Kategorie-Archiv: UX Designer

Den Nutzer stets im Blick: Dr. Fabian Hennecke

Heute möchte ich Ihnen Dr. Fabian Hennecke vorstellen. Ich freue mich sehr, dass Fabian sich die Zeit für ein Interview auf Nutzerbrille.de nahm. Ich schätze Fabian sehr: Sowohl als Persönlichkeit als auch Experten für UX Design.

Im Besonderen freue ich mich auf dieses Interview, weil Fabian einer der Väter von Nutzerbrille ist: Nach seinem Studium und seiner Promotion in Medieninformatik an der LMU München hat Fabian zusammen mit Johannes Müller und Mario Obendorfer die UX-Beratung uxcite und die Usability Testing Plattform nutzerbrille.de aufgebaut und bis ins Jahr 2016 betrieben.

Danach sammelte Fabian vielfältige Erfahrungen bei der nutzerzentrierten Entwicklung neuer und bei der Weiterentwicklung vorhandener Produkte in verschiedenen Unternehmen. Seit 2018 ist Fabian als erfahrener UX Designer bei xbAV tätig, dem führenden Technologieanbieter für die Digitalisierung der betrieblichen Altersversorgung.

Viele gute Gründe für ein Interview mit Dr. Fabian Hennecke zu Lean UX, dem UX Reifegrad von deutschen Unternehmen und den sich wandelnden Berufsbildern der Usability/UX Branche.  Am Ende des Interviews werden Sie auch erfahren, warum es sich lohnt Jeff Gothelf auf eine Tasse Kaffee einzuladen.

Design for User Experience

Fabian „Design for User Experience“ – diese Zielsetzung hat für viele Unternehmen eine große Bedeutung. Sie wollen UX Denk- und Prozessmodell in agile Entwicklungsumfelder integrieren. Entwickler, Konzepter, Gestalter, Produktmanager und User Researcher sollen herausragende Produkte schnell auf den Markt bringen und vorhandene zielführend optimieren. Diese Ziele überfordern einige Unternehmen. Sicherlich hast Du diese Erfahrung auch schon gemacht.

Warum tun sich einige Unternehmen so schwer ein „Design for User Experience“ zu etablieren?

Fabian: Ich glaube eines der großen Probleme am Anfang dieses Prozesses ist die Umstellung der eigenen Denkweise. Es geht bei einem UX-orientierten Prozess nicht um die Lieferung möglichst vieler Features in kurzer Zeit, wie bisher in vielen Firmen, sondern um sinnvolle Features oder Änderungen, die auf User Research beruhen.
Hierfür müssen Firmen erstmal einen guten Kontakt zu ihren eigenen Kunden bzw. den Nutzern ihrer Produkte knüpfen. Das kann je nach Produkt und Marktsituation schon eine ganz eigene Herausforderung darstellen falls verschiedene Stakeholder involviert sind. Anschließend muss man wissen wie man User Research effizient vorbereitet, durchführt und dann natürlich auch auswertet.
Dieses Wissen kann man zwar von extern einkaufen, dennoch ist auch dies eine Hürde. Schlussendlich laufen all diese Dinge darauf hinaus, dass sich das Unternehmen auf drei wesentliche Punkte einlässt:

  1. Entscheidungen auf den Ergebnissen von User Research treffen
    („Was wird entwickelt?“)
  2. Entscheidungen als Experimente begreifen
    („Löst unser Ansatz das gefundene Problem?“)
  3. Keine Angst davor haben bereits getroffene Entscheidungen zu revidieren („Das war wohl nix.“).

Diese Punkte erfordern ein organisationsweites Umdenken, sowohl bei den einzelnen Stakeholdern als auch bei der Unternehmenskultur. Nicht jedes Unternehmen akzeptiert gescheiterte Experimente als Lernerfolg. Insofern ist der Übergang zu einem „Design for User Experience“ durchaus eine Herausforderung auf mehreren Ebenen.

Lean UX – agile Entwicklung nutzerzentriert gestalten!

Fabian, wenn ein Unternehmen seinen UX Reifegrad steigern möchten, sagen wir ausgehend von „Wir haben etwas Budget für UX Tests!“ hin zu einem systematischen, nutzerzentrieren Gestaltungsprozess, womit sollte das Unternehmen starten?

Fabian: Die Unternehmen sollten anfangen zu verstehen wie ihre Produkte tatsächlich genutzt werden. Das geht am besten mit User Research. Durch Beobachtungen bei Nutzern vor Ort und in Interviews bekommt man neue Einsichten, die man auch im zehnten Meeting im eigenen Unternehmen so nicht erhalten hätte.
Interessanterweise sind Anekdoten oder auch Videos von Nutzern, die das eigene Produkt nutzen, außerdem ein gutes Argumentationsmittel, um im Unternehmen für einen nutzerzentrierten Prozess zu werben. Man profitiert durch User Research als erstem Schritt also gleich zweifach: Man gewinnt wichtige Erkenntnisse zum Produkt und erhält Material, um weiter für eine nutzerzentrierte Entwicklung im Unternehmen zu werben.

Fabian, Du bist ein Fan von Jeff Gothelf und Josh Seiden, den beiden Begründern des Lean UX Ansatzes. Inzwischen bist Du selbst zu einem der führenden Lean UX Experten geworden.
Was zeichnet diesen Ansatz aus und wieso ist er so gut integrierbar in agile Entwicklungsumfelder?

Fabian: Der Ansatz von Lean UX baut stark auf cross-funktionale Teams und die Integration des Teams in die Research- und Design-Aktivitäten. So erreicht man von Beginn an Alignment und Commitment im Team. Zusätzlich ermöglicht der Fokus auf Hypothesen und Experimente, dass das Team Dinge in kleinen Iterationen testen kann. Besonders wenn das Team selbst Entscheidungen treffen und die Entwicklung steuern kann, hilft Lean UX dabei die agile Entwicklung nutzerzentriert zu gestalten.

Berufsbilder der Usability/User Experience Branche

UX Designer sind die neuen Stars der UX Szene. Auf 3 von 4 Visitenkarten von Usability & UX Professionals ist diese Berufsbezeichnung inzwischen zu finden. Wie ist Dein Verständnis von den Aufgabenbereichen und Tätigkeitsfeldern eines UX Designers?

Fabian: Ich würde da zwischen UX Designer in kleinen Unternehmen und großen Konzernen unterscheiden. In kleinen Unternehmen sehe ich den UX Designer als Schweizer Taschenmesser, der von User Research über Konzeption bis hin zum Design alles abdecken muss. In großen Konzernen gibt es jedoch viel stärkere Spezialisierungen, zum Beispiel auf User Research. Beide Varianten haben für mich ihren eigenen Reiz und besondere Herausforderungen.
Neben diesem klassischen Rollenbild sehe ich einen UX Designer aber auch als Bindeglied zwischen den Bereichen Produkt, Entwicklung, Support, Customer Management und beispielsweise Marketing. In der täglichen Arbeit, z.B. in Workshops, bringen UX Designer die unterschiedlichen Bereiche zusammen, koordinieren Wissensaustausch und sorgen dafür, dass der Nutzer im Unternehmen eine Stimme hat.

Arbeitest Du heute bereits entsprechend Deines Idealbildes von einem UX Designer?

Fabian: Ich würde sagen: ja! Als Schnittstelle zwischen verschiedenen Bereichen treibe ich die Erstellung und Umsetzung von Konzepten eigenverantwortlich voran. Zusätzlich hinterfragen wir uns als Team regelmäßig und versuchen dadurch beispielsweise bestehende Prozesse zu verbessern. Insgesamt gefällt mir die Kombination aus der Arbeit an Detaillösungen und dem Mitgestalten am Großen und Ganzen sehr gut.

Mehr Erfolg durch Empathie und Verständnis füreinander!

Fabian, wie ist Deine Meinung zu diesen beiden Aussagen:

  • Wir brauchen mehr Entwickler, die Konzeptions- und Gestaltungswissen haben und grundlegende Erfahrungen in diesen Aufgabenfeldern gesammelt haben.
  • Wir brauchen mehr Konzepter & Gestalter, denen die Arbeitsweise von Entwicklern nicht fremd ist, die sich mit neuen Technologien beschäftigen und ein grundlegendes Verständnis von Programmiersprachen haben. 

Fabian: Ich stimme beiden Aussagen zu. In der täglichen Arbeit merke ich, dass es extrem hilfreich ist die Probleme bei der technischen Umsetzung eines Konzepts zu verstehen und diskutieren zu können. Ebenso ist es sehr hilfreich, wenn Entwickler Feedback zum Konzept und Design geben. Das fachliche Entgegenkommen und das gegenseitige Verstehen verbessern die Qualität der Arbeit ungemein. Außerdem erspart es an manchen Stellen auch Arbeit: UX Designer, die einfache Code-Änderungen vornehmen können oder Entwickler, die einfache Konzeptfragen selbst lösen können, machen so manches Ticket überflüssig.

Du hast bereits mit Donald Norman Pizza gegessen, daher ist die Frage: Mit welcher UX Persönlichkeit würdest Du gerne mal einen Kaffee trinken? sicherlich eine schwere, dennoch möchte ich sie Dir zum Abschluss unseres Interviews gerne stellen.

Fabian: Ganz klar: Jeff Gothelf. Dabei würde ich mit ihm über die Entwicklung von und die praktische Erfahrung mit Lean UX sprechen. Es wäre spannend zu erfahren, welche Fragen und Probleme ihm als Koryphäe auf dem Gebiet schon begegnet sind. Haben die typischen Probleme bei der Einführung von Lean UX typische Lösungen? Welche Fehler werden bei der Umsetzung von Lean UX am häufigsten gemacht? Was ist der größte Erfolg, den er mit Lean UX in einem Projekt bisher erreicht hat?

Vielen Dank, lieber Fabian, für diese anregenden und tiefen Einblicke in Deine Erfahrungs- und Gedankenwelt zu Usability, UX, Lean UX und UX Design. Ich hoffe Du bleibst Nutzerbrille.de lange, sehr lange treu und bist in 2-3 Jahren wieder für ein Interview auf Nutzerbrille zu begeistern. 

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150.000 EUR Jahresgehalt: Warum UX Designer das verdienen aber (noch) nicht bekommen!

Im den Jahren 2017/2018 verdiente ein UX Professional in Deutschland, bei einer durchschnittlichen Berufserfahrung von sieben Jahren, 4.475 EUR pro Monat (Brutto). Das ergibt ein Bruttojahresgehalt von 53.700 EUR (Branchenreport German UPA). Die meisten UX Professionals in Deutschland bezeichnen sich selbst als UX Designer. Auch das ein Ergebnis des Branchenmonitor der German UPA.

Eine Suche in bekannten Jobbörsen nach den Stichworten „UX und Usability“ führt in 50% der Fälle hin zu einer Ausschreibung mit der Stellen-/Rollenbezeichnung: UX Designer (w/m). Folglich wird die Anzahl an UX Designern (w/m) unter Deutschlands UX Professionals weiter steigen.

Ein Blick in die gefundenen Stellenausschreibungen führt in den meisten Fällen zu großer Verwunderung.  Man reibt sich die Augen ob der hohen Ansprüche und Anforderungen der suchenden Unternehmen. Die Unternehmen suchen die sprichwörtliche „eierlegende Woll(milch)sau“: UX Designer die die Fähigkeiten von Gestaltern, Managern und Ingenieuren (englisch: Engineer) in sich vereinen. Gesucht werden also Menschen, die gleich 3 Professionen ausfüllen.

Die/Der gesuchte UX Designer/-in soll …

  • ein Verständnis für die Arbeitsweise von Entwicklern/-innen haben,
  • Programmiersprachen kennen und die Logik hinter PHP, JavaScript, HTML & CSS verstehen, bestenfalls selbst programmieren können,
  • sich für Technik und neue Technologien begeistern,
  • hervorragende Erfahrungen mit Prototyping-Techniken, Varianten und einschlägigen Tools haben,
  • Wireframes, Wireflows und Templates gestalten können,
  • den Prozess und die Methoden für ein „User Centered Design“ kennen und mit
  • dessen Planung, Anwendung, Koordination und Durchführung vielfältige Erfahrungen gesammelt haben,
  • somit in der Lage sein ein „Design für User Experience“ umzusetzen und schließlich
  • neben „Teamfähigkeit haben“ auch noch
  • Teams erfolgreich führen können.

All diese Fähigkeiten, Fertigkeiten und Erfahrungen reichen aber nicht aus. Gewünscht werden zusätzlich Leistungsmotivation und Gestaltungswille, Managementqualitäten und Führungserfahrung, Empathie und Kontaktfreudigkeit, Gewissenhaftigkeit und Zuverlässigkeit.

Und spätestens jetzt sollte wirklich jedem klar werden: UX Designer (w/m) sind 150.000 EUR Bruttojahresgehalt wert – wenn sie die Fähigkeiten und Erfahrungen von gleich 3 Professionen (Gestalter, Manager, Engineer) in sich vereinen.

Das gilt im Besondern für diejenigen UX Designer, die in Unternehmen die Rolle eines UX Pioniers einnehmen. Sie übernehmen dann meistens auch den Auftrag ein „Design für User Experience“ im Unternehmen einzuführen, zu verankern und somit den UX Reifegrad des Unternehmens zu steigern. Jene brauchen, ergänzend zu den zuvor dargelegten Fähigkeiten, auch Changemanager-Qualitäten.

Eine solche Fähigkeiten-, Erfahrungs- und Aufgabenfülle sollte einem Unternehmen 93,75 EUR pro geleisteter Arbeitsstunde wert sein. Jener Stundensatz summiert sich bei einer 40 Stundenwoche und im Mittel 200 geleisteten Arbeitstagen zu einem Bruttojahresgehalt von 150.000 EUR (entspricht auf Tagessatzbasis gerechnet 750 EUR pro Tag).

Warum erhalten angestellte UX Designer (noch) keine 150.000 EUR Jahresgehalt?

Das liegt ganz sicher nicht darin begründet, dass es keine UX Designer auf Unternehmensseite gibt, die jene per Stellenausschreibungen geforderten Fähigkeiten, Fertigkeiten und Erfahrungen aufweisen.

Davon gibt es in Deutschland sicherlich nicht allzu viele, aber es gibt sie. Ulf Schubert, Wolf Brüning, Johannes Müller, Clemens Lutsch, Dominik Sibum, Christoph Ohl, Bastian Linder, Jan Jursa, David Gilbert, Andreas Hallermann, Karolin Wisch, Markus Wienen, Dominique Winter, Henning Brau und Marcel Zimmermannn seien an dieser Stelle exemplarisch genannt. Sie alle ermöglichen es User Researchern, Interaktionsdesignern, Entwicklern, Produktmanagern und UI Designern besser miteinander zu arbeiten und gemeinsam hervorragende Produkte für ihre Unternehmen zu erschaffen.

Zentral für die Diskrepanz zwischen dem Idealbild eines UX Designers (w/m) laut Stellengesuchen und dem nicht Erreichen von 150.000 EUR Bruttojahresgehalt ist folglich nicht das fehlende Angebot. Der Grund ist vielmehr darin zu sehen, dass derzeit die meisten UX Designer/-innen in 60-80% ihrer Arbeitszeit Tätigkeiten ausüben, die für ein spezifisches, klar definiertes UX Berufsbild typisch sind. Berufsbilder wie beispielsweise …

  • Usability Engineer
  • User Requirements Engineer
  • User Researcher
  • Interaktionsdesigner
  • UI / Interface Designer
  • Informationsarchitekt
  • UX Tester.

Für jene Professionen gibt es etablierte Aus- und Weiterungsangebote, Studiengänge und Zertifizierungsprogramme. Folglich gibt es im Markt zahlreiche UX Professionals, die die nötigen Erfahrungen, Fähigkeiten und Fertigkeiten für eine jener spezifische UX Rollen bzw. Berufsbilder aufweisen. All jenes – Aus-, Weiterbildungsangebote, Studiengänge und Zertifikate – gibt es für UX Designer (noch) nicht.

Was zeichnet einen UX Designer aus?

Was wir dringend brauchen ist eine Antwort auf eben jene Frage: Was zeichnet einen UX Designer aus? Wir benötigen eine klare Rollendefinition und Beschreibung der zentralen Tätigkeiten eines UX Designers. Eines UX Designers, wie er von immer mehr Unternehmen, auch und gerade aus dem Mittelstand, gesucht und benötigt wird.

Ausgehend von einer Rollenbeschreibung können Aus- und Weiterbildungsangebote entstehen, die für jene Tätigkeiten qualifizieren, können Unternehmen geeignete Bewerber/-innen finden und gemeinsam mit ihnen ihren UX Reifegrad steigern. Und nur so können UX Professionals auf Jobsuche – sowohl als Berufseinsteiger als auch Jobwechsler – eine Anstellung finden, die zu ihren Fähigkeiten passt und in der sie erfolgreich und zufriedenstellend wirken können. Niemand, weder Unternehmen noch Arbeitnehmern, ist gedient mit unklaren Rollen und Berufsbildern, und sich daraus ergebenden überforderten Stelleninhabern.

Was wir weiterhin dringend benötigen ist eine andere Bezeichnung für den idealtypischen, bis zu 3 Professionen in sich vereinenden UX Designer. UX und Design, beide Begriffe sind vielfältig, facettenreich und werden unterschiedlich verstanden. Gerade in Kombination ist deren Bedeutung nicht eindeutig.

Es ist an der Zeit nach einer besseren Rollenbezeichnung für UX Designer zu suchen!

Der Arbeitskreis Digital Design im BITKOM hat sich dieser Aufgaben bereits angenommen. Er formt und etabliert das Berufsbild des Digital Designer (w/m). Damit ist ein erster Lösungsvorschlag für eine Berufsbildbezeichnung vorhanden, die die Aufgabenbereiche Gestaltung, Management und Engineering in sich vereinen kann.

Weitere Lösungsvorschläge werden vom Berufsverband der Deutschen Usability und UX Professionals (German UPA) unterbreitet werden, nicht zuletzt vom Arbeitskreis Qualitätsstandards, der stetig an der Aktualisierung der UX Berufsbilder arbeitet.

Bis die beste Lösung gefunden ist gilt es durchzuhalten und gemeinsam daran zu arbeiten, dass UX Designer die als Gestalter, Manager & Engineer gleich 3 Professionen ins sich vereinen auch bekommen was sie verdienen.

Sie sind UX Designer und benötigen einen Sparringspartner? Sie suchen einen UX Pionier, der den UX Reifegrad Ihres Unternehmens steigern kann?

Foto Thorsten Wilhelm

Thorsten Wilhelm

Gerne helfe ich Ihnen. Gebe Tipps, berate und begleite Sie im Prozess der Suche geeigneter Mitarbeiter/-innen und bei der Implementierung neuer Prozesse & Rollen.

Sprechen Sie mich gerne an – und nehmen Sie teil an meinem Webinar „UX im Unternehmen verankern“ (Ein Weg von einer 1 Mann/Frau UX Stelle hin zum Teamleader UX).

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Qualitäten erfolgreicher UX Designer (w/m) – alles eine Frage von Empathie!

Vom UX Designer (w/m) über Team-Lead UX (w/m) zum Chef (w/m) – dieser Karriereweg setzt viel voraus:
Viel Wissen, Erfahrungen, Fähigkeiten und Fertigkeiten, vor allem aber: Empathie. Empathievermögen ist die Schlüsselkompetenz, um als UX Designer/-in über die Zwischenstation eines Managers („Team-Lead UX“) zum Unternehmenslenker zu werden.

„Most Important Skill Required for UX Professionals = Empathy.”
(Kathryn Whitenton , Nielsen Norman Group)

Glauben Sie nicht? Dazu wollen Sie mehr erfahren?
Gern. Steigen Sie mit mir ein in die Welt der Empathie und kommen Sie mit auf einen Top-Karrierepfad für UX Designer (w/m).
Los geht’s, wie es sich beim Thema „Fähigkeiten & Fertigkeiten“ gehört,  mit den Hard-Skills.

Hard-Skills sehr guter UX Designer

Gute UX Designer verfügen über einen breiten Erfahrungs- und Wissensschatz, den sie in unterschiedlichen Rollen und bei verschiedenen Tätigkeiten aufgebaut haben: Als User Researcher, Konzepter, UX Tester und in mindestens einem gestaltenden Aufgabenfeld als User Interface Designer, Interaktionsdesigner oder Informationsarchitekt.

Gute UX Designer sind nach 10-15 Jahren Berufserfahrung in der Lage Projektteams aufzubauen, zu führen und zusammenzuhalten (Wie man ein UX Team bildet). Die Kenntnis und das Verstehen von UX Prozess- und Denkmodellen ist eine notwendige Voraussetzung. Jedoch nicht ausreichend. Es braucht mehr.

Sehr gute UX Designer erkennen das Spannungsfeld aus Nutzeranforderungen, Wirtschaftlichkeit und technischen Möglichkeiten – und sind in der Lage es aufzulösen. Damit gelingt es ihnen den Wert ihrer und der Arbeit ihrer Teams in unmittelbaren Zusammenhang zum geschäftlichen Erfolg zu stellen.

Erfolgreiche UX Designer sind zudem aufgeschlossen, finden schnell Zugang zu neuen Techniken, Technologien und Tools und lieben es Neues auszuprobieren. Sie sind kreativ. Sie präsentieren und moderieren gerne. Sie weisen ausgeprägte verbale und nonverbale Kommunikationsfähigkeit auf (What makes a good UX Designer?).

All das setzt einen hohen Grad an Anpassungsfähigkeit in Bezug auf Themen, Menschen, Technologien und Veränderungen voraus. Und all das rechtfertigt sehr hohe Gehälter, viel Einfluss in Unternehmen und schließlich auch den Anspruch ein Unternehmen zu führen.

Um den Weg vom guten, über einen sehr guten und erfolgreichen UX Designer hin in die Geschäftsführung oder in den Vorstand zu nehmen ist eine Kompetenz absolut entscheidend: Empathie.

Schlüsselkompetenz Empathie

Sind Sie empathisch? Sind Sie motiviert und fähig Empfindungen, Gedanken und Intentionen bei anderen Menschen zu erkennen?

Mitgefühl ist eine gute Grundlage, um als sympathisch wahrgenommen zu werden. Das schadet also schon mal nicht. Die Fähigkeit „mit anderen zu fühlen“ ist aber nur ein Bestandteil von Empathie. Es geht beim Thema Empathie im beruflichen Kontext um weit mehr.

Je ausgeprägter die Motivation und Fähigkeit zur Empathie ist, desto erfolgreicher können UX Designer handeln. Handeln gemeint im psychologischen Sinne: Auf ein Ziel ausgerichtet tätig sein.

Zentrale Ziele im beruflichen Kontext eines UX Designers mit dem Willen Karriere zu machen:

  • Erfolgreiche Produkte entwickeln.
  • Mitarbeiter/-innen (Teammitglieder) motivieren, fördern, zufriedenstellen.
  • Anspruchsgruppen (Vorgesetzte, Kollegen, Inhaber, Partner, Kunden) glücklich machen.

Bei all jenen Zielen ist Empathievermögen der zentrale Erfolgsfaktor.

„Sich in andere hineinversetzen“ – Empathie für Nutzer!

Fundierte Kenntnisse über Richtlinien & Normen, Nutzungskontexte und Nutzungsszenarien sind bei UX Evaluationen durch Experten eine notwendige Voraussetzung, um Optimierungspotentiale herauszuarbeiten. Diese „Hard-Skills“ reichen aber nicht aus, um Erkenntnissen zu erzielen die jenen aus Tests mit Nutzern ähneln.

Die Fähigkeit die Sichtweisen, Perspektiven und Einstellungen andere Menschen einnehmen zu können, ist der Schlüssel für erfolgreiche heuristischen Evaluationen. Zuverlässige und valide Erkenntnisse, vergleichbar mit Erkenntnissen aus einem Nutzertest, gibt es nur von empathischen UX Experten/-innen.

Empathievermögen hilft auch bei Tests mit Nutzern. Denken wir an die Situation im Use-Lab: Der UX Tester beobachtet, stellt Aufgaben und Fragen. Vor allem in den Phasen der Interviewführung ist die Fähigkeit zur Empathie hilfreich.

Empathische UX Tester wandeln eine zunächst reine Befragungssituation in ein Gespräch, in einen Dialog. Dabei hilft ihnen die Fähigkeit schnell eine gute Beziehung aufzubauen. Sie erhalten auf diese Weise tiefe Einblicke in die Werte, Einstellungen und Motive, die das Verhalten und die Bewertungen der Testpersonen bestimmen. Das ist eine ganz wesentliche Voraussetzung, um aus Nutzertests zuverlässige und valide Erkenntnisse für Optimierungen zu erhalten. Selbiges gilt für jede Art von Nutzerinterviews, beispielsweise jene die dazu dienen Persona-Beschreibungen anzureichern.

UI-Designer, Interaktionsdesigner und Informationsarchitekten tut Empathievermögen im Besonderen gut. Vor allem dann, wenn sie keinen unmittelbaren Kontakt mit Nutzern/-innen haben. Empathische UX Designer können sich auf Basis von Persona und Customer Journey Beschreibungen in die repräsentierten Nutzer hineinversetzen, deren Perspektiven und Sichtweisen einnehmen und bei der Konzeption & Gestaltung beachten.

Fazit: Empathie hilft beim Forschen, Konzipieren, Gestalten & Testen.

Teams führen – Empathie für Mitarbeiter/-innen!

Wie schaut es beim Thema Führung aus: Sollten empathische UX Designer (w/m) oder User Researcher (w/m) mit dem Willen Teams zu führen diese Verantwortung auch bekommen?

Unbedingt! – Menschen mit empathischen Fähigkeiten haben gute persönliche Beziehungen und genießen das Vertrauen anderer. Sie erkennen was andere antreibt und ihre Leistungsbereitschaft steigert. Empathische UX Designer sind mit einem ganz wesentlichen Merkmal einer guten Führungskraft ausgestattet: Der Fähigkeit zum Motivieren (oder Demotivation zu vermeiden).

Es ist also ratsam empathischen, an Berufsjahren reichen UX Designern (w/m) Aufgaben wie beispielsweise das Zusammenstellen von Teams, deren Weiterentwickelung und Führung anzuvertrauen.

Werden diese Aufgaben genauso erfolgreich gemeistert wie die Erstellung von Expertengutachten, das Durchführen von Interviews und die Konzeption & Gestaltung erfolgreicher Produkte, dann steht dem nächsten Schritt auf der Karriereleiter, jener vom Team-Lead UX (w/m) zum Unternehmenslenker („Chef/Chefin“) wenig bis nichts mehr im Wege.

Empathie sollte man (er-)lernen!  

Empathie lohnt sich – sowohl für Nutzer/-innen, Mitarbeiter/-innen, Unternehmen als auch für jeden Selbst. Hat man zu wenig Empathie, dann ist es folglich lohnend dies zu (ver-)ändern.

Empathie, so hat es Paul Ekman herausgearbeitet, ist eine Reaktion auf Empfindungen anderer Menschen. Diese Reaktion setzt voraus, dass man die Absicht hat andere zufrieden(er) zu machen, anderen zu helfen, sie in ihren Zielen und bei ihren Absichten zu unterstützen.

Dies wiederum gelingt, wenn man die Gedanken, Empfindungen und Absichten anderer richtig erkennen (kognitive Empathie) und erfühlen (emotionale Sensitivität) kann. Das wiederum gelingt nur dann, wenn man selbst eine gute Selbstwahrnehmung hat und die Absicht verfolgt selbst glücklich, gesund und motiviert zu bleiben.

Anspruchsvoll – keine Frage. Empathie ist eine vielfältige und komplexe Fähigkeit. Vor allem für all jene die „vom Elternhaus aus“ mit wenig Empathievermögen ausgestattet wurden. Aber: Man kann Einfühlungsvermögen aufbauen.

Selbsteinstufung – Erkennen wo es hackt!

Kaum jemand wird ein perfektes Empathievermögen haben, und ganz sicher gibt es nur wenige Menschen, die keinerlei Empathievermögen mitbringen. Um sein Empathievermögen zu steigern, ist es im ersten Schritt nötig seine individuellen Stellschrauben für mehr Empathie zu erkennen.

Für eine Selbsteinstufung eignen sich Tests wie beispielsweise der „Toronto Empathy Questionnaire“. Solche Tests bildet das Empathievermögen auf 5 Feldern ab:

  • Gefühle anderer verstehen – durch korrektes Entschlüsseln (non-)verbaler Botschaften und Hinweise.
  • Identische Emotionen wie andere empfinden (=Mitgefühl).
  • Gleiche Gedanken, (geteilte) Erinnerungen und Gefühle erleben.
  • Spiegeln und Erleben vergleichbarer physiologischer Reaktionen:
    Ich bekommen einen Hitzeschwall, wenn andere respektlos behandelt werden.
  • Auslösen helfender, unterstützender Handlungen / Handlungsimpulse.

Die Ergebnisse zeigen auf woran konkret gearbeitet werden muss, um empathischer zu werden. Aller Anfang ist dabei schwer, aber ohne einen Anfang gibt es keine Veränderung. Ein guter Start besteht oft darin seine Fremdwahrnehmung zu verbessern. Auch dabei helfen Tests und Fragebögen.

Fremdwahrnehmung – Andere besser einschätzen!

Will man andere Menschen verstehen und deren Perspektive einnehmen, dann ist es wichtig deren Persönlichkeit richtig einzuschätzen und zu erkennen was sie antreibt. Das ist gerade beim Führen von Mitarbeitern/-innen eine wichtige Fertigkeit.

Im beruflichen Kontext gibt es mit dem Bochumer Inventar für berufsbezogene Persönlichkeitsmerkmale (kurz: BIP) ein wertvolles Befragungsinstrument, welches die Einschätzung von Mitarbeiter auf zentralen Persönlichkeitsmerkmalen ermöglicht. Persönlichkeitsmerkmalen wie beispielsweise: Leistungsmotivation, Gewissenhaftigkeit, Selbstbewusstsein, Flexibilität, Handlungsorientierung, Belastbarkeit, Sensitivität, Soziabilität und Teamorientierung.

Die Daten aus einer BIP Umfragen unterstützen ganz wesentlich beim Hineinversetzen in Mitarbeiter/-innen. Sie bieten eine gute Grundlage, um Mitarbeiter/-innen zu motivieren und gezielter weiterzuentwickeln.

Der BIP Fragebogen wird vom Mitarbeiter selbst (Selbstbild), von Kollegen/-innen (Fremdbild) und der Führungskraft (Fremdbild) ausgefüllt. Voraussetzung dabei: Freiwilligkeit, und eine glaubhafte Vermittlung der Absicht mit der Einstufung die Zusammenarbeit und persönliche Entwicklung zu verbessern.

Oft wird der Einsatz des BIP ergänzt um Daten zum Karrierebild. So bietet der Karriereankerfragebogen eine hervorragende Grundlagen, um zu erkennen welche Vorstellung ein(e) Mitarbeiter/-in vom Begriff „Karriere“ hat und welche Faktoren sie/ihn antreiben. Faktoren wie beispielsweise Sicherheit & Stabilität, Unabhängigkeit, technisch-funktionale Kompetenz, Lebensstilintegration, Kreativität, (totale) Herausforderung, „General Management“ oder „Dienst & Hingabe“.

Auch diese Daten unterstützen eine Führungskraft bei der Planung der Karriere seiner Mitarbeiter/-innen und ermöglichen es ihr sie dabei fördernd zu begleiten und gezielt (weiter-)entwickeln zu können.

Spätestens an dieser Stelle sollte bei all jenen, die wenig Empathievermögen haben die Stimmung (wieder) etwas besser sein: Es gibt Instrumente, um zu erkennen was man selbst tun muss, um seine Empathie zu verbessern und zugleich gibt es Tools, um andere besser einzuschätzen, ihre Perspektive besser einnehmen zu können und sie zu motivieren.

Jetzt kommt „aber“ das große ABER: Dieses Wissen ist Basis. Die Kür besteht darin das Wissen anzuwenden, sich selbst zu verändern und sein Empathievermögen zu steigern.

Verhalten ändern und reflektieren!

Ausgestattet mit dem Wissen über sich selbst, seinem Empathievermögen und den individuellen Stellschrauben für mehr Empathie, sowie einer zuverlässigen, validen Einschätzung der Persönlichkeit von Mitarbeitern gilt es sich emotional weiterzubilden (Stichwort: Emotionale Intelligenz).

Dies gelingt nicht durch den Besuch von Seminaren und das Lesen von Büchern. Hilfreich, aber nicht ausreichend. Sein eigenes, seit Jahrzehnten geprägtes Verhalten kann man dauerhaft nur mit Hilfe von außen verändern. Es braucht dazu einen erfahrenen, externen Coach. Gemeinsam mit einem externen Führungskräfte-Coach werden Maßnahmen erarbeitet, Verhaltensveränderungen geübt, trainiert und reflektiert.

Sowohl die Maßnahmenerarbeitung als auch die Reflexion des Erfolgs von Verhaltensänderungen muss mit dem Team erfolgen.

Jährliche Mitarbeitergespräche sind dafür nicht ausreichend. Es braucht steten Austausch mit den Mitarbeitern. Mindestens alle 2 Wochen auf individueller Ebene und regelmäßig in Form von Boxenstopps im gesamten Team. Hier gilt es sowohl Feedback zu geben als auch Feedback anzunehmen und für seinen eigenen Persönlichkeitswandel in Richtung von mehr Empathie zu nutzen.

Die Mitarbeiter/-innen müssen dabei erkennen, dass ihre Arbeit, ihre Anforderungen und Erfordernisse für die Führungskraft im Mittelpunkt stehen (Mitarbeiter in den Mittelpunkt – Employee Experience Design).

Die Reflexion mit seinen Kollegen & Mitarbeiter und die Reflexion im Team sind beides zentrale Erfolgsfaktoren, um über die Steigerung des eigenen Empathievermögens zugleich positive Effekte bei den Mitarbeitern, in den Projekten und für das gesamte Unternehmen zu erzielen.

Vom UX Designer (w/m) über Team-Leader UX (w/m) zum Chef (w/m)

Das kann also gelingen – Vorausgesetzt Mann oder Frau wollen an ihrem Empathievermögen arbeiten, es pflegen und hegen.

Ich hoffe mit meinem Beitrag aufgezeigt zu haben, dass es sich lohnt das zu wollen und zu tun. Vielleicht gerade auch für Sie?
Es würde mich freuen. Empathischen UX Designer (w/m) gehört die Zukunft – nicht nur in UX-driven Company’s.

Foto Thorsten Wilhelm

Thorsten Wilhelm

Gerne unterstütze ich Sie, zusammen mit bewährten Führungskräfte-Coaches aus den Beraternetzwerken Berater 37 und teneo, beim Erkennen und Entwickeln Ihrer Potentiale, um vom UX Designer (w/m) zur Führungskraft aufzusteigen.

Sprechen Sie mich an.

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Nur glückliche UX Designer erschaffen begeisternde Produkte

Unglückliche UX Designer produzieren dagegen Flops – und das oft am laufenden Band. Wiederholte Flops steigern die Wahrscheinlichkeit von zukünftigen Flops deutlich, da Misserfolgserlebnisse einen Erfolgszwang hervorrufen und damit Kreativität gehemmt wird.
Es entsteht ein Teufelskreis, der kaum mehr durchbrochen werden kann.

Wie bekommen UX Designer Erfolgserlebnisse?

Ganz einfach: Indem man ihnen Zeit gibt!

  • Zeit für Nutzerinterviews und das Zusammenstellen daraus gewonnener Erkenntnisse zu Personas.
  • Zeit für regelmäßige Evaluationen von Arbeitsergebnissen mit und durch Personen aus der Zielgruppe.

Genau diese Zeit fehlt aber oft.

Viele Projektleiter fordern allzu früh sichtbare Ergebnissen ein, beispielsweise in Form von Wireframes. Damit rauben sie wertvolle Zeit für Nutzerforschung. Und dies findet tragischer Weise besonders oft in agilen Konzeptions- und Entwicklungsprozessen statt.

Nutzerforschung wird gleichgesetzt mit Langsamkeit und agile Entwicklung mit Schnelligkeit – und siehe da, nun haben die Projektleiter ihre Begründung für den Verzicht auf Nutzerforschung.

Wir alle wissen, dass genau dies UX Designer unglücklich macht. Agile Entwicklung bedeutet für sie alles zu tun, um den Nutzer in den Mittelpunkt der Konzeption & Entwicklung zu stellen. Den Nutzer frühzeitig fassbar zu machen, seine Anforderungen, Wünsche und Verhaltensweisen schnell kennenzulernen und ihn im Gestaltungsprozess einzubeziehen.

Agile Entwicklung bedeutet für UX Designer ganz sicher nicht auf Nutzerforschung zu verzichten („Agile Development Is No Excuse for Shoddy UX Research”). Nutzerforschung wird als zwingend nötig angesehen, um Produkte zu schaffen die Nutzer begeistern.

User Research in agilen Entwicklungsprozessen

UX Designer und Projektleiter finden wieder zueinander, wenn es gelingt UX Methoden & Verfahren in den Prozess zu integrieren, ohne dass es zu einem Zeitverzug kommt und ohne dass „schlampige“ Nutzerforschung stattfinden muss.

Die Zuverlässigkeit und Validität der Ergebnisse aus der Nutzerforschung ist dabei entscheidend und stellt die größte Herausforderung dar. Schlampig durchgeführte Forschung hilft nicht weiter – wenn sie auch in der Regel schnell zu haben ist.

Wertvolle, zielgerichtete Nutzerforschung in agilen Prozessen gelingt, wenn diese Rahmenbedingungen gegeben sind:

  1. Nutzerforschung wird als notwendige Aufgabe und Tätigkeit im Entwicklungsprozess festgelegt und angesehen.
  2. Nutzerforschung, gestalterisch-kreative Arbeiten und Programmierung werden so geplant, dass sie (auch) parallel durchgeführt werden können.
  3. Alle Teammitglieder – Researcher, Designer/Konzepter und Entwickler – kennen die Arbeitsweisen und Anforderungen der jeweils anderen, gehen aufeinander ein („Wireframes die Entwickler lieben!“) und zeigen damit Interesse füreinander. So entsteht Empathie.
  4. Bei der Planung und Durchführung von Nutzerinterviews  werden Designer & Entwickler einbezogen und nehmen daran aktiv teil, beispielsweise während der Beobachtung von Use-Labs („Live dabei, ohne vor Ort zu sein: Alternativen zum klassischen Teststudio“).
  5. Für Tests im Sinne einer Evaluation und für die Analyse von Nutzeranforderungen werden Forschungsressourcen (Labs, Panels und Researcher) reserviert, so dass diese im Bedarfsfall verfügbar sind.

User Feedback Days einplanen!

Für die Evaluation von Konzeptideen, Wireframes, Wireflows, Prototypen und Mock-Ups eignen sich User Feedback Days besonders gut. Fest eingeplant im Prozess, getreu dem Motto: Am 30. gehen wir ins Lab – und das jeden Monat, garantieren sie eine nutzerzentrierte Entwicklung.

In User Feedback Days – angelegt als Nutzertests in einem Lab oder Gruppenevaluationen in Fokusgruppen – können die wahrgenommene und erlebte Nützlichkeit, Bedienbarkeit und optische Gestaltung unter die Lupe genommen werden. Und das mit und durch Repräsentanten der Zielgruppe. Somit gelingt es die späteren Nutzer im Entwicklungsprozess in den Mittelpunkt zu stellen und Arbeitsergebnisse frühzeitig durch Nutzer bewerten zu lassen.

Zeitplanung bei User Feedback Days

Die Abbildung verdeutlicht zeitliche Eckpunkte von User Feedback Days: 10 Tage vor dem Testtag werden Untersuchungsgegenstand und Themen benannt. 7 Tage vor dem Test startet die Rekrutierung der Testpersonen, 1 Tag nach Datenerhebung liegen die Erkenntnisse vor.

Unternehmen wie ING DiBa (Finanzen), Bonprix (Handel) und die Deutsche Lufthansa (Dienstleistung) haben bereits User Feedback Days in ihre Prozesse integriert und führen mit den erfahrenen UX Forschern & Berater von eresult monatliche Use-Labs auf hohem Niveau durch.

Sollte einmal kein Testbedarf vorhanden sein, dann ist eine kostenlose Stornierung möglich.

User Feedback Days – derart geplant und angelegt – verhindern einen Verzicht auf Nutzerforschung aus zeitlichen Gründen, da alle am Prozess beteiligten Teammitglieder stets die Gewissheit haben sich im Bedarfsfall mit Nutzern austauschen und deren Meinung einholen zu können.
User Feedback Days, geplant und durchgeführt von erfahrenen UX Forschern & Beratern, sind ein wesentlicher Eckpfeiler für eine nutzerzentrierte, agile Entwicklung – und eine Basis für glückliche UX Designer.

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Wie viel verdient ein UX Designer?

Gehalt

Wie viel verdient ein UX Designer? Diese oder eine ähnliche Frage dürften sich viele unserer Leserinnen und Leser hin und wieder stellen. Egal ob man einen neuen Job anfängt oder die nächste Gehaltsverhandlung ansteht, immer wieder fragt man sich, wie viel man verlangen kann. Schließlich will man weder zu tief liegen und sich damit potentiell unterbezahlt fühlen, noch will man zu weit über das Ziel hinaus schießen und unseriös wirken.

Um Licht ins Dunkle bezüglich dieser Frage zu bringen, habe ich mir professionelle Unterstützung bei denjenigen geholt, die es wissen müssen. Patrick Klug, Head of Product B2C bei Gehalt.de und dessen Kollege Artur Jagiello, Leiter Kommunikation, haben mit mir die Datenbank von Gehalt.de durchforstet und analysiert, was UX Designer so verdienen.

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