Ein Chatbot für Versicherer: So funktioniert unser Ansatz

Kundenservice Revolutionieren

Ein Chatbot für Versicherer: So funktioniert unser Ansatz

Der überlastete Kundendienst und die ratlosen Kunden

Stellen Sie sich vor: Ein Kunde navigiert mühsam durch unübersichtliche FAQ-Listen auf der Suche nach einer einfachen Antwort zu seiner Hausratversicherung. Gleichzeitig sitzt ein Kundendienstmitarbeiter am Telefon und durchsucht mehrere interne Dokumente auf dem Bildschirm, um eine präzise Auskunft zu geben – während die Warteschlange wächst. Das ist der Alltag in vielen Versicherungsunternehmen. Lange Wartezeiten, unzureichende Informationen und frustrierte Kunden sowie überforderte Mitarbeiter sind die bittere Realität. Die Folge? Kunden wandern ab, die Effizienz leidet, und das Unternehmensimage nimmt Schaden.

Genau hier setzen wir bei red6 an. Als Softwareentwicklungs- und Beratungspartner mit tiefem Branchenverständnis helfen wir Versicherern, die nächste Stufe zu erreichen: Von der Pilotierung zur Umsetzung. Von der Idee zur Innovation.

Wie der Frust wuchs und die Lösung reifte

Wir haben gesehen, wie diese ineffizienten Prozesse nicht nur die Kundenbindung gefährden, sondern auch Ihre wertvollen Mitarbeiter ausbremsen. Das Problem war klar: Standardisierte Antworten sind oft nicht persönlich genug, und komplexe Anfragen binden zu viele Ressourcen.

In Gesprächen mit zahlreichen Versicherern wurde uns deutlich: Es braucht eine intelligente Brücke, die Kunden direkt und in Echtzeit mit präzisen Informationen versorgt, und gleichzeitig den Mitarbeitern das nötige Wissen blitzschnell zur Verfügung stellt. Genau hier setzte unsere Vision an. Wir wollten einen Chatbot entwickeln, der nicht nur Fragen beantwortet, sondern das gesamte Kundenerlebnis transformiert – für Kunden und Mitarbeiter gleichermaßen.

Die Lösung: Der flottbruuk Chatbot — Zwei Use Cases, maximale Wirkung

Wir freuen uns, Ihnen unseren neuen, konfigurierbaren KI-Chatbot für Versicherungsunternehmen vorzustellen, der genau diese Herausforderungen meistert. Hier sind die ersten beiden Use Cases, die den Unterschied machen:

1. Ihr digitaler Produkt-Experte für Kunden
(Ersatz für FAQs):

Stellen Sie sich vor, Ihre Kunden erhalten auf Ihrer Website sofort und präzise Antworten auf all ihre Fragen zu Versicherungsprodukten – in natürlicher Sprache, 24/7. Unser Chatbot macht Ihre komplexen FAQ-Listen überflüssig. Kunden müssen nicht mehr suchen, sondern fragen einfach. Das erhöht die Kundenzufriedenheit erheblich und entlastet Ihren Kundendienst von Routineanfragen.

2. Der intelligente Assistent für Ihre Kundendienstmitarbeiter:

Intern unterstützt der flottbruuk Chatbot Ihre Mitarbeiter im Kundendienst in Echtzeit. Während eines Anrufs kann der Mitarbeiter dem KI-Chatbot Fragen zum Versicherungsprodukt stellen und erhält sofort eine präzise, interne Antwort. Das beschleunigt die Bearbeitung komplexer Anfragen, minimiert Recherchezeiten und stellt sicher, dass Ihre Kunden stets die korrekteste Information erhalten. Ihr Team wird effizienter, sicherer und kann sich auf die wirklich anspruchsvollen Kundeninteraktionen konzentrieren.

Unser KI-Chatbot ist mehr als nur ein Tool – er ist ein strategischer Partner, der Ihre Effizienz steigert, Ihre Kunden begeistert und Ihr Team stärkt.

Bereit, den Kundenservice in Ihrem Versicherungsunternehmen zu revolutionieren?

Kontaktieren Sie uns, um zu erfahren, wie unser flottbruuk KI-Chatbot Ihre spezifischen Herausforderungen meistern kann!

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KI-Fitness bei red6: Ein Projektleiter teilt seine Top-Erkenntnisse!

Unsere Perspektive auf KI

KI-Fitness bei red6: Ein Projektleiter teilt seine Top-Erkenntnisse!

Unser Project Manager Daniel Schäfer ist ein KI-Pionier bei der red6! Schon 2018 tauchte er tief ins maschinelle Lernen ein und wusste früh: „Die Datenbasis muss stimmen. Sonst funktioniert die KI nicht!“

Im Rahmen unserer Initiative „Fit für KI“ hat Daniel sein Wissen über generative KI noch weiter vertieft. Besonders faszinierend findet Daniel den Balanceakt zwischen KI-gestützter Kreativität und der Notwendigkeit sachlicher Richtigkeit. Er betont: „Man darf sich nicht vollumfänglich auf die KI verlassen. Eine Qualitätssicherung der Ergebnisse ist notwendig, da man sogenannte Halluzinationen nie ganz ausgeschaltet bekommt.“ Ein wichtiger Hinweis für den praktischen Einsatz!

Daniels Rat an alle, die sich intensiver mit KI beschäftigen wollen: „Habt keine Scheu, KI in der täglichen Arbeit als Werkzeug zu nutzen. Besonders bei konzeptionellen Arbeiten kann sie in Sekundenschnelle immer wieder wertvolle Denkanstöße liefern.“

Neugierig, wie wir bei red6 unsere Teams auf die KI-Zukunft vorbereiten?

Senden Sie uns eine Nachricht! Wir zeigen Ihnen gerne, wie eine maßgeschneiderte KI-Roadmap auch Ihr Unternehmen voranbringen kann.

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KI-Fitness bei red6: Unser Team lernt jeden Tag was Neues!

Unsere Perspektive auf KI

KI-Fitness bei red6: Unser Team lernt jeden Tag was Neues!

Kathrin Nölter, Change Management Consultant bei red6, hat sich voller Elan an unserer Initiative „Fit für KI“ beteiligt und dabei ihr Wissen über generative KI erweitert. Ihre Erkenntnisse sind Gold wert!

Was Kathrin besonders fasziniert hat? Wie KI die Arbeit im Strukturieren, z.B. bei Workshops und in der Recherche, enorm erleichtert. Aber sie betont: „Das Denken kann mir die KI nicht abnehmen. Es wird nun die Fähigkeit gefordert, kritisch zu denken und die Ergebnisse einer KI zu hinterfragen. Das wiederum kostet auch Zeit.“ Ein spannender Gedanke zur effektiven Zusammenarbeit mit KI!

Besonders reizvoll findet Kathrin die Frage, wie sich die Teamarbeit verändert, wenn „Kollege KI“ mitwirkt. Sie meint: „Einerseits ist es sehr effizient, die KI zu fragen, wenn der Kollege gerade keine Zeit hat. Die Kehrseite ist aber, dass ich dadurch die Chance verpasse, durch meine Interaktion mit einem Kollegen neue Dinge, neue Impulse entstehen zu lassen – die mich eventuell viel weiterbringen.“ Ein wichtiger Impuls für die Zukunft der Zusammenarbeit!

Kathrins Rat an alle, die jetzt tiefer in KI eintauchen wollen: „Behalte unbedingt deinen kritischen Blick, aber bleib auch neugierig. Nimm dir Zeit, dich mit anderen darüber auszutauschen, wie sie die generative KI nutzen und damit lernen.“

Neugierig, wie wir bei red6 unsere Teams KI-fit gemacht haben?

Schreiben Sie uns eine Nachricht! Wir zeigen Ihnen gerne, wie auch Ihr Unternehmen von einer maßgeschneiderten KI-Roadmap profitieren kann.

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KI-Fitness bei red6: Ein Software Entwickler packt aus!

Unsere Perspektive auf KI

KI-Fitness bei red6: Ein Software Entwickler packt aus!

Wir sind super stolz auf unsere interne Initiative, mit der wir uns bei red6 auf die Arbeit mit KI vorbereitet haben, und besonders auf Senior Software Entwickler Jonas Engler, der sein tiefes Wissen über Künstliche Intelligenz in den letzten sechs Monaten noch weiter ausgebaut hat!

Seine wichtigste Erkenntnis? Man muss nicht zwingend die gesamte Mechanik generativer KI verstehen, um sie effektiv zu nutzen. Jonas sagt:

„Als Entwickler halte ich es für viel effizienter, die Limitierungen verschiedener Sprachmodelle zu kennen und zu verstehen, wie man diese Modelle für die eigenen Zwecke einsetzen kann. Wer begreift, wie man eigene Datensätze zum Trainieren einsetzt, ist in der Nutzung generativer KI schon ganz weit vorne.“

Sein Rat an seine Kolleginnen und Kollegen ist klar und pragmatisch:

„Macht euch bewusst, wie tief ihr in die Materie eintauchen wollt und vor allem: Wie bringt euch dieses Wissen am Ende wirklich weiter?“

Neugierig, wie wir bei red6 unsere Teams KI-fit gemacht haben?

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Jetzt Innovationskraft entfesseln: Wie Versicherer mit generativer KI echte Fortschritte erzielen

Unsere Perspektive auf KI

Jetzt Innovationskraft entfesseln: Wie Versicherer mit generativer KI echte Fortschritte erzielen

Viele Versicherungsunternehmen haben in den letzten zwei Jahren wichtige Schritte in Richtung KI unternommen: Use Cases identifiziert, erste Pilotprojekte umgesetzt, Teams aufgebaut. Doch jetzt steht die Branche vor der nächsten entscheidenden Phase: Es geht darum, generative KI gezielt für Innovation, Effizienz und neue Services einzusetzen – mit messbarem Business Impact.

Genau hier setzen wir bei red6 an. Als Softwareentwicklungs- und Beratungspartner mit tiefem Branchenverständnis helfen wir Versicherern, die nächste Stufe zu erreichen: Von der Pilotierung zur Umsetzung. Von der Idee zur Innovation.

Warum gerade jetzt?

Generative KI hat in kürzester Zeit gezeigt, dass sie weit mehr kann als nur Texte generieren oder Chatbots betreiben. Heute unterstützt sie Versicherer dabei:

    • Prozesse zu automatisieren
    • Kundeninteraktionen zu personalisieren
    • Entscheidungsgrundlagen datenbasiert zu verbessern
    • Neue digitale Produkte und Services zu entwickeln

Mit der richtigen Strategie wird KI vom Experimentierfeld zum Innovationsmotor.

Drei Hebel, mit denen Sie Ihre Innovationskraft freisetzen

1. Skalierung von erfolgreichen Use Cases

Viele Versicherer haben erste KI-Pilotprojekte abgeschlossen – jetzt geht es darum, diese Lösungen in die Breite zu bringen. Das erfordert nicht nur technische Umsetzungskompetenz, sondern auch Change Management, Prozessverständnis und Branchenerfahrung.

Wir unterstützen Sie dabei mit klaren Umsetzungsstrategien, skalierbaren Architekturen und begleitendem Change Management, damit Sie den vollen Mehrwert Ihrer bisherigen Investitionen realisieren.

2. Neue Innovationsfelder erschließen

Die technologischen Möglichkeiten rund um generative KI entwickeln sich rasant weiter:

  • Intelligente Schadenregulierung
  • KI-gestützte Kundenkommunikation
  • Automatisierte Risikobewertung auf Basis unstrukturierter Daten
  • Dokumentenklassifikation und -zusammenfassung

Wir helfen Ihnen, genau die Use Cases zu identifizieren, die für Ihr Unternehmen und Ihre Kunden den größten Mehrwert bieten – und setzen diese gemeinsam mit Ihnen um.

3. Geschwindigkeit und Umsetzungskraft erhöhen

In der aktuellen Marktphase gewinnen nicht die, die am längsten analysieren, sondern die, die schnell, kontrolliert und wertorientiert in die Umsetzung gehen.

Unser Ansatz bei red6:

  • Schnelle Time-to-Value — durch schlanke MVPs und iterative Entwicklung 
  • Enge Verzahnung von Fachbereichen und IT — für passgenaue Lösungen
  • Fokus auf Business Impact statt langer Konzeptphasen

Bewährte Vorgehensmodelle für eine schnelle und sichere Umsetzung in Versicherungsunternehmen

Wir arbeiten mit erprobten Vorgehensmodellen, die speziell auf die Anforderungen der Versicherungsbranche zugeschnitten sind. Dazu gehören:

  • Agile Projektansätze, die flexibel auf neue Erkenntnisse reagieren
  • Transparente Abstimmungs- und Reportingprozesse, passend zur Governance-Struktur in Versicherungsunternehmen
  • Berücksichtigung regulatorischer Rahmenbedingungen wie Datenschutz, AI Act oder DORA
  • Nahtlose Integration in bestehende Systemlandschaften

So stellen wir sicher, dass Ihre Projekte schnell Ergebnisse liefern, risikobewusst umgesetzt werden und sich gut in Ihre Organisation einfügen.

Fazit: Jetzt ist der richtige Moment für echte Innovation

Viele Versicherer haben den Grundstein gelegt. Jetzt geht es darum, generative KI als echten Innovationstreiber in Ihrem Unternehmen zu etablieren.

Lassen Sie uns gemeinsam herausfinden, wo Ihre größten Hebel liegen – und wie wir diese gemeinsam bewegen können.

Kontaktieren Sie uns für ein unverbindliches Erstgespräch. Wir freuen uns auf den Austausch mit Ihnen!

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Berufsorientierung per VR-Brille: Gen Z & Gen Alpha digital begeistern

Die Berufswelt verändert sich – und mit ihr auch die jungen Menschen, die sie betreten. Generation Z (Geburtsjahrgänge ca. 1997–2012) und die nachrückende Generation Alpha (ab 2013) bringen neue Erwartungen, Werte und Verhaltensmuster mit. Klassische Methoden der Berufsorientierung stoßen hier zunehmend an ihre Grenzen. Virtual Reality (VR) bietet genau das, was diese Zielgruppen erwarten: digitale [...]

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Willkommen zur virtuellen Hausmesse: Der omnia 360 Grad Showroom

Erleben Sie unseren interaktiven 360 Grad Showroom – die ideale Ergänzung zur klassischen Messepräsenz: Hausmessen sind ein fester Bestandteil im Marketing- und Vertriebsalltag vieler Unternehmen. Sie ermöglichen persönliche Gespräche, direkten Austausch und ein greifbares Markenerlebnis. Doch was wäre, wenn man dieses Erlebnis erweitern könnte – über Raum und Zeit hinaus? Genau das machen wir mit [...]

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UX Design als Beziehungsarbeit

Viele UX Designer und Designerinnen, Produkt-Manager:innen, Entwicklerinnen und Entwickler arbeiten mit Erfolg daran Erlebnisse beim Nutzen von digitalen Produkten und Services positiv zu gestalten. Sie tun das mit einem klaren Fokus auf die  Nutzer und Nutzerinnen, deren situative, soziale Umfelder und die Geschäftsziele jener, welche die Produkte und Services anbieten.

Einige von uns tun das mit viel Leidenschaft, mit besonders viel Leidenschaft, quasi mit „Herz, Verstand und Feingefühl!“.
Mein Interviewpartner, Thomas Latus, gehört zu jenen Menschen. Ich freue mich daher sehr, dass wir die Gelegenheit fanden über das Thema „UX Design als Beziehungsarbeit“ zu sprechen und Sie, liebe Leserinnen und Leser, an den Erfahrungen von Thomas nun teilhaben zu lassen.

Wer ist Thomas Latus?

Im Jahr 2020 hat Thomas die Modulr.Design GmbH gegründet. Dort vereint, führt und entwickelt er ein Netzwerk aus fest angestellten und freiberuflichen User Experience Experten und Expertinnen. Thomas betreibt zudem den Work- und Innovationspace RAINHAUS, eine Workshop- und Event-Location im Herzen von Hamburg. Dort bieten Thomas und sein Team regelmäßig Veranstaltungen an, teilen Wissen, Erfahrungen und Werben für menschzentrierte Gestaltung.

Vor seiner Tätigkeit als Unternehmer war Thomas als Designer und Produktmanager bei verschiedenen Start-Ups tätig. Die Grundlage für seine Arbeit als Planer, Architekt und Gestalter positiver Erlebnisse und Beziehungen legte Thomas im Rahmen seiner Ausbildung an der Hochschule für Gestaltung HTK („Hamburger Technische Kunstschule“) in Hamburg, wo er inzwischen als Dozent tätig ist.

Neugier als Triebfeder für Lernerfahrungen und persönliche Weiterentwicklung!

Thomas und mich eint unser Fokus auf menschzentrierte Gestaltung und menschzentrierte Innovationen, unsere Wertschätzung für das Gespräch mit Nutzer:innen über ihre Anforderungen und Bedürfnisse, die Mission andere Menschen für UX Design zu begeistern und für UX Design immer wieder zu werben – gerade dort, wo dieses Werben besonders wirksam ist: Im deutschen Mittelstand, bei jenen Unternehmer:innen, die sowohl Wachstums- als auch Innovationsmotor unserer (Volks-)Wirtschaft waren, sind und hoffentlich bleiben. Jene Unternehmer:innen finden wir beide im Bundesverband mittelständische Wirtschaft e.V. – DER MITTELSTAND.

Was treibt Thomas an, was zeichnet ihn aus?
Für mich sind das vor allem zwei Dinge …

Zum einen Neugier.
Ganz viel Neugier darauf, wie er die Dinge noch besser machen kann, wie er die richtigen Dinge richtig gut gestalten kann, Neugier darauf, welche Nutzerbedürfnisse bisher übersehen oder vernachlässigt wurden.

Und zum anderen:
Thomas will stets eine „gute Beziehung“ zwischen Menschen und Produkten gestalten, will Nähe und Bindung herstellen. Er möchte erreichen, dass Menschen eine emotionale Beziehung mit digitalen Produkten, Services und Marken eingehen und sie wie einen treuen Partner erleben und wahrnehmen.

Was das genau bedeutet, wie Thomas das umsetzt, darüber haben wir gesprochen.

Nachhaltige Beziehungen und Kundennähe durch emotionales Design!

Thomas, du sagst: „Software sollte sich wie eine Beziehung anfühlen.“ Was meinst du damit genau – und warum ist das mehr als nur ein hübsches Versprechen?

Thomas: Beziehungen sind nie neutral – sie basieren auf Nähe, Vertrauen und Rollenverteilung. Ob Geschäftspartner, Freund oder Lehrerfigur: Wir spüren sehr genau, wie wir zueinanderstehen. Genau diesen Anspruch übertragen wir auf Software und digitale Erlebnisse. Denn Nutzer:innen suchen keine Tools – sie suchen Resonanz.
Eine App, die sich wie ein Coach anfühlt, muss anders gestaltet sein als eine, die wie ein stiller Assistent agiert.

Wie hilft euch dieses Beziehungs- und Bindungsverständnis konkret im Gestaltungsprozess?

Thomas: Wir definieren vorab, welche Rolle ein Produkt im Leben der Nutzer und Nutzerinnen einnehmen soll – und was es dafür braucht: Nähe oder Distanz, Führung oder Gleichwertigkeit …. So entscheiden wir z. B., ob eine Anwendung eher wie ein guter Freund oder wie ein strukturierter Projektpartner auftreten sollte.

Das hilft uns Tonalität, Visualität und Interaktion konsistent und zielorientiert zu gestalten.

Von der Pflicht zur Kür: Zufriedene Nutzende zu engagierten und loyalen Kunden machen!

Ihr habt eine Bindungslandkarte entwickelt, basierend auf eigenen Studien und eurer Projekterfahrung.
Welche Beziehungsformen kommen in der Praxis besonders häufig vor?

Die Karte zeigt typische Beziehungen (z.B. Ehe, Freunde, Bekannte) und ordnet jene ein nach den Dimensionen emotionale Nähe und Macht.

Bindungskarte als Grundlage für die Gestaltung von Beziehungen (Quelle/Urheber: Thomas Latus, 2025)

Thomas: Viele Nutzer:innen erleben Marken nicht wie „enge Freunde“ – sondern eher wie Bekannte, Geschäftspartner oder manchmal auch wie Lehrer:innen. Die emotionale Tiefe ist dabei oft geringer, aber das bedeutet nicht, dass keine Bindung entsteht.

Wichtig ist, dass die Beziehung klar und stimmig ist. Menschen spüren sofort, wenn ein Produkt Nähe vorspielt, aber eigentlich Kontrolle ausübt. Authentizität schlägt hier jede Inszenierung.

Das klingt nachvollziehbar und spannend. Kannst du mir und meinen Lesern dazu etwas mehr Klarheit bieten, vielleicht an einem Beispiel etwas näher erläutern?

Thomas: Nehmen wir eine Banking-App.

Wenn sie wie ein Geschäftspartner agieren soll, erwarten Nutzer:innen Klarheit, Verlässlichkeit und Kontrolle – also z. B. gute Übersicht, präzise Sprache und nachvollziehbare Entscheidungen. Soll sie sich aber eher wie ein persönlicher Finanz-Coach anfühlen, braucht es einen anderen Ton: Erklärungen, Empfehlungen, vielleicht auch mal Zuspruch. Die Beziehung definiert, wie viel Nähe, Führung oder Selbstbestimmung ein Produkt ausstrahlt – und das verändert alles: Sprache, Interface, sogar den Kundensupport.

Oder zum Beispiel im B2B-SaaS-Kontext:

Stell dir eine Projektmanagement-Plattform vor. Wenn sie als Partner auf Augenhöhe wahrgenommen werden soll, erwarten Nutzer:innen Klarheit, Verlässlichkeit und effiziente Kollaboration. Dann steht Funktionalität im Vordergrund – und ein Design, das Kompetenz ausstrahlt. Soll die Plattform dagegen wie ein Coach oder Mentor wirken, etwa bei der Einführung neuer Methoden oder Prozesse, braucht es Erklärungen, begleitende Micro-Interaktionen und empathische Sprache.

Das Beziehungsmodell entscheidet, ob ein Feature autoritativ wirkt – oder unterstützend.
Und ob sich Nutzer:innen geführt fühlen oder frei agierend bestärkt.

Zurück in die Zukunft: Beziehungspflege, Bindung und Persönlichkeit gewinnen an Bedeutung!

Welche Rolle spielt künstliche Intelligenz in dieser Gleichung?
Verändert sie das Verhältnis zwischen Menschen und Software?

Thomas: Ja, enorm. KI-Systeme übernehmen heute Aufgaben, die früher Menschen vorbehalten waren – und damit kippt oft das Machtverhältnis. Wenn z. B. ein Algorithmus Entscheidungen trifft, fühlt sich das schnell nach Kontrolle statt Unterstützung an.
Umso wichtiger ist es, Klarheit über Rollen, Erwartungen und Beziehungsebene zu schaffen – sonst wird aus Bonding schnell Bondage.

Wenn du einen Wunsch für die Zukunft frei hast:
Wie sollten digitale Produkte in Zukunft gestaltet werden?

Thomas: Ich wünsche mir, dass digitale Produkte wieder mehr menschliche Haltung zeigen. Dass sie nicht nur optimieren, sondern Beziehungen pflegen. Dass sie nicht nur lernen, sondern auch zuhören. Und dass sie sich trauen, mal nicht neutral zu sein – sondern Position zu beziehen. Denn Bindung entsteht nicht durch Perfektion, sondern durch Persönlichkeit.

Vielen Dank, lieber Thomas, für deine Zeit, die Einblicke in deine Arbeit, deine Haltung in Sachen UX Design und deine Gedanken zur Gestaltung digitaler Produkte.
Ich bin mir sicher, dass wir mit unserem Gespräch inspirieren konnten, Impulse bieten konnten, um noch mehr zufriedene Nutzer und Nutzerinnen digitaler Produkte zu loyalen, engagierten Kunden zu entwickeln. 

Der Beitrag UX Design als Beziehungsarbeit erschien zuerst auf Nutzerbrille.

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