AI-gestützte Zusammenfassung komplexer GOÄ-Inhalte

Referenz AI

AI-Lösung zur Zusammenfassung komplexer GOÄ-Inhalte

Aus einem langen fachlichen Kommentar zu einer GOÄ-Ziffer, mit nur einem Click eine präzise Zusammenfassung automatisch erstellen zu lassen. Das ist der Wunsch vieler Kunden unserer GOÄ-Wissensmanagement-Anwendung, Martin Gebühreninfo. In kürzester Zeit hat das Team von red6 seine AI-Expertise gebündelt, Nutzerinterviews durchgeführt, Anforderungen in einem Prototyp umgesetzt und in den Beta-Test gegeben, um diesen Kundenwunsch zu erfüllen.

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Die Herausforderung

Die manuelle Prüfung komplexer Arztrechnungen ist ressourcenintensiv, da das Lesen und Analysieren einer großen Anzahl von fachlichen Kommentierungen zu einer GOÄ-Ziffer viel Zeit in Anspruch nehmen. Sachbearbeiter laufen dadurch Gefahr, den sprichwörtlichen Blick auf den Wald vor lauter Bäumen zu verlieren. Die Herausforderung besteht darin, die wichtigsten und relevantesten fachlichen Informationen aus einer großen Anzahl von Kommentierungen zu identifizieren. Dieser Herausforderung haben sich die Entwickler von red6 gestellt.

Warum das bestehende System verbessert werden musste​:

    • Erfüllung Kundewünsche nach diesem Feature, um die Abrechnungsprüfung noch effizienter zu gestalten
    • Erzeugung von zusätzlichem Mehrwert und Steigerung der Attraktivität von Martin Gebühreninfo

Unsere red6-Lösung

Die AI-gestützte Zusammenfassungsfunktion für GOÄ-Kommentierungen ist eine neu entwickelte Lösung von red6. Folgende Funktion wurden kreiert:

AI-Technologie fasst GOÄ-Kommentierungen präzise und schnell zusammen

Diese innovative Funktion analysiert den Text einer fachlichen Kommentierung und erstellt mit einem Click eine Zusammenfassung der relevantesten Abrechnungsinformationen, die den Sachbearbeiter kompakt und präzise präsentiert werden.

Integration der Funktion dort wo der Nutzer sie erwartet

Das neue Feature wurde von den red6 Entwicklern nahtlos in die logisch strukturierte Suchfunktion der Wissensmanagement-Anwendung integriert. Der Nutzer wählt einfach ein Kommentar aus den Ergebnissen aus, um dann per Click eine präzise Zusammenfassung der Inhalte von der künstlichen Intelligenz zu erhalten. Dadurch spart der Nutzer viel Zeit in der Prüfung von Rechnungen.

Wie unsere Lösung Ihr Unternehmen voranbringt

    • AI-Praxiserfahrung: Unsere bereits gesammelte Praxiserfahrung mit der Integration von AI in bestehenden Produkten kommt auch Ihrem Digitalisierungsvorhaben zugute.
    • Prompting-Expertise: Mit unseren Methoden zur automatisierten Generierung von Prompts erzeugen wir wertvolle Ergebnisse und führen Projekte schneller zum Erfolg.

Ihr Ansprechpartner: Dennis Grönger

Die AI-gestützte Lösung von red6 beschleunigt Entscheidungsprozesse und reduziert die Bearbeitungszeit komplexer Arztrechnungen. Die starke Marktnachfrage unterstreicht die Akzeptanz und den erfolgreichen Einsatz dieser Lösung.

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Gap-Analyse zur Umsetzung digitaler Barrierefreiheit im Online-Vertrieb

Referenz Regulatorik

Gap-Analyse zur Umsetzung digitaler Barrierefreiheit im Online-Vertrieb

Als professioneller Anbieter der Softwareentwicklung stehen wir bei der Umsetzung digitaler Barrierefreiheit Unternehmen der Versicherungsbranche mit unserem Organisationsmanagement und IT-Know-how zur Seite. Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) stellt Unternehmen vor die Herausforderung, ihre digitalen Angebote barrierefrei zu gestalten. Auch unsere Geschäftspartner aus der Versicherungsbranche sind von dieser gesetzlichen Neuerung betroffen und müssen ihre Online-Auftritte entsprechend anpassen.

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Die Herausforderung

Die Herausforderung besteht darin, die Online-Angebote unseres Kunden inklusive Portalen und digitalen Touchpoints in Deutschland und der EU bis zum 28.Juni 2025 gemäß dem Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) barrierefrei zu gestalten. Dazu ist eine umfassende Gap-Analyse erforderlich. Die drei zentralen Handlungsfelder sind folgende:

Warum das bestehende System ersetzt werden musste​:

    • Gap-Analyse aller Online-Portale zur Barrierefreiheit
    • Portale, digitale Touchpoints des Kunden definieren, die vom BFSG betroffen sind
    • Ein Umsetzungprojekt vorbereiten & geeignete Lösungsstrategien erarbeiten

Unsere red6-Lösung

Die Umsetzung des BFSG erfordert eine systematische Vorgehensweise. red6 unterstützt Unternehmen folgendem dreistufigen Lösungsansatz, der auf einer detaillierten Gap-Analyse basiert und ein umfassendes Umsetzungsprojekt initiiert:

Gap-Analyse als Basis als Grundlage für Lösungsstrategien

Ausgehend von einer detaillierten Gap-Analyse, die den aktuellen Stand der Barrierefreiheit der digitalen Angebote erfasst und mit den Anforderungen des BFSG abgleicht, wurde ein umfassendes Umsetzungsprojekt initiiert. Diese Analyse dient als Grundlage für die Planung der notwendigen Maßnahmen zur Erreichung der Barrierefreiheit.

Effizientes Projektmanagement für barrierefreie digitale Angebote

red6 hat die Projektleitung mit einem erfahrenen Projektleiter übernommen und ebenso die Projektassistenz bereitgestellt. Dabei übernahmen wir die Projektkoordination, das Monitoring und die Verantwortung des Zeitplans sowie des Budgets. Gleichzeitig unterstützten wir bei administrativen Aufgaben und der reibungslosen Kommunikation zwischen allen Beteiligten.

Fokussierte Expertise für barrierefreie Softwarelösungen

In enger Abstimmung mit den Fachexperten des Kunden entwickelt red6 spezifische Lösungsansätze zur Umsetzung der Barrierefreiheitsanforderungen. Berücksichtigung wirtschaftlicher Aspekte, um effiziente und nachhaltige Lösungen zu finden. Erarbeitete Maßnahmen werden anschließend schrittweise in die Firmen-internen Prozesse integriert.

Wie unsere Lösung Ihr Unternehmen voranbringt

    • Barrierefrei: Erreichung der Barrierefreiheit nach Anforderungen des BSFG
    • Kommunikationsstark: interne und externe reibungslose Kommunikation
    • Effizient: Nachhaltige Lösung unter Berücksichtigung wirtschaftlicher Aspekte

Ihr Ansprechpartner: Dennis Grönger ​

Unsere Experten verfügen über langjährige Erfahrung im Bereich der Barrierefreiheit und schaffen die Grundlage für eine schrittweise und zielgerichtete Umsetzung der Barrierefreiheitsanforderungen für Ihre Online-Präsenzen, um die Konformität mit dem BFSG sicherzustellen. 

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Kultur trifft UX – Wie Kultur das UX Design beeinflusst

Was hat UX mit Kultur zu tun?

Als UXler ist man es gewohnt, immer die Nutzenden im Fokus zu haben. Was sind deren Bedürfnisse? Wie muss etwas gestaltet sein, sodass Nutzende sich bestmöglich zurechtfinden und ein angenehmes Nutzungserlebnis haben? Und vielleicht geht es Ihnen da genauso wie mir, dass man es in UX-Tests meist mit Nutzenden und Produkten aus einem uns ähnlichen Kulturkreis zu tun hat. Doch es lohnt sich über den eigenen Kultur-Tellerrand hinauszuschauen und andere Blickwinkel einzunehmen, denn auch vermeintlich ähnliche Kulturen können ganz unterschiedliche Anforderungen an die Usability haben. Im Folgenden schauen wir uns anhand von Beispielen an, welche Unterschiede es zwischen Kulturen gibt, was womöglich Gründe dafür sind und warum es für UXler wichtig ist, Kulturunterschiede zu kennen.

Anderes Land, andere Website. Aber warum?

Bittet man ChatGPT, ein Bild einer typischen chinesischen Webseite zu generieren (Abb. 1), ergibt sich zum Beispiel Folgendes:

KI generierte Darstellung einer chinesischen Website.
Abbildung 1 : Chat-GPT generiertes Bild einer typischen chinesischen Webseite

Bittet man die künstliche Intelligenz hingegen, ein Bild einer typischen schwedischen Webseite zu generieren (Abb. 2), wird beispielsweise Folgendes produziert:

KI generierte Darstellung einer schwedischen Website.
Abbildung 2 : Chat-GPT generiertes Bild einer typischen schwedischen Website

Die beiden generierten Abbildungen unterscheiden sich z. B. in Anzahl und Intensität der Farben sowie der generellen Menge an dargestellten Elementen. Zudem steht bei der schwedischen Variante die Nachhaltigkeit im Fokus und sie wirkt aufgeräumter und ruhiger (zumindest auf den deutschen Nutzenden). Zugegebenermaßen sind die Darstellungen sehr stereotypisch und nicht alle chinesischen oder schwedischen Websites sehen exakt so aus. Dennoch stellt sich hier die Frage, warum unterscheiden sich die generischen Webseiten der beiden Kulturen so sehr?

Welche kulturellen Einflussfaktoren beeinflussen das Design einer Webseite?

Das Design von Webseiten wird von zahlreichen kulturellen Faktoren beeinflusst, deren Bedeutung je nach Kultur variiert. Eine Gliederung in objektive (z. B. Sprache, Gesetze, Symbole, Farben) und subjektive Faktoren (z. B. Popkultur, Denkweisen, Markenwahrnehmung) hilft, diese Unterschiede zu verstehen und gezielt auf Nutzerbedürfnisse einzugehen. Die folgende Grafik gibt einen Überblick über eine Auswahl, die wir uns im Weiteren anhand von Beispielen genauer anschauen wollen. Die Einflussfaktoren kann man dabei in subjektive und objektive Faktoren unterteilen.

Inforgraphik die die verschienen Einflussfaktoren auf Website zeigt und zwischen subjektiven und objektiven Faktoren unterscheidet.
Abbildung 3: Subjektive und objektive kulturelle Einflussfaktoren für Unterschiede auf Websites

Objektive Einflussfaktoren

Sprache: Ein vielfältiger Schlüsselfaktor im Web Design

Sprachlänge

Einer der größten Einflussfaktoren auf die Gestaltung von Webseiten ist die Sprache.
Vergleicht man die englische, deutsche und französische Website des Online-Kleidungshandels Topshop fällt hier der Einfluss der Sprachlänge auf (Abb. 4). Da Englisch eine eher kurze Sprache ist, ist der Werbe-Slogan des Banners in der englischen Sprache am kürzesten. Französisch und Deutsch sind hingegen eher lange Sprachen, weshalb der Slogan in Französisch am längsten ist. In diesem Fall beeinflusst die Länge der Sprache auch die Schriftgröße. Je länger die Sprache, desto kleiner die Schrift. Im Extremfall kann die Länge der Sprache so z. B. die Lesbarkeit beeinflussen.

Sprichwörter

In diesem Beispiel (Abb. 4) wird auch deutlich, dass Sprichwörter, Ausdrücke oder Slang nicht immer gleichwertig in andere Sprachen übersetzt werden können. Der Slogan „Crop it like it’s hot“ hat in der englischsprachigen Gesellschaft mehr Dimension, da er sich an das Lied „Drop it like it’s hot“ anlehnt. Das deutsche Pendant „Jetzt wird abgekürzt“ ist zwar inhaltlich ähnlich, erreicht aber sprachlich nicht die gleiche Tragweite.

Drei Versionen der Topshow-Website aus den Ländern England, Deutschland und Frankreich mit Slogans in der jeweiligen Landessprache.
Abbildung 4: Topshop-Websites aus England (links), Deutschland (Mitte) und Frankreich (rechts)

Leserichtung

Schaut man von den romanischen und germanischen Sprachen zur Arabischen, sticht hier direkt die unterschiedliche Leserichtung ins Auge. Während Deutsch und Englisch von links nach rechts gelesen werden, wird Arabisch von rechts nach links geschrieben. Dies führt dazu, dass die Elemente auf einer arabischsprachigen Website rechts zentriert angeordnet sind. So befindet sich hier im Beispiel der ägyptischen Emirates Website das Logo der Airline in der oberen rechten Ecke, statt links (Abb. 5).

Screenshots der linksausgerichteten Website der Emirates Airline aus Deutschland neben der rechtsausgerichteten aus Ägypten nebeneinander.
Abbildung 5: Websites der Emirates-Airline aus Deutschland (links) und Ägypten (rechts)

Verhaltensmuster und Wahrnehmungen

Stellen Sie sich nun vor, in einem UX Test einer Webseite sollen Teilnehmende das Logo einer Website suchen. Proband*innen aus England würden wahrscheinlich links oben suchen, Proband*innen aus Marokko vermutlich rechts oben. Das zeigt, dass Sprache auch Verhaltensmuster beeinflusst.

Auch die Wahrnehmung kann durch Sprache beeinflusst werden, was sich sogar neuronal nachweisen lässt. Zum Beispiel ist es bei der arabischen Sprache so, dass dort teilweise die Zeichen für kurze Vokale fehlen. Um die korrekte Bedeutung und Aussprache eines Wortes erkennen zu können, müssen Vorwissen oder Hinweise aus dem Kontext herangezogen werden. Dies führt dazu, dass die Gehirnhälften bei Arabisch sprechenden Menschen viel vernetzter sind, da zum Sprachverständnis Informationen aus unterschiedlichen Gehirnregionen vereint werden müssen. Die erhöhte Vernetztheit der Gehirnregionen wirkt sich dann auf die Wahrnehmung von Inhalten aus.

Sprachkomplexität

Des Weiteren unterscheiden sich Sprachen in ihrer Komplexität. Ein Beispiel für sehr komplexe Sprache ist das chinesische Schriftzeichen für „Biangbiangmian“, ein Nudelgericht. Es besteht aus bis zu 58 Strichen, das simplifizierte Schriftzeichen (Abb. 6) aus 43 Strichen. Die Schrift auf Webseiten kann so (zumindest für ein ungeübtes Auge) sehr komplex wirken und es bedarf unter Umständen einer größeren Auflösung oder Schriftgröße, um alle Details eines Schriftzeichens abbilden zu können.

Komplexes Chinesisches Schriftzeichen für Biangbiangmian mit 43 Strichen.
Abbildung 6: Chinesisches Schriftzeichen für Biangbiangmian mit 43 Strichen

Spracheingabe

Die Kompaktheit der Schriftzeichen ermöglicht es aber auch, viele Informationen auf kleinem Raum darzustellen. Nun könnte man vermuten, dass chinesische Webseiten daher sehr übersichtlich sein müssten und Schrift wenig Platz einnehmen sollte. Das Gegenteil ist der Fall. Da die Eingabe über die Strichmethode oder Pinyin-Eingabe für chinesische Schriftzeichen nicht sehr effizient ist, werden viele Inhalte über sichtbare Menüs oder Buttons dargestellt, wodurch die Website (aus europäischer Sicht) voller wirken kann.

Symbole: Kleine Grafiken mit Fettnäpfchen-Potential

Weitere Unterschiede zwischen Kulturen zeigen sich in der Bedeutung von Symbolen. Zum Beispiel wird der Daumen hoch in einigen Ländern des Nahen Ostens als beleidigend verstanden und mit dem Zeigefinger deuten, gilt in Thailand als unhöflich.

Zudem werden Tieren unterschiedliche Eigenschaften zugeschrieben, z. B. steht die Eule in Deutschland für Weisheit, in China hingegen für Brutalität und Dummheit. Vor allem bei der Anwendung von Symbolik sollten diese Unterschiede zwischen den Kulturen beachtet werden.

Farben: Bunt ist nicht immer (farben-)froh

Ähnliches gilt für auch für Farben. Die Farbe Rot steht in Deutschland für Liebe oder auch Warnung, in Ägypten beispielsweise für den Tod und in China für Wohlstand. Lila wird überkulturell mit Reichtum und Spiritualität verbunden, in Brasilien und Thailand hingegen ist es die Farbe der Trauer. Und während Weiß in westlichen Kulturen mit Reinheit und Frieden verbunden wird, wird es in China und Japan bei Beerdigungen getragen und steht für Trauer und Unglück.

Natürlich bedeutet dies nicht, dass man auf z. B. brasilianischen Webseiten niemals die Farbe Lila verwenden sollte. Sollte es jedoch um die Auswahl einer Farbe für ein bedeutsames Element gehen, ist die Berücksichtigung der Farbbedeutung durchaus eine Überlegung wert.

Umweltfaktoren: Analog beeinflusst digital

Die physische Umwelt, in der wir aufwachsen, beeinflusst, wie wir Dinge wahrnehmen. Wächst man beispielsweise in einer hektischen Stadt mit vielen Anzeigetafeln und Geräuschen wie Tokio auf, dann empfindet man unter Umständen eine sehr informationslastige Webseite auch als nicht überfordernd und kann sich gut orientieren. In der Studie von Masuda & Nisbett (2006) beschrieben Japaner*innen rund signifikant häufiger den Hintergrund einer Szene als Amerikaner*innen. Dies deutet darauf hin, dass Japaner*innen eine hohe Informationsdichte gewohnt sind, aus denen aufgrund der Anzahl an Informationen der Fokus nicht auf einer Hauptinformation liegt. Schaut man sich die Startseiten der Suchmaschine Yahoo aus Japan und USA im Vergleich an (Abb. 7), stellt man fest, dass auf der japanischen Seite sehr viele kleine Einzelmeldungen zu sehen sind, während auf der amerikanischen Seite eine zentrale Meldung die Aufmerksamkeit auf sich zieht.

Screenshot der yahoo Website aus Japan mit viel Text, vielen Links und ohne Bilder neben der Website aus den USA mit vielen Bildern und großen Überschriften.
Abbildung 7: Yahoo-Startseite aus USA (links) von yahoo.com und Japan (rechts) von yahoo.jp

Analog dazu fanden Miyamoto et al. (2006) heraus, dass das Ansehen von kulturell charakteristischen Stadtbildern aus amerikanischen oder japanischen Umgebungen zu unterschiedlichen Wahrnehmungsmustern führte. Japanische Stadtbilder waren mehrdeutiger und beinhalteten mehr Elemente, was dazu führen kann, dass mehr auf den Kontext geachtet wird.

Technischer Fortschritt und Trends: Treiber der Web-Veränderung

Des Weiteren ermöglichen technischer Fortschritt die Umsetzungen neuer Such- und Interaktionsmöglichkeiten, wie beispielsweise freie Suchen über eine Suchleiste statt Durchklicken durchs Menü oder ein Pop-up zu einem Chatbot. Im gleichen Tempo entwickeln sich auch stetig neue Designtrends, wie aktuell klare Formen und Minimalismus. Schaut man sich Website des Technikhandels Mediamarkt über die letzten Jahre an (Abb. 8), erkennt man immer weniger offene Menüs, Implementierung einer Suchleiste, mehr Whitespace und weniger plakative Werbung.

Screenshots verschiedener Versionen der Mediamarkt Website die im Lauf der Jahre minimalistischer wurde.
Abbildung 8: Mediamarkt Website über die letzten Jahre

Da aber Designtrends und technischer Fortschritt nicht weltweit gleichermaßen voranschreiten und die gleichen Ergebnisse produzieren, sind auch sie Faktoren für kulturelle Unterschiede.

Gesetze: Einschränkungen für das Design

Ebenso fluide und gleichermaßen rigide kann die Umsetzung neuer gesetzlicher Richtlinien sein, angefangen von der Zustimmung zum Sammeln von Cookies bis hin zu den Vorgaben pro Land, welche Angaben im Impressum gemacht werden müssen.

Subjektive Einflussfaktoren

Neben den objektiven Einflussfaktoren, wie Sprache, Farben und technologische Entwicklungen haben auch eher sozialpsychologische Faktoren einen Einfluss auf die Gestaltung und Struktur einer Webseite.

Popkultur: Promis für den persönlichen Pep

Im oben beschriebenen Beispiel der Topshop Webseite (Abb. 4), ist auf der englischen Seite David Bowie abgebildet, vielleicht, um auf eine besondere Kollektion hinzuweisen. Auf der deutschen und französischen Webseite befindet sich an gleicher Stelle ein Hinweis auf die neu gelaunchten Social Media Seiten. David Bowie ist zwar weit über das Königreich hinaus bekannt, aufgrund seiner Herkunft jedoch eine britische Ikone und hat auf popkultureller Ebene in Deutschland und Frankreich vielleicht nicht die gleiche Bedeutung.

Ob es nun Filme, Musik, berühmte Persönlichkeiten, kulinarische Spezialitäten oder die Nationalflagge sind – es gibt immer landestypische Elemente auf Webseiten, die von Außenstehenden evtl. nicht verstanden werden.

Verhaltens- und Denkweisen: Stereotype messbar machen

Kulturen unterscheiden sich jedoch nicht nur in ihren Vorlieben, sondern auch in ihren Verhaltens- und Denkweisen. Vielleicht kommt einem hier sofort das typische deutsche Handtuchreservieren am Hotelpool oder die ausgeprägte Gestik der Italiener*innen in den Sinn. Dies sind Beispiele für das Ausleben kultureller Mentalitäten. Vergleicht man die Startseiten der Lufthansa-Webseite (Abb. 9), sieht man für die deutsche Startseite ein Feld zum Reiseziele entdecken. Auf der englischen Startseite ist an der gleichen Stelle jedoch ein Hinweis- oder Hilfebereich platziert. Hier scheint die Startseite der Lufthansa, den Verhaltensweisen ihrer Nutzenden nachzukommen, indem sie der deutschen Reiselust nachkommt und den englischen Nutzenden Tipps & Hilfe gibt.

Vergleich der Lufthansa Website aus Deutschland mit der Option attraktive Angebote anzuzeigen, neben der Version aus England, die stattdessen einen Reiseguide hat.
Abbildung 9: Lufthansa-Websites aus Deutschland (links) von lufthansa.de und England (rechts) von lufthansa.com

Verhaltens- und Denkweisen lassen sich jedoch nicht nur durch Stereotype grob beschreiben, sie sind auch messbar. Beispielsweise untersuchte die amerikanische Analysefirma Clicktale das Surfverhalten von stark kontextbezogenen Kulturen wie USA, Deutschland und Norwegen im Vergleich zu schwach kontextbezogenen Kulturen wie China, Japan und Korea (Abb. 10). Sie stellten fest, dass Teilnehmenden aus USA, Deutschland und Norwegen stark mit dem Text der gezeigten Webseite interagierten, sehr viel lasen und mit der Maus über den Text fuhren. Teilnehmende aus China, Japan und Korea hingegen interagierten fast nicht mit dem Text und sahen sich nicht einmal die Hälfte der Seite an.

Heatmap, die das Leseverhalten von stark und schwach kontextbezogenen Kulturen auf einer Website vergleicht: Stark kontextbezogene Kulturen lesen fast alles, schwach kontextbezogene kaum.
Abbildung 10: Heatmap des Blickverhaltens, schwach kontextbezogene Kulturen (links) und stark kontextbezogene Kulturen (rechts)

Ähnliches zeigen die Ergebnisse von Zimmermann & Zimmermann (2013). Hier machten Teilnehmende aus Deutschland und den Niederlanden erst sehr viel später den ersten Klick auf der Startseite einer Webseite. Teilweise 40–60 Sekunden später als Personen aus Russland oder Belgien. Und analog zur Clicktale Studie fokussierten sich die deutschen und niederländischen Teilnehmenden durchschnittlich länger auf Hoteldetails als beispielsweise Teilnehmende aus Russland. In beiden Studien zeigen sich quantitative messbare Unterschiede im Bedürfnis nach Informationen zwischen Kulturen – interessanterweise auch zwischen Ländern, die geografisch direkte Nachbarn sind.

Markenwahrnehmung: Eine Marke – viele Gesichter

Unterschiedliche Verhaltens- und Denkweisen können weiterhin dazu führen, dass Unternehmen oder Marken in Ländern unterschiedlich wahrgenommen oder zu unterschiedlichen Zwecken genutzt werden. Im Vergleich der Lufthansa Webseite (Abb. 9) steht für die Ägypter*innen abgeleitet von der Grafik das Reisen zu Business Zwecken im Vordergrund. Dies zeigt, dass die Lufthansa als Airline oder Marke in Ländern unterschiedlich wahrgenommen wird. In Ägypten ist die Lufthansa vermutlich keine Urlaubsairline und wird eher mit berufsbedingten Reisen verbunden. Das ist nachvollziehbar, denn es fliegen wahrscheinlich mehr Deutsche nach Ägypten in den Urlaub als Ägypter*innen nach Deutschland.

Warum sind Kulturunterschiede für UXler relevant?

Als UXler sind wir es gewohnt, unterschiedliche Blickwinkel einzunehmen. Einer dieser Blickwinkel sollten dabei kulturelle Einflüsse sein. Wie in den beschriebenen Beispielen deutlich wird, können sich kulturelle Unterschiede sehr vielseitig zeigen und mitunter die komplette Struktur einer Webseite verändern. Es ist also für UXler imminent, sich interkulturelle Kompetenz anzueignen. Und damit ist nicht gemeint, sich mit allen Gepflogenheiten jeder Kultur bestens auszukennen. Es geht mehr darum, ein Bewusstsein für mögliche kulturelle Unterschiede und deren Auswirkungen zu entwickeln. Eine gewisse kulturelle Sensibilität ist in allen Schritten des UX-Prozesses hilfreich.

Im UX Test: Kultur in allen Phasen

In der Startphase eines UX-Tests steht zunächst die Rekrutierung passender Teilnehmender und die Erstellung eines Zeitplans an. Bei der Spezifizierung der Zielgruppe kann es bspw. relevant sein, aktiv unterschiedliche Kulturen miteinzubeziehen. Bei der Erstellung eines Zeitplans sollte beachtet werden, dass es unterschiedliche Terminkulturen gibt. Beispielsweise neigen Südeuropäer*innen dazu, eher unpünktlich zu sein und haben eine höhere No-Show-Rate. Sie haben eine entspanntere Haltung zu Pünktlichkeit. In vielen südeuropäischen Kulturen wird Pünktlichkeit nicht immer auf die Minute genau genommen und weniger streng betrachtet.

Durch Pufferzeiten zwischen den Interviews und Einplanen von Überrekrutierung kann dem vorgebeugt werden, um einen problemlosen Ablauf der Interviews zu ermöglichen.

Beim Erstellen des Interview-Leitfadens und Durchführung eines Pretests kann die Länge der Sprache eine Rolle spielen. Wir haben im Beispiel der Topshop-Webseite gesehen, dass Sprachen unterschiedlich lang sein können und so in einem Interview auch unterschiedlich viel Zeit in Anspruch nehmen können. Um den Sprachlängen entgegenzukommen, kann die Anzahl an Fragen oder die Gesamtlänge der Interviews angepasst werden.

Während des Interviews kann die Auskunftsfreudigkeit der Teilnehmenden eine Rolle spielen. Manche Kulturen sind sehr präzise und eher zurückhaltend in der persönlichen Kommunikation, weshalb die Antworten kürzer sind. Zudem kann es sein, dass z. B. Teilnehmende aus asiatischen Ländern tendenziell weniger Kritik äußern, da öffentliches Kritisieren dort nicht gängig ist. In beiden Fällen kann gezieltes Nachfragen helfen, möglichst viele Informationen zu erhalten.

Im Expert Review: Gleiche Prinzipien, aber anderes Prinzip

Im Expert Review beurteilt ein UXler Produkte anhand von Prinzipien und Heuristiken. Obwohl die UX-Prinzipien nach DIN EN ISO 9241-110 in ihrer Definition kulturübergreifend einsetzbar sind, kann die Umsetzung der Prinzipien sich zwischen Kulturen unterscheiden.

Aufgabenangemessenheit bedeutet zum Beispiel erforderliche Bedienelemente darzustellen. Für eine Webseite in chinesischer Sprache könnte das bedeuten, dass mehr Buttons oder Menüpunkte eingefügt werden sollten, da die Sticheingabe in einer Suchleiste für die Nutzenden aufwendiger wäre. Für eine deutsch- oder englischsprachige Webseite würde man vermutlich nicht auf diese Idee kommen, da hier eher nach dem Credo „weniger ist mehr“ designt wird und eine Suchfunktion einfacher genutzt werden kann. Unter Aufgabenangemessenheit wird auch verstanden, standardmäßige Auswahlmöglichkeiten zu geben. Das könnte die Auswahl der Bezahlmöglichkeiten beeinflussen. In England ist z. B. PayPal eine gängige Anwendung, während in China eher das Pendant Alipay genutzt wird.

Das Prinzip der Erwartungskonformität beschreibt die angemessene Reaktion auf Benutzerhandlungen sowie sprachlich und kulturelle Konventionen. Im Webseitekontext könnte dies die Frage aufwerfen, ob bei einer erfolgreichen Bearbeitung „Erledigt.“ erscheint oder eine animierte Figur applaudiert. Je nach Kultur kann das eine zu unpersönlich oder das andere zu übertrieben wirken.

Über das Prinzip Benutzerbindung soll Vertrauen hinsichtlich der Anwendung geschaffen werden. Bei Produkten spielt hier die Anzahl der angezeigten Informationen eine Rolle. In China bedeuten viele Informationen eine gute Qualität, während man sich in Deutschland wahrscheinlich eher bedrängt fühlen würde und das Produkt abwerten würde.

Bewerten wir also die Usability von Anwendungen, deren Zielgruppe eine andere Kultur ist, müssen wir die unterschiedliche Auslegung der UX-Prinzipien beachten. Das UX Design anderer Länder ist demnach nicht schlechter, sondern einfach anders, als wir es vielleicht gewohnt sind.

Abschließende Worte: Gleiche Brille, aber neuer Blickwinkel!

In diesem Artikel wurde deutlich, dass sich Kultur sich auf viele verschiedene Elemente einer Anwendung auswirkt. Um diese Auswirkungen erkennen und gegebenenfalls bewerten zu können, ist kulturelle Kompetenz gefragt. Und keine Angst, man muss als UXler kein voll ausgebildeter Kulturanthropologe sein. Kulturelle Kompetenz kann man sich Stück für Stück erarbeiten, wenn man immer die besonderen Eigenschaften und Anforderungen der jeweiligen Zielgruppe im Blick behält. Also im Grunde sollte man einfach weiter das tun, was man als gewissenhafter UXler sowieso macht: Sich die Brille der Nutzenden aufsetzen und so die (kulturellen) Anforderungen im Blick haben!

Quellenangaben

Dieser Artikel basiert teilweise auf Informationen aus früheren Beiträgen des usabilityblog.de. Einige der ursprünglichen Artikel sind möglicherweise nicht mehr zugänglich.

Internet

1„Andere Länder, andere Seiten – Nationale Startseiten internationaler Unternehmen im Vergleich“ | Andrea Struckmeier (2013) | eresult.de

„Andere Länder, anderes Web? Wie kulturelle Unterschiede Websites prägen (und wie nicht)“ | Sebastian Felge (2014) | usabilityblog.de

„Typisch deutsch verschaltet“ | Christiane Gelitz (2023) | spektrum.de

„Interkulturelle Kompetenz – Wie man internationaler Designer wird“ | Chloe Chan (2016) | centigrade.de

„User Experience und der Einfluss von kulturellen Faktoren“ | Amina Abromand (2016) | basecom.de

„Web Design China: Usability und Blickverhalten sind anders“ | Beat Z’graggen (2014)| basecom.de

„Unterschiede im UX Design: China und westliche Kulturen“ | Yang Zhong (2022) | ergosign.de

“Bridging the CulturalUX Divide: Why China’s Approach Matters” | Zippora Lau (2023) | digitalcreative.cn

 

Studien & Bücher

“Culture and Change Blindness” | Masuda, T., & Nisbett, R. E. (2006) | in Cognitive Science, 30(2), 381–399.

“Culture and the Physical Environment: Holistic Versus Analytic Perceptual Affordances” | Miyamoto, Y., Nisbett, R. E., & Masuda, T. (2006) | in Psychological Science, 17(2), 113-119.

„Kulturelle Unterschiede im online Blickverhalten: Nutzungs- Schnittstellen für interkulturelle Nutzergruppen” | Zimmermann, S. & Zimmermann, U. (2013) | in S. Boll-Westermann, S. Maaß & R. Malaka (Ed.), Mensch & Computer 2013 – Workshopband: 13. fachübergreifende Konferenz für interaktive und kooperative Medien (pp. 487-494).

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Design Sprint: Tipps & Tricks

„Aus Fehlern lernt man am besten“, heißt es. Wer schon einmal einen Design Sprint geleitet hat, wird immer wieder Dinge bemerken, die man irgendwie noch optimieren könnte. Auch der Erfinder des Design Sprints, Jake Knapp, hat die Methode nicht aus einer rein theoretischen Überlegung in Buchform gegossen, sondern ist aus viel praktischer Erfahrung zu diesem Ablauf gekommen.

Auch wir als Agentur lernen nach mehreren Sprints für Kund*innen aus unterschiedlichsten Branchen immer wieder dazu – jedes Mal. Hier finden Sie unsere wichtigsten Tipps zur erfolgreichen Durchführung eines Design Sprints:

Vorbereitung & Planung

Ein gut geplanter Design Sprint beginnt nicht erst am ersten Tag des Workshops. Vielmehr entscheidet die Vorbereitung maßgeblich über den Erfolg des gesamten Prozesses. Von der Definition der Zielgruppe bis zur Rekrutierung der Proband*innen und dem Zeitmanagement – diese Schritte legen den Grundstein für reibungslose Abläufe und ein starkes Teamgefühl.

Wer sind unsere potenziellen Nutzenden?

Diese Frage sollten wir schon vorab geklärt haben. Oder zumindest eine grobe Ahnung und Einigung (!) haben, wem wir am letzten Tag den Prototypen vorsetzen möchten. Nicht nur aufgrund der Rekrutierung von Proband*innen, sondern vor allem, da wir in unserem Sprint kaum Zeit haben, diese Frage ausgiebig zu klären.

Rekrutierung auslagern

Neben der Moderation, Planung und Vorbereitung des Sprints auch noch Anzeigen bei Facebook und eBay veröffentlichen und sich um die Slot-Planung von möglichen Kandidat*innen kümmern (die zudem auch zusätzliche Fragen und Betreuungsaufwand mitbringen)? Dieser Stress hindert uns vielleicht an einer guten Durchführung des Sprints. Daher sollten wir diese Aufgabe entweder vorab erledigt haben. (aber Achtung! Vor dem „großen Tag“ tauchen häufig noch Fragen, Terminänderungen o. Ä. auf) oder vollständig auslagern. Am besten direkt an Profis/Dienstleister, die auf einen großen und geeigneten Probandenpool zurückgreifen können. Dies steigert nicht nur die Qualität der Ergebnisse, sondern mindert vor allem unnötigen Aufwand.

Blitzdemos müssen vorab angekündigt werden

Laut dem Original Design Sprint „kann“ den Teilnehmenden am Montagabend, also nachdem die Map fertiggestellt und der Fokuspunkt eingekreist wurde, die Hausaufgabe gestellt werden, sich für den nächsten Tag nach inspirierenden Lösungen umzusehen (vgl. Jake Knapp: Sprint. Wie man in nur fünf Tagen neue Ideen testet und Probleme löst, München 2016, S. 95.). In der viertägigen Design-Sprint-Variante verwenden wir sogar direkt am ersten Tag diese Methode und die Teilnehmenden haben nur bis zu 25 Minuten Zeit für ihre Recherche.

Das Problem hierbei ist nicht nur die äußerst knappe Zeit (beim Original Design Sprint ist das weniger problematisch), sondern die ggf. fehlende Vorbereitung. Die Teilnehmenden müssen die Möglichkeit haben, sich vorab Gedanken um Inspirationen machen zu können und auch, wie sie diese am entscheidenden Tag präsentieren können. Zu oft mussten wir die Erfahrung machen, dass einzelne Teilnehmendn Frustration zeigten, da sie z. B. nicht die passenden Geräte dabei hatten oder ein simpler Login-Zugang fehlte.

Kein Nutzertest ohne Ersatzproband*innen

Was haben „Mein Freund hat meinen Laptop mitgenommen“ und „Ach so, ich dachte, das findet dort statt, wo es auch beim letzten Mal war“ gemeinsam? Es sind beides echte Aussagen aus dem Alltag von Usability Tester*innen, die beide zu ungünstigen Zeiten aufgetaucht sind: kurz vor dem eigentlichen Termin.

Deshalb müssen bei jedem Nutzertest zusätzliche Proband*innen eingeplant werden. Wenn wir weniger als 5 haben, ist das Ergebnis nur bedingt oder gar nicht aussagekräftig. Sicher gehen wir bei 5–6 Personen mit zwei zusätzlichen Proband*innen. Und dies entweder in Form von Überrekrutierung (zwei Personen nach der eigentlich letzten Person, die ggf. nachrücken oder eine Absage inkl. Entschädigung erhalten) oder in Form von Standbys (zwei Personen, die sich jeweils den Vor- und Nachmittag freihalten und bei Bedarf sofort einspringen können, dafür aber auch eine höhere Aufwandsentschädigung erhalten).

Zeitlicher Puffer schadet nie

Auch wenn der Design Sprint sehr eng getaktet ist, gibt es immer wieder Stellen, an denen einzelne Methoden etwas mehr Zeit benötigen als geplant. Das kann aufgrund von Diskussionen geschehen, aber auch durch ganz triviale Dinge (technische Schwierigkeiten, Zugverspätung etc.). Generell ist es daher ratsam, an manchen Stellen auch etwas Raum für Puffer einzuplanen (z. B. zwischen den einzelnen Interviews). Es ist besser, am Ende des Tages fünf Minuten früher fertig zu sein als zehn Minuten zu spät. Das Timing ist bei einem Design Sprint entscheidend. Kein Teilnehmender darf einen wichtigen Schlussteil nicht mitbekommen (und so benachteiligt/ausgeschlossen werden), da er in einen Anschlusstermin o. Ä. musste.

Titelbild des Whitepapers "Business Value von Design Sprints".

Kostenloses Whitepaper

Der Business Value von Design Sprints

In diesem Whitepaper erklären wir Ihnen, was ein Design Sprint ist und wie man diesen gewinnbringend einsetzen kann. Wir gehen auf mögliche Wirkungen von Design Sprints auf strategische Unternehmensziele ein und zeigen, welche Zahlen diese Theorie befürworten.

Know-how erhalten

Zeitmanagement im Design Sprint

Zeit ist im Design Sprint ein entscheidender Faktor. Die einzelnen Methoden sind eng getaktet, und effizientes Zeitmanagement kann den Unterschied zwischen einem hektischen Ablauf und einem erfolgreichen Workshop ausmachen. Hier sind einige Tipps, wie Sie Zeit effektiv nutzen und gleichzeitig Raum für Diskussionen und Entscheidungen schaffen:

Diskussionen steuern und rechtzeitig auflösen

Ein wichtiger Punkt, der viele Sprints zum Scheitern neigen lässt, sind „zu nette“ Moderierende oder (bei internen Teams vor allem) fehlende Durchsetzungskraft. Nein, wir müssen nicht in die strenge Lehrer-Rolle verfallen, ein Design Sprint soll schließlich auch Spaß machen und motivieren. Diskussionen sollten aber nicht zu lange stattfinden, vor allem aufgrund des engen Timings. Daher ist es notwendig, den Entscheidenden früh genug zu Entscheidungen aufzufordern. Und insbesondere in der „Bestimmen“-Phase (vor allem die Storyboard-Erstellung) helfen zwei Dinge: kurze Dot Votings und der oben genannte „Pferd-Spruch“. Wir kommen so effizient zu Entscheidungen und einem gemeinsamen Verständnis.

Entscheidungen sofort treffen

Bei anstrengenden und dauerhaften Meetings neigen wir manchmal dazu, die anstrengenden Punkte auf unserer Liste oder neue, die hinzukommen, auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben. Prokrastination fällt uns aber spätestens beim Prototyping auf die Füße: Welcher Screen erscheint hier? Nehmen wir jetzt dieses oder jenes Bild? Ist hier nicht doch die andere Variante sinnvoller?

Diese Fragen klingen später entweder in Form von Überstunden oder einem mangelhaften Ergebnis (und einem schlechten letzten Eindruck) nach.

Moderation verbessern & Teilnehmerinteraktion fördern

Ein Design Sprint steht und fällt mit der Moderation. Hier geht es darum, alle Teilnehmenden abzuholen, für Klarheit zu sorgen und gleichzeitig die Motivation hochzuhalten. Durch eine geschickte Kommunikation, gezielte Fragen und das Vermitteln von Sicherheit kann die Moderation den Unterschied zwischen einem mittelmäßigen und einem herausragenden Sprint ausmachen.

Stimmungen erfassen mit „Wie geht es euch?“

Diese Frage ist kurz und schmerzlos. Sie hilft dabei, immer wieder das aktuelle Befinden abzutasten und evtl. Fragen aufzugreifen (die ggf. zurückgehalten werden). Seitdem wir diese Frage in einem Design Sprint mehrmals stellen, haben Zusammenhalt und Motivation spürbar zugenommen.

Den generellen Ablauf immer wieder zwischendurch erklären

Nicht nur zu Beginn holen wir alle Teilnehmenden ab. Zwischendurch ist es immer wieder hilfreich kurz aufzuzeigen, was wir gemacht und geschafft haben und WIE es damit anschließend weitergeht (wofür wir das Ganze machen). So schafft man Verständnis, holt die Leute ab und sensibilisiert für die Methode.

Das Whiteboard ist eine zentrale Stütze

Wenn wir den Tagesablauf, die wesentlichen Angaben und Merkmale der Methoden zu Beginn auf einem Whiteboard festhalten, löst sich das vorherige Problem ohnehin von alleine auf (und vermittelt eine hervorragende Organisation). Zusätzlich ist eine PowerPoint-Präsentation (o. Ä.) sinnvoll, um ggf. weitere Beispiele und Eindrücke zu vermitteln.

Keine spontanen Änderungen an der Methode an sich zulassen

Einfach mal auf die Straße gehen und die Menschen fragen, was sie von unserem Thema halten? Vielleicht doch mal spontan eine Empathy Map (Design Thinking) erstellen, denn das Ergebnis gibt uns Einigkeit und neue Einblicke?

Was nett gemeint ist, entpuppt sich später zu einem großen Problem, wenn die folgenden Methoden nicht mehr aufeinander aufbauen können. Gleichzeitig würden solche Taten zu einer Umstrukturierung des Timings zwingen, denn für spontane Aufgaben ist in einem Design Sprint überhaupt kein Platz vorhanden.

Vor allem macht es aber den Moderierenden, der Vorbereitungen geleistet hat, sowie die Methode des Design Sprints an sich unglaubwürdig. Das Konzept und das Grundgerüst sind erprobt. Darin müssen wir als Team vertrauen.

Bestimmte Sätze, an die wir erinnern müssen

Drei Sätze wiederholen wir gerne im Sprint mehrfach und an unterschiedlichen Stellen. Seitdem helfen, Verständnis aufzubauen und die Teilnehmenden zu motivieren:

  • Vor allem in der Anfangsphase:
    NICHTS muss perfekt sein. Wirklich nichts. Natürlich könnten wir die Map noch ausführlicher gestalten und weitere Beteiligte erwägen und die einzelnen Schritte, Wünsche und Gedanken weiter aufschlüsseln. So könnten wir sichergehen, dass wir garantiert nichts übersehen. Dann sollten wir es aber sowieso direkt „richtig“ machen und Persona- und CJM-Workshops machen. Mit Vorbereitung und Auswertung dauert das aber in der Regel mehrere Wochen. Dafür haben wir hier validierte Daten. Das ist dann aber kein Sprint mehr und dauert zu lange? Richtig, deshalb ist die knappe Version perfekt für uns. Um die Details können (und sollten) wir uns in diesem Fall später kümmern.
  • Vor allem im kreativen Teil:
    Zum Designen gehört das Verwerfen von Ideen zwingend dazu. Das ist normal. Das Erstellen von mehreren Varianten und das vorläufige Aussortieren von Alternativen mit Potenzial gehen Hand in Hand. Die Dekonstruktion eigener Erzeugnisse mag sich für manche ungewohnt oder sogar verletzend anfühlen. Hier hilft es zusätzlich zu betonen: Keine Idee geht jemals verloren! Alles wird dokumentiert.
  • Vor allem, wenn wir uns auf einen Lösungsweg einigen:
    Wir setzen auf ein Pferd und mit diesem gehen wir am letzten Tag ins Rennen. Welchen Platz die anderen Pferde, die wir hätten auswählen können, am Ende erreicht hätten, wissen wir nicht. Aber das können wir immer noch später herausfinden. Immer wieder zu betonen, dass wir eben auch ein bisschen auf unsere Entscheidung „wetten“, hilft den Teilnehmenden bei der Einigung ungemein.

Methoden und Prozesse im Design Sprint optimieren

Die Methoden des Design Sprints bieten einen bewährten Rahmen, der Kreativität und Effizienz miteinander verbindet. Von der Wahl zwischen Design Sprint 1.0 und 2.0 bis zur geschickten Anwendung einzelner Methoden wie den „Wie-Können-Wir-Notizen“ – hier kommt es darauf an, die Prozesse konsequent und gleichzeitig flexibel umzusetzen.

Der sogenannte „Design Sprint 2.0“ heißt nicht so, weil er per se besser ist

Wer sich über die Methodik „Design Sprint“ informiert, stößt schnell auf den sogenannten „Design Sprint 2.0“. Hierbei handelt es sich um eine Verkürzung und teilweise auch Umstrukturierung des ursprünglichen Design Sprints, wodurch wir einen Tag sparen. Ein Team nur für vier Tagen, anstelle von fünf, freizustellen senkt die Hürde zur Durchführung dieser spannenden Methode. Das ist super, aber es bedeutet nicht – auch wenn es der Name suggeriert und es immer wieder behauptet wird – dass wir auf die Version 1.0 verzichten sollten.

In der viertägigen Variante werden vor allem Diskussionen durch Votings verkürzt. Manche Methoden werden zeitlich weiter reduziert. Andere neue und durchaus nützliche Methoden kommen hinzu („User Flow“). Dennoch scheint bei den Teilnehmenden das Gefühl, dass man noch tiefer nachforschen könnte, hier schneller und eindringlicher zu entstehen. Bestimmte Themen wollen doch untereinander besprochen werden, aber die Methode kürzt es durch wenige Sätze und ein schnelles Voting ab.

Um zu entscheiden, welche Variante besser geeignet ist, empfehle ich deshalb auch die Ausgangsfrage einzubeziehen. Ist sie klar umrissen? Dann könnte der kürzere Sprint reichen. Sind viele Dinge noch offen und das Problem möglicherweise nicht eindeutig eingegrenzt? Dann spricht das für die fünftägige Variante.

Keine WKWs ohne Probelauf

Die Wie-Können-Wir-Notizen (engl.: How Might We?) sind eine effiziente und einfache Vorgehensweise, um Probleme aus einer anderen Perspektive zu betrachten (und schnell zu ersten Lösungsideen zu gelangen). Entscheidend ist, dass alle Teilnehmenden genau wissen, wie diese Methode funktioniert, warum sie so praktisch ist, wie es danach damit weitergeht. (Warum erstellen wir diese Notizen?) und vor allem der Aufbau der Formulierung. Es ist wichtig, dass beim Sammeln der WKWs keine Notiz à „Nutzer springen an Stelle X ab“ zu finden ist.

Keine Angst vor dem Blick in die Checkliste

Überfordernd bei der praktischen Durchführung eines Design Sprints ist bei einigen Sprint-Moderator*innen wohl die Menge an Methoden, deren genauer Ablauf und zeitlichen Vorgaben. Wie viele Klebepunkte sind bei dieser Methode noch mal vorgesehen? Waren für diese Übung 20 oder 25 Minuten vorgesehen? Fragen dieser Art stelle ich mir auch heute noch immer wieder. Jake Knapp persönlich übrigens auch. Daher ist es auch kein Problem, als professionelle/r Moderator*in vor den Teilnehmenden einen Blick auf die Checkliste zu riskieren.

Einen Zeichner bei den Blitzdemos dabeihaben

Blitzdemos werden bei uns immer „ausgezeichnet“ und das im wortwörtlichen Sinn. Während die Teilnehmenden präsentieren und Moderator*innen auf die Uhr achten, zeichnet eine andere Person die Ideen schnell und skizzenhaft auf. Diese Skizzen werden mit einzelnen Notizen später an die Wand angebracht. Bilder sagen mehr als tausend Worte, heißt es – und in diesem Fall helfen sie enorm, die markanten Eigenschaften der Inspirationen auch später noch zu kommunizieren.

Wir zeichnen übrigens auch immer ein paar negative Dinge auf, die wir nicht aufgreifen wollen. Diese stehen zwar nicht im Fokus, helfen aber, vor allem bei Ideen mit mehrdeutiger Qualität den wesentlichen Punkt zu beachten. Außerdem helfen auch Anti-Ideen bei der späteren Kreativarbeit.

Wichtig dabei: mit zwei verschiedenen Farben arbeiten. Bei uns: blaue oder schwarze Skizzen für die normalen, positiven Erkenntnisse und rote Skizzen für die schlechten Dinge.

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Prototyping und Nutzertests

Das Herzstück eines jeden Design Sprints: der Prototyp und die Nutzertests. In kürzester Zeit entsteht ein greifbares Ergebnis, das reale Nutzerfeedback liefert. Wichtig ist dabei, den Fokus nicht zu verlieren, schnell Entscheidungen zu treffen und den Testtag durch Ersatzproband*innen abzusichern, um bestmögliche Ergebnisse zu erzielen.

Prototyping: Keine neuen Ideen zulassen

Dieser Tipp greift den vorherigen auf und zielt in dieselbe Richtung. Allgemein können wir hier festhalten: Es ist besser, den Prototypen möglichst klein zu halten, als sich in Details zu verheddern. Und das ist vor allem während der Praxis nicht immer einfach.
Gerade wenn wir so wenig Zeit für unseren Prototypen haben wie bei einem Design Sprint (nun gut, immerhin einen ganzen Tag), gilt der Leitsatz: Wichtig ist nicht, dass es echt ist, sondern dass es echt wirkt.

Den Prototyping-Tag einfach strecken und von vornherein so planen, dass wir einen detaillierten HiFi-Prototypen erstellen können? Ggf. kann das je nach Ausgangsfrage notwendig sein, aber aus dem sogenannten „Rapid Prototyping“ wissen wir, dass wir auch bereits mit wenigen Strichen und Aufwand eine relativ verlässliche Einschätzung erhalten können, ob unsere Idee funktioniert oder nicht. Und darauf kommt es am Ende an. (Ein Design Sprint ersetzt nicht einen vollständigen Produktentwicklungsprozess, auch wenn manche Anbieter das in ähnlicher Weise kommunizieren möchten. Unser Ergebnis bleibt ein „Rohdiamant“.)

Ideen ggf. mit zwei Farben bewerten

Beim Heatmap-Voting der Lösungsvorschläge (und auch danach) kommt es bei begabten Talenten unter den Teilnehmenden vor, dass vor allem gut gezeichnete Ideen auch tendenziell besser abschneiden. Obwohl gute Zeichner*innen sicherlich häufig auch ein Händchen für gute und punktgenaue Kommunikation haben: Wenn große Qualitätsunterschiede sichtbar werden, dürfen die Teilnehmenden beim Heatmap-Voting zwei unterschiedliche Farben verwenden: Eine für die gute Idee und eine für die Umsetzung. So hält man den ersten Eindruck etwas neutraler.

Niemand muss „schön“ zeichnen können

Vor Beginn des Kreativteils bitte unbedingt erklären, dass es nicht darum geht, schön zu zeichnen! Und das zusätzlich zu der Information, dass die ersten drei Teile privat und der letzte Teil zum Zweck der Abstimmung veröffentlicht wird.

Remote Design Sprint Workshops

Remote-Workshops ermöglichen es Teams, unabhängig von Standorten zusammenzuarbeiten. Doch die digitale Umsetzung eines Design Sprints erfordert besondere Anpassungen. Von der Strukturierung der Tage bis zur Erhaltung der Teamenergie: Diese Tipps helfen Ihnen, Ihre Remote-Sprints erfolgreich zu gestalten.

Remote? Dann bitte die ersten Tage durch zwei teilen

Dies war eine besonders anstrengende Erfahrung, die nicht nur für Design Sprints, sondern für Workshops jeglicher Art gelten sollte. Workshops, die vor Ort an ganzen Tagen stattfinden, können so nicht 1:1 ins Virtuelle verlagert werden. Es benötigt viel zu viel Energie, volle acht Stunden an einem Schreibtisch in einen Bildschirm zu schauen und dabei auch noch zu jeder Zeit einen Schwall innovativer Ideen zu produzieren (die auf diese Weise sowieso nur erschwert entstehen werden).

Stattdessen bitte die ersten Sprinttage halbieren (max. 4 Stunden) und ca. alle 60 bis maximal 90 Minuten eine Pause machen. Hiermit dauert der Sprint zwar länger, aber dafür wird die Laune, das Teamgefühl und letztlich auch die Qualität des Ergebnisses gesteigert – versprochen. Das Prototyping kann, wenn es ausgelagert wird oder nicht alle Teilnehmenden benötigt werden, auch an einem ganzen Tag stattfinden. Dann ist es aber wichtig, das gesamte Team abzuholen und vor allem alle wichtigen Punkte und Fragen vorab geklärt zu haben. Der letzte entscheidende Tag (der Nutzertest) wird nicht gekürzt (es sei denn, die Zielgruppe ist sehr speziell und erfordert flexible Uhrzeiten).

Zeit sparen beim Anbringen der WKWs

Es hat sich in den vergangenen Sprints gezeigt, dass vor allem das nachträgliche Gruppieren der WKW-Fragen meist länger dauert als vorgesehen. Nach den Experteninterviews folgt meist eine Pause, sodass wir als Moderator*innen (meist führen wir Design Sprints bei eresult als Zweierteam durch) diese damit verbringen, die übrigen gesammelten Fragen zu überfliegen und zu ordnen. Insbesondere bei größeren Teams von sieben bis acht Teilnehmenden wird die Zeit hier knapp – ganz abgesehen davon, dass auch Sprint-Moderator*innen sich über Pausen freuen.

Besser ist es daher wohl, die einzelnen WKWs nacheinander anzubringen, d. h. jede teilnehmende Person liest den eigenen Notizzettel kurz vor (diskussionslos!), bringt diesen ans Board an und sortiert. Währenddessen können doppelte Notizen direkt aussortiert werden und sinnvolle Kategorien gebildet werden. Das hat auch den Vorteil, dass für den nachfolgenden Schritt alle Teilnehmenden bereits einen ersten guten Überblick über die Fragen haben und so schneller zum Voting gelangen. Und auch die Moderator*innen haben eine Pause.

Lassen Sie uns in den Kommentaren wissen, welche weiteren Tipps haben Sie?

Quellenangaben

Dieser Artikel basiert teilweise auf Informationen aus früheren Beiträgen des usabilityblog.de. Einige der ursprünglichen Artikel sind möglicherweise nicht mehr zugänglich.

  •  „21 praktische Design-Sprint-Erfahrungen (die ich gerne schon früher gewusst hätte)“ | Robin Nagel  (2021) eresult GmbH

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