Das war unser 2021: Der omnia360-Jahresrückblick

In diesem Jahr haben wir uns für unseren omnia360 Jahresrückblick 2021 etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Denn da Bilder bekanntlich mehr als Worte sagen und (unserer bescheidenen Meinung nach) 360°-Panoramen die Krönung der digitalen Kommunikation sind (siehe auch die Evolution des Bild-Formats), haben wir einen virtuellen X-Mas Showroom konzipiert. Darin präsentiert unser Team ihre persönlichen [...]

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Koalitionsvertrag im Digitalcheck

Nach der Bundestagswahl wurden – wie es sich in einer Demokratie auch gehört – zahlreiche Forderungen an die neuen Koalitionsparteien herangetragen, was in dem Koalitionsvertrag zu berücksichtigen sei und welche Themen ganz oben auf der Agenda stehen sollten.

Alle „Ampel-Parteien“ haben zum Glück erkannt, dass die Digitalisierung zu diesen Themen gehört, die zukünftig ganz oben stehen müssen. Auch die Medien überschlugen sich mit Beiträgen, was bei der Digitalisierung zu tun sei, was in den letzten Legislaturperioden falsch gelaufen sei und verschlafen wurde und wie es nun besser geht.

Inzwischen sind die Koalitionsverhandlungen beendet, die neue Regierung und deren Vertragswerk steht – Schwarz auf Weiß. Zeit also, den Digitalcheck zu machen und zu schauen, wie die Digitalisierung im Koalitionsvertrag weggekommen ist.

Welchen Stellenwert das Thema für die neue Koalition hat, merkt man bereits daran, dass zukünftig alle neuen Gesetzesvorhaben einem Digitalisierungscheck unterzogen werden – ähnlich dem Klimacheck, den die Grünen für alle neue Gesetze gefordert haben. Digitalisierung soll somit in Zukunft bei allen Vorhaben von vornherein mitgedacht werden.

Auch das Onlinezugangsgesetz (OZG), das allen Bürgerinnen und Bürgern Zugang zu digitalen Verwaltungsleistungen zusichert, soll noch einmal weiterentwickelt werden. Denn bisher hinken viele Kommunen bei der Umsetzung des OZG deutlich hinterher. Auch die digitale Modernisierung der Verwaltung hat die neue Koalition zum Glück also auf dem Schirm. Erfreulich ist hier auch gerade aus Perspektive eines UX Designers, dass laut Koalitionsvertrag die Orientierung an der Nutzerfreundlichkeit für digitale Verwaltungsleistungen zukünftig höchste Priorität genießen soll. Wir sind gespannt...

Positiv zu bewerten ist ebenso grundsätzlich die Idee, ein zusätzliches, zentrales Digitalbudget einzuführen. Unklar bleibt leider bisher, wie groß dieses Budget sein soll, wer es verwalten wird und für was es eingesetzt wird. Es bleibt also zu hoffen, dass es gerade bei der wichtigen Finanzierungsfrage nicht bei einer Luftnummer bleibt. Denn auch die Forderungen nach einem Ausbau der digitalen Infrastruktur wurden insbesondere aus der Wirtschaft zurecht immer lauter.

Aus Sicht vieler Bürger ebenso wie Journalisten ist es ebenso eine Luftnummer, dass die Idee eines Digitalministeriums verworfen wurde. Hier gibt es jedoch auch zahlreiche andere Positionen, die ein eben solches nicht für notwendig halten, um die Digitalisierung voranzutreiben. Hierzu ein interessanter Beitrag im Manager Magazin Podcast unter: https://bit.ly/31DR4dd.

Tatsächlich ist die Frage nach einem eigenen Ministerium wohl kein entscheidender Punkt bei der Digitalisierung. Dies zeigen zahlreiche Beispiele aus Nachbarstaaten, die in den letzten Jahren deutlich mehr Fortschritte als Deutschland bei der Digitalisierung gemacht haben – und das meist ohne ein eigenes Digitalministerium.

Letztlich bleibt abzuwarten, wie ernst die Koalitionsparteien die Vorhaben nehmen, die sie im Koalitionsvertrag festgehalten haben. Und bei vielen dieser Vorhaben wird es auf die konkrete Ausgestaltung ankommen, denn die formulierten Pläne sind naturgemäß häufig noch recht schwammig.

Doch die Grundlage, die mit dem neuen Koalitionsvertrag für sichtbare Fortschritte bei der Digitalisierung gelegt wurde, ist klar. Ebenso ist zu erkennen, dass die neue Regierung bereit zu sein scheint, auf den Rat von Expertinnen und Experten von außen zu hören. Auch das bietet Chancen. Die Tür ist also aufgestoßen, die spannende Frage bleibt: Wird die neue Regierung nun auch hindurchgehen?

OKR vs. Scrum: Konkurrierende Methoden oder Dream-Team?

Als Antwort auf die Herausforderungen der VUCA-Welt werden gerne agile Methoden eingesetzt. OKR (Objectives and Key Results) und Scrum sind zwei beliebte Beispiele für agile Frameworks.

In diesem Beitrag stellen wir dir die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der beiden Methoden, OKR und Scrum, vor. Außerdem gehen wir auf die Vorteile beider Ansätze ein und klären die Frage, wie diese zueinander stehen. Stehen sie im Widerspruch zueinander? Oder sind sie sogar eine gute Kombination?

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Barrieren abbauen: Barrierefreiheit in und mit Virtual Reality

Die digitale Welt bringt uns weltweit näher zusammen, baut Distanzen ab und bietet vielfältige Möglichkeiten zum connecten, entdecken und erleben. Mit unseren virtuellen Rundgängen und 3D-Showrooms bringen wir Ausstellungen ins heimische Wohnzimmer, führen Virtuelle Wohnungsbesichtigung durch und lassen Zuschauer:innen hinter Kulissen verschiedenster Unternehmen blicken (Orte erlebbar machen, dir nur schwer zugänglich sind.) Auf diesem Wege [...]

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Zoom Fatigue Reloaded

Fühlst du dich müde und erschöpft, besonders nach Videokonferenzen? Das könnte daran liegen, du längere und auch in Summe mehr Zeit in Videokonferenz verbringst. Hier sind einige Hintergründe und Ideen, um dem begegnen zukönnen.


Die aktuelle Pandemie hat viele Veränderungen und Herausforderungen in unser tägliches Leben gebracht. Einige sind ganz offensichtlich, andere sind schwieriger zu erkennen und zu reflektieren. Kürzlich habe ich die Idee der Zoom-Müdigkeit wiederentdeckt: eine längere Dauer von Videogesprächen kann Stress verursachen – ausgelöst durch nonverbale Überlastung (engl. nonverbal overload). In diesem Zusammenhang ist es wichtig zu wissen, dass Stress sehr subjektiv ist und nur in unseren Köpfen existiert. Daher ist er schwer zu fassen und nur indirekt zu kontrollieren.

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3 Hypothesen zu „Zoom-Fatigue“

In diesem Artikel werde ich drei Hypothesen im Zusammenhang mit der Zoom-Müdigkeit betrachten, die ich zuvor noch nicht in Betracht gezogen hatte:

1) Ein großer Blick auf unsere Gesprächspartner in einem Eins-zu-Eins-Videogespräch suggeriert unserem Gehirn, dass die andere Person sehr nah bei uns sitzt. Obwohl dies bei einem Zoom-Anruf in der Regel nicht der Fall ist, kann es den Eindruck erwecken, dass sich jemand in unserer Intimzone befindet (60 cm und näher).
In verschiedenen anderen Situationen, in denen Personen in unsere Intimzone eindringen (z. B. in einem Aufzug), sind wir in der Lage, diesen Reiz zu kompensieren, indem wir andere Reize, die auf körperliche Nähe hindeuten, reduzieren (z. B. indem wir nach unten schauen und so den Blickkontakt vermeiden). Bei Videotelefonaten schauen wir in der Regel auf unsere Bildschirme und kompensieren die scheinbare Nähe nicht, was uns im Resultat stresst.

2) Die oben beschriebene nonverbale Überforderung kann durch den Eindruck verstärkt werden, dass uns dauerhaft jemand ansieht. In realen Situationen, selbst in einem Gespräch, schauen sich die Menschen die meiste Zeit nicht an (nur bis zu etwa 30 %). Noch extremer ist dies in  Videogesprächen, an denen mehr als zwei Personen teilnehmen. Die Situation, ständig angeschaut zu werden, ist vergleichbar mit dem Halten einer Rede vor einer Menschenmenge – für viele von uns eine stressige Situation. Bei einem Videoanruf scheinen uns viele Gesichter anzuschauen, auch wenn wir nicht sprechen, und so werden Zuhörer zu Speakern, indem sie ständig angeschaut werden und unserem Gehirn eine stressige Zeit bereiten.

3) Ein weiteres Merkmal von Videogesprächen ist der Blick auf unser gespiegeltes Kamerabild. Dies erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass wir uns selbst bewerten und verursacht ebenfalls negativen Stress. Eine der Auswirkungen ist wahrscheinlich, dass wir in den letzten 1,5 Jahren eine erhöhte Nachfrage nach Schönheitsoperationen feststellen.

Natürlich sind auch andere Faktoren im Spiel, die Stress verursachen, wie z. B. wenig körperliche Bewegung über einen längeren Zeitraum. Wir sollten auch eine erhöhte kognitive Belastung beim Senden und Empfangen von nonverbalen Hinweisen in Betracht ziehen (z. B. verstärktes Nicken und dass wir bei einem Videoanruf nicht den ganzen Körper unseres Gegenübers und seine Körpersprache sehen). Ich habe die oben genannten Faktoren ausgewählt, da ich sie zuvor nicht in Betracht gezogen habe und denke, dass sie es wert sind, über sie nachzudenken.

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Was kannst du also tun, um unsere psychische Gesundheit mit diesem Wissen im Hinterkopf zu verbessern?

Hier sind einige Ideen:

1) Führe ab und zu einen Telefonanruf statt eines Videoanrufs. Auch wenn Videogespräche ihre Vorteile haben, können Telefonanrufe in Zeiten vieler oder langer Videoanrufe als entspannend empfunden werden. Dies ist auch eine gute Gelegenheit, spazieren zu gehen und so körperlich aktiv zu werden.

2) Schalte den eigenen Videospiegel aus oder decke ihn ab. Zoom ermöglicht diese Funktion, während sie z.B. in MS Teams noch fehlt. Nach 1,5 Jahren Selbstspiegelung in Videogesprächen kann dies anfangs Stress verursachen, weil nicht ständig die eigene Wahrnehmung auf andere überprüft und bewertet werden kann. Aber wenn man sich daran gewöhnt hat, entspannt es merkbar und man kann sich ruhiger auf seine Gesprächspartner konzentrieren.

3) Wenn du bis zu diesem Teil des Artikels vorgedrungen bist, hast du bereits einen großen Schritt gemacht: du hast begonnen, deine eigenen Videoanrufe zu reflektieren und darüber nachzudenken, welche Auswirkungen welche deiner Angewohnheiten auf dich haben könnten. Die verstärkte Homeoffice-Arbeit ist eine neue Ära und wir müssen noch viel über uns selbst in dieser neuen Welt lernen. Entwickele Achtsamkeit, nimm dir Zeit zum Nachdenken, und tausche dich mit anderen über deine Erfahrungen aus. Das ist meiner Meinung nach der beste Weg, um die Zoom Fatigue in jeglicher Hinsicht zu überwinden.

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Viele der Ideen in diesem Artikel werden in diesem Paper ausführlicher beschrieben:
https://tmb.apaopen.org/pub/nonverbal-overload/release/2

Photo by Malte Helmhold on Unsplash

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