Kategorie-Archiv: kreativität

Chancen der Corona-Krise: Laura Arndt

Die Chance, die sich durch die Corona-Krise für uns auftut, ist ein reflexiver Prozess, der als Motor für positive Veränderung genutzt werden kann. Die Praxistheorie geht davon aus, dass wir unbewusste Denk- und Verhaltensweisen erst wirklich ändern können, wenn wir uns diese bewusst machen. Im Alltag ist das oft schlichtweg nicht möglich – nicht umsonst sind sie oft ‘unbewusst’. Doch nun, da ein Bruch im Alltäglichen entsteht und vieles nicht mehr ausgelebt werden kann, fallen uns unsere bisherigen Werte und Routinen auf. Was selbstverständlich war, wird nun etwas, dem wir uns bewusst werden – sei es Freunde treffen, auf Konzerte gehen, verreisen oder Essen gehen. 

Unsere Werte verschieben sich, Elementares wird wieder wichtiger. Der Wunsch nach mehr Menschlichkeit in Form von Solidaritätsnetzwerken, menschlicher Nähe und Kreativität, gewinnt immens an Relevanz. Um Lösungen für bisher nicht Dagewesenes zu finden, brauchen wir dieses unkonventionelle Out-of-the-Box-Denken und den Mut, neue Wege zu gehen. Wo Homeoffice bislang nicht denkbar war, finden sich neue Formen der digitalen Kollaboration. Wer vor dem ‘unaufhaltsamen Klimawandel’ resigniert hat, bekommt aufgezeigt, dass vieles eben doch noch möglich ist. Wer Unternehmen oder Politik für starr und träge hielt, bekommt nun mitunter schnelle und unorthodoxe Lösungen präsentiert. 

Für viele bietet diese Ausnahmesituation eine real gelebte Alternative, zu einer sonst als so alternativlos wahrgenommenen Welt. Dadurch, dass sie alte Verhaltensmuster aufbricht, gibt uns die Corona-Krise die Möglichkeit, in diversen Bereichen des Lebens neue Verhaltensweisen zu etablieren und unsere Werte zu überdenken. Sie bietet somit die Chance, auch nach der Krise bewusst gesellschaftliche und private Veränderungen zu bewirken, die menschliche Aspekte des Lebens verstärkt in den Vordergrund stellen – auch im Arbeitsalltag.

Dieser Artikel ist Teil der Expertenrunde#1 zu den Chancen der Corona-Krise

Titelbild von Martin Sanchez auf Unsplash, verändert von employee-experience.de

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Chancen der Corona-Krise: Gabri Herrmann

Coronas Fluch, Coronas Chance 

Corona ist schon ein Fluch – und hat uns ziemlich kalt und unerwartet getroffen. Trotzdem haben viele Menschen in Deutschland und auf der ganzen Welt schnell reagiert – und viele neue und super kreative Ideen entstehen: Clubs streamen ihre Musik mit der Möglichkeit, ein digitales Bierchen zu kaufen, Freunde spielen digitale Spiele und mehr. 

Welche Chancen bieten sich in der Arbeitswelt? 

Zunächst einmal ist Corona eine Disruption mit oft ganz bestimmten Nebeneffekten. Einer davon: bereits bestehende oder aufkommende Trends verstärken sich mit großer Geschwindigkeit. Digital ist ein solcher Trend. Wie oft wurde darüber gesprochen, dass Deutschland digitaler werden muss. Und wie wenig ist passiert. Das ändert sich gerade. Digitale Formate, Tools und Arbeitsweisen explodieren förmlich und damit die Chance, neue Arbeitswelten zu gestalten. Digitale Workshops, clever und intuitiv umgesetzt, können Teams nun schneller zusammen bringen und Trainings und Workshops über Distanzen durchgeführt werden

Eine Möglichkeit, die bislang kaum Beachtung gefunden hat: Virtual Reality (VR). In vielen Bereichen, besonders im Gaming-Bereich schon etabliert, wurde sie für digitale Konferenzen und Workshops bisher nicht in Betracht gezogen. Grundsätzlich bietet eine gute VR aber deutlich mehr Interaktionsmöglichkeiten und durch das intensive Erlebnis hat der Anbieter auch die Möglichkeit, einen tieferen Eindruck zu hinterlassen, als das bisher im klassischen Videochat möglich ist. Wir sind gespannt, was daraus wird.  

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So war’s: Vizthink Hamburg Meetup #13 – Let’s play

Es kam wie es kommen musste. Der Hamburger Sommer hat uns von der Dachterasse in die Innenräume von Seamless Interaction getrieben. Perfektes Wetter für einen Spieleabend, wie passend, dass uns die Agentur zum „Let’s play“ Meetup empfangen hat. Zum Aufwärmen haben die ca. 15 Teilnehmer sich in Zweierteams gegenseitig ihr Lieblingsspiel vorgestellt. Den Namen des Lieblingsspiels des Teampartners hat man dann möglichst passend aufgemalt.
Später haben wir ein paar Spiele ausprobiert.
Über „Es war einmal“, die analoge und digitale Versionen von „Storycubes“, „Drobble“ und der Visualisierungs-Klassiker „Graphic Jam“ war einiges dabei.

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Tatsächlich haben wir viel Zeit an dem Abend mit dem eigentlichen Spielen verbracht. Während des Spielens fielen uns allen immer noch weitere Spiele ein, die in vielen Fällen sofort ausprobiert wurden.

So wurde mit spontan zusammengetragenem Material z.B. gemeinschaftlich ein Stift geführt. So lassen sich z.B. Teambuildings unterstützen und die Kommunikationsfähigkeit auf die Probe stellen. Bei anderen Spielen ging es eher um die Reaktionsfähigkeit und das geschickte nutzen und kombinieren von Symbolen.

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Auch die Kreativität und das visuelle Ausdrucksvermögen wurden gefragt. So haben wir beim Graphic Jam z.B. nach Bildern für den Begriff „Resignation“ gesucht.

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Am Ende des Abends haben wir uns dann noch ein wenig zu den Erfahrungen und Eindrücken zu den Spielen ausgetauscht. Vielen Dank an alle die trotz des furchtbaren Wetters gekommen sind und zum Gelingen des Abends beigetragen haben!

Weitere Bilder vom Meetup gibt es im Flickr-Album.