Kategorie-Archiv: Animation

Pixaloop. Once in a while you find a gem. Pixaloop offers a…



Pixaloop. Once in a while you find a gem. Pixaloop offers a clever way to add mesmerising animations to photos and paintings. The example above shows how Westminster in the Moonlight by John Atkinson Grimshaw (1880) can be turned into a moody loop with the flowing river Thames and drifting clouds. The animation is defined by the combination of vector strokes and fix points that do not move at all.

Some more examples and experiments by myself on twitter: Strong WindsVenus and Aeneas | red mural girl | Borsig Berlin | Helgoland  

The basic version is free. A subscription offers even more features like rotating spiral areas. But the fee is  is quite high.

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Was ist eigentlich Motion Design?

Motion Design verknüpft traditionelles Grafikdesign und klassische audiovisuelle Disziplinen mit moderner digitaler Technologie. Wie sich die Designdisziplin entwickelt hat und wie ihre Zukunft aussieht …

Thema-Motion-Design-Visual-02-new

Die Darstellung von Bewegung hat kreative Menschen immer schon fasziniert. Bereits Höhlenzeichnungen zeigen Versu­che, die Dynamik einer Situation mithilfe von Bildfolgen darzustellen. Aber erst sehr viel später, Ende des 19. Jahrhunderts, gelang mit der Erfindung des Films erstmals eine realitätsnahe Illusion von Bewegung. Schon bald darauf war für einige Künstler – allen voran Karikaturisten – Realitätsdarstellung dann auch gar nicht mehr so wich­tig, da die neue Technik ihrer Kreativität völlig neue visuelle Welten eröffnete. Das war die Geburtsstunde des Trickfilms beziehungsweise der Animation.

Viele der Anfang des 20. Jahrhunderts gezeichneten und animierten Charaktere wurden weltberühmt, wie etwa Popeye von Max Fleischer, Felix the Cat von Pat Sulli­van und allen voran Mickey Mouse von Walt Disney. Ihre Geschichten – auf eine neue, bislang ungesehene Art und Weise erzählt – faszinierten die Menschen und tun es bis heute.


Eine umfassende Sicht auf den Beruf des Motion Designers erhalten Sie im PAGE Connect eDossier »Das macht ein Motion Designer bei DELI Creative Collective«:

Button, call to action, onlineshop, PAGE

Am Anfang war ein Trick

Das Prinzip der Produktion von Zeichentrick- und dreidimensionalen Puppen­trick­filmen nennt sich Keyframing oder Schlüs­selbildanimation. Ausgangspunkt ist die so­genannte Stop-Motion-Technik. Zunächst geben einige wesentliche Bilder grob den Bewegungsablauf vor. Zwischen diesen Sequenzen werden so viele weitere Bilder, Interframes genannt, gezeichnet, bis eine flüssige Bewegung entsteht. Je nach Schnelligkeit der Bewegung sind das zwölf bis 24 Bilder pro Sekunde.

Motion Design bildet eine Synthese aus verschiedenen Entwicklun­gen des Kommunika­tions­designs samt all seinen filmi­schen beziehungsweise künstlerischen, gra­fi­schen und audio­visuellen Möglichkeiten

Die Filmindustrie erkannte sehr schnell, dass diese Trickfilmtechnik in Verbindung mit Typografie für die Gestaltung des Vorspanns eines Films nützlich ist. Dieser war notwendig, weil sich die Filmstudios verpflichtet hatten, alle Beteiligten an einem Projekt zu Beginn des Films zu nennen. Die anfangs üblichen statischen Texttafeln wurden dem Medium Film nicht gerecht und langweilten die Zuschauer – die neue Technik erlaubte eine attraktivere, weil be­wegte Gestaltung der Titelsequenz. Das sogenannte Title Design war geboren, das durch stilprägende Gestalter wie Saul Bass (»Psycho«, »Vertigo«), Maurice Binder (»Dr. No«, »Goldfinger«) oder Wayne Fitzge­rald (»My Fair Lady«, »The Three Faces of Eve«) etabliert und perfektioniert wurde. Bis heute (oder noch) hat Motion Design seine stärkste Präsenz in Film und Fernsehen. Schon seit vielen Jahren ist die De­sign­disziplin integraler Bestandteil des Cor­po­rate Designs von TV-Sendern und dient der visuellen Orientierung im Programm eben­so wie der Identifizierung des jeweiligen Kanals. Motion Design spiel­te außerdem – seit 1981, dem Startjahr des Musiksenders MTV – eine wichtige Rolle bei der visuellen Untermalung und Ver­mark­tung von Musik.

Heute haben Videoportale wie YouTube und Vimeo, unterstützt von Facebook, Ins­tagram, Twit­ter und Snapchat, den Mu­sik­sendern längst den Rang abgelaufen, und die Bedeutung bewegter audiovisueller In­halte wächst weit über die Musik-, Film- und TV-Wirtschaft hinaus, in Branchen wie Publishing, Werbung, Branding, Corporate Identity über die Internet-, Mobile-, Software- und Games-Industrie bis hinein in die Bereiche Kultur und Architektur.

Motion Design lediglich auf Animation oder bewegtes Grafikdesign zu reduzieren, ist zu kurz gegriffen. Die Disziplin bil­det ei­ne Synthese aus verschiedenen Entwick­lun­gen des Kommunikationsdesigns samt all seinen filmischen beziehungswei­se künst­lerischen, grafischen und audio­vi­su­­ellen Möglichkeiten. Hinzu kommen kom­plexere inhaltliche und konzeptionel­le An­forderungen an die Gestalter. Daher be­schreibt der früher um einiges weiter verbreitete Begriff »Motion Graphics« die Dis­ziplin nur noch unzureichend und wird zu­nehmend durch »Motion Design« ersetzt.

Siegeszug der Digitalisierung

Die digitale Geschichte des Motion De­signs beginnt Mitte des 20. Jahrhunderts am Massachusetts Institute of Technology. Am MIT entwickelte Charly Adams 1949 ein Programm, das einen springenden Ball in Echtzeit berechnen konnte. Dies war die erste Computeranimation – und der Start einer stetigen Weiterentwicklung. In den 1960er Jahren gründete der amerikani­sche Animator, Komponist und Erfinder John Whitney die Firma Motion Graphics Inc., die sich auf die digitale Produktion von Titelsequenzen für Film und Fernsehen spezialisierte und der neuen Designdisziplin den wesentlichen Impuls und einen Namen gab.

Die Aufgabe des Motion Designers ist es, Menschen zu unterhalten, zu überraschen und zu begeistern

1974 gewann die Computeranimation »Hunger« von Peter Foldes in Cannes den Preis als bester Animationsfilm. 1982 entstand »Tron«, der zwar keine großen Summen an den Kinokassen einspielte, aber weg­weisend für die weitere Entwicklung war, weil Schauspieler und synthetisch erzeugte Objekte kombiniert wurden. 1995 kam nach vierjähriger Produktion der ers­te vollständig computeranimierte Spielfilm »Toy Story« in die Kinos – der Durchbruch für Computer Generated Imagery (CGI). Im Gegensatz zu »Tron« war dieser Film ein großer kommerzieller Erfolg und ein Startschuss für zunehmende Investi­tionen in Produktionen und Innovationen in diesem Bereich.

Die Pioniere der bewegten Computer­animation übernahmen das Grundprinzip der Trickfilmtechnik, das bis heute in Programmen zur Keyframe-Animation – zum Beispiel Adobe After Effects – Anwendung findet. Allerdings werden dank digitaler Technik keine Zwischenzeichnungen mehr benötigt. Die Interframes werden interpo­liert, das heißt auf Basis der bekannten Werte automatisch berechnet. Das verein­fachte die Arbeit, sodass handgemachte bewegte Bilder zunehmend von rein digital erzeugten Bildern abgelöst wurden.

 

(Klicken Sie auf die Grafik, um sie größer darzustellen.)

Motion Design, Motion Designer, Deli Creative

Essenz aus über 30.000 Jahren Kommunikationsdesign: Motion Design verbindet alle Gestaltungsdis­zip­linen des Kommunikationsdesigns. Seit circa 30 Jahren lassen sich die einzelnen Anwendungs­­bereiche digital verknüpfen und ermögli­chen Motion Design, wie wir es heute kennen.

 

Das bedeutet jedoch nicht, dass alte Techniken überflüssig geworden sind. Wie in der gesamten Historie der Kommuni­ka­tions- und Mediengestaltung gilt auch hier das 1913 von dem Altphilologen und Journalisten Wolfgang Riepl postulierte Riepl’sche Gesetz: Es besagt, dass weder ein Medium noch andere etablierte Kommunikationsinstrumente von Innovatio­nen und neuen Technologien vollkommen ersetzt oder verdrängt werden. Das liegt vor allem darin begründet, dass jede technologische Entwicklungsstufe ihre eigene, meist unverwechselbare Ästhetik hat, die ihre Bedeutung und Berechtigung behält. Entsprechend vielfältig sind heute die Gestaltungsmöglichkeiten für einen Motion Designer, der mit allen klassischen und modernen kreativen Instrumenten arbeiten kann. Die Entscheidung für eine be­stimmte Gestaltungstechnik, ob traditionell oder innovativ, ob analog oder digi­tal – oder beides –, fällt aus künstlerischen Überlegungen und Intentionen heraus. Natürlich spielen dabei oft auch wirtschaft­liche Faktoren eine Rolle, wie Zeit, materielle Ressourcen und Kosten.

Kunst und Kommerz

Die Geschichte des Motion Designs ist nicht vollständig erzählt ohne die Erwähnung des großen Einflusses der bildenden Kunst. Gegen Ende des 20. Jahrhunderts kooperierten Künstler zunehmend mit In­genieuren, Technikern und Programmierern. So entstand zunächst die elektroni­sche Kunst oder Videokunst, später Medienkunst genannt, mit Nam June Paik oder Bill Viola als bekanntesten Vertretern. Sie entwickelte sich zur Computerkunst – synonym oft digitale Kunst oder Interactive Art genannt –, die ausschließlich mithilfe der spezifischen Eigenschaften und Möglichkeiten digitaler Medien arbeitet.

Die Avantgarde dieser Kunstrichtung war die Computer Technique Group (CTG), ein Kunstkollektiv bestehend aus Ingenieu­ren, Informatikern und Designern, gegrün­det in den späten 1960er Jahren in Tokio. Sie ist bis heute Vorbild für viele Kreativschaffende, denn die Verschmelzung künst­le­rischer beziehungsweise ästhetisch experimenteller Denkweisen mit der technologischen Entwicklung ist die treibende Kraft für die stetige Entwicklung neuer Gestaltungstechniken und innovativer Kunstfor­men. Sie brachte Künstler hervor wie Jeffrey Shaw, Julian Opie, Ryoji Ikeda, Cory Arcangel oder Alex Verhaest.

Je mehr Schnittmengen eine Designdisziplin mit anderen aufweist, desto mehr po­ten­zie­ren sich das Know-how und die Fä­hig­kei­ten, die man braucht, um den Beruf pro­fessionell auszuüben

Der Wert der freien, künst­lerisch-ex­pe­rimentellen Arbeit in Kooperation mit anderen, vor allem technologischen Diszi­pli­nen wurde von anwendungsorientier­ten Kommunikationsdesignern erkannt und für kommerzielle Auftragsarbeiten genutzt. Das veränderte die Arbeitsweise der Motion-Designer, die an den Schnittstellen von Kunst, Design, Werbung, Animation, Technik und Film arbeiten.

Heute ist Motion Design in erster Linie Team­arbeit: Designer, die Bewegung gestalten, kooperieren ganz selbstverständlich eng mit Technikern, Ingenieuren, Pro­grammierern, aber auch mit Regisseuren, Autoren, Producern, Artdirektoren, Marketingfachleuten und Musikern. Ihre Aufgabe ist es, Informationen, Botschaften, Geschichten, Ideen, Konzepte, Strategien und Marken in bewegte und bewegende audiovisuelle Werke zu übersetzen, die Aufmerksamkeit und Interesse auf sich ziehen und Menschen unterhalten, überraschen und begeistern.

Die Ausbildung zum Motion Designer

Je mehr Schnittmengen eine Designdisziplin mit anderen aufweist, desto mehr po­ten­zie­ren sich das Know-how und die Fä­hig­kei­ten, die man braucht, um den Beruf pro­fessionell auszuüben. Motion Design verbindet Elemente aus Illustration, Foto­gra­fie, Film, Typografie und Sound. Das sprengt schnell den Lehrplan eines Ba­che­­lorstudiums. Manche Studiengänge kon­zentrieren sich deshalb auf die techni­schen Aspekte, die für Motion Design not­wen­dig sind, versäumen dabei aber oft die Ver­mitt­­lung von künstlerischen und grafi­schen Ge­staltungsgrundlagen sowie von kreati­ven Methoden und Prozessen.


Eine umfassende Sicht auf den Beruf des Motion Designers erhalten Sie im PAGE Connect eDossier »Das macht ein Motion Designer bei DELI Creative Collective«:

Button, call to action, onlineshop, PAGE

Technik-Know-how allein macht aber noch keinen guten Motion Designer. Im Prinzip reicht heute Standardsoftware wie Photoshop, Illustrator, Cinema 4D oder Maya, um gutes, kreatives und innovati­ves Motion Design zu produzieren. Umso wich­tiger ist das gestalterische Fundament, auf dem die Spezialisierung zum Motion Designer aufbaut. Im Fachbereich Design der Hochschule Niederrhein erlernen alle Studenten deshalb zunächst künstlerische Grundlagen, essenzielles typografisches und fotografisches Wissen sowie grundlegende kreative Methoden und Prozesse. Erst danach legen sie sich auf ein Spezialgebiet fest, das sie in selbst gewählten pra­xisorientierten Projekten vertiefen.

Die Zukunft: Alles ist in Bewegung

Niemand weiß genau, welche zukünfti­gen technischen Innovationen die grafi­sche Syn­these aus Bild, Text, Illustration, Animation, Sound und Musik – und damit un­sere Wahrnehmung und unser Leben – ver­ändern werden. Eine Richtung ist aber schon sichtbar: Starren grafischen Benutzeroberflächen gelingt es immer weniger, den Benutzer gut durch komplexe Multifunktionsgeräte zu führen.

Deshalb findet Motion Design zunehmend Anwendung bei der Gestaltung von Interfaces beziehungsweise der Interaktion von Mensch und Maschine, aber auch in digitalen Anwendungen, die sich immer mehr unserer Realitätswahrnehmung anpassen: Virtual- und Augmented Rea­lity.

Alles, was wir künftig sehen und wahrnehmen werden, wird immer weniger statisch sein. Das sind sehr gute Aussichten für Mo­tion Designer.

 


Der Autor

Richard Jung ist Professor für Kommunikationsdesign und Corporate Identity an der Hochschule Niederrhein in Krefeld. Vor seiner Berufung zum Professor arbeitete er u.a. als Creative Director bei Springer & Jacoby und als Geschäftsführer Kreation bei Scholz & Friends.


Alle weitere PAGE-Connect-Artikel zum Thema Motion Design finden Sie hier.

Zum Download des PAGE Connect eDossiers »Das macht ein Motion Designer bei DELI Creative Collective« geht’s hier.

 

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Motion Design in der Praxis

Im bunten Studio von DELI Creative Collective mitten im Hamburger Schanzenviertel entstand ein Projekt für die Stadtwerke Düsseldorf, das alle Aspekte des Motion Designs in sich vereint.

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Vogelperspektive: Vom oberen Stockwerk aus lässt sich das bunte Treiben in dem ehemaligen Schafstall beobachten.

Ein lebensgroßes Schaf aus Hart­plas­tik ist der einzige Hinweis darauf, dass die­ses Gebäude mal vor langer, langer Zeit ein Schafstall war. Heute ist die Halle direkt ne­ben der Bullerei von Starkoch Tim Mälzer eine Hochburg des Motion Designs, nämlich das sympathische Studio von DELI Cre­ative Collective. In dem durch verschie­denfarbige Wände auf den ers­ten Blick ziemlich wild gegliederten Raum – hin­ter dem sich ein ausgeklügeltes Farb­kon­zept von Interior Designer Ole Grön­woldt verbirgt – arbeiten insgesamt 24 Festangestell­te. Dazu kom­men oft Freelancer, wenn viel zu tun ist.

Hoch über dem Erdgeschoss schwe­ben Flächen, auf denen auch Regisseur Michael Reissinger und Kreativdirektorin Yvonne Inlund arbeiten. Hier entstan­den die ers­ten Entwürfe für ein Projekt, das mit spa­ßigen kleinen Charakteren, Low-Poly-Figu­ren, 3D- und Fotoelementen, Realbildern, 2D- und 3D-Typoanimation geradezu archetypisch für die Arbeit eines Motion De­signers steht, wie Michael Reissinger uns erklärt. Der gelernte Grafikdesigner ist seit den Anfangstagen für die Kreation des auf Post-, Digital- und Tonproduktion spezialisierten Studios ver­antwortlich.

»Es ist ganz wichtig, immer auf Machbarkeit zu achten. Sonst geht es einem wie den Machern von ›Life of Pi‹, die bei der Oscar-Verleihung verkündeten, dass sie bankrott sind« Martin Klauder, Geschäftsführer bei DELI Creative Collective in Hamburg

Bei DELIs so vielseitigem Motion-Design-Projekt ging es um eine praktische App der Stadtwerke Düsseldorf, die nicht nur mit Energieberatung, sondern auch mit einem bunten Mix aus Informationen übers Düsseldorfer Stadtleben aufwartet, von Kultur bis Fußball. Auch Hilfe bei der Park­platzsuche wird geboten. Ein animier­ter Werbeclip sollte möglichst kurzweilig die vielen Features der Stadtwerkzeug-App erklären.

Briefing und erste Ideen

Wie häufig bei derartigen Produktionen waren nicht die Stadtwerke selbst DELIs Auftraggeber, sondern deren Düsseldorfer Kre­ativagentur Butter – Werbeagenturen arbeiten in solchen Fällen meist mit spezia­lisierten Motion-Design-Studios zusammen. Eine der ersten Ideen des Teams: Ein Mann sitzt auf einer Bank, zückt das Handy und zeigt all die tollen Funktionen der Stadtwerke-App, als würde er die zahlrei­chen Werk­zeuge eines großen Schweizer Taschenmessers vorführen. »Wir haben der Agentur erste Entwürfe dazu vorgelegt, aber es war bald klar, dass die Person im Spot viel zu wichtig würde«, so Reissinger. »Also besannen wir uns auf den klassischen konzentrierten Look vor grünem Hintergrund, mit dem Butter auch sonst für die Stadtwerke arbeitet.«

 

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Die Kreativen von DELI entwickelten ers­te Styleframes, in denen Smartphone und App im Mittelpunkt stehen. Das Handy scheint wie ein überbordendes Allzweck­werkzeug aufzuploppen, heraus schwebt das Fortuna-Stadion, aus dem ein Fußballer dem User entgegenspringt, um einen gekonnten Fallrückzieher zu landen. Im Vor­dergrund wandert ein wie von Hand illustrierter Ticker durchs Bild. Der Ansatz gefiel Butter, sodass DELI weitere Bildide­en für andere Features entwickelte: Veranstaltungstipps, Parkplatzfinder, Energieberatung. Daraus entstand ein Storyboard, das auf der Stelle inhouse ge­zeich­net wurde – und zwar von Motion Designer Pascal Reitz.

»Wir brauchen Allrounder. Premiere, After Effects, Cinema 4D und Illustrator zu beherrschen, ist Voraussetzung« Martin Klauder, Geschäftsführer bei DELI Creative Collective in Hamburg

Dabei mussten die Gestalter von vornherein an unterschiedliche Anwendungen des Spots denken. Außer auf Regionalsen­dern, im Kino, im Düsseldorfer Fußballstadion und auf der Stadtwerke-Website sollten einzelne Abschnitte auch im Fahrgast-TV von Straßen- und U-Bahnen funktionieren. Was aus dem Telefon rausgeflogen kam, musste also auch immer dort wieder verschwinden, um kurze, in sich ab­ge­schlos­sene Vignettenfilme entstehen zu lassen.

Eine zu­sätzliche Herausforderung: Auf den Mo­nito­ren der U-Bahn sowie im Stadion sollten die Clips ohne Ton laufen – sie mussten also so plakativ sein, dass sie auch stumm funktionierten. Zudem soll­ten Motive aus den Filmen auf City-Light-Pos­tern zum Einsatz kom­men. Also galt es für die Motiondesigner schon während der Arbeit daran zu denken, dass die entstehenden Bilder druckfähig sein mussten. Denn normalerweise arbeiten sie mit sehr viel niedriger aufgelösten Dateien, als dies im Print­bereich der Fall ist.

Motion Designer von Anfang an dabei

Schon in der Konzeptionsphase des Stadtwerkzeug-Clips gab es erste Animationstests mit Cinema 4D. Fünf Motiondesigner lieferten die Zutaten für die Styleframes, die Yvonne Inlund und Michael Reissinger für die Präsentation beim Kunden bauten. Wichtig war hier DELIs Produktionsexpertise: Nur Profis können abschätzen, ob die Entwürfe auch innerhalb des Budgetrahmens umzusetzen sind. »Als Mood zei­gen Kunden einem manchmal Filme, die zehnmal so viel gekostet haben, wie sie selbst ausgeben können«, sagt Martin Klau­der, einer der beiden Geschäftsführer bei DELI Creative Collective und als Producer fürs Projektmanagement zuständig. »Es ist also wichtig, immer auf Machbarkeit zu achten. Sonst geht es einem wie den Machern von ›Life of Pi‹, die bei der Oscar-Verleihung verkündeten, dass sie bankrott sind.«

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Auf dem Filmset: Kreativdirektorin Yvonne Inlund und Regisseur Michael Reissinger beim Dreh im Studio von Impossible Filmproductions.

Designvorgaben gab es keine – außer der Hausfarbe der Stadtwerke, die die Mar­kenverbindung herstellt. Und so konnte DELI »einen Kessel Buntes an­rühren«, so Reissinger, »ein Potpourri, das auch visuell die Vielfalt der App unterstreicht. Typo­gra­fisch haben wir eine wilde Mischung aus Grotesk- mit Schreibschriften und 3D-Typo zusammengestellt, für die Type-Gestalter einem sonst bestimmt auf die Finger hauen würden. Aber da alles auf dieser grünen Bühne spielt, gibt es immer eine visuelle Klammer.«

Besonderen Charme geben dem Spot die trickrei­chen Verbindungen zwischen der Animation und den Händen der Models. So fährt etwa ein Auto einer Fin­ger­bewegung folgend eine Parkhausrampe hoch und findet – natürlich dank App – einen schönen Parkplatz. »Beim Dreh muss man schon wissen, was für eine Interaktion da stattfindet«, erklärt Martin Klau­der. »Na­türlich ist die Animation dann noch nicht fertig, es gibt nur ein Rohgerüst, damit man weiß, wann das Model welche Fingerbewegung machen muss. Auch vom Timing her müssen die Bewegun­gen auf die Länge der Vignette passen.« Gedreht wur­de bei Impossible Films, einer Hamburger Filmproduktion, mit der DELI öfter zusammenarbeitet.

»Da alles auf dieser grünen Bühne spielt, gibt es immer eine visuelle Klammer« Michael Reissinger, Geschäftsführer bei DELI Creative Collective in Hamburg

Insgesamt dauerte die Arbeit rund acht Wochen. 19 Leute waren in wechselnden Konstellationen am Werk inklusive Kame­ra­mann, Beleuchter, Producer und Stylis­tin bei Impossible Pictures. Besonders die fünf beteiligten Motion Designer waren gut ausgelastet. »Einer baut das Stadion, das an­schließend wiederum animiert wer­den muss«, zählt Michael Reissinger am Beispiel Esprit arena auf. »Dazu kommt je­mand, der das Stadion auf die Hände der Person trackt, die es bewegt. Die Spieler wer­den in Cinema 4D gebaut und geriggt, das heißt mit einem Skelett versehen, damit sie sich bewegen und zudem den Ball kicken können. Das macht wieder eine an­de­re Person. Und dann gibt es noch je­man­den, der diese ganzen Dinge zusammenbringt, also das Compositing und not­wendige Retuschen macht.«

Technische Voraussetzungen

Videoschnitt, 3D-Animationen, Special Effects, Com­positing – Motiondesigner müs­sen viele ausgesprochen komplexe Softwarepakete beherrschen. »Wir brauchen Allrounder«, sagt Martin Klauder. »Pre­mie­re, After Effects, Cinema 4D und Illustrator zu beherr­schen, ist Voraussetzung.« Hinzu kamen bei dem Projekt für die Stadtwerke Düsseldorf noch die Visual-Effects-Programme Autodesk Flame und Nuke, die DELI fürs Compositing einsetzt. Schließlich müssen die unterschiedlichen Animationen und Spezialeffekte noch in ein Bild montiert werden – da ist viel Rechenleistung im Spiel.

Zur Abnahme kommen die allermeist­en Kun­den persönlich vorbei. Letzte Än­de­rungswünsche kann der Motion Designer direkt vornehmen und dank leis­tungs­star­ker Rechner gleich ausspielen. Ganz schnell und unkompliziert, sodass keine weiteren Abnahme-Termine nötig sind. Und dazu gibt’s noch ein Mittagessen von der hauseigenen Köchin. Kein Wun­der, dass die Kunden gern bei DELI vorbeischauen.

Tools und Einblicke: Ausschnitte aus der Arbeit der DELI-Motion-Designer am Stadtwerkzeug-Spot

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Was ist eigentlich Motion Design?

Motion Design verknüpft traditionelles Grafikdesign und klassische audiovisuelle Disziplinen mit moderner digitaler Technologie. Wie sich die Designdisziplin entwickelt hat und wie ihre Zukunft aussieht …

Thema-Motion-Design-Visual-02-new

Die Darstellung von Bewegung hat kreative Menschen immer schon fasziniert. Bereits Höhlenzeichnungen zeigen Versu­che, die Dynamik einer Situation mithilfe von Bildfolgen darzustellen. Aber erst sehr viel später, Ende des 19. Jahrhunderts, gelang mit der Erfindung des Films erstmals eine realitätsnahe Illusion von Bewegung. Schon bald darauf war für einige Künstler – allen voran Karikaturisten – Realitätsdarstellung dann auch gar nicht mehr so wich­tig, da die neue Technik ihrer Kreativität völlig neue visuelle Welten eröffnete. Das war die Geburtsstunde des Trickfilms beziehungsweise der Animation.

Viele der Anfang des 20. Jahrhunderts gezeichneten und animierten Charaktere wurden weltberühmt, wie etwa Popeye von Max Fleischer, Felix the Cat von Pat Sulli­van und allen voran Mickey Mouse von Walt Disney. Ihre Geschichten – auf eine neue, bislang ungesehene Art und Weise erzählt – faszinierten die Menschen und tun es bis heute.


Eine umfassende Sicht auf den Beruf des Motion Designers erhalten Sie im PAGE Connect eDossier »Das macht ein Motion Designer bei DELI Creative Collective«:

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Am Anfang war ein Trick

Das Prinzip der Produktion von Zeichentrick- und dreidimensionalen Puppen­trick­filmen nennt sich Keyframing oder Schlüs­selbildanimation. Ausgangspunkt ist die so­genannte Stop-Motion-Technik. Zunächst geben einige wesentliche Bilder grob den Bewegungsablauf vor. Zwischen diesen Sequenzen werden so viele weitere Bilder, Interframes genannt, gezeichnet, bis eine flüssige Bewegung entsteht. Je nach Schnelligkeit der Bewegung sind das zwölf bis 24 Bilder pro Sekunde.

Motion Design bildet eine Synthese aus verschiedenen Entwicklun­gen des Kommunika­tions­designs samt all seinen filmi­schen beziehungsweise künstlerischen, gra­fi­schen und audio­visuellen Möglichkeiten

Die Filmindustrie erkannte sehr schnell, dass diese Trickfilmtechnik in Verbindung mit Typografie für die Gestaltung des Vorspanns eines Films nützlich ist. Dieser war notwendig, weil sich die Filmstudios verpflichtet hatten, alle Beteiligten an einem Projekt zu Beginn des Films zu nennen. Die anfangs üblichen statischen Texttafeln wurden dem Medium Film nicht gerecht und langweilten die Zuschauer – die neue Technik erlaubte eine attraktivere, weil be­wegte Gestaltung der Titelsequenz. Das sogenannte Title Design war geboren, das durch stilprägende Gestalter wie Saul Bass (»Psycho«, »Vertigo«), Maurice Binder (»Dr. No«, »Goldfinger«) oder Wayne Fitzge­rald (»My Fair Lady«, »The Three Faces of Eve«) etabliert und perfektioniert wurde. Bis heute (oder noch) hat Motion Design seine stärkste Präsenz in Film und Fernsehen. Schon seit vielen Jahren ist die De­sign­disziplin integraler Bestandteil des Cor­po­rate Designs von TV-Sendern und dient der visuellen Orientierung im Programm eben­so wie der Identifizierung des jeweiligen Kanals. Motion Design spiel­te außerdem – seit 1981, dem Startjahr des Musiksenders MTV – eine wichtige Rolle bei der visuellen Untermalung und Ver­mark­tung von Musik.

Heute haben Videoportale wie YouTube und Vimeo, unterstützt von Facebook, Ins­tagram, Twit­ter und Snapchat, den Mu­sik­sendern längst den Rang abgelaufen, und die Bedeutung bewegter audiovisueller In­halte wächst weit über die Musik-, Film- und TV-Wirtschaft hinaus, in Branchen wie Publishing, Werbung, Branding, Corporate Identity über die Internet-, Mobile-, Software- und Games-Industrie bis hinein in die Bereiche Kultur und Architektur.

Motion Design lediglich auf Animation oder bewegtes Grafikdesign zu reduzieren, ist zu kurz gegriffen. Die Disziplin bil­det ei­ne Synthese aus verschiedenen Entwick­lun­gen des Kommunikationsdesigns samt all seinen filmischen beziehungswei­se künst­lerischen, grafischen und audio­vi­su­­ellen Möglichkeiten. Hinzu kommen kom­plexere inhaltliche und konzeptionel­le An­forderungen an die Gestalter. Daher be­schreibt der früher um einiges weiter verbreitete Begriff »Motion Graphics« die Dis­ziplin nur noch unzureichend und wird zu­nehmend durch »Motion Design« ersetzt.

Siegeszug der Digitalisierung

Die digitale Geschichte des Motion De­signs beginnt Mitte des 20. Jahrhunderts am Massachusetts Institute of Technology. Am MIT entwickelte Charly Adams 1949 ein Programm, das einen springenden Ball in Echtzeit berechnen konnte. Dies war die erste Computeranimation – und der Start einer stetigen Weiterentwicklung. In den 1960er Jahren gründete der amerikani­sche Animator, Komponist und Erfinder John Whitney die Firma Motion Graphics Inc., die sich auf die digitale Produktion von Titelsequenzen für Film und Fernsehen spezialisierte und der neuen Designdisziplin den wesentlichen Impuls und einen Namen gab.

Die Aufgabe des Motion Designers ist es, Menschen zu unterhalten, zu überraschen und zu begeistern

1974 gewann die Computeranimation »Hunger« von Peter Foldes in Cannes den Preis als bester Animationsfilm. 1982 entstand »Tron«, der zwar keine großen Summen an den Kinokassen einspielte, aber weg­weisend für die weitere Entwicklung war, weil Schauspieler und synthetisch erzeugte Objekte kombiniert wurden. 1995 kam nach vierjähriger Produktion der ers­te vollständig computeranimierte Spielfilm »Toy Story« in die Kinos – der Durchbruch für Computer Generated Imagery (CGI). Im Gegensatz zu »Tron« war dieser Film ein großer kommerzieller Erfolg und ein Startschuss für zunehmende Investi­tionen in Produktionen und Innovationen in diesem Bereich.

Die Pioniere der bewegten Computer­animation übernahmen das Grundprinzip der Trickfilmtechnik, das bis heute in Programmen zur Keyframe-Animation – zum Beispiel Adobe After Effects – Anwendung findet. Allerdings werden dank digitaler Technik keine Zwischenzeichnungen mehr benötigt. Die Interframes werden interpo­liert, das heißt auf Basis der bekannten Werte automatisch berechnet. Das verein­fachte die Arbeit, sodass handgemachte bewegte Bilder zunehmend von rein digital erzeugten Bildern abgelöst wurden.

 

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Essenz aus über 30.000 Jahren Kommunikationsdesign: Motion Design verbindet alle Gestaltungsdis­zip­linen des Kommunikationsdesigns. Seit circa 30 Jahren lassen sich die einzelnen Anwendungs­­bereiche digital verknüpfen und ermögli­chen Motion Design, wie wir es heute kennen.

 

Das bedeutet jedoch nicht, dass alte Techniken überflüssig geworden sind. Wie in der gesamten Historie der Kommuni­ka­tions- und Mediengestaltung gilt auch hier das 1913 von dem Altphilologen und Journalisten Wolfgang Riepl postulierte Riepl’sche Gesetz: Es besagt, dass weder ein Medium noch andere etablierte Kommunikationsinstrumente von Innovatio­nen und neuen Technologien vollkommen ersetzt oder verdrängt werden. Das liegt vor allem darin begründet, dass jede technologische Entwicklungsstufe ihre eigene, meist unverwechselbare Ästhetik hat, die ihre Bedeutung und Berechtigung behält. Entsprechend vielfältig sind heute die Gestaltungsmöglichkeiten für einen Motion Designer, der mit allen klassischen und modernen kreativen Instrumenten arbeiten kann. Die Entscheidung für eine be­stimmte Gestaltungstechnik, ob traditionell oder innovativ, ob analog oder digi­tal – oder beides –, fällt aus künstlerischen Überlegungen und Intentionen heraus. Natürlich spielen dabei oft auch wirtschaft­liche Faktoren eine Rolle, wie Zeit, materielle Ressourcen und Kosten.

Kunst und Kommerz

Die Geschichte des Motion Designs ist nicht vollständig erzählt ohne die Erwähnung des großen Einflusses der bildenden Kunst. Gegen Ende des 20. Jahrhunderts kooperierten Künstler zunehmend mit In­genieuren, Technikern und Programmierern. So entstand zunächst die elektroni­sche Kunst oder Videokunst, später Medienkunst genannt, mit Nam June Paik oder Bill Viola als bekanntesten Vertretern. Sie entwickelte sich zur Computerkunst – synonym oft digitale Kunst oder Interactive Art genannt –, die ausschließlich mithilfe der spezifischen Eigenschaften und Möglichkeiten digitaler Medien arbeitet.

Die Avantgarde dieser Kunstrichtung war die Computer Technique Group (CTG), ein Kunstkollektiv bestehend aus Ingenieu­ren, Informatikern und Designern, gegrün­det in den späten 1960er Jahren in Tokio. Sie ist bis heute Vorbild für viele Kreativschaffende, denn die Verschmelzung künst­le­rischer beziehungsweise ästhetisch experimenteller Denkweisen mit der technologischen Entwicklung ist die treibende Kraft für die stetige Entwicklung neuer Gestaltungstechniken und innovativer Kunstfor­men. Sie brachte Künstler hervor wie Jeffrey Shaw, Julian Opie, Ryoji Ikeda, Cory Arcangel oder Alex Verhaest.

Je mehr Schnittmengen eine Designdisziplin mit anderen aufweist, desto mehr po­ten­zie­ren sich das Know-how und die Fä­hig­kei­ten, die man braucht, um den Beruf pro­fessionell auszuüben

Der Wert der freien, künst­lerisch-ex­pe­rimentellen Arbeit in Kooperation mit anderen, vor allem technologischen Diszi­pli­nen wurde von anwendungsorientier­ten Kommunikationsdesignern erkannt und für kommerzielle Auftragsarbeiten genutzt. Das veränderte die Arbeitsweise der Motion-Designer, die an den Schnittstellen von Kunst, Design, Werbung, Animation, Technik und Film arbeiten.

Heute ist Motion Design in erster Linie Team­arbeit: Designer, die Bewegung gestalten, kooperieren ganz selbstverständlich eng mit Technikern, Ingenieuren, Pro­grammierern, aber auch mit Regisseuren, Autoren, Producern, Artdirektoren, Marketingfachleuten und Musikern. Ihre Aufgabe ist es, Informationen, Botschaften, Geschichten, Ideen, Konzepte, Strategien und Marken in bewegte und bewegende audiovisuelle Werke zu übersetzen, die Aufmerksamkeit und Interesse auf sich ziehen und Menschen unterhalten, überraschen und begeistern.

Die Ausbildung zum Motion Designer

Je mehr Schnittmengen eine Designdisziplin mit anderen aufweist, desto mehr po­ten­zie­ren sich das Know-how und die Fä­hig­kei­ten, die man braucht, um den Beruf pro­fessionell auszuüben. Motion Design verbindet Elemente aus Illustration, Foto­gra­fie, Film, Typografie und Sound. Das sprengt schnell den Lehrplan eines Ba­che­­lorstudiums. Manche Studiengänge kon­zentrieren sich deshalb auf die techni­schen Aspekte, die für Motion Design not­wen­dig sind, versäumen dabei aber oft die Ver­mitt­­lung von künstlerischen und grafi­schen Ge­staltungsgrundlagen sowie von kreati­ven Methoden und Prozessen.


Eine umfassende Sicht auf den Beruf des Motion Designers erhalten Sie im PAGE Connect eDossier »Das macht ein Motion Designer bei DELI Creative Collective«:

Button, call to action, onlineshop, PAGE

Technik-Know-how allein macht aber noch keinen guten Motion Designer. Im Prinzip reicht heute Standardsoftware wie Photoshop, Illustrator, Cinema 4D oder Maya, um gutes, kreatives und innovati­ves Motion Design zu produzieren. Umso wich­tiger ist das gestalterische Fundament, auf dem die Spezialisierung zum Motion Designer aufbaut. Im Fachbereich Design der Hochschule Niederrhein erlernen alle Studenten deshalb zunächst künstlerische Grundlagen, essenzielles typografisches und fotografisches Wissen sowie grundlegende kreative Methoden und Prozesse. Erst danach legen sie sich auf ein Spezialgebiet fest, das sie in selbst gewählten pra­xisorientierten Projekten vertiefen.

Die Zukunft: Alles ist in Bewegung

Niemand weiß genau, welche zukünfti­gen technischen Innovationen die grafi­sche Syn­these aus Bild, Text, Illustration, Animation, Sound und Musik – und damit un­sere Wahrnehmung und unser Leben – ver­ändern werden. Eine Richtung ist aber schon sichtbar: Starren grafischen Benutzeroberflächen gelingt es immer weniger, den Benutzer gut durch komplexe Multifunktionsgeräte zu führen.

Deshalb findet Motion Design zunehmend Anwendung bei der Gestaltung von Interfaces beziehungsweise der Interaktion von Mensch und Maschine, aber auch in digitalen Anwendungen, die sich immer mehr unserer Realitätswahrnehmung anpassen: Virtual- und Augmented Rea­lity.

Alles, was wir künftig sehen und wahrnehmen werden, wird immer weniger statisch sein. Das sind sehr gute Aussichten für Mo­tion Designer.

 


Der Autor

Richard Jung ist Professor für Kommunikationsdesign und Corporate Identity an der Hochschule Niederrhein in Krefeld. Vor seiner Berufung zum Professor arbeitete er u.a. als Creative Director bei Springer & Jacoby und als Geschäftsführer Kreation bei Scholz & Friends.


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Frax HD: This alien is a fractal Julia set! You can smoothly…



Frax HD: This alien is a fractal Julia set! You can smoothly zoom in in real time – using the accelerometer! – and explore endless mathematical landscapes. Forget about entering complex coordinates and parameters and then waiting until the Mandelbrot or Julia set renders on your screen. Dive in and change colors, lights, and textures by simple touch gestures. Frax is neither a toy nor a game. Instead it is a looking glass into the structures of our universe. Frax was designed and developed by Ben Weiss, Kai Krause, and Tom Beddard.

frax HD for iPad | frax for iPhone | fract.al

Rotierende Reklametafel mit CSS-Animationen

Billboard with changing picturesIm Jahre 1998 habe ich “Meiers Billboard” vorgestellt: Eine virtuelle Anzeigentafel, die Bilder durch Rollen austauscht. Damals war es als Java-Applet realisiert. Im Jahr 2009 habe ich dann diese Anwendung mit JavaScript und jQuery nachgebaut (Zum Artikel). Inzwischen kann man mit CSS3 auch einfache Animationen in Stildefinitionen definieren. Damit können wir eine rotierende Reklametafel ganz ohne JavaScript bauen. Wie das geht, zeige ich im Folgenden.

Grundgerüst

Das Grundgerüst setzen wir wie bei der Lösung mit JavaScript auf:Funktionsweise: Eine Liste von Bildern wird unter einem Fenster hindurchgeschoben.Es gibt einen Rahmen und eine Liste von Bildern. Wir manipulieren die “top”-Koordinate der Liste, um die Bewegung zu erzeugen. Die Clipping-Eigenschaft bewirkt, dass wir nur das Innere des Rahmens sehen.

Animation

Die Definition einer CSS3-Animation besteht aus zwei Teilen.Der erste Teil ist die Definition der „Keyframes“, also der Schlüsselszenen. Im einfachsten Fall ist das eine Anfangsszene und eine Endszene. Soll sich ein Bild 200 Punkte nach oben bewegen, so definieren wir das folgendermaßen:

@keyframes slideup {    
  from {    top: 0px;  }    
  to {    top: -200px;  }
}

Als nächstes müssen wir ein Element bestimmen, auf welches die eben definierte Animation angewendet wird. Zusätzlich können wir Parameter für diese Animation bestimmen: Wann startet die Animation und wie oft sie wiederholt wird. Das Feld „animation-name“ muss dabei der Name des @keyframes-Elementes sein.

#billboard ul li{   
  animation-delay: 1s;   
  animation-duration: 3s;   
  animation-iteration-count: infinite;   
  animation-name: slideup;   
... }

Das funktioniert soweit schon ganz gut.

Demo

Mehrere Bilder

Wir wollen mehrere Bilder nacheinander zeigen. Nun ist css keine imperative Programmiersprache, wir können nicht wie mit Javascript die Animationen gesteuert zusammensetzen.Statt dessen können wir umgekehrt vorgehen, und eine große Animation kleine Zwischenschritte unterteilen. Die Zeitpunkte der Zwischenschritten werden in Prozent der Gesamtanimation angegeben:

@keyframes slideup {   
  from { top: 0px; }   
  16% { top: -200px; }   
  33% { top: -200px; }   
  50% { top: -400px; }   
  67% { top: -400px; }   
  84% { top: -600px; }   
  to { top: -600px; }
}

Damit ist die Reklametafel auch schon fast einsatzbereit: Die Animationsdauer von müssen wir gegenüber unser ursprünglichen Lösung noch erhöhen, weil ja die Dauer eines Durchganges aller Bilder anzugeben ist.Um einen sauberen Übergang zwischen letzten und ersten Bild zu erzielen, verwenden wir wieder den Trick, das erste Bild an das letzte Bild nochmal anzuhängen.

Demo

Den Sourcecode finden Sie auch in meinen Repository auf Github.