsdesigns

Spezifische Guidelines für Web & Mobile

113 Design Guidelines Usability Homepage

Auch von Jakob Nielsen (2001) formuliert, finden sich 113 Design Guidelines speziell für die
Usability von Homepages, welche in 26 inhaltliche Themen kategorisiert sind. Diese Guidelines
sind sehr konkrete Hinweise zur Gestaltung und Umsetzung. Darüber hinaus wird bei einigen
Themen oder spezifischen Guidelines auch auf weitere, ausführlichere Erklärungen verwiesen.
» Konkrete Gestaltungstipps für nutzerfreundliche Homepages

247 Web Usability Guidelines

In neun verschiedenen Kategorien rund um Website Usability stellt David Travis seine insgesamt 247 Usability Guidelines zur Webseitengestaltung vor. Bei den Guidelines handelt es sich um positiv formulierte Statements, wie eine Web-Gestaltung sein sollte. Diese sind konkret und selbsterklärend, weshalb die Listen für sich stehen und nicht weiter ausgeführt werden (müssen). Zudem kann auf der untenstehenden Adresse ein Excel-Dokument mit einer Checkliste heruntergeladen werden, um die eigene Arbeit hinsichtlich der Statements zu prüfen.
» 247 Web-Usability-Guidelines zur Webseitengestaltung

Research-based Web & Usability Guidelines

Wer sich wirklich tief in die Thematik stürzen will, kann sich mit diesen auf Research basierenden Web Usability Guidelines auseinandersetzen. Das PDF-Dokument umfasst insgesamt 292 Seiten an Guidelines des U.S. Department of Health and Human Services’ (HHS). Dabei werden viele Usability-Bereiche bezüglich des Website-Designs abgedeckt, wie auch die Optimierung der User Experience.
» Wissenschaftlich fundierter Leitfaden für Web-Usability

Mobile Principles of Retail Apps and Sites

Spezifisch, aber umsetzungsnah: der von Google’s UX Research Lead Jenny Gove and UX Design Lead Iram Mirza entworfene Guide mit 25 Tipps, um eine mobile Verkaufsapp oder Verkaufswebseite zu designen. Diese sind in vier Kapitel aufgeteilt, an anschaulichen Beispielen verdeutlicht und beziehen sich auf die gesamte User Experience. Exploration und Suche, Produktdetails und Reviews, Check-out und Zahlung und reibungsloses Einkaufen.
» Praxisleitfaden: 25 Prinzipien für Mobile Retail-Apps & -Websites

Nutzerfreundlichkeit von Seiten in den Google-Suchergebnissen

Die Nutzerfreundlichkeit von Webseiten wirkt sich nach eigener Angabe von Google auch auf ihr Ranking bei Suchergebnissen aus. Hierzu stellt Google auf der untenstehenden Webseite u.a. fünf konkrete „Signale“ auf, welche die Faktoren darstellen, mit der diese Nutzerfreundlichkeit bestimmt wird. Diese sind kurz und übersichtlich dargestellt und enthalten jeweils eine Verlinkung zu einer Möglichkeit, das Signal auf der eigenen Webseite zu überprüfen.
» Googles Faktoren für nutzerfreundliche Webseiten

App Usability

Wie der untenstehende Blogbeitrag aufzeigt, ergeben Applikationen eigene Herausforderungen hinsichtlich ihrer Usability. Deshalb werden hier 10 Guidelines zur Verbesserung der App-Usability erläutert und an anschaulichen Beispielen verdeutlicht.
» UX Guidelines für mobile Apps im Blogbeitrag

Designpsychologie und -prinzipien

Gestaltgesetze

Diese „Gesetze” stammen aus der Gestaltpsychologie und beschreiben Prinzipien, nach denen visuelle Elemente als zusammenhängend wahrgenommen werden. Damit bieten sie einen universellen Ansatz der menschlichen, visuellen Wahrnehmung, wie bspw. Elemente auf einem User Interface bei der visuellen Verarbeitung gruppiert werden, und wie man diese bewusst im Design ansteuern kann. Ursprünglich formulierte Wertheimer (1923) hierzu sechs Prinzipien, die bis heute eine zentrale Grundlage für Design und UX darstellen. In der untenstehenden werden acht Gestaltgesetze benannt, erläutert und direkt Designableitungen für digitales Design gegeben.
» Grundprinzipien der visuellen Wahrnehmung mit Designbeispielen

Ten principles for good design

Der Industriedesigner Dieter Rams stellt 10 Design-Prinzipien auf einer grundlegenden Ebene für ein „gutes Design“ auf. Die Prinzipien beziehen sich allgemein auf das Produktdesign und inspirieren alleine durch die Darstellung. Auf der untenstehenden Website von Vitsœ, deren Design Dieter Rams im Kontext von Möbeln entwirft, sind sie erläutert und mit Designbeispielen verdeutlicht.
» Inspiration für gutes Produktdesign mit Praxisbeispielen

77 Human Needs

“Every successful innovation serves a human need.” Diese Überschrift der untenstehenden Website sagt schon einiges über die 77 Human Needs aus und weshalb sie in diesem Blogbeitrag auftauchen. Unterteilt werden die Bedürfnisse in fünf verschiedene Kategorien und sind bisher nur in Workshops oder Trainings erlebbar. Das Erfüllen der Bedürfnisse stellt in jedem Fall einen interessanten UX Gestaltungsansatz dar.
» Ansatz für nutzerzentrierte Innovation mit 77 Bedürfnissen

UX Myths

Der UX Designer Zoltán Gócza formulierte mit der Unterstützung von Zoltán Kollin auf der untenstehenden Webseite 34 UX-Mythen. Bei diesen handelt es sich um UX-Fehlannahmen, die kurz erläutert und dann mit zahlreichen Beispielen und bspw. Guidelines, welche gegen dn „Mythos“ sprechen, untermalt werden. Eine strukturierte Website mit umfassenden Belegen.
» Weit verbreitete UX-Fehlannahmen mit Gegenbelegen

UX-Guidelines für KI & Machine Learning

IBM AI Design Guidelines

Eine Sammlung von Prinzipien, Mustern und Empfehlungen für den Designprozess von KI-gestützten Produkten. Besonders wertvoll ist der Fokus auf Ethik, Fairness und die Vermeidung von Bias. Darüber hinaus werden Methoden vorgestellt, um diese Prinzipien messbar und im Projektalltag umsetzbar zu machen.
» Designprinzipien für verantwortungsvolle KI-Produkte

Google PAIR Guidebook

Ein praxisnahes Handbuch von Googles People+AI Research-Team. Es enthält Leitlinien, um nutzerfreundliche KI-Systeme zu gestalten – von der Erklärbarkeit über den Umgang mit Unsicherheit bis hin zu Vertrauen und Nutzerkontrolle. Zusätzlich liefert es praxisnahe Übungen und Tools, die direkt im Produktentwicklungsprozess eingesetzt werden können.
» Praxisnaher Leitfaden für nutzerfreundliche KI-Systeme

Stanford HRI Guidelines

Ein Überblick über zentrale Prinzipien der Human-Robot-Interaktion: Sicherheit, Vorhersagbarkeit, soziale Signale und Transparenz. Ideal für Teams, die physische Produkte oder Service-Roboter gestalten. Die Guidelines unterstützen dabei, Interaktionen vertrauenswürdig, effizient und für Nutzende vorhersehbar zu machen.
» Gestaltungsprinzipien für Mensch-Roboter-Interaktion

ISO 13482 – Sicherheit von Servicerobotern

Der internationale Standard definiert Sicherheitsanforderungen für persönliche Assistenz- und Serviceroboter. Für UX-Teams wichtig, da Sicherheitserwartungen der Nutzenden direkt in Interface- und Interaktionsdesign einfließen. Er zeigt, wie Risiken minimiert werden können, um das Vertrauen in autonome Systeme zu stärken.
» Internationaler Standard für sichere Serviceroboter

Barrierefreiheit & inklusives Design

WCAG 2.2 – Web Content Accessibility Guidelines

Der internationale Standard für digitale Barrierefreiheit. Enthält messbare Kriterien für Kontraste, Tastaturnavigation, Formulargestaltung und mehr – mit dem Ziel, digitale Inhalte für alle Menschen zugänglich zu machen. Die 2.2-Version bringt zusätzliche Erfolgskriterien, die besonders mobile Anwendungen und kognitive Barrieren adressieren.
» Globale Richtlinien für barrierefreie digitale Inhalte

EN 301 549 – Europäischer Standard für digitale Barrierefreiheit

Dieser europäische Standard legt die Anforderungen an die Barrierefreiheit von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) fest. Er ist besonders relevant für öffentliche Einrichtungen und regelt, wie Websites, mobile Anwendungen, Software und sogar Hardware barrierefrei gestaltet werden müssen. Damit schafft er eine einheitliche Grundlage für die Umsetzung der EU-Richtlinie 2016/2102 über den barrierefreien Zugang zu Websites und mobilen Anwendungen öffentlicher Stellen.
» Europäischer Standard für digitale Barrierefreiheit

Inclusive Design Principles

Sieben klar formulierte Prinzipien, die weit über Barrierefreiheit hinausgehen und allen Nutzenden zugutekommen. Besonders hilfreich in der Konzeptionsphase, um früh auf Vielfalt, Flexibilität und Toleranz gegenüber Fehlern zu achten. Sie fördern nicht nur Inklusion, sondern verbessern die allgemeine User Experience für alle Zielgruppen.
» Sieben Prinzipien für inklusives Design

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Spezielle Guidelines & Sammlungen

UX/UI Guideline Summary

Hierbei handelt es sich um eine Zusammenstellung relevanter UX Guidelines mit Fokus auf das User Interface oder die Interaktion. Einige der darin enthaltenen Guidelines sind auch in diesem Artikel aufgeführt und werden bei Nick Kolenda’s Webseite unten als Quellen angegeben. Die Zusammenstellung ist kompakt, aber umfassend, gut strukturiert und mit anschaulichen Beispielen verdeutlicht.
» Kompakte Übersicht relevanter UX/UI-Guidelines mit Beispielen

Heuristiken für gelungenes UX Writing

Der Leitfaden vom Arbeitskreis UX-Writing der German UPA bietet eine Sammlung von Heuristiken, die speziell auf gutes Textdesign in Nutzeroberflächen abzielen. Er zeigt, wie zum Beispiel Klarheit, Konsistenz, Nutzerorientierung und Feedback durch Sprache gestaltet werden können, damit Texte im Interface nicht nur lesbar, sondern auch hilfreich und angenehm im Erlebnis sind. Diese Heuristiken sind besonders nützlich, wenn Interfaces zunehmend sprachlich und dialogbasiert wirken und Texte einen zentralen Teil der Nutzungsführung übernehmen.
» Leitfaden zu UX Writing Heuristiken

Pleasure & Pain

Im untenstehenden Blogbeitrag von Whitney Hess finden sich insgesamt 25 Guidelines: Fünf für die Designer selbst und 20 für das Design. Diese werden in Textform aufgeführt und jeweils kurz erläutert. Hier werden sowohl Empfehlungen für den Designprozess, als auch inhaltlich für das UX Design gegeben und jeweils in wenigen, prägnanten Sätzen erläutert.
» Prägnante Empfehlungen für UX-Designer und Designprozesse

UX Guidelines der Unternehmen

Wie der Titel bereits andeutet, sind auf der untenstehenden Website UX Guidelines verschiedener, erfolgreicher Unternehmen aufgelistet. Insgesamt 14, von Adobe bis Sony bereitgestellte Guideline-Sets sind hier ohne weitere Beschreibung übersichtlich aufgeführt und verlinkt.
» UX-Guidelines von 14 bekannten Unternehmen

Stanford Guidelines for Web Credibility

Zu einer der (auch) von Peter Morville beschriebenen Facetten, der Credibility, entwarf die Stanford Universität 10 Guidelines zum Aufbau der Glaubhaftigkeit von Websites. Die entwickelten Richtlinien wurden laut Angabe der Website über drei Jahre Research und mit über 4.500 Personen entwickelt. Auf ihrer Website sind auch sämtliche Publikationen der zugehörigen Forschung aufgelistet:
» Richtlinien für glaubwürdige Websites von Stanford

User Experience Honeycomb zur Website Informationsarchitektur

Peter Morville veröffentlichte 2004 das UX Honeycomb, welches seinem Namen durch die Darstellung von sieben Begriffen in „Honigwabenformen“ entspricht. Diese Begriffe zeigen verschiedene Facetten der User Experience auf. Sie lassen sich aber auch als Werkzeug, im Sinne einer Guideline, verwenden. Näher beschrieben werden sie bspw. unter:
» Visualisierung der sieben Dimensionen der User Experience

Grenzen, Vor- und Nachteile von User Experience Guidelines

Fazit: Insgesamt sind in diesem Artikel, wie ich finde, sehr spannende Guidelines mit unterschiedlichem Fokus und Umfang aufgeführt. Viele laden auch dazu ein, sich tiefer mit dem entsprechenden Thema zu beschäftigen und bieten weiterführende Links/Literaturhinweise. Nichtsdestotrotz muss bedacht werden, dass Guidelines ein Hilfsmittel darstellen, welches nicht allein für einen menschenzentrierten Entwicklungsprozess sorgen kann. Die Grenzen, sowie Vor- und Nachteile von Usability-Guidelines, wurden bereits in diesem Blogbeitrag aufgearbeitet.

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uxHH – UX Community Hamburg 2025-08-21 16:05:52

Stefani Rohrbeck zu Gast im Roundtable am 9.9.25

User Experience ist Wandel. Um nicht immer den gleichen Quark zu produzieren, müssen auch Abläufe in Design- und Produktteams verändert werden. Wie gelingt es uns, Teams auf neue Ziele einzunorden? Stefani diskutiert mit uns die Bedingungen für erfolgreiche Transformationen.

Infos und (kostenfreie) Tickets :: uxhh-change.eventbrite.de/

Der KI-Change läuft nicht immer rund: Herausforderungen auf dem Weg in die digitale Zukunft!

Der KI-Change läuft nicht immer rund

Herausforderungen auf dem Weg in die digitale Zukunft!

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Von der UX Task Force zur Partnerschaft mit dem Management: Kundenbedürfnisse als Entscheidungsgrundlage!

Wie gelingt es, UX als strategischen Erfolgsfaktor in einem Unternehmen zu verankern? In diesem Interview spreche ich genau darüber mit Inga Scharfenberg, der es gelang über eine UX Task Force viel Sichtbarkeit im Top-Management ihres Arbeitgebers zu erlangen. Sie gibt Ihnen tiefe Einblicke in ihre Arbeit als „Anwältin von Kunden und Kundinnen“.

Inga berichtet, wie sie mit einem kombinierten Methodenansatz, Co-Creation und gezielter Aufklärungsarbeit Werbung für UX Design und User Research macht und dem Top-Management immer wieder hilft die richtigen Dinge richtig gut zu gestalten.

Inga Scharfenberg bietet ein Zitat im Foto: „In digital ausgerichteten Unternehmen sollte eine UX Abteilung Pflicht sein. Wenn an den Nutzenden vorbei optimiert wird, bringt es nichts.“ Inga ist bei freenet tätig.Ich durfte Inga kennenlernen, als sie bei der freenet AG damit begann eine UX Task Force aufzubauen – und das mit Herzblut, viel Leidenschaft und klarem Verstand tat. Es war beeindruckend zu sehen, mit welcher Energie, Sorgfalt und Erfolgen Inga „forschungsbasiertes“ UX Design im Unternehmen sichtbar machte und verankerte.

Inga ist eine Macherin – analytisch und empathisch zugleich, mit einem klaren Fokus auf Kundenzentrierung.

Sie vertritt die Perspektive der Nutzenden nicht nur konsequent, sondern auch strategisch klug: In ihrer Rolle als Mitarbeiterin Market Research & Customer Advocacy sorgt sie dafür, dass die Stimmen von Kunden und Kundinnen gehört werden – und zwar dort, wo Entscheidungen getroffen werden.

Im Gespräch gibt Inga Ihnen und mir tiefe Einblicke in ihren Weg, ihre (Erfolgs-)Methoden und ihr Selbstverständnis – und sie zeigt Ihnen damit auf, wie UX zur echten Entscheidungsgrundlage wird, und wie UX Designerinnen und Designer strategische Partner des Top-Managements werden.

Anwältin und Fürsprecherin für Kunden

Ich mag deine Rollen- und Job-Bezeichnung: Anwältin und Fürsprecherin eurer Kunden.
So habe ich eresult auch viele Jahre positioniert. Mit welchen Fällen beschäftigst du dich aktuell?

Inga: Wir verstehen die Rolle vor allem so, dass wir nicht darauf warten, bis Fachbereiche mit einer Fragestellung auf uns zukommen, sondern wir auch mit einem von uns identifizierten Kundenproblem auf die Fachbereiche zugehen und darauf hinweisen.
Wir vertreten die Kundenstimme im Unternehmen, und tragen sie aktiv rein – mit unterschiedlichen Co-Creation-Ansätzen, Fokusgruppen, Speed-Dating-Formaten etc. – immer dort, wo die Fachbereiche in den direkten Austausch mit Nutzenden, Kunden und Kundinnen gehen.

Aktuell beschäftigen wir uns zum Beispiel mit unserem Check Out und damit, wie wir den Ablauf so reibungslos wie möglich gestalten können. Natürlich haben wir auch immer die Unternehmensziele im Blick, denn ohne diese geht es nicht. Wir sorgen dafür, dass die Kunden und Kundinnen durch uns mit am Tisch sitzen und gehört werden.

Ein Schlüssel zum Erfolg: Kombinierter Methodeneinsatz!

Wie gehst du vor, um die Anforderungen eurer Kunden- und Nutzergruppen zuverlässig und valide zu kennen?  

Inga: Wir arbeiten holistisch. Wir betrachten eine Journey nie nur aus einer Perspektive, EINEM unmoderierten Nutzertest oder EINEM Online-Survey. Wir schauen uns verschiedene Daten an: Dazu gehören natürlich klassische UX-Interviews, je nach Fragestellung und Komplexität entweder unmoderiert oder moderiert. Daneben werden meist Experten-Reviews durchgeführt, für die ich eine fachbereichsübergreifende UX Task Force ins Leben gerufen habe. Wir betrachten also die Journey, die Page, den Prozess etc. aus unterschiedlichen Perspektiven und wenden dabei Frameworks, Heuristiken und konsumpsychologische Patterns an.

Natürlich gesellen sich dazu dann noch die Analytics-Daten, die wir auswerten und Onsite-Surveys, in denen wir unsere User direkt am Point of Action fragen können: Wieso brichst du hier ab? Wie gefällt dir die Seite? Welche Informationen fehlen dir? Wir kombinieren also im besten Fall „Qual & Quant“, sowie Beobachtbares und Gesagtes der Nutzenden.

Wie gelingt es dir deinen Kollegen und Kolleginnen immer wieder die Kunden- und Nutzer-Brille aufzusetzen, also sicherzustellen, dass sie Kunden- und Nutzeranforderungen kennen und beachten?

Inga: Indem wir die Kunden und Kundinnen sprechen lassen. Und zwar nicht nur durch uns und unsere Daten in Power Point oder Factsheets, sondern so richtig: Mit Video-Files, mit Voice-Files oder mit direktem Austausch live und in Farbe vor Ort in unseren Räumlichkeiten. Es hilft enorm, wenn die Fachbereiche wirklich sehen und hören, was die Nutzenden sagen und denken.

Von der UX Task Force zur strategischen Partnerschaft mit dem Top-Management!

Nicht jedes Unternehmen investiert in einen forschungsbasierten Gestaltungsprozess. Das ist bei euch dank deines Engagements zum Glück anders. Respekt und Anerkennung dafür. Mit welchen Maßnahmen gelang es dir den positiven Wert von User Research zu verdeutlichen, deine Stelle zu rechtfertigen und dir ein Budget für Studien und Tests zu sichern? 

Inga: Zunächst haben wir seit der Gründung unserer UX Task Force im Unternehmen viel Werbung für uns und UX gemacht.

Wir klären auf:

  • UX – was heißt das eigentlich?
  • Wie geht das und wie machen wir das?

Immer kombiniert mit dem Mehrwert für die Kollegen und Kolleginnen.

Kommt auf uns zu, wir unterstützen euch dabei, kundenzentriert zu denken, zu texten, zu optimieren, zu gestalten.“

Dieses Angebot ist niederschwellig, es braucht keine Tickets oder aufwändige Briefings.

Ein starkes Tool für messbare Erfolge sind unsere A/B Tests, die eine bestehende Kommunikation/Journey/Page gegen eine kundenzentrierte Version davon testen und im besten Fall einen positiven Impact auf vorher festgelegte KPIs zeigen. Wir haben ein Conversion Rate Optimierungs-Team, deren Teammitglieder auf unseren Webseiten klassische A/B-Tests durchführen, wir testen E-Mails gegeneinander und zeigen den Impact dort. Es ist also eine Mischung aus beidem: Harte Kennzahlen und viel Aufklärung, Angebot und niederschwellige Unterstützung.

Denkst du diese Maßnahmen wirken auch in anderen Unternehmen, steigern auch in anderen Unternehmen den Reifegrad in Sachen menschzentrierte Gestaltung? 

Inga: Ich denke ja. Vor allem in stark digital ausgerichteten Unternehmen sollte eine UX Abteilung eigentlich Pflicht sein. Wenn an den Nutzenden vorbei optimiert wird, bringt es nichts. Natürlich hilft es auch, wenn man intrinsisch motivierte Mitarbeitende hat, die das Thema wirklich vorantreiben, aufklären, Prozesse aufsetzen und  für das Thema brennen.

Qualitative und quantitative Methoden im Verbund

Welche Verfahren der qualitativen und quantitativen Forschung gehören in einen gut sortierten User Research Methoden-Baukasten?

Inga: Im qualitativen Bereich: Fokusgruppen, Tiefeninterviews und Co-Creation helfen vor allem in der frühen Phase von Produktentwicklungen: Welche Probleme und Bedürfnisse haben die Nutzenden eigentlich und wie können wir diese lösen? Und sie helfen, wenn man wirklich das Warum verstehen will.
Wenn es an den Flow und die Gestaltung geht, kommen dazu UX Interviews, moderiert und unmoderiert. Da kann und sollte dann alles getestet werden: Kurze Design-Test, ausführliche Prototypen-Tests, Tree Tests für Navigation, Card Sortings, Usability-Tests, … .

Wir nutzen immer auch unsere eigene Expertise der UX Task Force für UX Audits, die wir mit Heuristiken und konsumentenpsychologischen Ansätzen systematisiert durchführen (das ist zwar streng genommen nicht wirklich User Research, aber dennoch ein wichtiges Tool für uns…).

Im quantitativen Bereich: Customer Satisfaction Score-Analysen, um dauerhaft zu prüfen ob unsere Kunden und Kundinnen zufrieden sind. Wenn hier KPIs einbrechen, sollte man hellhörig werden und schauen, woran es liegt. Die Befragungen dazu können gut in der Bestellbestätigung oder auch auf der Website platziert werden.

Außerdem liebe ich Onsite-Surveys, wie z.B. Abbrecher-Befragungen. Hier treffen wir die Menschen genau am point of action und können mit einem guten Survey das Verhalten verstehen. Alle Ansätze sollten im besten Fall gemeinsam und additiv eingesetzt werden, um ein umfassendes Bild zu bekommen.

Behavioral Patterns und Heuristiken als Problemlöser im UX Design

Wie gehst du vor, um Optimierungspotentiale zu erkennen, Lösungen zu erarbeiten und zu testen, ob jene wirksamer sind als der Status Quo? 

Inga: Wir schauen uns bestimmte Journeys oder Bereiche ganzheitlich an – je nach Case finden wir die passenden Methoden aus dem oben genannten Set. Da finden sich dann meist diverse Optimierungspotenziale, die wir je nach Risikolevel mit einem A/B Test testen oder direkt umsetzen. Ob es danach besser ist, zeigt sich entweder in der KPI, die wir für den A/B Test festgelegt haben oder, wenn wir Journeys mit einer Befragung begleiten, in den Befragungsdaten vor und nach der Anpassung.

Die Lösungen erarbeiten wir mit Hilfe von behavioral patterns, wir texten auch in unserer Abteilung – letztes Jahr durfte ich eine Weiterbildung im Bereich UX Copywriting machen – so können wir konkrete Lösungsvorschläge für die Fachabteilung liefern.

Wir identifizieren oft auch „zufällig“ Themen, beim Durchgehen von Journeys, die dann nach Rücksprache mit der Fachabteilung genauer untersucht werden. Ein regelmäßiger Besuch unserer Website steht bei uns natürlich auch auf der Agenda.

KI für UX Research: Fokus auf Qualität und Geschwindigkeit!

Lass uns zum Ende über Möglichkeiten und Potentiale von generativer KI sprechen: Wo investierst du, wo investiert ihr Zeit und Geld, um Erfahrungen mit KI im User Research zu sammeln? 

Inga: KI unterstützt uns im Research-Bereich hauptsächlich in der Auswertung. Zusammenfassen von Transkripten, Auswertung von offenen Nennungen – solche Dinge. Generative KI kann aber natürlich auch bei der Erstellung von Testkonzepten, bei der Formulierung von Fragebögen oder bei Erstellung von Textvorschlägen für Copy Tests hilfreich sein. Hier aber eher als Ideengeber oder Sparringspartner – die letztendliche Fassung kommt immer noch direkt von uns.

Ich habe dich als Macherin kennen und schätzen gelernt. Du bist neugierig, offen für Neues und stets „unternehmenslustig“. Wenn du die finanzielle Freiheit bekommst („Geld spielt keine Rolle!“) ein Unternehmen im UX Markt aufzubauen, würdest du diese Gelegenheit nutzen? Und falls ja: Welche Produkte und/oder Services wird dein Unternehmen bieten? 

Inga: Aktuell habe ich großen Spaß daran, das Thema bei uns auf- und weiter auszubauen. Wenn ich mal selbstständig wäre in der Branche, dann denke ich mit genau diesem Scope: Bestehenden Unternehmen dabei helfen, UX groß zu schreiben und Abteilungen und Teams enablen. Die einzelnen Disziplinien UX Writing, Design und Research sind auch sehr sehr spannend, aber den Mind-Set Change in Unternehmen mitzugestalten, würde mir denke ich am meisten Freude machen.

Vielen Dank liebe Inga für diese tiefen und spannenden Einblicke in deine Arbeit, Denkweise und deine Haltung.
Du leistest einen wertvollen Beitrag für unsere Profession und trägst dazu bei, dass wir UX Professionals (w/m/d) von operativ Handelnden zu strategischen Partnern werden und so auch wahrgenommen werden. Das ist klasse und sehr lohnend.

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Wie wird KI die Versicherungswelt in 2030 verändern? Ihre Meinung ist gefragt!

Ihre Meinung ist gefragt

Wie wird KI die Versicherungswelt in 2030 verändern?

Die Künstliche Intelligenz entwickelt sich rasant – und die Versicherungsbranche steht vor einem fundamentalen Wandel. Doch wie genau wird KI unsere Branche in nur fünf Jahren transformieren? Werden Prozesse komplett automatisiert, der Kundenservice revolutioniert oder entstehen ganz neue Geschäftsmodelle?

Wir bei red6 sind überzeugt, dass der Austausch über diese Frage entscheidend ist.

Wir sind gespannt auf Ihre Perspektiven und laden Sie herzlich zur Diskussion ein:

  • Welche Bereiche in der Versicherung werden Ihrer Meinung nach am stärksten von KI geprägt sein?
  • Sehen Sie die größte Chance in der Effizienzsteigerung, im Kundenerlebnis oder in neuen Produkten?
  • Gibt es Entwicklungen, die Sie besonders kritisch sehen oder große Chancen bergen?

Schreiben Sie uns Ihre Gedanken hierzu!

Ihre Expertise hilft uns allen, ein klareres Bild der kommenden KI-Landschaft zu zeichnen und die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft zu stellen.

Jetzt mit red6 durchstarten!

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Strategisch, wirksam, verantwortungsvoll: UX im KI Zeitalter

Ich freue mich sehr, dass ich mit Christian Bopp über „KI für UX“ und „UX für KI“ sprechen konnte.
Christian und ich hatten bisher nur wenige Gelegenheiten zum Austausch und Gespräch – und das, obwohl wir schon viele Jahre in ähnlichen Feldern und Rollen tätig waren und sind.

Wann immer wir uns trafen und sprachen, nahm ich sehr viel mit. Ich schätze Christian als Mensch:
Er zeichnet sich durch seine ruhige, reflektierte Art aus, gepaart mit echter, wissenschaftlicher Neugier und dem Wunsch, Komplexität verständlich und wirksam zu machen.

Christian verbindet analytische Schärfe mit strategischem Weitblick – eine Kompetenz, die nur wenige Menschen in sich vereinen.

Christian Bopp im Portrait

Christian Bopp

Christian war Gründer und langjähriger Geschäftsführer von Facit Digital und berät heute über seine Firma UXima Unternehmen – von Start‑Ups bis zu international tätigen Konzernen – in nutzerzentrierten Forschungsprojekten.

Ein besonderer Fokus seiner Arbeit liegt auf der Integration von KI und KI-Tools in menschzentrierten Gestaltungs- und Innovationsprojekten.

Darüber sprechen wir in unseren Interview:
Seien Sie gespannt auf tiefe Einblicke, neue Sichtweisen und handfeste Empfehlungen, wie wir uns als User Researcher (w/m/d) und UX Professional (w/m/d) verändern müssen, um dank KI noch wertvoller und wirksamer zu werden, um wahrgenommen zu werden als strategische Partner für Unternehmer, Unternehmerinnen und Kunden.

Los geht’s …

„KI für UX“ oder „UX für KI“: Wo sammelst du gerade besonders viele Erfahrungen, wo bist du besonders aktiv?

Christian: Tatsächlich spielen beide Richtungen aktuell eine große Rolle für mich, aber mit unterschiedlichen Schwerpunkten. „KI für UX“ ist momentan mein Hauptfokus: Ich nutze KI-Tools zum Beispiel bei der Analyse qualitativer Daten, zur Ideenentwicklung oder um Prozesse im Research effizienter zu gestalten. Da passiert gerade unglaublich viel.

Gleichzeitig wird aber auch „UX für KI“ immer wichtiger, denn letztlich entscheidet die Nutzererfahrung darüber, ob ein KI-Tool überhaupt zum Einsatz kommt. Eine gute KI ohne gute UX wird kaum genutzt werden. Gerade wenn Systeme wie LLMs stark im Hintergrund agieren, ist es wichtig, Vertrauen zu schaffen, Kontrollmöglichkeiten anzubieten und transparent zu machen, wie Ergebnisse zustande kommen.

Nutzbarkeit und Bedienungsfreundlichkeit von KI-Tools

Lass uns tiefer einsteigen in das Thema UX für KI. KI-Tools gibt es immer mehr. Wie zufrieden bist du im Allgemeinen mit deren Nutzbarkeit und Bedienungsfreundlichkeit – haben die Gestalterinnen und Gestalter die Grundsätze einer dialogorientierten Gestaltung beachtet und weitestgehend eingehalten?

Christian: Technisch sind viele dieser Tools echt beeindruckend. Der Einstieg gelingt meist schnell, und das Interface wirkt oft aufgeräumt und modern. Aber sobald man über das Oberflächliche hinausgeht, zeigt sich: UX-seitig ist da noch Luft nach oben. Viele der etablierten Gestaltungsprinzipien, wie Sichtbarkeit des Systemstatus, Feedback, Nutzerkontrolle oder Anpassbarkeit, werden oft nicht konsequent umgesetzt oder geraten im Eifer des technologischen Fortschritts in den Hintergrund.

Gerade bei KI-Tools ist das fatal. Denn Nutzer interagieren hier oft mit komplexen, schwer durchschaubaren Systemen, deren Entscheidungen erklärungsbedürftig sind. Wenn dann auch noch die Bedienung sperrig ist oder keine Transparenz darüber herrscht, was im Hintergrund passiert, sinkt das Vertrauen. Gute UX bedeutet hier nicht nur einfache Bedienung, sondern vor allem: Orientierung, Verständlichkeit und die Möglichkeit, mit der KI auf Augenhöhe zu interagieren.

Besonders spannend finde ich die dialogbasierten Systeme wie ChatGPT. Hier passiert alles über Sprache – das Interface ist fast unsichtbar. Nutzer interagieren rein textbasiert, ohne klassische Buttons oder Menüs. Das bringt neue Herausforderungen mit sich, denn der „Weg zur Funktion“ ist nicht mehr klickbasiert, sondern sprachlich. Deshalb ist es besonders wichtig, Nutzer dabei zu unterstützen, gute Prompts zu formulieren – also Anfragen, mit denen sie wirklich sinnvolle und präzise Antworten bekommen. Hier sehe ich eine neue UX-Aufgabe: Wir müssen Menschen befähigen, in dieser sprachbasierten Welt sicher zu agieren und zu verstehen, wie sie mit Sprache zu besseren Ergebnissen kommen.

„Sprache wird zum Interface und das verändert die Spielregeln.“

Welches Tool hat dich persönlich am meisten beeindruckt?

Christian: Das ist gar nicht so leicht zu sagen – es gibt viele spannende Ansätze. Was mich besonders überzeugt, sind Tools, die nicht nur technisch gut funktionieren, sondern gleichzeitig mitdenken, wie Menschen arbeiten. Wenn z. B. eine KI nicht nur Inhalte analysiert, sondern mir bei der Ableitung hilft – also wirklich in den Denkprozess einsteigt – dann wird’s für mich richtig nützlich.

User Research und UX Testing bei KI-Anwendungen

Wurdest du schon einmal angefragt für einen UX Review oder Nutzertest eines KI-Tools?

Christian: Noch nicht, aber das würde mich sehr reizen. Gerade bei KI-Tools ist gute UX kein Nice-to-have, sondern ein echter Erfolgsfaktor. Der Markt ist voll, und nur wenige Produkte werden sich durchsetzen. Wer da punkten will, braucht nicht nur starke Features, sondern muss auch die Bedürfnisse seiner Nutzer wirklich verstehen. Ich glaube, UX Research kann hier einen wichtigen Beitrag leisten.

Wie testet man eigentlich UX bei KI-Agenten – also Systemen, die stellvertretend für Menschen handeln?

Christian: KI-Agenten, die im Auftrag des Menschen handeln, stellen UX-Forschung vor neue Herausforderungen, weil sie nicht mehr nur Werkzeuge sind, sondern zunehmend Entscheidungen treffen, Prozesse übernehmen oder eigenständig interagieren. Deshalb ist es besonders wichtig, Vertrauen und Kontrollierbarkeit zu betrachten.

Ein bewährter Einstieg sind qualitative Anforderungsanalysen:

  • Was erwarten die Nutzer?
  • Wo sind sie bereit, Verantwortung abzugeben und wo nicht?

Das hilft, Rollenbilder für den Agenten zu entwickeln. UX-Tests sollten sich dann nicht nur auf das Interface konzentrieren, sondern auch auf die Wirkung des Systemverhaltens – etwa:

  • Wie nachvollziehbar ist die Entscheidung der KI?
  • Wirkt sie kompetent, unterstützend oder eher unheimlich?

Ein guter methodischer Zugang ist die Kombination aus Verhaltensbeobachtung (z. B. via Screen Recording), Denkprotokollen und anschließenden Interviews: Nutzer beobachten, wie der Agent Aufgaben übernimmt und reflektieren anschließend ihre Eindrücke.

  • Wo entsteht Vertrauen?
  • Wo gab es Zweifel oder Kontrollverlust?

„Mixed-Methods-Ansätze sind sehr wertvoll, um die komplexe Mensch-KI-Interaktion besser zu verstehen und iterativ zu verbessern.“

Wie KI UX- und User Research verändert!

Kommen wir zum Thema KI für UX, und starten mit dem Thema Effizienz. Gefühlt jeder UX Professional arbeitet daran mit Hilfe von KI-Tools beim Einsatz vertrauter UX-Methoden und Erhebungsverfahren Kosten zu sparen, ohne die Qualität zu reduzieren. 

Wo siehst du die größten Hebel für (noch) mehr Effizienz im User Research?

Christian: Ganz klar in der Moderation und Analyse. KI kann hier wahnsinnig viel Zeit sparen – vor allem, wenn viele qualitative Interviews zu codieren, zu clustern oder zu interpretieren sind. Gerade bei größeren, internationalen Studien mit mehreren Sprachen, hohen Fallzahlen oder umfangreichem Material (z. B. aus Tagebuchstudien oder ethnografischen Beobachtungen) entfaltet KI ihr Potenzial besonders stark. Ich würde sagen:

Je nach Projekt lassen sich 50 bis 80 % des zeitlichen Aufwands einsparen, insbesondere in der Phase zwischen Datensammlung und Berichterstattung.

Diese gewonnene Zeit ist aber kein Selbstzweck. Sie lässt sich nutzen, um dort mehr Tiefe zu schaffen, wo es wirklich drauf ankommt: in der Interpretation, bei der Ableitung von Handlungsempfehlungen, in der Diskussion mit Stakeholdern. Man kann zusätzliche Perspektiven einbeziehen, Hypothesen nachschärfen oder Ergebnisse stärker mit Businesszielen verknüpfen.

Denn klar ist auch:

„Die entscheidenden Erkenntnisse entstehen immer noch im Kopf – durch menschliche Erfahrung, kontextuelles Verständnis und die Fähigkeit, Bedeutung herzustellen.“

Genau hier bleibt unsere Rolle als UX Researcher unverzichtbar.

Ich frage mich: Sind wir gut beraten unsere Methoden und Erhebungsverfahren dank KI immer günstiger anzubieten? Sollten wir nicht daran arbeiten mit Hilfe von KI und KI-Tools unsere Dienstleistungen teurer anzubieten, „Mehrwerte“ zu liefern? Wie stehst du dazu?

Christian: Das ist eine spannende und sehr aktuelle Frage. Aus meiner Sicht sollten wir den Fokus klar auf Wertschöpfung statt auf Preisreduktion legen. Klar, KI-gestützte Tools machen vieles schneller und günstiger. Aber das allein sollte nicht unser Antrieb sein.

Wir sehen, dass viele Unternehmen bereits beginnen, viele Research-Aufgaben selbst durchzuführen – unterstützt durch KI-Tools mit niedrigen Zugangshürden. Das heißt, unser klassisches Angebotsfeld als Research-Dienstleister oder UX-Berater verändert sich. Standarderhebungen oder einfache Interviews könnten künftig direkt im Produktteam durchgeführt werden – ganz ohne uns.

Gerade deshalb wird es für uns umso wichtiger, uns als strategische Partner zu positionieren. Wir müssen zeigen, dass wir die Tools verstehen – nicht nur in der Anwendung, sondern auch in ihrer Wirkung. Wir wissen, welche Methoden in welchem Kontext Sinn machen. Und wir können Unternehmen dabei unterstützen, die Fülle an verfügbaren Informationen einzuordnen und in Handlung zu übersetzen.

Das bedeutet: Wer Mehrwert liefern will, sollte nicht nur an Geschwindigkeit arbeiten, sondern an Integrationsfähigkeit, kritischer Reflexion und methodischer Tiefe. Dann wird aus KI-Unterstützung echte Business-Relevanz.
Und die darf – ja muss – auch ihren Preis haben.

KI-Persona als Werkzeug: Wie sie UX-Professionals unterstützen können!

Beim Thema KI für UX kommen mir synthetische Nutzende, auch als KI-Persona bezeichnet, in den Sinn. Wo siehst du sinnvolle Einsatzmöglichkeiten?

Christian: Spannendes Feld! Ich sehe sie nicht als Ersatz für echte Nutzern, aber als hilfreiches Werkzeug. Im qualitativen Bereich können sie super sein für Pretests, Hypothesenbildung oder um ein Gefühl für Nutzersichtweisen zu bekommen. Im quantitativen Bereich sind sie eher Ergänzung – für die Datenerhebung selbst braucht es nach wie vor reale Menschen.

Ein wichtiger Punkt: KI-Personas sind oft „Mainstream“ – also eher durchschnittlich unterwegs. Für echte Innovationen oder extreme Perspektiven reichen sie nicht aus. Aber als Einstieg oder Sparringspartner funktionieren sie sehr gut.

Wie gehe ich am besten vor, um erste Erfahrungen mit KI-Persona zu sammeln? Welche Ansätze gibt es, wo liegen deren Einsatzmöglichkeiten und Grenzen?

Christian: Der einfachste Weg ist selbst ausprobieren! Ein Large Language Model wie ChatGPT reicht für den Einstieg vollkommen aus. Eine grobe Persona lässt sich erzeugen, indem bestimmte Eigenschaften, Rollen oder Einstellungen vorgegeben werden – zum Beispiel: „Stell dir vor, du bist eine 35-jährige IT-Projektmanagerin aus Berlin, die großen Wert auf Datenschutz legt…“. Daraus entstehen oft schon überraschend glaubwürdige Nutzerbilder, mit denen man weiterarbeiten kann.

Wer es etwas systematischer angehen will, kann spezialisierte Tools wie syntheticusers oder Vurvey nutzen. Diese Plattformen bieten strukturierte Prozesse, um realitätsnahe synthetische Personas zu generieren. Die Qualität steigt deutlich, wenn vorhandenes Wissen über Kundensegmente, Märkte oder bestehende Personas anreichert werden.

Grenzen zeigen sich dort, wo es um emotionale Tiefe oder innovative Perspektiven geht – hier bleibt der Mensch unersetzlich.

Welche weiteren Ansätze und Tools sollten UX Professionals unbedingt in den Blick nehmen, womit sollten wir uns beschäftigen, praktische Erfahrungen sammeln und Kompetenzen aufbauen?

Christian: KI kann grundsätzlich in jeder Phase des UX-Research-Prozesses eingesetzt werden – von der Planung über die Durchführung bis hin zur Auswertung und Ergebnisdarstellung. Entscheidend ist, dass wir als UX Professionals verstehen, welche Tools wofür geeignet sind, wo ihre Stärken liegen und wo ihre Grenzen beginnen.

Es geht nicht nur darum, Tools zu kennen, sondern sie auch selbst auszuprobieren, in bestehende Arbeitsprozesse zu integrieren und ihre Ergebnisse kritisch zu reflektieren. Praktische Erfahrung ist durch nichts zu ersetzen – gerade, weil sich der Markt extrem dynamisch entwickelt.

Gleichzeitig brauchen wir ein Bewusstsein für die ethische Dimension:

  • Was bedeutet es, wenn KI Inhalte synthetisiert, Nutzer simuliert oder Meinungen klassifiziert?
  • Wie transparent sind diese Prozesse, und wie können wir Verzerrungen erkennen und korrigieren?

Kompetenz heißt hier auch Verantwortung übernehmen – methodisch, inhaltlich und gesellschaftlich. Wer sich auf diesen Wandel aktiv einlässt, wird nicht nur effizienter arbeiten, sondern seine Rolle im Unternehmen oder im Projektteam strategisch ausbauen können.

Von Online-Umfragen zu KI-gestütztem User Research:
Ein Blick zurück und nach vorn!

Lass uns zum Schluss 30 Jahre zurück und zugleich nach vorne blicken. 1994, 1995 wurden die ersten Umfragen über das World Wide Web und über E-Mail-Listen durchgeführt. Über deren Datenqualität wurde viele Jahre diskutiert – sachlich, emotional, mal auf Basis von Forschung, oft auf Basis von Interessen, die es galt zu vertreten und zu verteidigen.  30 Jahre später dominieren Online-Umfragen in vielen Forschungsfeldern. Zurückgedrängt wurden Telefonumfragen und Face-to-Face Befragungen. Was können wir aus dieser Geschichte mit Blick auf KI für UX ableiten?

Christian: Ein schöner Vergleich! Als Online-Umfragen Mitte der 90er-Jahre aufkamen – ich erinnere mich gut an die ersten E-Mail-Befragungen war das ein echter Durchbruch. Studien ließen sich plötzlich schnell, kostengünstig und in großem Stil durchführen. Das war ein Boost für die Branche, aber auch für viele, die sich vorher keinen Zugang zu Marktforschung leisten konnten.

Mit dieser Demokratisierung kamen aber auch neue Herausforderungen. Es wurde viel und teilweise unreflektiert befragt – die Zahl der Umfragen explodierte nachfolgend regelrecht. Dann beobachtete man Phänomene wie Befragungsmüdigkeit, sinkende Rücklaufquoten, aber auch Qualitätsprobleme.

Das eigentliche Problem entstand damit, dass viele der neuen Anwender nicht über das nötige forschungspraktische und methodische Hintergrundwissen verfügten. Oft fehlte die Kenntnis, wie valide Fragen gestellt werden, welche Bedeutung die Definition von Zielgruppen und ein sauberes Sampling haben oder wie sich Ergebnisse korrekt interpretieren lassen. Es fehlte manchmal an einer reflektierten Herangehensweise – sowohl bei der Konzeption als auch bei der Interpretation von Studien. Das führte dazu, dass viele Ergebnisse nicht belastbar oder gar irreführend waren.

Ich sehe bei KI-gestützter Forschung ganz ähnliche Entwicklungen. Die Einstiegshürden sinken, viele neue Akteure nutzen Tools, ohne methodische oder ethische Grundlagen. Das kann dazu führen, dass scheinbare „Insights“ entstehen, die verzerrt oder überinterpretiert werden. Unsere Profession ist hier gefordert: Wir sollten aktiv daran mitwirken, Qualitätsstandards zu setzen, Orientierung zu bieten – und die Tools nicht nur technisch, sondern auch verantwortungsvoll nutzbar zu machen.

Vergangenheit verstehen, Zukunft gestalten!

KI im User Research und UX Testing:
Welche Fehler sollten wir meiden, heute, und wo werden wir in 10 oder gar 20 Jahren stehen?

Christian: Ein häufiger Fehler ist, dass KI-Ergebnisse zu schnell als objektiv oder „richtig“ angenommen werden, ohne sie methodisch oder inhaltlich zu hinterfragen. Natürlich kann KI dabei helfen, Muster zu erkennen, Daten zu strukturieren oder sogar Zusammenfassungen zu erstellen. Aber: Ohne kontextuelles Verständnis und ohne kritische Reflexion laufen wir Gefahr, voreilige Schlüsse zu ziehen. Besonders kritisch wird es, wenn die Anwender der Tools kein fundiertes Research-Verständnis mitbringen. Dann entstehen schnell Ergebnisse, die überzeugend aussehen, aber inhaltlich unzulänglich oder verzerrt sind. Genau hier liegt unsere Verantwortung als Research-Professionals:

„Wir müssen KI-Ergebnisse einordnen, mit Hintergrundwissen anreichern und für valide Ableitungen sorgen.“

Denn schneller ist nicht gleich besser – und nur was auch in der Tiefe verstanden wird, kann echten Mehrwert liefern.

Was die Zukunft bringt? Schwer zu sagen, aber ich denke, KI wird zum natürlichen Teil unseres Workflows. Wir werden zu „Prompt-Architekten“, die ihre Denkweise in Maschinen übersetzen. Gleichzeitig dürften wir schon bald erleben, wie KI-Agenten weitgehend autonom Usability-Tests durchführen, synthetische Nutzertypen generieren oder Designentscheidungen simulativ vorantreiben. Das eröffnet neue Spielräume, birgt aber auch Risiken – zum Beispiel die Gefahr, sich zu sehr auf Modelle zu verlassen, die reale Diversität nicht abbilden.

Damit verschwimmen die Grenzen zwischen Forschung und Entwicklung – und genau deshalb wird die ethische Dimension noch wichtiger:

  • Was dürfen wir automatisieren?
  • Wo müssen wir den Menschen einbeziehen?
  • Und wie gestalten wir das verantwortungsvoll?

Vielen Dank, lieber Christian, für das Teilen deiner Erfahrungen, deine Gedanken, die aufgeworfenen Fragen, die wertvolle Orientierung, die du uns geboten hast, und das Aufzeigen von Chancen und Potentialen von KI im UX und User Research. Ich bin sicher, dass unsere Profession dank KI noch wirksamer wird und es uns gelingen wird als strategische Partner wahrgenommen zu werden: In den Unternehmen und als externe Dienstleister.
Darauf freue ich mich sehr, darauf dürfen wir beide uns freuen.

Der Beitrag Strategisch, wirksam, verantwortungsvoll: UX im KI Zeitalter erschien zuerst auf Nutzerbrille.

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