Wissenschaftssenatorin Maryam Blumenthal besucht das ligeti zentrum

Am 10. September 2026 besuchte Maryam Blumenthal, Hamburgs Senatorin für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung, gemeinsam mit Philine Sturzenbecher, wissenschafts- und forschungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion Hamburg, sowie Dr. Selina Storm, Sprecherin für Wissenschaftspolitik und öffentliche Unternehmen der Grünen Bürgerschaftsfraktion und Landesvorsitzende der GRÜNEN Hamburg, das ligeti zentrum.

Hochschulübergreifende Interdisziplinarität in Harburg

Zu Beginn des Besuchs erhielten die Gäste einen Einblick in die Entstehung und bisherige Entwicklung des Zentrums. Anschließend stellte das Team die gegenwärtige Struktur, aktuelle Forschungsschwerpunkte sowie die Pläne für die zukünftige Weiterentwicklung vor. Bei einem Rundgang durch die verschiedenen Labs und Räumlichkeiten wurde schnell deutlich, was das ligeti zentrum ausmacht: Hier arbeiten Wissenschaftler:innen und Künstler:innen hochschulübergreifend und interdisziplinär zusammen, um Ideen an den Schnittstellen zwischen den Künsten, Wissenschaft, Technologie und Gesundheit zu entwickeln und voranzutreiben.  

Die daraus entstehenden Projekte sind vielfältig – von Healing Soundscapes und dem dafür entwickelten „Healing Soundscaper“, einem zum Patent angemeldeten System zur Erzeugung und räumlichen Wiedergabe adaptiver Klangumgebungen im Gesundheitssektor, über neuartige Mensch-Maschine-Interaktionen bis zu hybriden Instrumenten, die in der Mixed Reality gespielt werden.

Was passiert, wenn Perspektiven der Künste, Wissenschaft, Gesundheit und Technologie gemeinsam zu neuen Ideen kommen? Bei ihrem Besuch im ligeti zentrum konnte sich Hamburgs Wissenschaftssenatorin Maryam Blumenthal ein Bild machen | Fotos: Julia Gieseler

Zukunftsperspektiven

Im Mittelpunkt des anschließenden Austauschs standen die Perspektiven des ligeti zentrums über das Ende der derzeitigen Förderperiode im Jahr 2027 hinaus. „Die langfristige Sicherung des Zentrums ist von zentraler Bedeutung, damit die hier aufgebaute, international vernetzte Expertise an der Schnittstelle von Musik, Wissenschaft, Technologie und Gesellschaft erhalten und weiterentwickelt werden kann“, plädiert Prof. Dr. Georg Hajdu, Leiter des ligeti zentrums. Gemeinsam wurden daher mögliche Wege erörtert, wie kurzfristige Übergangslösungen und eine tragfähige langfristige Perspektive für das Zentrum geschaffen werden können.

Von Moving Sound Pictures bis zum Spatial Sampler: Der Rundgang durchs ligeti zentrum und seine Labs bot Einblicke in diverse Projekte | Fotos: Julia Gieseler

György Ligeti und das Streben nach einem Hamburger Institut für Computermusik

Die Frage nach einer nachhaltigen institutionellen Verankerung knüpft zugleich an die Geschichte der Hochschule für Musik und Theater Hamburg an. Bereits György Ligeti setzte sich nach seiner Berufung an die HfMT im Jahr 1973 für die Einrichtung eines Studios für Computermusik ein. Trotz der Einbindung international renommierter Fachleute wie John Chowning und James „Andy“ Moorer konnten seine damaligen Pläne nicht verwirklicht werden. Der Blick auf diese Geschichte unterstreicht, wie wichtig verlässliche Strukturen sind, damit innovative, disziplinübergreifende Forschung langfristig Wirkung entfalten kann.

Das gesamte ligeti zentrum und die daran beteiligten Hochschulen bedanken sich für den Besuch, das Interesse und den offenen Austausch!

Titelfoto: v.l.n.r.: Prof. Dr.-Ing. Thorsten Kern, Prof. Dr. Georg Hajdu, Senatorin Maryam Blumenthal, Prof. Dr. Jan Philipp Sprick, Dr. Selina Storm, Philine Sturzenbecher, Christine Preuschl

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Ars Electronica 2026: Klangskulpturen im Elisabethinengarten

Vom 9. bis 13. September findet im österreichischen Linz das diesjährige Ars Electronica Festival statt. Im OK Quarter heißt Quirin Nebas Interessierte mit einer interaktiven Installation willkommen. Sound Bananas ist ein Teil seiner Ausstellung „The Ear Wants to Hear“, die im Rahmen des Projekts Klangskulpturen entstand.

Seit seiner Erstauflage im Jahr 1979 entwickelte sich das Ars Electronica Festival zu einem der weltweit bedeutsamsten Medienkunstfestivals. Das diesjährige Festival findet vom 9. bis 13. September 2026 unter dem Motto „Negotiating Humanity – Future Begins“ in Linz, Österreich, statt. Auch das ligeti zentrum ist vertreten. Im Elisabethinengarten (OK Quarter) präsentiert Quirin Nebas (Artistic Research Lab) die Sound Bananas – eine interaktive Installation, die in seinem Projekt Klangskulpturen entstanden ist.

„Dass wir auf der Ars Electronica nach einer erfolgreichen Bewerbung ausstellen dürfen, ist eine sehr schöne Bestätigung für das Projekt“, sagt Quirin Nebas. Er freut sich auf den intensiven Austausch mit Gleichgesinnten und Interessierten ebenso wie von neuen Projekten und Ansätzen zu lernen. „Besucher:innen können sich bei meiner Installation auf die Klangbananen freuen, die als interaktive Installation niederschwelliges gemeinsames Musizieren durch Körperbewegung ermöglichen und eine Erfahrung bieten, die ungewohnt und spannend zu erkunden ist.“

Sound Bananas - The Ear Wants to Hear | Foto: Quirin Nebas
Sound Bananas - The Ear Wants to Hear | Foto: Quirin Nebas

Schaukelbananen, die klingen

Sound Bananas besteht aus schaukelnden, bananenförmigen Objekten mit integrierter Elektronik. Indem die Besucher:innen sie bewegen, sich daraufsetzen oder darauf wippen, erzeugen sie gemeinsam musikalische Klänge. Hören wird so zu einer spielerischen, kollektiven Erfahrung, die mehrere Sinnesmodalitäten verbindet.

Die interaktive Installation wurde am ligeti zentrum in Hamburg entwickelt und verortet sich in aktuellen Diskursen zu Embodied Cognition, Mensch-Maschine-Interaktion und inklusivem Design. Das Projekt stellt Fragen nach Teilhabe und Zugänglichkeit. Über intuitive, sensorisch gesteuerte Schnittstellen lädt es ein vielfältiges Publikum zum Mitmachen ein und begreift Klang nicht als feststehendes Ergebnis, sondern als dynamischen, gemeinschaftlich hervorgebrachten Prozess, der durch geteilte körperliche Erfahrung entsteht.

Das Projekt untersucht Hören als körperliche Praxis, die den ganzen Körper einbezieht und Gleichgewicht, Koordination und räumliche Wahrnehmung umfasst. Es erforscht, wie Klangwahrnehmung im Zusammenspiel von Körper, Bewegung und Technologie entsteht – und wie solche Formen der Auseinandersetzung unser Verständnis menschlicher Agency in technologisch vermittelten Umgebungen verändern.

Ars Electronica Festival 2026 | Foto: Ars Electronica

Klangskulpturen @ Ars Electronica 2026

Die interaktive Installation ist vom 9. bis zum 13. September 2026 (Mittwoch bis Sonntag) im Elisabetinengarten (OK Quarter) zu sehen. Tickets für das Ars Electronica Festival 2026 sind online erhältlich.

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