Kategorie-Archiv: KnowHow

10 Tipps für erfolgreiches A/B-Testing

Website-Optimierung sollte ein systematischer, kontinuierlicher, datengetriebener Prozess sein, der eine fortlaufende Optimierung durch kontinuierliches Testing und stetigen Lernfortschritt ermöglicht. Mittels Testing lassen sich zudem fatale Flops und böse Überraschungen vermeiden. Daneben hilft A/B-Testing, Debatten, die auf Meinungen und Spekulationen beruhen, aus dem Weg zu gehen. Im Zweifel lässt man Varianten gegeneinander in Tests antreten und entscheidet dann auf Basis objektiver Testergebnisse. Das sollten Sie allerdings beim A/B-Testing beachten:

1. Erst die Analyse, dann das Testing
Identifizieren Sie Schwachstellen auf Ihrer Website mittels kontinuierlicher Web-Analyse. Ein guter Einstieg ist z. B. die Analyse der häufigsten Ein- und Ausstiegsseiten: Welche der Einstiegsseiten haben eine (zu) hohe Bounce Rate? Sind unter den Ausstiegsseiten viele, auf denen eine Konversion ausgeführt werden soll, wie „Bezahl- & Versandart auswählen“ im Zuge eines Bestellvorgangs?

2. Das Problem mit Hilfe von Segmentierung eingrenzen
Website-Besucher sind in ihrem Nutzerverhalten sehr unterschiedlich, so dass bei der gründlichen Untersuchung einer Seite nicht mit einem Durchschnittswert aller Besucher gearbeitet werden sollte. Segmentierung heißt hier das Zauberwort. Vor allem in Hinblick auf die Unterscheidung zwischen Desktop, Smartphone und Tablet zeigen sich häufig deutliche Unterschiede. Geben Sie sich aber nicht mit einer Segment-Dimension zufrieden: Schauen Sie sich den Erfolg nach Gerätetyp in Kombination mit dem Einstiegsmedium (SEA, SEO, Referrer, Type-In, …), Tageszeit und Wochentag, dem Besuchertyp (Erstbesucher versus Wiederkehrer, Käufer versus Nichtkäufer) usw. an, um kritische Zusammenhänge aufzudecken.

3. Setzen Sie sich klare Ziele
„Ich will die Conversion-Rate meiner Website verbessern“ ist kein klares Ziel, sondern der Grundgedanke jedes Testings. Stellen Sie darum zu jedem Test eine Hypothese auf, aus der klar hervorgeht, was das Problem ist, wie dieses gelöst werden soll und wie hoch die Steigerung welcher Kennzahl sein soll, damit ein Test als erfolgreich gilt. Folgendes Schema hilft bei der Formulierung einer schlüssigen These:

Weil wir erkannt haben, dass _____ [Data/Feedback/Beobachtung], erwarten wir, wenn wir für ______ [das Nutzersegment] Folgendes verändern ______ [Variation], diese Verbesserung eintritt ______ [Beschreibung des Nutzerverhaltens], die wie folgt gemessen werden kann ______ [Kennzahl/Ziel].

4. Priorisieren Sie Ihre Test-Hypothesen
Test-Ressourcen sind knapp. Daher ist eine Bewertung nach Dringlichkeit, Aufwand und erwarteter Wirkung notwendig: Welches Problem sollte am schnellsten gelöst werden? Von welchem Test erhoffen Sie sich die größte Verbesserung? Was sind so genannte „niedrig hängende Früchte“, die sich recht einfach umsetzen lassen und gleichzeitig eine spürbare Erfolgssteigerung verheißen?

Gut, wenn Sie bei der Problem-Analyse bereits die Besucheranzahl im Segment auf den betroffenen Seiten sowie die dazugehörige Konversionsrate bzw. den Umsatzwert ermittelt haben. Jetzt brauchen Sie nur noch eine realistische Einschätzung des erzielbaren Uplifts und benötigten Aufwands, um zu entscheiden, mit welchen Tests gestartet werden sollte.

5. Mutig Schritt für Schritt
Gerade bei Ihren ersten Tests sollten Sie sich auf ein Element oder eine zusammenhängende Kombination von Elementen konzentrieren, anstatt gleich das komplette Layout, Texte, Bilder, Buttons und das Vorteilsangebot in allen denkbaren Kombinationen zu verändern (sogenanntes „multivariates Testing“). So haben Sie bei der Auswertung den Vorteil, dass eine Steigerung klar auf eine bestimmte Veränderung zurückzuführen ist. Aus diesem Grund sollten Sie auch nicht mehrere A/B-Tests gleichzeitig durchführen, es sei denn, Sie können Wechselwirkungen ausschließen.

6. Viele Wege führen ans Ziel
Die Logik liegt auf der Hand: Je mehr Varianten ins Spiel gebracht werden, umso höher ist die Chance, dass mindestens eine davon besser als das Original konvertiert. Insofern steigt mit der Anzahl an Variationen die Wahrscheinlichkeit von erfolgreichen Tests. Eine Anzahl von drei bis fünf Variationen pro Test sind empfehlenswert. Bei noch mehr Testvarianten laufen Sie Gefahr, allzu lange warten zu müssen, bevor Ihr Testergebnis aussagekräftig ist.

7. Vermeiden Sie unnötige Aufwände bei der Umsetzung
Split-URL-Testing ist mit größeren Aufwänden verbunden. Neue Webseiten müssen gestaltet, programmiert und veröffentlicht werden. etracker bietet im Optimiser einen komfortablen Visuellen Editor, der es Ihnen erlaubt, Elemente per Klick zu bearbeiten, hinzuzufügen oder zu entfernen. Für den Test komplexerer Funktionalitäten eignet sich die Script-Injection, bei der sich eigenes CSS oder Java Script mit dem Laden der Seite einfügen lassen.

Achten Sie bei der Tool-Auswahl darauf, dass die Option besteht, via Schnittstellen eine Integration in Ihr Content Management- bzw. Shop-System vornehmen zu können. Das erleichtert die Arbeit von Redakteuren und sorgt für ein nahtloses Zusammenspiel.

8. Experimentieren Sie mit Overlays und unterschiedlichen Auslösern
Gerade für die Generierung von Leads und Newsletter-Anmeldungen ist die Frage der passenden Ansprache zur richtigen Zeit ausschlaggebend für den maximalen Erfolg. Werden Besucher beispielsweise direkt beim Einstieg zur Newsletter-Anmeldung aufgefordert, kann dies abschreckend wirken. Andererseits ist es geradezu fahrlässig, Besucher einfach die Seite verlassen zu lassen, ohne den Versuch zu unternehmen, ein Einverständnis zum Newsletter-Empfang zu erhalten. Probieren Sie unterschiedliche Auslöser, Designs, Ansprachen, Stile usw. aus, um Anmeldungen, Engagement und Konversionen zu erhöhen.

9. Geduld ist eine Testing-Tugend
Auch wenn bereits nach kurzer Zeit eine Testvariante weit vor der anderen liegt: Werten Sie nicht zu früh aus! Wenn nicht mindestens eine komplette Woche getestet wird, ist die Stichprobe womöglich nicht repräsentativ. Beachten Sie außerdem eventuelle Besonderheiten wie Feiertage, Ferienzeiten oder saisonale Effekte, die sich auf das Nutzerverhalten auswirken können.

10. Der ewige Kreislauf des Testings
Hier und da mal einen A/B-Test durchzuführen oder verhaltensbasiert das eine oder andere Overlay auszuspielen ist ein Anfang. Die Kür ist es aber, dauerhaft eine datengetriebene Testing-Kultur im Unternehmen zu etablieren. Gerade das Thema Website-Personalisierung ist kein Einmalprojekt, sondern muss mit Bedacht und Experimentierfreude agil fortentwickelt werden. Dies gelingt nur mit den richtigen Werkzeugen, Prozessen, Zielen und Strukturen. Die Mühe lohnt sich in Bezug auf ROI und Kundenbegeisterung wie zahlreiche Beispiele von etracker-Kunden belegen.

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Schärfere ePrivacy-Verordnung kommt!

Am 26. Oktober 2017 hat sich das EU-Parlament für eine schärfere ePrivacy-Verordnung ausgesprochen. Noch ist der Entwurf kein rechtskräftiger Gesetzestext. Auch ist unklar, ob ein Inkrafttreten zum 25. Mai 2018 gemeinsam mit der EU-Datenschutz-Grundverordnung erfolgen wird. Besonders schwerwiegende Auswirkungen hat die neue Verordnung in der jetzigen Form auf die Medien- und Werbe-Wirtschaft. Aber auch die Verhaltens- und Erfolgsmessung von Websites, Apps und Portalen im Rahmen der Webanalyse ist in geringerem Ausmaß betroffen.

Daher haben wir für Sie die zentralen Punkte des Entwurfs für den Bereich Digital Analytics (Webanalyse) zusammengefasst:

  • Browser müssen künftig standardmäßig 3rd Party Cookies blocken (sogenanntes ‚Privacy by Design‘) und granulare Datenschutzeinstellungen ermöglichen, die bindend für Dritte sind: generelle Website-übergreifende Zustimmung bzw. Ablehnung sowie Abfrage pro Website mit (Op-tin-) Zustimmung differenziert nach Zwecken wie (Direkt-) Marketing, Analyse, personalisierte Inhalte, Ortung sowie Datenweitergabe an Dritte mithilfe einfach und klar verständlicher Symbole.
  • Ohne explizite Zustimmung (und sofern kein Opt-out vorliegt) ist nur die Messung von aggregierten Session-bezogenen Nutzungsdaten wie Besuche, Seitenaufrufe und Events ohne Ortung (Geo-Lokalisierung) sowie ohne technische Daten wie Gerätetyp und Browser erlaubt (auch kein technisches Fingerprinting und Ähnliches).
  • Details zur Datenerhebung und -verarbeitung müssen wie gewohnt in den Datenschutzhinweisen aufgeführt werden. Gegebenenfalls müssen Websites und Apps auch eigene Opt-in- und Opt-out-Verfahren anbieten.

Was heißt das für die Nutzung von etracker Analytics und Optimiser?

  • etracker wird alle Anforderungen rechtzeitig umsetzen.
  • Aktuell ist es noch zu früh für eine Anpassung, da die finale Ausgestaltung der Verordnung noch zu ungewiss ist.
  • etracker ist bestens vorbereitet, da
    • die Besucherwiedererkennung nicht von 3rd Party Cookies abhängig ist,
    • differenzierte Opt-in-Verfahren schon heute möglich sind,
    • ein datenschutzkonformes Opt-out-Verfahren schon lange im Einsatz ist,
    • wir schon heute ‚Privacy by Design‘ leben zum Beispiel im Hinblick auf die Verarbeitung von IP-Adressen,
    • wir im engen Austausch mit Datenschutzbehörden und -experten stehen und stets proaktiv dafür sorgen, dass sich unsere Kunden auf der sicheren Seite befinden.

Was bedeutet die neue ePrivacy-Verordnung generell für Webanalyse und datengetriebenes Marketing? 

Die Zeiten, in denen Unternehmen unbedarft Tools einsetzen können, die Daten erheben und verarbeiten, sind vorbei. Angesicht der Geldbußen und möglichen Schadensersatzforderungen müssen Lösungen und Prozesse sehr sorgfältig ausgewählt und implementiert werden.

Allgemein ist damit zu rechnen, dass eine geringere Stichprobe für die Erfolgsmessung zur Verfügung stehen wird. Aktuell werden ja auch keine 100% erfasst, da Besucher sich per Opt-out von der Messung ausschliessen lassen oder im privaten Modus browsen und Ähnliches. Wie hoch der Anteil mit der neuen Regelung sein wird, wird zum einen davon abhängen, wie die Einstellungen konkret in den Browsern umgesetzt werden. Zum anderen wird es davon abhängen, inwieweit es Anbietern gelingt, ihren Nutzern einen wirklichen Mehrwert aus den Daten zu liefern und zu kommunizieren.

Auf der einen Seite wollen Nutzer zurecht nicht gänzlich gläsern sein, ausgenutzt, übervorteilt, manipuliert oder diskriminiert werden. Andererseits genießen wir die Vorteile durch den Datenaustausch, zum Beispiel zur Vermeidung von Staus im Straßenverkehr oder für individuelle digitale Fahrplanauskünfte. Wir machen gerne Schnäppchen beim Shopping, entdecken neue Locations oder Events, die zu unseren Vorlieben passen, oder heißen Unterstützung bei besonderen Bedürfnissen willkommen.

Die aktuelle Fassung der ePrivacy-Verordnung schießt sicherlich etwas über das Ziel hinaus. Ein Beispiel aus der analogen Welt macht dies deutlich: So käme niemand auf die Idee, von meiner Friseurin zu verlangen, eine Zustimmung von mir im Vorfeld einzuholen, um sich meinen Namen und die Art der durchgeführten Haarschnitte von Besuch zu Besuch merken zu dürfen. Ähnliches verlangt die ePrivacy-Verordnung in der digitalen Welt. Andererseits hat meine Friseurin auch – soweit mir bekannt – bislang nicht versucht, die im Smalltalk ausgetauschten Informationen zu Kindern, Haustieren, Reisen und so weiter durch Weitergabe an Dritte zu monetarisieren. Insofern muss man die jetzigen Forderungen als Reaktion auf mitunter sehr fragwürdigen Umgang mit Nutzerdaten verstehen.

Ungeachtet unserer persönlichen Bewertungen der Richtlinien gilt: mit Inkrafttreten der finalen Verordnung müssen und werden wir diese einhalten sowie das Beste daraus machen. Darauf können Sie sich verlassen.

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Bereit für die neue EU-Datenschutzgrundverordnung?

EU-Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO), Bundesdatenschutzgesetz (BDSG neu) & ePrivacy-Verordnung (ePV): Was bedeutet das für Web-, App- und Portal-Tracking?

 

Hintergrund

Am 27. April 2016 wurde die EU-Datenschutz-Grundverordnung (Verordnung (EU) 2016/679) verabschiedet. Sie tritt am 25. Mai 2018 EU-weit in Kraft. In den zwei Jahren von der Verabschiedung bis zum Inkrafttreten müssen die Unternehmen ihre Datenschutzorganisation entsprechend angepasst haben.

Die EU-DSGVO bildet den allgemeinen Rechtsrahmen für die Erhebung, Speicherung und Verarbeitung von Nutzer-Daten. Sie regelt ganz allgemein die Verarbeitung personenbezogener Daten für den gesamten privaten und öffentlichen Bereich (mit Ausnahme der Polizei, Justiz und Behörden für Inneres). Spezielle und umfassende Regelungen einzelner und besonders schutzwürdiger Bereiche enthält sie dagegen nicht.

Bei der ePrivacy-Verordnung (ePV) handelt es sich um dazugehörige spezielle Regelungen im Hinblick auf Online-Dienste und -Kommunikation. Konkret geht es hier um die „Verordnung über die Achtung des Privatlebens und den Schutz personenbezogener Daten in der elektronischen Kommunikation und zur Aufhebung der Richtlinie 2002/58/EG“. Es sind also all diejenigen angesprochen, die elektronische Kommunikationsdaten und Informationen in Bezug auf die Endeinrichtungen der Endnutzer (also Smartphone, PC, Tablet etc.) verarbeiten, die in Verbindung mit der Bereitstellung und Nutzung elektronischer Kommunikationsdienste stehen (Art. 2 Abs. 1 des Entwurfs). Dies meint im Grunde nichts anderes, als den Umgang mit jeglichen Daten und Informationen, die aus der elektronischen Kommunikation herrühren. Darunter fallen der Einsatz von Tracking-Programmen (z.B. Cookies) ebenso wie das Direktmarketing oder die Verwendung von GPS-Daten zur Berechnung der schnellsten Fahrtroute. Sinn und Zweck des Entwurfs ist also eine umfassende und möglichst technologieneutrale Regelung zum Ausgleich der Interessen von Unternehmen und Nutzern. Es wird damit ein Ansatz verfolgt, der auch schon in der DSGVO zum Tragen kommt.

Im Gegensatz zur EU-DSGVO ist die ePrivacy-Richtlinie noch nicht final verabschiedet. Im Januar 2017 wurde der erste Entwurf veröffentlicht. Seitdem haben verschiedene Ausschüsse Änderungsanträge bzw. Stellungnahmen unterbreitet, die in den kommenden Monaten beraten werden. Geplant ist, dass auch die ePV am 25. Mai 2018 in Kraft tritt.

Zudem wurde das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG-neu) als Teil des Datenschutz-Anpassungs- und -Umsetzungsgesetz EU (DSAnpUG-EU) beschlossen. Diese neueste Fassung des BDSG wird am 25. Mai 2018 mit der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) in Kraft treten und das noch aktuelle Bundesdatenschutzgesetz komplett ersetzen. Mit dem DSAnpUG-EU und dem darin enthaltenen BDSG-neu werden datenschutzrechtliche Regelungen an die DS-GVO angepasst und in ihr enthaltene „Öffnungsklauseln“ genutzt.

In aller Kürze: Wann treten die EU-DSGVO, das BDSG (neu) & die ePV in Kraft?

  • EU-DSGVO:     am 25. Mai 2018
  • BDSG (neu):    am 25 Mai 2018
  • ePV:                  geplant am 25. Mai 2018

Achtung: Bis zum 25. Mai 2018 muss jedes Unternehmen seine Datenschutzorganisation entsprechend angepasst haben!

 

Kein zahnloser Papiertiger mehr

Bei Verstößen können Geldbußen von bis zu 20 Mio. Euro oder 4% des gesamten weltweit erzielten Jahresumsatzes im vergangenen Geschäftsjahr eines Unternehmens verhängt werden. Zusätzlich hat jede Person, deren Daten unerlaubt verarbeitet werden, das Recht auf unbegrenzten Schadensersatz.

Achtung: Zukünftig liegt die Beweislast und Rechenschaftspflicht bei den Unternehmen, die im Zweifel die rechtskonforme Erhebung und Verarbeitung der Daten nachweisen und belegen müssen.

Fragen, die Sie sich stellen sollten, um das Risiko von Klage- und Abmahnverfahren zu minimieren:

  • Werden Risiken durch Anonymisierung bzw. Pseudonymisierung vermieden?
  • Findet die Datenverarbeitung ausschließlich in der EU statt?
  • Sind Datenverarbeitungs-Partner auf die Änderungen vorbereitet, transparent und kooperativ?

 

Welche Auswirkungen hätte es auf Ihr Geschäft, wenn ein erheblicher Anteil der Besucher nicht mehr erfasst würde?

Neben Klagen und Geldbußen bei Verstoß haben die neuen Rechtsvorschriften auch Auswirkungen auf die Geschäftsmodelle im Internet. Dies ist insbesondere der Fall, wenn Nutzerprofilerstellung, Werbemittelauslieferung und Erfolgsmessung auf 3rd- Party Cookies angewiesen sind. Kann ein Tracking-Opt-In nicht vermieden werden, ist damit zu rechnen, dass nur noch ein Bruchteil der Besucherinteraktionen und Ähnliches gemessen werden kann.

 

Was bedeutet das für Web-, App- und Portal-Tracking?

Hier finden Sie die wichtigsten Anforderungen und dazugehörige Optionen und Einstellungen in den etracker-Lösungen:

Anforderung Mit etracker
EU-DSGVO & BDSG (neu):
  • Daten zum frühestmöglichen Zeitpunkt anonymisieren oder  pseudonymisieren, soweit dies nach dem Verarbeitungszweck möglich ist.
  • Privacy by Design-Einstellung
  • Privacy by Design: Voreingestellte IP-Anonymisierung (3. und 4. Oktett werden standardmäßig vor der Verarbeitung verworfen).
  • Privacy by Design: Regulär keine Speicherung oder Verarbeitung personenbezogener Daten!
ePV (Entwurf):
  • Erlaubnis (Opt-In), um Cookies einsetzen zu können. Es sei denn, Sie wollen selbst (mittels 1st-Party Cookies bzw. On-Premise)„nur“ das Web-Publikum messen.
  • Widerspruchsmöglichkeit (Opt-Out) erforderlich, wenn technische Informationen vom Browser oder Endgerät erhoben werden.
  • Apps müssen bei der Installation die Erlaubnis zum Tracking (Opt-In) durch Dritte abfragen und speichern.
  • Ein optionales Tracking-Opt-In steht für Websites zur Verfügung.
  • etracker kann als On-Premise-Lösung betrieben werden.
  • Besuchererkennung und -wiedererkennung erfolgt mittels 1st-Party Cookies.
  • etracker unterstützt schon heute differenzierte Opt-Out-Verfahren.
  • Beim etracker App Tracking ist die Opt-In-Funktion standardmäßig aktiviert.

 

Fazit

Mit etracker sind Sie bestens für die Umstellungen am 25. Mai 2018 gerüstet und müssen keine rechtlichen Gefahren fürchten.

etracker ermöglicht es Ihnen, auch nach dem 25. Mai 2018 ein Höchstmaß an Daten zu erheben und nutzbar zu machen und so negative Auswirkungen auf digitale Geschäftsmodelle zu vermeiden.

etracker verfolgt die Entwicklungen im Datenschutz insbesondere in Hinblick auf die noch nicht finalisierte EU-ePV kontinuierlich, um spätestens zum 25. Mai 2018 alle datenschutzrechtlichen Regelungen umgesetzt zu haben.

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5 Tipps für optimierte Ad-Zielseiten

Höhere Konversionsraten, niedrigere Cost-per-Order – dank optimierter Ad-Zielseiten

Die kontinuierliche Optimierung programmatischer Performance-Kampagnen , wie z.B. SEA-, Affiliate- und Retargeting-Kampagnen, gehört für die meisten E-Commerce-Händler längst zum Alltag. Dennoch kommt es vor, dass etwa bei Google Search Ad- oder Google Shopping-Kampagnen zwar der Klickpreis (Cost-per-Click, CPC) und die Klickrate (Click-through-Rate, CTR) stimmen, der generierte Traffic aber dennoch nicht ausreichend konvertiert und Händler nicht die erhofften Umsätze erzielen. In diesem Fall dann lediglich die Budgetverteilung, Gebote, Targeting und Werbemittel anzupassen, genügt nicht. Stattdessen ist eine integrierte Conversion-Optimierung gefragt.

Bei der Conversion-Optimierung wiederum lassen Online-Marketing Verantwortliche häufig außer Acht, dass die Besucher direkt von der Anzeige auf Suchergebnis-, Produkt- und Kategorieseiten gelangen – und nicht über die Startseite, also sozusagen vom Haupteingang aus, kommen. Somit kann es passieren, dass den Besuchern wertvolle Informationen, die lediglich auf der Startseite angezeigt werden, auf diesen Unterseiten nicht zur Verfügung stehen. Aber auch der umgekehrte Fall ist zu beobachten: Die bestehenden Seiteninhalte werden pauschal um Siegel, Hinweise zu Zahlungsarten und Shop-Vorstellung ergänzt. Das Risiko hierbei: Werden diese Elemente zu sehr in den Vordergrund gerückt, droht zu viel Ablenkung und Überfrachtung der Seite.

Unterschiedliche Seitenvarianten ausspielen

Dieses Dilemma lässt sich jedoch im Grunde recht einfach lösen – und zwar indem man unterschiedliche Seitenvarianten ausspielt, je nachdem, ob ein Besucher über Google Search Ads, Shopping & Co. oder von einer internen Verlinkung aus auf die entsprechende Seite kommt. So können Shop-Betreiber und Onlinemarketing-Verantwortliche die Zielseiten optimal an die Interessen und Bedürfnissen der Anzeigen-Besucher anpassen.  Mittels A/B-Testing haben E-Commerce-Händler zudem die Möglichkeit, unterschiedliche Strategien auszuprobieren, um Ad-Besucher besser willkommen zu heißen und deren Recherche in den Shop zu verlagern, oder zumindest ein Opt-In für E-Mail-Remarketing zu erhalten. So lassen sich Schritt für Schritt die Bounce-Rate reduzieren und das Verhältnis von Kosten und Umsatz positiv beeinflussen.

3 Wege zur optimalen Zielseite

Grundsätzlich gibt es drei Wege, Zielseiten optimal an den Interessen und Bedürfnissen von Besuchern auszurichten – als separate Landingpage, Overlay-Messaging und per dynamischem Content-Austausch.

  • Separate Landingpages: Diese haben den Vorteil, dass sie sehr präzise auf den jeweiligen Ad-Traffic zugeschnitten werden können und somit vollständig kongruente Botschaften ermöglichen. Nachteile sind die aufwendige Erstellung und Pflege, insbesondere im Hinblick auf die vielen erforderlichen Varianten, falls eine detailliertere Besucher-Segmentierung gewünscht ist. Spezielle Landingpages eignen sich somit eher für besondere Aktionen, bei denen eine bestimmte Ansprache und Darstellungsart gewünscht ist, z.B. ein Jubiläums-Special, Gewinnspiele, exklusive Previews oder Event-Einladungen.
  • Overlay Messaging: Bei dieser Methode werden bestehende Inhalte – je nach Layer-Art – durch die Einblendung überdeckt oder verschoben. Um den Besucher dadurch nicht zu verärgern und eine hohe Absprungrate zu riskieren, müssen der Auslöser und die Form des Overlays mit Bedacht geplant werden. Die Vorteile des Overlay Messaging sind Flexibilität und eine technisch einfache Umsetzung: Es kann unabhängig vom eingesetzten Shop- und Content Management System realisiert werden – Tools wie visuelle Editoren und Regelassistenten erlauben die Umsetzung sowie Änderungen ohne spezielle IT- und Programmierkenntnisse. Diese Methode eignet sich besonders für Exit-Intent-Messaging, Newsletter-Opt-ins und das Bewerben von Aktionen (vergl. Tipp Nr. 4).
  • Dynamischer Content-Austausch: Diese Art der Zielseiten-Optimierung bietet den Vorteil einer nahtlosen Integration in bestehende Seiten und lässt sich mit Java Script/CSS-Injektion und visuellem Editor mit überschaubarem Aufwand umsetzen. Allerdings erfordert die Methode ein Testing mit unterschiedlichen Endgeräten und Auflösungen, zudem sind spezielle Programmierkenntnisse erforderlich (JQuery). Der dynamische Content-Austausch eignet sich speziell für die Einbindung von Produktempfehlungen; das Verschieben, Ausblenden oder Umsortieren von Elementen sowie für Modifikationen in der Artikeldarstellung etc.

5 Tipps  für die Zielseiten-Optimierung

Je nach Ziel und Bedarf können eine oder mehrere dieser Optimierungsmethoden zum Einsatz kommen. Doch egal, für welchen Weg Sie sich entscheiden: Wenn Sie bestehende Seiten besser an die Interessen und Bedürfnisse der Ad-Besucher anpassen wollen, um mit Ihren Kampagnen mehr Umsatz und Gewinn zu erzielen, sollten Sie in jedem Fall die folgenden Tipps beachten:

Identifizieren Sie die Ad-Zielseiten mit niedriger Conversionrate

Wenn Sie Ihre Kampagnen tracken und analysieren, werden Sie schnell erkennen, welche Ihrer Einstiegsseiten erfolgreich konvertieren und welche nicht. Wichtig: Betrachten Sie hierbei nicht nur übergeordnete Durchschnittszahlen, sondern differenzieren Sie die Konversionsraten der einzelnen Seiten auch hinsichtlich der folgenden Aspekte: Benutztes Endgerät (Desktop vs. mobile Device); Neu-Besucher vs. Wiederkehrer; Kunde vs. Nicht-Kunde.

Integrieren Sie Promotion-Aktionen, Trust-Elemente und eine Shop-Vorstellung mit USPs

Häufig finden sich aktuelle Promotionen und Aktionsangebote direkt auf der Startseite, ebenso wie Claims, in denen die Besonderheiten des Shops hervorgehoben werden. Auch vertrauensbildende Zertifikate sind nicht immer auf allen Unterseiten eingebunden. Sorgen Sie durch die Integration entsprechender Inhalte und Elemente dafür, dass auch denjenigen Besuchern, die über Suchanzeigen direkt auf explizite Landingpages, Produktdetail- oder Kategorieseiten kommen, alle relevanten Informationen angezeigt werden.

Platzieren Sie Hinweise auf zusätzlichen Content wie z.B. Hilfestellungen und Services

Wer bereits mit einem sehr konkreten Kaufinteresse auf eine Produktdetailseite oder sonstige Landingpage kommt, benötigt vielleicht nicht zwingend weitere Content-Angebote, um eine Kaufentscheidung zu treffen. Um jedoch Besucher zu überzeugen, die via Search Ad oder Google Shopping zunächst stöbern und dabei mehrere Angebote anklicken und vergleichen, lohnt es sich, zusätzliche nutzwertige Inhalte anzubieten. So können Sie beispielsweise auf spezielle Services, Tipps oder Bedienungsanleitungen verweisen, um den Besucher auf Ihrer Seite zu halten und zum Kauf zu führen.

 Nutzen Sie Exit-Intent-Layer mit Verweis auf Rabatt-Angebote oder Newsletter-Registrierung

Mit einem Exit-Intent-Tool erkennen Sie, wenn ein Besucher die Seite verlassen will und können dann per Pop-up-Layer ein attraktives Angebot einblenden. Dies kann beispielsweise ein Rabatt-Code sein oder ein Gutschein im Austausch für eine Newsletter-Registrierung. Richtig umgesetzt, eignen sich Exit-Intent-Layers gut dazu, die Bounce-Rate zu reduzieren und die Konversionsrate zu steigern (ggf. mit zeitlicher Verzögerung). Das funktioniert allerdings nur, wenn Technik, Design und Inhalte optimal aufeinander und auf die Zielgruppe abgestimmt sind.

 Setzen Sie je nach Zielseite weitere Optimierungsmaßnahmen um

Je nachdem, ob es sich bei Ihrer Zielseite um eine Produktdetailseite, eine Kategorieseite oder um eine explizite Suchergebnisseite handelt, sollten Sie weitere Optimierungsmaßnahmen ins Auge fassen. So lohnt es sich speziell für Produktdetailseiten, hier weitere ähnliche Produkte anzuzeigen. Um die Benutzerfreundlichkeit – und dadurch letztendlich auch die Konversionsrate – von Kategorie- und Suchergebnisseiten zu optimieren, sollten Sie die Anzahl der dargestellten Artikel, Filter und Menüfunktionen möglichst reduzieren.

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