Kategorie-Archiv: Virtual Reality

Leap Motion – Ein guter Grund für eingeschlafene Hände

Vor einiger Zeit durfte ich ein Produkt testen, welches mich in eine völlig neue Welt eintauschen ließ und mir außerdem mit meinem Semesterprojekt ein ganzes Stück weiterhelfen konnte.

Es handelt sich dabei um einen kleinen Sensor bzw. Controller von der Firma Leap Motion, der sich nach dem Auspacken in kürzester Zeit verwenden lässt. Per USB-Kabel an den Laptop anschließen, Programm auf der Website von Leap herunterladen und los geht’s: Es öffnet sich ein Fenster und das Tutorial beginnt. Aber was macht dieser Sensor denn nun?

Leap Motion Controller

Leap Motion Controller

Wichtig ist, dass man ihn vor sich auf den Tisch legt, sodass man seine Hände darüber bewegen kann. Gesagt, getan und schon bemerkt man eine Bewegung auf dem Bildschirm. Man ist zunächst überrascht und kann seinen Augen nicht trauen, denn die eigenen Hände die man über den Sensor hält werden nun auf dem Bildschirm dargestellt und jede Bewegung wird synchronisiert. Ja, sogar die jedes einzelnen Fingers!

Nach kurzem Eingewöhnen kann es weitergehen – nun soll man kleine Roboter zusammenbauen und Blütenblätter pflücken. Kein Problem, denn der Leap-Sensor erkennt sogar Greifbewegungen. Nach dem Tutorial kann man sich im Leap-Appstore anmelden und weitere Anwendungen herunterladen, viele davon sind kostenlos. Ich lud mir eine App herunter, mit welcher man mit den Händen leuchtende Punkte durch eine Unterwasserwelt bewegen und damit Fische anlocken konnte. So kam ich übrigens auf eine meiner Konzeptideen, die in diesem Beitrag vorgestellt wird. Es gibt also unzählige Möglichkeiten sein virtuelles Erlebnis mit Leap Motion zu gestalten.

Ich war davon jedenfalls total begeistert, denn wann hat man schon mal die Möglichkeit die virtuelle Welt mit den Händen zu steuern? In meinem Semesterprojekt „on my way“ wird so ein Sensor auf jeden Fall auch zum Einsatz kommen 🙂


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Happy Sketching

Da es mir gerade sehr sehr schwer fällt, mein Thema genau zu definieren, dachte ich es wäre an der Zeit, ein wenig zu skizzieren und durch das Zeichnen neue Ideen entstehen zu lassen. Also Stifte raus und los!

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Zuerst habe ich versucht meine Idee mit dem Verschicken von persönlichen Nachrichten mithilfe einer App, die diese an mehrere Urban Screens versendet, weiterzuentwickeln. Mir fiel dazu ein, dass man dieses Konzept auch dazu nutzen könnte, sich gegenseitig über Events in der Stadt zu informieren.

Sprich, ich gehe z.B. mit Freunden zu einer Party in einem Club und mache ein Foto. Dieses Foto sende ich nun an die Urban Screens in der Umgebung, die Leute werden das Foto dort entdecken und bekommen aus der Ferne zu sehen, was auf der entsprechenden Veranstaltung los ist und ob es sich vielleicht lohnt, auch dorthin zu gehen.

So viele Möglichkeiten …

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Die zweite Idee beschäftigt sich eher mit Urban Gaming und ist ohne Berücksichtigung der vorherigen Idee, mit alleinigem Bezug auf Urban Screens, entstanden: Man könnte mehrere Screens an verschiedenen gut besuchten Plätzen in der Stadt aufstellen. Die Screens besitzen einen Sensor, der die Bewegungen der vorbeilaufenden Menschen in kreisförmige Lichter umwandelt. Vor den Screens befindet sich jeweils eine Markierung. Tritt man dichter an den Screen heran, so wird das Licht heller und sobald man die Markierung erreicht hat, erscheint die Aufforderung, dass man sein Smartphone einschalten und mit dem Licht des Bildschirms in den Sensor halten soll.

Das Smartphone funktioniert nun wie eine Art Controller, der den hellsten Punkt auf dem Screen steuert. Nun ploppen mehrere Lichter auf und man muss diese nach einer bestimmten Zeit „einfangen“. Je mehr Leute sich mit dem Smartphone vor den Screen stellen und gemeinsam die Lichter sammeln, desto höher kann die zu erreichende Punktzahl ausfallen.

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Im Moment tendiere ich zur zweiten Idee, da ich mich vor Kurzem mit Leap Motion, einem VR-Programm beschäftigt habe, aber dazu im nächsten Beitrag mehr… 😉


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Spazieren ohne aufzustehen

Für die alltäglichen Entdeckungen müssen wir oftmals nicht mal mehr einen Schritt vor die Tür setzen, denn die Technik – vor allem das Internet – bietet uns, unseren Bedürfnissen und unseren Sinnen immer mehr.

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Wenn man von Deutschland aus, am helllichten Tage, mit Socken und Tee im Bett einen Spaziergang durch das nächtliche Marseille machen kann, dann kann man sich sicher sein, dass die digitale Welt bald keine Grenzen mehr kennen wird.

Der Google Night Walk macht es möglich – wir können unseren imaginären Rucksack packen und mit netten Leuten auf eine kleine Reise gehen. Es gilt Streetart, Jazz-Konzerte und die französische Küche zu entdecken, ohne dabei gut zu Fuß zu sein. Schließlich bietet uns Google eine virtuelle Möglichkeit, bei der nur unser Seh- und Hörvermögen beansprucht wird. Man lehnt sich zurück, lässt das Street-View-Erlebnis auf sich wirken und hat nicht mal einen Cent dafür ausgegeben.

In dieser Zeit der VR-Brillen und regelmäßigen Ausflügen in digitale Welten weiß man nicht genau, was man denken soll. Einerseits macht es neugierig und man probiert diese Dinge gerne aus, andererseits ist dort die Angst, dass es die Welt und die Menschen stark verändern könnte.

Wird es sich in ein paar Jahren noch für uns lohnen rauszugehen? Die Luft einzuatmen, weite Wege zu gehen und Fotos zu schießen? Sich bei Freunden darüber beschweren, dass man sich wieder einen Sonnenbrand geholt hat? Oder wird die virtuelle Realität zur neuen Komfortzone?

Ich bin gespannt.