Kategorie-Archiv: Lernen

Die Employee Engagement Bridge™

Die alten Methoden, mit Menschen in Unternehmen umzugehen, haben versagt. Ein “rebellischer” Ansatz aus der Praxis soll nun die Gebrauchsanweisung dafür sein, eine Unternehmenskultur zu gestalten, die hochengagierte Mitarbeiter:innen hervorbringt. 

Doch was hat das alles mit “rebellieren” zu tun? Laut dem Unternehmer Glenn Elliott und der HR-Direktorin Debra Corey: Sehr viel! Um zu zeigen, wie es auch anders gehen kann, haben sie den #1 Amazon Besteller im Bereich HR ‘Build it! The Rebel Playbook for Worldclass Employee Engagement1 geschrieben. Denn nur, wenn mit den eingefahrenen Rollen und Praktiken in Unternehmen gebrochen wird und neue Wege beschritten werden, können Arbeitsbedingungen geschaffen werden, die Menschen wirklich begeistern und involvieren. Aus über 10 Jahren Beratungserfahrung mit weit mehr als 1.000 Kunden haben sie dabei ein Modell entwickelt, das sie die ‘Engagement Bridge™’ nennen und in ihrem Buch vorstellen. 


Der ‘Status quo’ der Personalführung bringt uns in Zeiten von disruptiven und innovativen Unternehmen nicht weiter

Wie sich in den letzten Jahren zeigt, werden ohne anpassungsfähige und agile Strukturen und enthusiastische Mitarbeiter:innen auch traditionelle Branchen zunehmend von innovativen und disruptiven Unternehmen ausgebootet. Viele Unternehmen versuchen, sich aus diesem Grund mit Angeboten wie Yoga und gesunden Smoothies, verspielten Büroausstattungen und Benefits im “War for Talent” für Fachkräfte attraktiver zu machen. Das ist ganz nett, reicht laut den Autoren Elliott und Corey aber bei weitem nicht, um das Engagement der Belegschaft auf Dauer hoch zu halten. Denn dass inspirierte und motivierte Mitarbeiter:innen auch produktiver sind und die “Extra-Meile” gehen, um ihr Unternehmen zum Erfolg zu führen, ist nun keine wirklich neue Erkenntnis.2

“Sie [diese Unternehmen] erwirtschaften die doppelte Aktienmarktrendite und haben die Hälfte der Mitarbeiterfluktuation. Sie innovieren mehr, bieten einen besseren Kundenservice und sind produktiver. Sie übertreffen ihre Konkurrenten und stören die Märkte.”

Elliott & Corey unter http://www.rebelplaybook.com/, frei übersetzt

Wir alle kennen ja letztendlich die Maxime: “Behandle deine Angestellten gut”. Doch wie das konkret in die Tat umgesetzt und im stressigen Arbeitsalltag nicht aus den Augen verloren werden kann, wissen wir oftmals nicht. Deshalb geben die Autoren mit der Engagement Bridge™ eine Blaupause, wie eine hoch engagierte Unternehmenskultur gefördert werden kann. Doch was genau sind eigentlich “engagierte” Mitarbeiter:innen? Die Autoren definieren es wie folgt: 

  1. Sie verstehen und glauben an die Richtung, in die das Unternehmen sich bewegt
  2. Sie verstehen, wie ihre Rolle die Organisation beeinflusst und zur Erreichung der Unternehmensziele beiträgt
  3. Sie wollen aufrichtig, dass das Unternehmen Erfolg hat

Engagierte Mitarbeiter:innen treffen dabei bessere Entscheidungen, da sie die Hintergründe besser verstehen, sind produktiver und kreativer in ihren Lösungsansätzen. Klingt erst einmal wie etwas, dem keine Führungskraft abgeneigt wäre. Engagement ist dabei laut Elliott und Corey aber nicht das gleiche wie Zufriedenheit und braucht sehr viel Arbeit, Fokus und Hingabe, um umgesetzt zu werden. 

Die zehn Bausteine der Engagement Bridge™

Das Modell der Employee Engagement Bridge nach Glenn Elliott und Debra Corey
Die Employee Engagement Bridge ™

Die oben bereits angesprochenen Bausteine ‘Wohlbefinden’3, ‘Arbeitsumgebung’4 und ‘Bezahlung und Benefits’5 sind in dem vorgestellten Modell zwar ohne Frage wichtige Stellschrauben, reichen allein aber nicht aus, um die Lücke zwischen Arbeitnehmer:innen und dem Unternehmen zu schließen. Stattdessen untermauern sie die sieben weiteren Bausteine, die erst in Kombination eine tragfähige Brücke bilden.

(Hinweis: Die einzelnen Bausteine lassen sich nach Bedarf ausklappen)

Offene & ehrliche Kommmunikation (Open & Honest Communication)
Der wichtigste Baustein, den Elliott und Corey bei leistungsstarken Organisationen identifiziert haben, ist die offene und ehrliche Kommunikation zwischen allen Ebenen eines Unternehmens. Wenn Führungskräfte möchten, dass Angestellte zu den gleichen Schlussfolgerungen kommen und in dieselbe Richtung agieren wie sie, müssen sie ihren Mitarbeiter:innen auch konsequenterweise die gleichen Informationen bereitstellen. Gleichzeitig können Führungskräfte kein engagierendes Arbeitsumfeld fördern, wenn die Belegschaft sich nicht traut, offen und ehrlich ihre Meinung zu sagen. Das Modell des ‘Iceberg of ignorance’6 besagt, dass Manager:innen nur ca. 4% der Probleme bekannt sind, mit denen Angestellte im Arbeitsalltag konfrontiert werden. Wie kann das Management helfen, negative Touchpoints zu vermeiden, wenn sie von diesen gar nichts weiß? Ohne eine konstruktive Feedbackkultur und Transparenz, die Vertrauen schafft, ist dies schlichtweg nicht möglich.
Sinn, Ziele und Werte (Purpose, Mission & Values)
Ein weiterer Aspekt – wenn richtig gelebt – der Vertrauen schafft, sind konsequent gelebte Ziele und Werte. Um von den Angestellten mitgetragen zu werden, müssen sie ihnen zunächst einmal bekannt sein (etwas woran es erfahrungsgemäß bereits in vielen Organisationen scheitert). Um nicht das Gegenteil zu erreichen und Mitarbeiter:innen zu desillusionieren, müssen Ziele deshalb authentisch sein und Worte und Taten übereinstimmen. Denn wer hat nicht schon einmal erlebt, dass eine Sache gesagt, aber etwas ganz anderes getan wird? Das Gefühl dieser Erfahrung, das zurückbleibt, ist eine herbe Enttäuschung und oft eine gewisse Form von empfundenem Verrat. Daran schließen sich auch die beiden nächsten zusammen gedachten Bausteine der Engagement Bridge an.
Führungsstil (Leadership)
Auch bei Führungskräften müssen Worte und Taten miteinander harmonieren, um authentisch zu wirken und Vertrauen zu schaffen. Vertrauen ist dabei das Stichwort: Führungspersonen haben die Rolle, durch das Leben der Unternehmenswerte und eine offene Kommunikation Vertrauen herzustellen, ihre Angestellten zu unterstützen und eine Vision rüberzubringen. Die Rolle von Führungspersonen ist somit laut Elliott und Corey in erster Linie eine Vorbildfunktion.
Sie nennen dabei 10 Qualitäten, die großartige Führungspersönlichkeiten an den Tag legen:

  • Sie haben die Firmenwerte verinnerlicht und leben sie
  • Sie kommunizieren offen und frühzeitig
  • Sie inspirieren andere, über sich hinaus zu wachsen
  • Sie gestehen ihre Fehler ein
  • Sie erkennen kleine Erfolge, große Erfolge und harte Arbeit an
  • Sie vertrauen Personen
  • Sie treffen die richtige, nicht die populäre Entscheidung
  • Sie schaffen einen Mehrwert für ihre Teams und verhelfen ihnen zum Erfolg
  • Sie haben den Mut, sich zu “entblößen” und zu zeigen
  • Sie kümmern sich um die Menschen
Management
“Leadership is what you say your organization will do, but management is what it actually does.”7

Laut den Autoren hat das Management die Aufgabe, ihre Taten mit den Unternehmenszielen und den Worten der Unternehmensführung in Einklang zu bringen. Zwar klingt es wie ein Selbstläufer, sie appellieren aber nachdrücklich daran, Angestellte nicht als Gegenspieler zu betrachten, sondern ihnen als Menschen mit eigenen Zielen und Lebenswegen – auch außerhalb des Unternehmens – zu begegnen.

Job Design
Eine sichtbare ‘Lern-Kultur’ im Unternehmen aufzubauen, bringt viele Vorteile mit sich. Sie gibt den Menschen im Unternehmen den Ansporn und den Raum, sich weiterzuentwickeln und über sich hinauszuwachsen. Lernen muss dabei nicht nur als Investment fürs Unternehmen, sondern auch als persönliches Investment verstanden werden. Ein “Lernprogramm” von oben herab verkennt dabei persönliche Ambitionen und Potenziale und läuft zumeist ins Leere. Wenn Mitarbeiter:innen dagegen ihren eigenen Interessen nachgehen können, übernehmen sie Verantwortung für ihren individuellen Lernprozess, wovon sie ebenso wie das Unternehmen profitieren.
Lernen (Learning)
Eine sichtbare ‘Lern-Kultur’ im Unternehmen aufzubauen bringt viele Vorteile mit sich. Sie gibt den Menschen im Unternehmen den Ansporn und den Raum sich weiterzuentwickeln und über sich hinauszuwachsen. Lernen muss dabei nicht nur als Investment fürs Unternehmen sondern auch als persönliches Investment verstanden. Ein “Lernprogramm” von oben herab verkennt dabei persönliche Ambitionen und auch Potenziale und läuft zumeist ins Leere. Wenn Mitarbeiter:innen dagegen ihren eigenen Interessen nachgehen können, übernehmen sie Verantwortung für ihren individuellen Lernprozess, wovon sie ebenso wie das Unternehmen profitieren.
Anerkennung (Recognition)
Viele Unternehmen geben immense Summen für Firmenjubiläen der Angestellten aus. Eine Verschwendung, wie die Autoren finden. Um wirksam zu sein, muss Anerkennung zeitnah, konkret, relevant und kontinuierlich entgegengebracht werden. 72% der Mitarbeiter:innen gaben derweil an, dass auch ein einfaches “Danke” sie motivieren und ihre Arbeitsmoral steigern würde.8 Wichtig ist dabei, dass in erster Linie der Gedanke zählt – das Gefühl wahrgenommen, gesehen und wertgeschätzt zu werden. Anerkennung in Form von Geld und / oder Preisen sind dabei erfahrungsgemäß sekundär.

’Employee Engagement’ ist ein stetiger Prozess, der von den Angestellten selbst mit geschultert werden muss.

Eine goldene Regel, die sich durch alle Kapitel des Buchs zieht, ist so einfach und doch so oft vernachlässigt: “Rede mit deinen Angestellten!” (und natürlich: “Höre ihnen auch zu!”). Jedes Unternehmen ist anders und auch die Bedürfnisse der Menschen in diesen Unternehmen können sehr unterschiedlich sein. Es ist deshalb nur logisch, alle im Unternehmen mit einzubeziehen, ihnen Verantwortung und Entscheidungsfreiheit zu übertragen und sie so zu einem mitgestaltenden Teil der Unternehmenskultur zu machen. Eine weitere wichtige und so oft vernachlässigte Regel ist:  Fang an! Wenn du etwas siehst, was du direkt verändern kannst, setze dort an und gehe von da aus weiter. ‘Employee Engagement’ ist ein Prozess und kein Ziel. Der Weg ist nicht einfach, aber er lohnt sich – für Mitarbeitende und Unternehmen gleichermaßen. 

“Praxis ohne Theorie ist blind, Theorie ohne Praxis ist wirkungslos.”

– Immanuel Kant

‘Build it!’ ist dabei ein inspirierendes und motivierend geschriebenes Buch für alle, die mit Menschen arbeiten. Es folgt dabei einem klaren Rahmenwerk, ohne den Anspruch zu erheben, eine “One-Size-fits-All”-Lösung zu bieten. Vielmehr gibt es in jedem Kapitel logisch verargumentierte Richtlinien, einen Überblick über die wichtigsten Verhaltensweisen von Rebellen9, die wichtigsten Ergebnisse, die sie anstreben10 und konkrete Ideen für den Einstieg.11 Wer in der Bahn eine kurze, informative Lektüre mag, kann die Kapitel so auch wunderbar nach Bedarf quer-lesen.12 Die bemerkenswerten Case-Studies von erfolgreichen CEOs und Manager:innen veranschaulichen darüber hinaus in jedem Kapitel, wie es losgelöst von purem Idealismus in der Realität gehen kann. Dabei kann sich die Liste an Kunden sehen lassen: Neben kleineren Unternehmen finden sich hier auch große Namen wie Adobe13, Spotify14, Xero15 und Netflix16, die spannende Einblicke in Teile ihrer Unternehmenskultur geben. Das Buch ist somit eine praxisnahe und inspirierende Lektüre und hinterlässt eine fruchtbare “Packen wir es an”-Mentalität. Und seien wir ehrlich: Häufig braucht es vor allem genau das!

Die dargestellten Grafiken und Konzepte stammen aus dem Buch “Build it! The Rebel Playbook for Worldclass Employee Engagement” (Wiley, 2018) von Glenn Elliott und Debra Corey. 

  1. Wiley, 2018
  2. Bereits 2013 veröffentlichte Harvard Business Review eine Studie über die Wichtigkeit von ‘Employee Engagement’ als Wettbewerbsvorteil. Vgl. https://hbr.org/resources/pdfs/comm/achievers/hbr_achievers_report_sep13.pdf [09.04.2020]
  3. Wellbeing
  4. Workspace
  5. Pay & Benefits
  6. Vgl. S. 24
  7. Glenn Elliott & Debra Corey 2017: 86
  8. rg.co/recognitionstats
  9. den ‘Key Rebel Behaviours’
  10. den ‘Key Outcomes’
  11. ‘Making a Start’
  12. Angelehnt daran kannst du die einzelnen Bausteine auch hier im Blog individuell ein- und ausklappen. Probier es aus!
  13. Forbes: The World’s Most Innovative Companies 2018 #13
  14. Forbes: Most Innovative Growth Companies 2017 #10
  15. Forbes: World’s Most Innovative Growth Company 2014 & 2015
  16. Forbes: The World’s Most Innovative Companies 2018 #7

Der Beitrag Die Employee Engagement Bridge™ erschien zuerst auf Employee-Experience.de.

Vizthink Nord Meetup #9 – Edu & Schule

„Lernen und Kritzeln = ganz großes Kino!“

Wie läuft das eigentlich, wenn man Sketchnotes und visuelles Denken in der Schule und im Bildungsbereich einsetzen will? In welchen Situationen macht es Sinn und wo sind die Grenzen? Wir freuen uns, dass wir Ralf Appelt begrüßen dürfen, der uns einen Einblick „behind the scenes“ geben wird. Ralf ist Gründungsmitglied von vizthink.de und arbeitet als Wirtschafts-, Politik- und Sozialpädagogik-Lehrer an der Berufsschule und wird ein paar praktische Anwendungsbeispiele aus der Schule mitbringen. Anna Lena Schiller ist diesmal in einer Doppel-Rolle am Start – als vizthink Gastgeberin und Vortragende. Sie lässt uns über ihre kreative Schulter schauen: sie entwickelt gerade für Fobizz eine Online-Fortbildung für Lehrkräfte zum Thema ‚Visualisierung für die Lehre‘.

Und alle, die an diesem Abend dabei sind, haben die Chance eine feine Kleinigkeit zu gewinnen. Unsere vizthink Freundin Nadine Roßa aus Berlin, die gerade das Buch ‚Sketchnotes in der Schule‚ geschrieben hat, verlost einen ihrer Sketchnotes Quick-Start-Blöcke, mit dem man Sketchnotes einfach lernen kann.

Wann und wo?
am Do, den 23. Mai 2019
um 19 Uhr
bei XING im neuen Büro (!)
Caffamacherreihe 8-10 im 4. OG
20355 Hamburg

Bist Du dabei? Dann melde Dich jetzt an.

[contact-form-7] 2

Anmeldungen bisher
Sichtbare Anmeldungen:

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Beruf
Marion
Koslowski
Webdesignerin | Cartoonistin

Vizthink Nord Meetup #9 – Edu & Schule

„Lernen und Kritzeln = ganz großes Kino!“

Wie läuft das eigentlich, wenn man Sketchnotes und visuelles Denken in der Schule und im Bildungsbereich einsetzen will? In welchen Situationen macht es Sinn und wo sind die Grenzen? Wir freuen uns, dass wir Ralf Appelt begrüßen dürfen, der uns einen Einblick „behind the scenes“ geben wird. Ralf ist Gründungsmitglied von vizthink.de und arbeitet als Wirtschafts-, Politik- und Sozialpädagogik-Lehrer an der Berufsschule und wird ein paar praktische Anwendungsbeispiele aus der Schule mitbringen. Anna Lena Schiller ist diesmal in einer Doppel-Rolle am Start – als vizthink Gastgeberin und Vortragende. Sie lässt uns über ihre kreative Schulter schauen: sie entwickelt gerade für Fobizz eine Online-Fortbildung für Lehrkräfte zum Thema ‚Visualisierung für die Lehre‘.

Und alle, die an diesem Abend dabei sind, haben die Chance eine feine Kleinigkeit zu gewinnen. Unsere vizthink Freundin Nadine Roßa aus Berlin, die gerade das Buch ‚Sketchnotes in der Schule‚ geschrieben hat, verlost einen ihrer Sketchnotes Quick-Start-Blöcke, mit dem man Sketchnotes einfach lernen kann.

Wann und wo?
am Do, den 23. Mai 2019
um 19 Uhr
im Informationszentrum Hamburg
Cornelsen Verlag GmbH

Rathausstraße 12

20095 Hamburg

Bist Du dabei? Dann melde Dich jetzt an.

[contact-form-7] 16

Anmeldungen bisher
Sichtbare Anmeldungen:

Vorname
Name
Beruf
Anne
Hähnel
Lehrerin
Anne
Ilgen
Lehrerin
Falk
Szyba
Berufsschullehrer
Juliane
Emisch
IT-Berater
Jutta
Korth
Lehrerin, Visualisierungs-Trainerin
Katharina
Bluhm
Medienpädagogin / Visualisiererin
Kathrin
Maas
Bankkauffrau
Marion
Koslowski
Webdesignerin | Cartoonistin
Melanie
Belz
Berufsschullehrern, Fachschule Sozialpädagogik
Nicole
Woltmann
Trainerin & Coachin
Rebekka
Mangelsdorf
Lehrkraft für Notfallsanitäter
Simone
Däfler
systemischer Coach, Trainer
Susi
Thomsen
Leherin

Newskonsum auf dem Prüfstand: Tools um richtig Zeit zu sparen

bleib_auf_dem_laufenden_

Stell dir vor, du bist Produktmanager und dein Produkt gibt es für iOS, Android, Windows Phone und auch im Web. In der heutigen, schnelllebigen Software-Welt ist es beinahe unmöglich geworden, alle relevanten News und Produkte auf dem Schirm zu haben.

Diese fehlenden Informationen können dann oftmals schnell mit verlorenen Chancen für dein  Produkt gleichgesetzt werden. Die Tatsache, dass in unserer Branche jedoch fast täglich neue Methoden und Frameworks aufkommen, macht die Ausgangslage nicht einfacher. Hinzu kommen noch interne Stakeholder, die erwarten, dass du in deiner Domäne immer absolut up-to-date bist und den Markt genau im Blick hast.

Zu viele Neuigkeiten und zu wenig Zeit

Unglücklicherweise hat niemand genügend Zeit für das ausreichende Recherchieren von relevanten Artikeln und Publikationen im Internet. Jeder geht mit dieser Diskrepanz auf andere Weise um. Manche beschränken sich auf das Lesen von den zwei populärsten Artikeln am Tag, andere lesen in ihrer Freizeit um aufzuholen. Die Herausforderung wird dadurch jedoch nicht gelöst. Wie kannst du wissen welcher Artikel es wert ist gelesen zu werden? Welcher füttert dich mit hilfreichen Gedanken, bei welchem lernst du etwas wertvolles dazu? — Die Menge an guten, wie auch an weniger gehaltreichen Quellen scheint unendlich. Aus diesem Grund haben viele auch aufgegeben Artikel zu lesen, um nicht den Fehler zu begehen ihre kostbare Zeit (und damit auch Ressourcen) für das Lesen der falschen Artikel zu verschwenden.

Mit ein paar Tricks und den folgenden effektiven Tools, kannst du die tägliche Informationsflut eindämmen und bist schnell und einfach in der Lage, Herr über dein Fachgebiet zu werden.

Produkte für Individualisten

Individualisten

Facebook Feed, Apple News, Medium, Flipboard und Feedly

Es gibt mehrere Möglichkeiten, wie Artikel von unterschiedlichen Nachrichtenquellen automatisch an einem zentralen Platz eingesammelt werden können. Die wohl bekannteste davon ist die Facebook-Pinnwand. Darüber hinaus gibt es aber noch weitere Apps, die sich speziell auf den News-Bereich fokussiert haben, wie beispielsweise die Plattform Medium, die News-App von Apple, Flipboard oder auch Feedly. Diese Tools machen es dir sehr einfach alle produkt-relevanten Artikel von verschiedenen Quellen gesammelt in einer Applikation darzustellen. Durch das Auswählen deiner Favoriten und das Entdecken neuer interessanter Publikationen oder Autoren kannst du dir ganz einfach einen persönlich relevanten Feed erzeugen lassen.

Produkte für News-Junkies

News-Junkies

IFTTT (If this than that), Zapier und Google Alerts

Durch schlaue Automatismen von IFTTT, Zapier oder auch Google Alerts ist es überraschend einfach sogenannte “recipes” oder auch “listeners” zu generieren. Dies sind einfache Verknüpfungen von unterschiedlichen Apps und/oder Web-Applikationen miteinander. Wenn zum Beispiel einen Beitrag veröffentlicht wird, der ein zuvor von dir festgelegtes Keyword beinhaltet, dann schickt dir Google Alerts automatisch eine E-Mail mit dem entsprechenden Artikel in dein Postfach. Mit IFTTT (“If this than that”) oder alternativ auch Zapier ist es sogar möglich zwei komplett unabhängige Apps miteinander interagieren zu lassen. Das könnte zum Beispiel folgendermaßen aussehen: Wenn auf der Plattform Product Hunt eine neue Anwendung vorgestellt wird, erscheint automatisch ein passender Artikel auf deiner feedly-Pinnwand. Dieses Verhalten kann für alle Blogs und Online Magazine, die einen RSS-Feed anbieten, wie auch für Medium-Artikel adaptiert werden. Sind diese Automatismen einmal erstellt, wirst du kaum mehr einen interessanten Artikel verpassen können. Darüber hinaus kann es sehr zeitsparend sein, alle relevanten Publikationen und potentiellen Artikel automatisch gescannt und geliefert zu bekommen.

Produkte für Desorientierte

Desorientierte

Medium, XING News und Mybridge

Durch das Einbeziehen persönlicher Präferenzen in den Auswahlprozess, kannst du sehr schnell einen Stapel potentiell guter Artikel und Quellen auf ein paar wirklich wertvolle Artikel-Vorschläge herunterbrechen. Vor allem die Algorithmen von Medium und XING News sind in der Lage dir die passendsten Artikel aus deiner Liste zu filtern. Mit jedem Artikel, den du liest oder jeder Quelle, die du hinzufügst, lernen diese Applikationen immer mehr über deine Vorlieben und können dir so auch immer bessere Recommendations ausspielen. Dafür werden persönliche Informationen, wie oft geklickte Themenfelder oder beliebte Artikel in deinem Netzwerk, als Referenzen herangezogen. Die relativ neue Plattform Mybridge geht hier sogar noch einen Schritt weiter. Es handelt sich dabei um eine Wissensplattform, die speziell für Experten aus der Tech-Branche entwickelt wurde. Du kannst bis zu fünf unterschiedliche Themenpräferenzen, wie beispielsweise “Produktmanagement”, “Leadership” oder “Swift”, auswählen und Mybridge gibt dir ein tägliches Update mit Artikeln und interessanten Publikationen zu deiner Auswahl.

Fazit

Mit den zuvor vorgestellten Produkten und Tools bist du in der Lage, viele Artikel aus den unterschiedlichsten Quellen an einem zentralen Ort zu sammeln und durch den Einsatz von intelligenten Algorithmen eine Vorauswahl auf Basis persönlicher Informationen und Präferenzen zu treffen. Weil dir die besten Artikel komplett automatisch zugespielt werden, kannst du täglich eine Menge Zeit sparen, und kannst dich stattdessen auf die wirklich wichtigen Dinge des Produktmanagement-Alltags konzentrieren — die Entwicklung deines Produkts.

Ich selbst versuche aus der Mischung IFTTT und Google Alerts verschiedene Quellen anzuzapfen und mir deren Artikel direkt in mein Postfach liefern zu lassen. Des Weiteren habe ich immer ein Auge auf die aktuellsten Entwicklungen auf Medium, XING News und Product Hunt.

Falls du weitere oder auch bessere Tools und Produkte für das automatische Einsammeln oder Filtern von Artikeln kennst, darfst du diese gerne mit Hilfe der Kommentarfunktion mit uns teilen.

Weiterlesen auf produktbezogen.de

produktbezogen.de – Der Blog für Produktmanagement und User Experience Design
Aktuelle Artikel | Buchempfehlungen | Jobs | Über uns

Vizthink Hamburg Meetup #14 – Lehren & Lernen

Vizthink_HH_Logo_Lehren&Lernen»Man lernt nie aus. Life long Learning. Wissen ist Macht.

Schon während der Vorbereitung auf dieses schlaue Vizthink Hamburg Meetup haben wir festgestellt, dass wir alle etwas anderes mit dem Thema ‚Lehren & Lernen‘ verbinden. Deswegen wird uns Ralf Appelt, Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Hamburg erzählen, welche Zusammenhänge er zwischen visuellem Denken und ‚Lehren & Lernen‘ sieht. Außerdem wir sind neugierig auf Eure Assoziationen und Anekdoten zum Thema*. Bringt sie alle mit! 

*Die Kinder meiner Arbeitskollegin lernen mittels visueller Liste, in welcher Reihenfolge die Kleidungsstücke morgens anzuziehen sind: erst die Unterwäsche, dann T-Shirt, dann Hose usw.

Wann und wo?
am Montag den 9. November 2015
um 19 Uhr

In der
Universität Hamburg
Von-Melle-Park 8
Hinweis: Auf dem Gebäude steht ‚VMP 8‘
Raum 06 im Erdgeschoss
20146 Hamburg
(Google Maps)

[contact-form-7]

Event bei Facebook und XING.

25 Anmeldungen bisher
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Vorname
Name
Beruf
Alexa
Rauscher
Koordinatorin
Alexander
Tscheulin
Mediendidaktiker
Andreas
Samtleben
Beamter / Heilpraktiker / Mediator / Student
Ann-Kristin
Lorenzen
B.A. Vermittlungswissenschaften mit Sonderpädagogik und Gesundheit & Ernährung
Christian
Martin
Referent
Christina
Helmke
Marketing & unternehmenskommunikation
Diana
Meier
Social Media Manager
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Marx
Vortragsredner und Trainer
Gunnar
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Bluhm
Moderatorin für Kinder- und Jugendbeteiligung
Lisa
Dust
Marktforscherin & Analystin
Ludwig
Middendorf
Project Manager
Melisa
Ridinger
Studentin Gebärdensprachdolmetschen
Oliver
Vogel
Visualisierer. Coach. Trainer.
Ralf
Appelt
wissenschaftlicher Mitarbeiter / Visual Trainer
Rebecca
Krüger
Produktionsleitung im Trickfilm in der Umorientierung
Silvia
Wiedenroth
Heilerzieherin und Moderatorin
Sonja
Ostendorf
Umschulung als Maßschneiderin
Tatjana
Themann
Phonetikerin / Sprachförderung
Tim
Themann
IT-Berater