Kategorie-Archiv: Artistic Research Lab

Sound Bananas auf der Ars Electronica: Ein spielerischer Zugang zu Klang und Bewegung

Wie klingt eine Schaukelbanane? Auf dem Ars Electronica Festival in Linz konnten Besucher:innen das selbst herausfinden. Mit seiner interaktiven Installation Sound Bananas war Quirin Nebas vom Artistic Research Lab des ligeti zentrums vom 9. bis 13. September 2026 beim international renommierten Medienkunstfestival vertreten. Die positive Resonanz und zahlreiche neue Kontakte gaben wichtige Impulse für die Weiterentwicklung des Projekts Klangskulpturen.

Seit 1979 bringt das Ars Electronica Festival Kunst, Technologie und Gesellschaft zusammen. Unter dem Motto „Negotiating Humanity – Future Begins“ verwandelte es vom 9. bis 13. September 2026 zahlreiche Orte im österreichischen Linz in Ausstellungsräume für internationale künstlerische und technologische Projekte. Im OK Quarter, genauer gesagt im Elisabethinengarten, lud Quirin Nebas die Besuchenden dazu ein, mit seinen Sound Bananas Klänge durch Bewegung zu erzeugen und gemeinsam zu experimentieren.

„Es war auf jeden Fall ein sehr guter Test“, resümiert Quirin Nebas seinen Festivalauftritt. Besonders wertvoll sei es gewesen, die eigene Arbeit im internationalen Kontext zu erleben und mit anderen Projekten zu vergleichen. „Die Bananenen-Installation hat mir eine gute Grundlage gegeben, zu verstehen, wie die anderen Installationen des Projekts funktionieren müssen.“

Klangskulpturen auf dem Ars Electronica Festival 2026: Im Elisabethinengarten stellte Quirin Nebas (Artistic Research Lab) die Installation „Sound Bananas“ aus | Foto: Quirin Nebas
Klangskulpturen auf dem Ars Electronica Festival 2026: Im Elisabethinengarten stellte Quirin Nebas (Artistic Research Lab) die Installation „Sound Bananas“ aus | Foto: Quirin Nebas
Klingende Schaukelbananen im Elisabethinengarten in Linz: Auf dem Ars Electronica Festival konnten Besucher:innen die interaktive Installation testen | Fotos: Quirin Nebas

Schaukelbananen, die zum Musizieren einladen

Die Sound Bananas bestehen aus bananenförmigen Schaukelobjekten mit integrierter Elektronik. Wer sich daraufsetzt, wippt oder die Objekte in Bewegung versetzt, erzeugt musikalische Klänge. Die Installation lädt dazu ein, den eigenen Körper als Instrument zu entdecken und Klang auf spielerische Weise zu erfahren. Dabei können mehrere Personen gleichzeitig aktiv werden und ihre Bewegungen zu einem gemeinsamen Klangerlebnis verbinden.

Das Konzept ging in Linz auf: Auf den gut besuchten Festivaltagen nutzten zeitweise rund 100 Menschen pro Stunde die Installation. Die Rückmeldungen fielen positiv aus. Besonders Kinder und Jugendliche probierten die Bananen mit großer Begeisterung aus. Aber auch Erwachsene und ältere Besucher:innen ließen sich auf das ungewohnte Instrument ein. Die einfache Bedienung erwies sich dabei als besondere Stärke. Wer das Konzept einmal verstanden hatte, konnte direkt loslegen. Eine kurze Anleitung vor Ort half zusätzlich beim Einstieg.

Weniger ist manchmal mehr

Für den Sounddesigner Quirin Nebas bot der Festivalauftritt auch eine Gelegenheit, die eigene künstlerische Herangehensweise zu reflektieren. Zwischen zahlreichen technisch aufwendigen und interaktiven Arbeiten sei die intuitive Nutzung der Sound Bananas positiv hervorgestochen. „Ein einfaches Konzept zahlt sich aus“, lautet eine der zentralen Erkenntnisse. Gerade auf einem mehrtägigen Festival mit vielen unterschiedlichen Eindrücken müsse eine Installation schnell zugänglich sein, ohne dabei an Tiefe zu verlieren, so der Projektverantwortliche.

Die Sound Bananas setzen genau hier an: Ihre Funktionsweise ist unmittelbar erfahrbar, während das Zusammenspiel der Klänge Raum für eigene Entdeckungen lässt. Wer gemeinsam mit Freund:innen oder Fremden musiziert, kann gezielt aufeinander reagieren. Doch auch ohne vorherige Absprache entsteht ein gemeinsamer Klangraum, in dem die Bewegungen und Töne verschiedener Menschen gleichzeitig hörbar werden.

Sound Bananas, The Ear Wants to Hear | Foto: Quirin Nebas
Die Installation „Sound Bananas“ ist ein Teil der interaktiven Ausstellung „The Ear Wants to Hear“ | Foto: Quirin Nebas

Perspektiven für die Zukunft

Für die Weiterentwicklung der Sound Bananas nimmt Quirin Nebas vor allem technische Erkenntnisse mit: Bei der intensiven Nutzung zeigten sich vereinzelte Probleme mit Kabelverbindungen. Um die Installation skalierbar zu machen, soll nun nachgebessert werden. Das grundlegende Konzept habe sich dagegen bewährt. So habe die Ars Electronica gezeigt, wie viel Potenzial in einem einfachen, körperlich erfahrbaren Zugang zu Klang steckt – und wie aus individuellen Bewegungen ein gemeinsames Erlebnis entstehen kann.

The Ear Wants to Hear – Ausstellung im Dezember nochmal erleben

Im Sommer 2026 waren die Sound Bananas bereits als Teil einer Solo-Ausstellung des Projekts Klangskulpturen zu sehen. Die Ausstellung The Ear Wants to Hear – Interaktive Klangskulpturen wird am Tag der offenen Tür des ligeti zentrums (5. Dezember 2026) auf dem Exhibition Floor im 7. Stock erneut ausgestellt. Dann heißt es wieder: schaukeln, ausprobieren und experimentieren.

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Ars Electronica 2026: Klangskulpturen im Elisabethinengarten

Vom 9. bis 13. September findet im österreichischen Linz das diesjährige Ars Electronica Festival statt. Im OK Quarter heißt Quirin Nebas Interessierte mit einer interaktiven Installation willkommen. Sound Bananas ist ein Teil seiner Ausstellung „The Ear Wants to Hear“, die im Rahmen des Projekts Klangskulpturen entstand.

Seit seiner Erstauflage im Jahr 1979 entwickelte sich das Ars Electronica Festival zu einem der weltweit bedeutsamsten Medienkunstfestivals. Das diesjährige Festival findet vom 9. bis 13. September 2026 unter dem Motto „Negotiating Humanity – Future Begins“ in Linz, Österreich, statt. Auch das ligeti zentrum ist vertreten. Im Elisabethinengarten (OK Quarter) präsentiert Quirin Nebas (Artistic Research Lab) die Sound Bananas – eine interaktive Installation, die in seinem Projekt Klangskulpturen entstanden ist.

„Dass wir auf der Ars Electronica nach einer erfolgreichen Bewerbung ausstellen dürfen, ist eine sehr schöne Bestätigung für das Projekt“, sagt Quirin Nebas. Er freut sich auf den intensiven Austausch mit Gleichgesinnten und Interessierten ebenso wie von neuen Projekten und Ansätzen zu lernen. „Besucher:innen können sich bei meiner Installation auf die Klangbananen freuen, die als interaktive Installation niederschwelliges gemeinsames Musizieren durch Körperbewegung ermöglichen und eine Erfahrung bieten, die ungewohnt und spannend zu erkunden ist.“

Sound Bananas - The Ear Wants to Hear | Foto: Quirin Nebas
Sound Bananas - The Ear Wants to Hear | Foto: Quirin Nebas

Schaukelbananen, die klingen

Sound Bananas besteht aus schaukelnden, bananenförmigen Objekten mit integrierter Elektronik. Indem die Besucher:innen sie bewegen, sich daraufsetzen oder darauf wippen, erzeugen sie gemeinsam musikalische Klänge. Hören wird so zu einer spielerischen, kollektiven Erfahrung, die mehrere Sinnesmodalitäten verbindet.

Die interaktive Installation wurde am ligeti zentrum in Hamburg entwickelt und verortet sich in aktuellen Diskursen zu Embodied Cognition, Mensch-Maschine-Interaktion und inklusivem Design. Das Projekt stellt Fragen nach Teilhabe und Zugänglichkeit. Über intuitive, sensorisch gesteuerte Schnittstellen lädt es ein vielfältiges Publikum zum Mitmachen ein und begreift Klang nicht als feststehendes Ergebnis, sondern als dynamischen, gemeinschaftlich hervorgebrachten Prozess, der durch geteilte körperliche Erfahrung entsteht.

Das Projekt untersucht Hören als körperliche Praxis, die den ganzen Körper einbezieht und Gleichgewicht, Koordination und räumliche Wahrnehmung umfasst. Es erforscht, wie Klangwahrnehmung im Zusammenspiel von Körper, Bewegung und Technologie entsteht – und wie solche Formen der Auseinandersetzung unser Verständnis menschlicher Agency in technologisch vermittelten Umgebungen verändern.

Ars Electronica Festival 2026 | Foto: Ars Electronica

Klangskulpturen @ Ars Electronica 2026

Die interaktive Installation ist vom 9. bis zum 13. September 2026 (Mittwoch bis Sonntag) im Elisabetinengarten (OK Quarter) zu sehen. Tickets für das Ars Electronica Festival 2026 sind online erhältlich.

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The Ear Wants to Hear: Interaktive Klangausstellung in Hamburg

Vom 20. bis 25. Juni 2026 verwandelt sich das historische Schulgebäude in der Seilerstraße 43 auf St. Pauli in einen interaktiven Ausstellungsraum. Die kostenfreie Klangausstellung The Ear Wants to Hear verbindet Bewegung, Spiel und Klangwahrnehmung zu einem immersiven Erfahrungsraum.

Wie klingt eine Bananenschaukel? Wie lässt sich Klang durch Bewegung, Balance oder die eigene Stimme formen? Und wie hört sich das an? Im Projekt Klangskulpturen untersucht Quirin Nebas (Artistic Research Lab) neue Formen des Hörens, der Klanggestaltung und -wahrnehmung. Nach zahlreichen Tests verschiedener Prototypen präsentiert er im historischen Schulgebäude in der Seilerstraße 43 nun das Ergebnis: The Ear Wants to Hear, eine interaktive Klangausstellung.

Fünf Tage, vom 20. bis 25. Juni 2026, können Besucher:innen zwei Rauminstallationen testen: „Plapalapap“ – überdimensionale Ohrenskulpturen, die Stimmen aufnehmen und verfremden, und die „Sound Bananas“ – Schaukelbananen, die Balance mit Klang verknüpfen.

Die Interaktionen sind bewusst simpel gestaltet. Sie sollen kaum Überwindung kosten. Laufen, stehen, sitzen, schaukeln und wippen – das schließlich sind Bewegungen, die wohl alle im Alltag ausüben. Wie aber verändert sich die eigene Wahrnehmung durch die Verbindung mit Klängen? In der kostenlosen Ausstellung können Besucher:innen jeden Alters genau das spielerisch herausfinden.

The Ear Wants to Hear eröffnet am Samstag, den 20. Juni 2026, um 12 Uhr. Ab 18 Uhr findet zudem eine Vernissage statt. 

„The Ear Wants to Hear“ – Interaktive Klangausstellung

Seilerstraße 43 (Eingang im Hinterhof)
20359 Hamburg

Ausstellung
20.–25.06., 12–18 Uhr
Eintritt frei

Vernissage
20.06., ab 18 Uhr

Weitere Informationen

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