Kategorie-Archiv: ICMC 2026

Startschuss für die International Computer Music Conference in Harburg

Vom 10. bis 16. Mai 2026 ist Hamburg-Harburg das internationale Zentrum für Computermusik. Hier findet die International Computer Music Conference statt. Der feierliche Auftakt im Kleinen Saal der Elbphilharmonie und der erste Konferenztag an der Technischen Universität Hamburg (TUHH) sorgten auch für mediales Interesse. 

Das internationale Zentrum für computergestützte Musik liegt eine Woche lang in Hamburg-Harburg: Bei der ICMC HAMBURG 2026 kommen vom 10. bis 16. Mai rund 300 Wissenschaftler:innen, Musiker:innen und Entwickler:innen aus aller Welt zusammen. Die jährlich stattfindende ICMC vereint künstlerische Praxis und wissenschaftliche Forschung. Dabei widmet sie sich der Präsentation und Diskussion neuester Entwicklungen in Musiktechnologie, Künstlicher Intelligenz, interaktiven Systemen und immersiven Audioformaten.

Organisiert wird die ICMC HAMBURG 2026 von der Technischen Universität Hamburg (TUHH), der Hochschule für Musik und Theater Hamburg (HfMT), der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW) und dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE). Der inhaltliche Fokus der Konferenz würdigt dabei den Transferansatz des gemeinsam gegründeten ligeti zentrums.

Konferenzeröffnung in der Hamburger Elbphilharmonie

Der feierliche Auftakt zur Konferenz fand am 10. Mai 2026 mit einem Konzert im Kleinen Saal der Elbphilharmonie statt. Das Ensemble Resonanz begeisterte unter der präzisen Leitung von Friederike Scheunchen mit Werken von Alexander Schubert, Nicole Brady, Anthony Paul De Ritis, Aigerim Seilova / Steffen Lohrey und dem Computermusik-Pionier Clarence Barlow.

Das Ensemble Resonanz unter der Leitung von Friederike Scheunchen zur Eröffnung der ICMC HAMBURG 2026 im Kleinen Saal der Elbphilharmnie | Fotos: Leonie Sens

In seinen Grußworten hob der Direktor des ligeti zentrums, Prof. Dr. Georg Hajdu, das enorme Potenzial der Verbindung von Musik, Technologie und Forschung hervor. HfMT-Präsident Prof. Dr. Jan Philipp Sprick und TUHH-Präsident Prof. Dr.-Ing. Andreas Timm-Giel betonten das langfristige Potenzial für den Wissenschaftsstandort Hamburg – eine Bewertung, die auch Klaus von Lepel (BWFG) in seinen Begrüßungsworten spiegelte. Er stellte das ligeti zentrum in eine Reihe mit den Exzellenzclustern der Universität Hamburg, deren Erfolg ebenfalls auf der Kooperation inhaltlich starker Bereiche beruht.

This gives Hamburg a truly historic opportunity. We now have the chance to secure and further develop a unique international profile – one that combines artistic excellence, technological innovation, and interdisciplinary research in a way few places in the world can offer.

– Prof. Dr. Jan Philipp Sprick
Prof. Dr. Georg Hajdu, Leiter des ligeti zentrums und Chair der ICMC HAMBURG 2026
Prof. Dr. Jan Philipp Sprick, Präsident der HfMT Hamburg
Prof. Dr.-Ing. Andreas Timm-Giel, Präsident der TUHH
Klaus von Lepel, Referatsleiter bei der Behörde für Wissenschaft und Forschung (BWFG)
Prof. John Chowning, Mitbegründer des CCRMA an der Stanford University 
Ehrengast der ICMC HAMBURG 2026: Prof. John Chowning war ein enger Wegbegleiter György Ligetis und wollte diesen schon in den 1970er-Jahren darin unterstützen, ein Zentrum für Computermusik in Hamburg zu errichten | Foto: Leonie Sens

Ein besonderer Moment des Abends war die Rede des 91-jährigen John Chowning vom Center for Computer Research in Music and Acoustics (CCRMA) der Stanford University, der bereits in den 1970er-Jahren gemeinsam mit György Ligeti an Visionen eines Computer Music Centers in Hamburg arbeitete.

Reception und Austausch unter Teilnehmenden im Foyer des Kleinen Saals der Elbphilharmonie | Foto: Leonie Sens

Workshops, interaktive Installationen und ein Science-Slam

Prof. Georg Hajdu: „Das Motto der Konferenz lautet ‚Innovation, Translation, Participation‘. Es betont die Idee, dass Kunst und Forschung die Köpfe und Herzen der Öffentlichkeit erreichen müssen, um relevant zu bleiben. Deshalb haben wir das Konzept der Off-ICMC wiederbelebt und bieten auch ein Format für ein größeres Publikum an.“

Dieses vom ligeti zentrum organisierte Begleitfestival – die Off-ICMC – richtet sich gezielt an die breite Öffentlichkeit. Eingeladen wird zu Workshops, Performances, Installationen und einem Science-Slam am 12. Mai im neu sanierten Kultur Palast Harburg. Ziel ist es, aktuelle Entwicklungen aus Forschung und Kunst für ein vielfältiges Publikum zugänglich zu machen. Die Teilnahme an den Events der Off-ICMC ist kostenfrei.

Ein Highlight der Off-ICMC: Der Science-Slam am 12. Mai 2026 im neu sanierten Kultur Palast Harburg

Im Programm der ICMC HAMBURG 2026 für das Fachpublikum gibt es unter anderem Konzerte an der TUHH, in der Friedrich-Ebert-Halle sowie im Stellwerk Hamburg. Aufgeführt werden Werke internationaler Komponist:innen, interpretiert von renommierten Ensembles und Soloist:innen, darunter das Ensemble Resonanz, das Ensemble 404, das SPIIC+ Ensemble sowie die Saxophonistin Asya Fateyeva und der Kontrabassist John Eckardt. Einige dieser Konzerte sind öffentlich.

Einen ersten Eindruck bietet das Hamburg Journal des NDR. Das Segment über den Beginn der ICMC HAMBURG 2026 ist in der NDR-Mediathek ab Minute 21:20 nachzusehen. 

Titelfoto: Eröffnungskonzert der ICMC HAMBURG 2026 im Kleinen Saal der Elbphilharmonie | Foto: Leonie Sens

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Musik in unserer digitalen Zeit: Programm-Highlights der Off-ICMC

Am 10. Mai 2026 startet die ICMC HAMBURG 2026. Unter dem Motto „Innovation, Translation, Participation“ kommen Wissenschaftler:innen, Künstler:innen und Entwickler:innen aus aller Welt zusammen. Um auch die Öffentlichkeit in aktuelle Entwicklungen der digitalen Musik einzubeziehen, lässt das ligeti zentrum die Tradition der Off-ICMC wieder aufleben. Vom 11. bis 16. Mai finden in ganz Harburg kostenfreie Veranstaltungen statt – darunter Workshops, interaktive Lesungen, Installationen, Performances und ein Science-Slam im frisch renovierten Kultur Palast Harburg.

Seit der Erstausgabe im Jahr 1975 hat sich die International Computer Music Conference (ICMC) zu der zentralen Konferenz im Bereich der computergestützten Musik entwickelt. Im Fokus stehen aktuelle Entwicklungen in Musiktechnologie, Künstlicher Intelligenz, interaktiven Systemen, immersiven Audioformaten sowie deren gesellschaftliche Bedeutung. Die ICMC HAMBURG 2026 wird von der HfMT Hamburg, der TUHH, der HAW Hamburg und dem UKE in enger Zusammenarbeit mit dem ligeti zentrum organisiert.

Off-ICMC: Musik in unserer digitalen Zeit

Mit der Off-ICMC ergänzt das ligeti zentrum das Konferenzprogramm um ein kostenfreies, öffentlich zugängliches Festival. Unter dem Titel „Musik in unserer digitalen Zeit“ richtet sich das Format gezielt auch an Menschen ohne Vorkenntnisse im Bereich der digitalen Musik.

„Das Programm der Off-ICMC wird ergänzend zum offiziellen Konferenzprogramm an ganz verschiedenen Orten in Harburg stattfinden“, berichten die Organisator:innen Joana Naomi Welteke, Christian Tschirner und Nadine Schwalb. Ziel ist es, digitale Musik im Alltag erfahrbar zu machen. „Stell dir vor, du bist auf dem Weg zum Einkaufen und entdeckst auf einmal eine Klanginstallation, auf der du ganz niedrigschwellig musizieren kannst, während Stelzenläufer:innen in beleuchteten Kostümen unsere Programmhefte verteilen.“

Ein Highlight der Off-ICMC: Der Science-Slam am 12. Mai 2026 im neu sanierten Kultur Palast Harburg
Ein Highlight der Off-ICMC: Der Science-Slam am 12. Mai 2026 im neu sanierten Kultur Palast Harburg

Science-Slam im Kultur Palast Harburg

Ein Highlight der Woche: der Science-Slam „Strg+Alt+Musik: Der Science-Slam über Musik in der digitalen Zeit“ im neu sanierten Kultur Palast Harburg am 12. Mai. Das Konzept orientiert sich am Prinzip eines Poetry Slams: Die Teilnehmenden bekommen je zehn Minuten auf der Bühne, um das Publikum zu überzeugen – nicht etwa mit Poesie, sondern mit wissenschaftlichen Thesen. Humor und allgemeine Zugänglichkeit sollen dabei im Mittelpunkt stehen. „Das Ziel ist, dass Wissenschaft nicht nur hinter verschlossenen Türen stattfindet“, so die Organisator:innen aus dem ligeti zentrum. „Über die beste Darbietung entscheidet am Ende das Publikum.“

Während der Hauptteil der Veranstaltung auf Deutsch stattfindet, werden zwei Beiträge auf Englisch präsentiert. Für die Verständlichkeit ist dennoch gesorgt: Zum Einsatz kommt eine Simultan-Übersetzung per Bluetooth-Kopfhörer.   

Kostenfreie Tickets sind über Pretix erhältlich.

Was zeigen Künstler:innen auf der International Computer Music Conference? Installative Einblicke geben Aufschluss | Foto: Rafaela Blanch Pires & Adriano Monteiro
Was zeigen Künstler:innen auf der International Computer Music Conference? Installative Einblicke geben Aufschluss | Foto: Rafaela Blanch Pires & Adriano Monteiro

Workshops, Performances und Installationen

Vom 11. bis zum 16. Mai bietet die Off-ICMC ein vielfältiges Programm für unterschiedliche Altersgruppen. Dazu gehören Workshops, Performances, Installationen und ein gemeinsamer Proben- und Konzertbesuch im Rahmen der ICMC.

„Über eine Kooperation mit dem WorkINGLab der TUHH können wir zwei Workshops anbieten, in denen sowohl Kinder als auch Erwachsene ihre eigenen Musikinstrumente bauen und löten können“, so Nadine Schwalb. Ein Instrument orientiert sich dabei am Prinzip des Theremins, einem der ersten elektronischen Musikinstrumente. In anderen Workshops lernen Teilnehmende anhand von Musik die Grundlagen im Programmieren – und wie sie mit Obst und Gemüse Sounds erzeugen können.

Wie klingt Obst und Gemüse? In diesem Workshop finden wir es gemeinsam heraus | Foto: feeljazz Festival, Jakob Stolz
Wie klingt Obst und Gemüse? In diesem Workshop finden wir es gemeinsam heraus | Foto: feeljazz Festival, Jakob Stolz

Homecoming im ligeti zentrum

Auch das ligeti zentrum selbst ist Teil des Programms. „Am Freitagabend feiern wir eine Art Homecoming“, kündigt Joana Welteke an. „Dann wird das Production Lab in eine Soundbar verwandelt: Es gibt Getränke, die über Lautsprecher im ganzen Raum vertont werden, gefolgt von einer experimentellen, künstlerischen Lesung aus dem Stadtteilbuch „Harburg“ von Bärbel (Bascha) Wegner.“

Schlussendlich ist wirklich für alle etwas dabei, freut sich das Organisationsteam: „Als Erweiterung der ICMC bietet die Off-ICMC tatsächlich Formate für Menschen von null bis 99 Jahren.“

Am 15. Mai 2026 verwandelt sich das Production Lab im ligeti zentrum in eine Soundbar | Foto: Soundbar Kollektiv
Am 15. Mai 2026 verwandelt sich das Production Lab im ligeti zentrum in eine Soundbar | Foto: Soundbar Kollektiv

Das vollständige Programm der Off-ICMC steht in der Onlineübersicht und als digitaler Flyer zur Verfügung. Einige Formate sind so offen angelegt, dass ein spontanes Kommen und Gehen explizit erwünscht ist. Andere Programmpunkte – unter ihnen Workshop-Formate oder ein gemeinsamer Proben- und Konzertbesuch aus dem Programm der ICMC – erfordern eine digitale Anmeldung über Pretix.

Titelbild: Körperfunkkollektiv | Foto: Felix Konerding

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Registrierung zur ICMC HAMBURG 2026 eröffnet

Die International Computer Music Conference kommt vom 10. bis 16. Mai 2026 nach Hamburg. Die Registrierung zur Teilnahme ist fortan über das Konferenzsystem Converia eröffnet.

Die Registrierung für die ICMC HAMBURG 2026 ist ab sofort geöffnet. Vom 10. bis 16. Mai 2026 wird Hamburg zum internationalen Treffpunkt für Komponist:innen, Künstler:innen, Forscher:innen und Technolog:innen im Bereich Computermusik und Sound Art.

Nach 25 Jahren kommt die ICMC erstmals wieder nach Deutschland. Ausgerichtet wird die Konferenz von vier Hamburger Hochschulen – der Hochschule für Musik und Theater Hamburg (HfMT), der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW Hamburg), der Technischen Universität Hamburg (TUHH) und dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) – gemeinsam mit dem gemeinsam gegründeten ligeti zentrum. Das interdisziplinäre Zentrum in Hamburg-Harburg bildet einen zentralen Ankerpunkt der Konferenz und verbindet künstlerische Praxis, Wissenschaft, Technologie und Gesundheit in innovativen Projekten und Formaten.

Die Handschrift des ligeti zentrums

Unter dem Motto „Innovation, Translation, Participation“ greift die ICMC HAMBURG 2026 zentrale Anliegen des ligeti zentrums auf: neue Formen der Zusammenarbeit, Vermittlung und Teilhabe in der Computermusik. Ein Großteil der Veranstaltungen wird an der TUHH, in der Friedrich-Ebert-Halle und im ligeti zentrum sowie in nahegelegenen Kulturorten stattfinden.

Neben einem umfangreichen Programm aus Konzerten, Vorträgen, Installationen, Workshops und Performances wird bei der diesjährigen ICMC in Hamburg auch die Tradition der Off-ICMC wiederbelebt. Das kostenlose Begleitprogramm vom 11. bis 16. Mai 2026 richtet sich gezielt an die breite Öffentlichkeit und lädt die lokale Community in Harburg und der Metropolregion Hamburg ein, aktuelle Entwicklungen der Computermusik kennenzulernen und in Workshops selbst auszuprobieren.

Konferenzteilnahme und Registrierung

Eine Teilnahme vor Ort beinhaltet Zugang zu allen Konferenzorten und Veranstaltungen der ICMC HAMBURG 2026, einschließlich der Eröffnungsveranstaltung in der Elbphilharmonie, Getränke während der Konferenz sowie der After-Party im Stellwerk. Zudem ist eine Exkursion nach Lübeck geplant. Das Konferenzbankett am 13. Mai 2026 im Speicher am Kaufhauskanal ist separat buchbar. Early-Bird-Tarife sind noch bis 31. März 2026 verfügbar.

Darüber hinaus stehen auch Remote-Zugänge über Zoom sowie Tagestickets zur Auswahl.

Die Registrierung erfolgt über das Konferenzsystem Converia.

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