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Motion Design – Alles, was man über das Berufsfeld wissen muss

3 Fragen an Michael Reissinger, Geschäftsführer bei Deli Creative Collective …

 

In diesem Video erklärt Michael Reissinger von Deli Creative Collective, warum es sich lohnt Motion Designer zu werden, welche falschen Annahmen über das Tätigkeitsfeld kursieren und was man mitbringen muss, um in der Disziplin erfolgreich zu sein.

 

3 gute Gründe sich auf Motion Design zu spezialisieren

 

1.    Der erste große Grund ist Generalismus. Motion Design ist keine singuläre Erfahrung, wie Printdesign oder Plakatdesign, sondern ich muss mich um viele verschiedene Dinge kümmern: Zeit, Einstellungen und so weiter. Man muss ein bisschen Kameramann sein, filmaffin sowieso und man muss sich auch ein bisschen mit Ton auskennen. So ergibt sich ein sehr umfassendes Berufsbild, das wahnsinnig abwechslungsreich ist.

2.    Der zweite gute Grund ist, dass in der nächsten Zeit ganz viele neue Berufe um das Thema Motion Design entstehen werden, die entweder noch gar nicht existieren oder noch ganz klein sind – zum Beispiel im Bereich Gamedesign, Interface und Industriedesign. Auch da wird sich Motion Design immer mehr ausprägen in Form von Displays in Autos und so weiter.

3.    Der dritte gute Grund ist, dass man Motion Design meistens nicht als Einzelkämpfer macht, sondern in einem Team zusammen arbeitet. Das finde ich persönlich sehr erstrebenswert.

 

3 falsche Annahmen über Motion Design

 

1.    Motion Design ist kein Fach für Computer-Nerds. Es hat ganz viel mit Sachen zu tun, die nicht am Computer stattfinden – zum Beispiel Stop Motion oder Frame-by-frame- Aufnahmen, die man mit der Kamera macht. Ich sitze also nicht den ganzen Tag vorm Rechner, lutsche Stangeneis und bestelle mir Pizzas ohne Ende.

2.    Die andere falsche Annahme ist, dass man jahre-, tage-, wochenlang stupide Animationen erledigt und so zum Kellerkind wird, das nie die Sonne sieht. Die meisten Motion Designer, die ich kenne, führen eigentlich ein ganz normales Leben, wie jeder andere Mensch auch.

3.    Die letzte falsche Annahme: Motion Design bedeutet nicht, nur Opening Titles und Vorspänne für Hollywood-Blockbuster zu machen. Ich mache auch Erklärfilme oder interaktive Animationen für Spiele oder Plakatwände und Displays. Es ist eine wunderbar abwechslungsreiche Arbeit an den unterschiedlichsten Medien.

 

3 Anforderungen, die Motion Designer erfüllen müssen

 

1.    Motion Designer müssen wie jeder andere gute Designer einen ordentlichen Packen Irrsinn und Fantasie mitbringen und sich auf wahnwitzige Projekte einlassen, bei denen man am Anfang noch nicht weiß, was am Ende dabei herauskommt.

2.    Natürlich ist eine gewisse Teamfähigkeit wichtig, wie vorhin schon mal erwähnt. Denn die besten Sachen sind solche, die man mit anderen gemeinsam macht.

3.    Die dritte große Anforderung ist Trinkfestigkeit.

 

Fazit:

 

Was mich am Berufsstand Motion Designer besonders fasziniert, ist die Tatsache, dass das ein ganz toller, fast schon verschworener Haufen ist. Es gibt nicht so viele von uns, wie etwa Grafikdesigner. Umso mehr freut es mich, dass es in den letzten Jahren mit diesem Berufsfeld so bergauf gegangen ist. Motion Design bringt das Beste aus vielen Welten zusammen in einem einzigen Berufsfeld und es macht wahnsinnig viel Spaß – und den sollten ganz viele Leute haben.


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Interaction Design in der Praxis

Mit dem Launch einer Transportbegleiter-App für Bosch Connected Devices and Solutions betraten die Interaction Designer von deepblue networks unbekanntes Terrain – und überzeugten mit ihrer Expertise …

Interaction Designer Daniel Kränz scribbelt viel und nutzt Post-its für den schnellen Überblick

Interaction Designer Daniel Kränz

Das ist mal was anderes: In einem Meeting mit hochqualifizierten Ingenieuren sitzen, die für einen großen Industriekonzern arbeiten, um gemeinsam herauszufinden, wo die Probleme ihres neuen Produkts liegen. In dieser Situation fand sich ein Team der Hamburger Agentur deepblue networks Anfang des Jahres 2016 wieder. Das Unternehmen Bosch Connected Devices and Solutions (BCDS), eine Tochter des Bosch-Konzerns, die sich um Innovationen und das Erschließen neuer Geschäftsfelder kümmert, hatte deepblue kontaktiert und um Hilfe bei der Entwicklung und Optimierung eines neuen Produkts gebeten.

Dabei handelte es sich um den Transport Data Logger (TDL), ein Gerät, das verschiedene Sensoren sowie eine entsprechende Firmware zur Auslesung kombiniert und so den blinden Fleck beim Warentransport ausleuchten soll. Konkreter: Das Gerät misst Parameter wie Neigung, Feuchtigkeit und Temperatur, um anzuzeigen, welchen Einflüssen und Belastungen eine Lieferung ausgesetzt war – etwa wenn eine Maschine von Deutschland nach China transportiert wurde – und ob es dabei zu Unregelmäßigkeiten kam. Die gesammelten Daten übermittelt es über Bluetooth Low Energy (BLE) an eine zugehörige Smartphone-App.

Die neuartige Lösung entstand vor dem Hintergrund der Industrie 4.0 – auch vierte industrielle Revolution genannt. Auch Industrieunternehmen müssen sich der Digitalisierung stellen und die neuen Technologien und Vernetzungsmöglichkeiten für die Kommunikation mit ihren Kunden und den Anwendern ihrer Angebote nutzen. Hier spielt das Internet of Things eine große Rolle ebenso wie das Angebot von ganzen Servicesystemen statt einzelner »fertiger« Produkte. Die Anforderungen im Business-to-Business-Bereich unterscheiden sich dabei kaum vom Business-to-Consumer-Markt: Die Kunden erwarten verständliche, intuitiv nutzbare Produkte und Services sowie die Möglichkeit, direkt mit dem Hersteller zu kommunizieren. Nur Unternehmen, die sich dieser Herausforderung stellen, werden in Zukunft am Markt bestehen können.

Interaction Designer Daniel Kränz scribbelt viel und nutzt Post-its für den schnellen Überblick Die Projetkfremden Interaction Designer Fabian Orthen, Benedikt Bochshecker und Christoph Siebelt geben Feedback zum Konzept. Die Interaction Designer Daniel Kränz (links) und Fabian Orthen (rechts) besprechen gemeinsam mit Interaction-Design-Praktikant Lucas Köhler erste Entwürfe zur Informationsarchitektur. Senior-Artdirektorin Lizbeth Sanchez arbeitet am Visual Design in Photshop. Hingucker: Mit der Transport-Data-Logger-App können sich die Nutzer anzeigen lassen, ob es in den Bereichen Temperatur, Feuhctigkeit, Neigung und Erschütterung Grenzwertverletzungen gab. Auf der Hannover Messe demonstrierten deepblue und Bosch die Funktionsweise in einem Versuchsaufbau. Hingucker: Mit der Transport-Data-Logger-App können sich die Nutzer anzeigen lassen, ob es in den Bereichen Temperatur, Feuhctigkeit, Neigung und Erschütterung Grenzwertverletzungen gab. Auf der Hannover Messe demonstrierten deepblue und Bosch die Funktionsweise in einem Versuchsaufbau.

Ein ziemlich komplexes Feld also, und auf den ersten Blick mag es verwundern, dass BCDS bei diesem Thema den Input einer Kommunikationsagentur einholte – auch wenn diese einen digitalen Schwerpunkt hat. Doch deepblue hat in den vergangenen Jahren ein schlagkräftiges Interaction-Design-Team aufgebaut, das etwa mit der Entwicklung der Einkaufsapp für den Schweizer Konzern Migros bewiesen hat, dass es für so eine Aufgabe bestens aufgestellt ist. Während BCDS die Sensortechnologie ihres TDLs zweifellos am besten selbst beurteilt und optimiert, ging es bei diesem Auftrag um den Brückenschlag zum User. »Wir schauen aus der Perspektive des Nutzers auf das Produkt und erkennen so Probleme bei der Anwendung«, erklärt Florian Liebold, Vorstand bei deepblue networks. »Wir denken an den Lagerarbeiter, der in einer dunklen, kalten Halle steht, dicke Handschuhe trägt und wenig Zeit und Lust hat, sich lange mit einer App herumzuschlagen.«

Herantasten an Kunde 
und Produkt

 

In einem ersten Chemistry Meeting ging es vor allem darum, sich gegenseitig kennenzulernen und den Kunden und das Produkt zu verstehen. Letzteres erwies sich als gar nicht so einfach, denn die erste Demo-App, die Bosch mit einem anderen Dienstleister entwickelt hatte, war sehr technisch und wenig auf Usability ausgerichtet. »Es gab ein User Manual für die Anwendung, und selbst dieses war schwer zu verstehen«, erinnert sich Daniel Kränz, Interaction Designer bei deepblue networks. »Das ist ein absolutes No-Go: Schließlich sollte eine App so intuitiv gestaltet sein, dass man sie ohne Bedienungsanleitung einfach nutzen kann.«

»Wir schauen aus der Perspektive des Nutzers auf das Produkt und erkennen so Probleme bei der Anwendung« Florian Liebold, Vorstand bei deepblue networks

Das Kennenlernen verlief positiv, sodass sich deepblue im nächsten Schritt zurückzog, um tiefer ins Thema einzusteigen und einen gemeinsamen Workshop mit dem Kunden vorzubereiten. »Wir haben uns zwei Wochen intensiv damit beschäftigt, was das Produkt kann und wie alles zusammenhängt«, so Kränz. Dabei konnte das Team auf Material von BCDS zurückgreifen, darunter Spezifikationen zum Device und Interviews mit potenziellen Kunden. Außerdem recherchierte Kränz gemeinsam mit Senior-Artdirektorin Lizbeth Sanchez und dem Interaction-Design-Praktikanten Lucas Köhler zum Thema Logistik und Transport, um ein Gespür für die Rollen und Bedürfnisse zu bekommen, die in diesem Kontext wichtig sind. Auf dieser Basis trug er Fragen und mögliche Probleme bei der Nutzung zusammen, die vor Ort gemeinsam mit dem Kunden geklärt werden sollten.

Da deepblue auch die Schnittstelle zwischen dem Transport Data Logger und der App programmieren sollte, war es wichtig, von Anfang an die Technikkompetenz im Team zu haben. »Wir sind kein Softwaredienstleister und mussten erst mal Vertrauen schaffen und zeigen, dass wir mehr können als Werbung«, erklärt Burkhard Müller, Executive Creative Director bei deepblue. »Nämlich dass wir in der Lage sind, konkreten Nutzwert zu schaffen und das Produkt rund zu machen.« Deshalb war bei dem Workshop neben Vertretern aus Beratung und Kreation auch ein auf Applikationslogik spezialisierter Entwickler dabei, der normalerweise erst im weiteren Projektverlauf hinzustößt.

Grundsatzfragen klären

 

»Wenn man sich als Interaction Designer in der Konzeptphase verrennt, kann das viel Zeit und Geld kosten« Daniel Kränz, Interaction Designer bei deepblue networks

Bei dem Workshop im Dezember 2016 präsentierte deepblue unter anderem eine Customer Journey anhand eines fiktiven Szenarios, um den Nutzungskontext greifbar zu machen. Daraus ergaben sich bereits erste wichtige Fragen: Für wen ist die App gedacht? Wer hat Interesse an den Informationen? Wer bedient die App? Was muss der Transport Data Logger leisten und was die App? So ist zum Beispiel der Versender derjenige mit dem Wissen über die Ware, der Logistiker jedoch derjenige, der den Transport durchführt (meist sind hier auch noch mehrere Unternehmen und Verkehrsmittel im Spiel). Der Empfänger wiederum ist derjenige, der die Daten auslesen und die Informationen eventuell an den Versender weiterleiten muss. Die vom TDL gemessenen Daten müssen also zwischen verschiedenen Personen und Rollen ausgetauscht werden.

Diese Fragen diskutierte das deepblue-Team gemeinsam mit BCDS, um die Marschrichtung für das Interaction Design festzulegen. Außerdem definierten die Workshop-Teilnehmer gemeinsam eine Vision, die den Kern des Produkts kurz und verständlich wiedergibt. »Das ist wie bei Kickstarter: Das Produktversprechen muss in eine Überschrift passen«, erklärt Burkhard Müller. Die Vision gemeinsam mit dem Kunden zu formulieren sei wichtig, damit alle das gleiche Verständnis haben, sich demselben Ziel verpflichten und sich involviert fühlen.

Das Ergebnis: Der Transport Data Logger ist ein loyaler Begleiter, der Güter vom Versand bis zur Auslieferung kontrolliert, alle Einflüsse misst, Verstöße registriert und sämtliche Informationen transparent aufzeigt. »Markenpositionierungen sind die Kernkompetenz von Werbeagenturen«, so Burkhard Müller. »Was für uns Brot und Butter ist, ist für Kunden jenseits des Marketings etwas komplett Neues.« BCDS war überzeugt von den ersten Ergebnissen des Workshops, fasste Vertrauen in die Kompetenz von deepblue und gab dem Team das Go für die Entwicklung.

Schritt für Schritt zum 
finalen Konzept

 

Basierend auf den Erkenntnissen der Rollenmodelle und möglichen Nutzungsszenarien begann Daniel Kränz damit, an einer Informationsarchitektur zu arbeiten, die er in einem Flowchart festhielt. Gemeinsam mit seinem Team entwickelte 
er diesen Entwurf immer weiter. Ziel war es, eine möglichst simple App mit so wenigen Interaktionen wie möglich zu entwerfen, die jedes denkbare Szenario abdeckt. Das bedeutete viel Ausprobieren. »Man muss sich Zeit nehmen, um wirklich intensiv über Use Cases nachzudenken«, erklärt Kränz.

»Wir machen Probleme ausfindig und legen den Finger in die Wunde« Burkhard Müller, Executive Creative Director bei deepblue networks

In diesem Stadium visualisierte Daniel Kränz seine Konzepte in einfachen Wireframes, das komplette Flowchart hing stets gut sichtbar an einer Wand im Projektraum. Bei der initialen Konzeption arbeitete deepblue bewusst unabhängig, um sich nicht durch die Sicht des Kunden beeinflussen zu lassen und um eigene Lösungen zu finden. So stieß das Team zum Beispiel auf das Problem, dass die einzelnen User unterschiedliche Zugangsrechte brauchen – andernfalls wäre es theoretisch möglich, dass der Logistiker Grenzwerte im nachhinein verändert, um Feh-
ler beim Transport zu kaschieren. Aus diesem Grunde integrierte deepblue eine PIN-Sperre in das Konzept. »Wir machen Probleme ausfindig und legen den Finger in die Wunde. Wichtig ist aber, dass man den Kunden nicht nur mit den Fehlern konfrontiert, sondern auch gleich einen Lösungsvorschlag parat hat«, erklärt Burkhard Müller.

Als das Konzept konkreter wurde, entwickelte das Team erste Klickdummys und testete diese intern mit Kollegen. Dafür setzte es zum einen die Webanwendung Flinto ein, mit der sich mehrere Wireframes verbinden und Interaktionen durchspielen lassen. »Die Prototyping-Phase ist der Lackmustest für ein Interaction-Design-Team«, sagt Florian Liebold. »Hierfür braucht es ganz neue Kompetenzen im Ökosystem Agentur, die es noch vor wenigen Jahren so nicht gab.«

Konzept, Design und Technik greifen ineinander

 

Neben der Arbeit an der Informationsarchitektur begann das Team mit den ersten Überlegungen zum Visual Design. Hier war vor allem Senior-Artdirektorin Lizbeth Sanchez verantwortlich, und Praktikant Lucas Köhler experimentierte viel mit den Datenvisualisierungen. Die Zusammenarbeit von Konzeption, Design und technischer Umsetzung verlief dabei fließend, die Disziplinen befruchteten einander.

Um das Look-and-feel und den Duktus der App zu definieren, arbeiteten die Designer mit Style Tiles, einer Art Designtemplates für das Visual Design, mit denen man Ideen schnell und konkret sichtbar machen kann. Schritt für Schritt näherten sie sich mit gestalteten Prototypen dem finalen Screendesign. Beim Erscheinungsbild bestand Bosch auf der Übernahme der eigenen Corporate Identity – allerdings relaunchte der Konzern diese während des Projektzeitraums. Daher ist die erste Version der TDL-App noch in den alten Unternehmensfarben Blau, Grau und Rot gehalten, für das finale Release passten die deepblue-Designer sie an die neue, buntere Farbwelt an.

Variationen: Die Designer bei deepblue tasteten sich in mehreren Variationen an das finale Design heran. Variationen: Die Designer bei deepblue tasteten sich in mehreren Variationen an das finale Design heran. Variationen: Die Designer bei deepblue tasteten sich in mehreren Variationen an das finale Design heran. Variationen: Die Designer bei deepblue tasteten sich in mehreren Variationen an das finale Design heran. Das (vorerst) finale Design der TDL App: Zuerst sucht die App nach einem Datenlogger in der Nähe. Sobald dieser gefunden ist und eine BLE-Verbindung besteht, kann der Nutzer entscheiden, was er tun möchte: TDL konfigurieren, Daten ansehen, Set-up oder PIN ändern et cetera. Das (vorerst) finale Design der TDL App: Zuerst sucht die App nach einem Datenlogger in der Nähe. Sobald dieser gefunden ist und eine BLE-Verbindung besteht, kann der Nutzer entscheiden, was er tun möchte: TDL konfigurieren, Daten ansehen, Set-up oder PIN ändern et cetera. Das (vorerst) finale Design der TDL App: Zuerst sucht die App nach einem Datenlogger in der Nähe. Sobald dieser gefunden ist und eine BLE-Verbindung besteht, kann der Nutzer entscheiden, was er tun möchte: TDL konfigurieren, Daten ansehen, Set-up oder PIN ändern et cetera. Das (vorerst) finale Design der TDL App: Zuerst sucht die App nach einem Datenlogger in der Nähe. Sobald dieser gefunden ist und eine BLE-Verbindung besteht, kann der Nutzer entscheiden, was er tun möchte: TDL konfigurieren, Daten ansehen, Set-up oder PIN ändern et cetera. Überblick: Im nächsten Schritt wird dem User übersichtlich angezeigt, ob und in welchem Bereich es Probleme beim Transport gab. Die Daten kann er sich dann genauer anzeigen lassen. Leicht verständliche Infografiken helfen bei der schnellen Orientierung. Je nach Dauer des Transports können die Daten im Monats-, Tages- und Stundenverlauf abgerufen werden. Überblick: Im nächsten Schritt wird dem User übersichtlich angezeigt, ob und in welchem Bereich es Probleme beim Transport gab. Die Daten kann er sich dann genauer anzeigen lassen. Leicht verständliche Infografiken helfen bei der schnellen Orientierung. Je nach Dauer des Transports können die Daten im Monats-, Tages- und Stundenverlauf abgerufen werden. Überblick: Im nächsten Schritt wird dem User übersichtlich angezeigt, ob und in welchem Bereich es Probleme beim Transport gab. Die Daten kann er sich dann genauer anzeigen lassen. Leicht verständliche Infografiken helfen bei der schnellen Orientierung. Je nach Dauer des Transports können die Daten im Monats-, Tages- und Stundenverlauf abgerufen werden. Überblick: Im nächsten Schritt wird dem User übersichtlich angezeigt, ob und in welchem Bereich es Probleme beim Transport gab. Die Daten kann er sich dann genauer anzeigen lassen. Leicht verständliche Infografiken helfen bei der schnellen Orientierung. Je nach Dauer des Transports können die Daten im Monats-, Tages- und Stundenverlauf abgerufen werden.

Die Entwickler waren von Anfang an mit im Boot. Denn um das strenge Timing zu halten – eine funktionale Vorabversion sollte auf der Hannover Messe im April vorgestellt werden –, mussten sie die technischen Schnittstellen parallel zur Konzeptphase programmieren. Die Kreation bei deepblue arbeitet grundsätzlich eng mit den Entwicklern zusammen, um die Realisierbarkeit ihrer Ideen garantieren zu können. »Wenn man sich als Interaction Designer in der Konzeptphase verrennt, kann das viel Zeit und Geld kosten«, warnt Daniel Kränz. Für spezielle Kompetenzen wie iOS- und Android-Entwicklung arbeitet deepblue mit externen Spezialisten zusammen.

Zusätzlich zum internen Austausch wurde auch der Kunde regelmäßig für Feedback hinzugezogen. Am Anfang, als noch viele technische Details geklärt werden mussten, tauschte sich das Team mehrmals die Woche mit den Ansprechpartnern bei BCDS aus, darunter das Projektmanagement sowie der verantwortliche Entwickler der Firmware, die auf dem TDL installiert ist und mit der die App kommunizieren muss. Später gab es einmal pro Woche ein Update- und Feedback-Meeting – entweder vor Ort in Reutlingen oder virtuell via Google Hangout. Den aktuellen Stand präsentierte deepblue stets anhand von Prototypen in Flinto, im späteren Verlauf via HockeyApp, einem Tool zum Installieren von iOS- und Android-Apps vor deren Release in den App-Stores. »Bloß keine PowerPoint-Präsentationen!«, findet Burkhard Müller. »Am meisten lernt man, wenn man seinem Gegenüber unkommentiert einen Prototyp in die Hand drückt und guckt, wie er damit zurecht kommt.«

Erster Meilenstein: 
Hannover Messe

 

Im April 2016 war Showdown: Auf der Hannover Messe präsentierten BCDS und deepblue erstmals den Transport Data Logger. Dabei handelte es sich um ein Minimum Viable Product (MVP), also einen funktionsfähigen Prototyp, der noch weiterentwickelt wird. Dieses Vorgehen orientiert sich an der Denke von Start-ups: So schnell wie möglich eine Betaversion fertigstellen und diese von den künftigen Nutzern testen lassen. Danach kann das Produkt zielgerichtet optimiert werden. Das führt zu besseren Ergebnissen, als wenn Designer und Entwickler im stillen Kämmerlein für sich arbeiten.

»Am meisten lernt man, wenn man seinem Gegenüber unkommentiert einen Prototyp in die Hand drückt und guckt, wie er damit zurecht kommt« Burkhard Müller, Executive Creative Director bei deepblue networks

Für Aufmerksamkeit sorgte BCDS mit einem Versuchsaufbau, in dem ein Mini-Truck mit Sensorbox von A nach B fährt und dabei verschiedenen Einflüssen ausgesetzt wird. Das machte das Userszenario für die Messebesucher anschaulich und leicht verständlich. Das Interface der TDL-
App war auf einem großen Display zu sehen, damit mehrere Menschen gleichzeitig teilhaben konnten. Das Produkt weckte reges Interesse bei den Besuchern der Messe. »Das schwarze Loch in der Transportkette ist ein reales Problem für viele Industrieunternehmen«, so Daniel Kränz.

Nach dem erfolgreichen Auftakt integrierte deepblue weitere Features und passte den Look der TDL-App der neuen Bosch-CI an. Mit dem Projekt wagte sich deepblue in die Welt der Industrie 4.0, stieg in neue Themenfelder ein und bewies, dass gutes Interaction Design keine Frage der Branchenexpertise ist, sondern vor allem auf Empathie für den Nutzer sowie auf einer prozessualen Herangehensweise beruht. »Wir haben festgestellt, wie spannend B2B-Projekte sein können«, sagt Burkhard Müller. »Die Herausforderung bestand darin, die komplexen Prozesse so zu verpacken, dass sich die App genauso leicht bedienen lässt wie alle unsere Lieblingsapps auf dem Smartphone.« Da ist bei anderen Industriebranchen bestimmt auch noch viel zu tun!


Interaction Design: Die Problemlösung im Fokus

 

Beim Interaction Design geht es nicht um schicke Oberflächen – es geht darum, dass ein Produkt oder Service gut funktioniert, dass es leicht zugänglich ist und sich intuitiv bedienen lässt. »Interaction-Designer spüren Probleme bei der Nutzung auf und lösen diese so elegant wie möglich«, erklärt Burkhard Müller, Executive Creative Director bei deepblue networks. Dafür brauchen sie einen ganzheitlichen Blick und ein interdisziplinäres Berufsverständnis.

Interaktionsdesigner bewegen sich im Spannungsfeld von Konzept, Design und Entwicklung. Sie müssen all diese Perspektiven verstehen und in der Lage sein, diese harmonisch miteinander zu verbinden. Von der breit angelegten Informationssuche über die Verdichtung in ersten Hypothesen und Ideen bis zum Entwurf – in wiederkehrenden Schleifen nähert sich das Interaction-Design-Team bei deepblue networks Schritt für Schritt den richtigen Lösungen für die Probleme ihrer Auftraggeber und deren Kunden.

Auf dieses Verständnis achtet deepblue auch bei Bewerbern: Interessiert sich derjenige wirklich für Problemlösungen oder eher für schöne Designs? »Nur weil jemand gut mit Photoshop umgehen kann und ein tolles Behance-Portfolio hat, ist er noch lange kein guter Interaction Designer«, weiß Interaction Designer Daniel Kränz. »Viele Studierende fangen mit der Kür statt dem Problem an. So entstehen Konzepte, die gut aussehen und für die man gute Case-Filme drehen kann – aber nativ sind sie kaum zu bedienen, und in den Kundenbewertungen im App-Store werden sie abgestraft«, warnt Burkhard Müller. Die Kunst sei es, die konzeptionelle und die visuelle Ausrichtung nutzbringend zu kombinieren und bei der Gestaltung von Apps und Services immer den Nutzer und dessen Bedürfnisse mit Blick zu haben.


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Corporate Design – Alles, was man über das Berufsfeld wissen muss

3 Fragen an Nico Wüst und Eva Thiessies von Strichpunkt Design …

 

In diesem Video erklären Nico Wüst und Eva Thiessies von Strichpunkt Design, warum es sich lohnt Corporate Designer zu werden, welche falschen Annahmen über das Tätigkeitsfeld kursieren und was man mitbringen muss, um in der Disziplin erfolgreich zu sein.

 

3 gute Gründe sich auf Corporate Design zu spezialisieren

 

1.    Es ist ein sehr zukunftssicherer Bereich. Marken und Produkte wird es sicherlich immer geben. Im Corporate Design spezialisiert man sich nicht auf bestimmte Techniken oder Bereiche, die es vielleicht irgendwann nicht mehr gibt.

2.    Es ist immer wieder spannend, immer wieder etwas Neues. Jedes Projekt birgt spezielle Herausforderungen, die man vorher nicht kannte und die man lösen muss.

3.    Es gibt immer viel zu lernen über die verschiedenen Bereiche, mit denen man sich
beschäftigt. Manchmal ist es ein bisschen wie die Sendung mit der Maus.

 

3 Anforderungen, die Corporate Designer erfüllen müssen

 

1.    Die Art und Weise, wie Menschen kommunizieren, ändert sich immer wieder. Vor ein paar Jahren haben wir kaum telefoniert, weil es zu teuer war. Da hat man sich lieber persönlich getroffen und Informationen über Unternehmen gab es in der Zeitung. Heute schreibt man nicht mal mehr E-Mails, sondern macht alles über Instant-Messenger. Dabei ist es im Grunde völlig egal, wo auf der Welt man sich befindet. Das hat enormen Einfluss darauf, wie Marken sich darstellen, die ja dieselben Kanäle bedienen müssen. Man ist eigentlich immer dabei, etwas zu verbessern und muss die Unternehmen gut beraten.

2.    Natürlich muss man handwerklich gut sein. Wichtig ist aber auch, dass man flexibel ist und nicht allen Projekten den eigenen Stil überstülpt. Als Corporate Designer musst du für unterschiedliche Unternehmen unterschiedliche Stile entwickeln können.

3.    Außerdem muss man ein Teamplayer sein. Man ist ja nicht allein unterwegs, sondern arbeitet mit ziemlich vielen verschiedenen Menschen zusammen – Fotografen, Architekten, UX-Designer et cetera.

 

3 falsche Annahmen über Corporate Design

 

1.    »Corporate Design besteht nur aus einem Logo.« Es ist so viel mehr!

2.    Viele denken, wir seien Design-Polizisten. Also Leute, die immer nur Regeln machen und sagen: Du darfst Schutzzonen nicht missachten und der Abstand vom Logo muss so und so viel Pixel groß sein. Aber darum geht es gar nicht. Heute muss Corporate Design viel flexibler sein. Es gibt ja viele unterschiedliche Medien und man weiß nie, was noch erfunden wird in den nächsten Jahren.

3.    Viele denken, als Designer schaut man sich ein bisschen den Markt an und macht dann ein cooles Logo. Aber so funktioniert es nicht. Man arbeitet sehr intensiv mit dem Kunden zusammen, macht Workshops, definiert die Unternehmensstrategie, Markenwerte, Visionen und so weiter. Erst auf dieser Basis fängt man an zu gestalten und übersetzt die Erkenntnisse in eine Visualität.


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Motion Design – Studium und Ausbildung

3 Fragen an Professor Richard Jung von der Hochschule Niederrhein in Krefeld …

 

Von Film und TV über Websites und Mobile Apps bis hin zu Virtual Reality: Motion Designer sind in vielen Bereichen gefragt. In diesem Video erklärt Professor Richard Jung von der Hochschule Niederrhein in Krefeld, warum es sich lohnt Motion Designer zu werden, welche falschen Annahmen über die Disziplin kursieren und was man mitbringen muss, um hier erfolgreich zu sein.

 

3 gute Gründe, sich auf Motion Design zu spezialisieren

 

1. Motion Design ist die beste Wahl für alle, die sich eben nicht spezialisieren wollen. Es ist eine riesige, virtuelle Spielwiese für alle, die gerne kreativ gestalten.

2. Motion Design eröffnet für Gestalter, Illustratoren und Grafiker zahlreiche neue Möglichkeiten kreativ zu arbeiten und damit Geld zu verdienen.

3. Motion Design ist ein gigantisches kreatives Spielfeld. Es vereint alte und neue Techniken, alte und neue Medien. Das bedeutet, man kann digital, aber eben auch analog spielen.

 

3 falsche Annahmen über Motion Design

 

1. »Motion Design ist das gleiche wie Animation.« Animation, also klassischer Zeichentrick, ist Teil von Motion Design, also eher eine kreatives Handwerk. Im Motion Design geht es auch um konzeptionelle Überlegungen und darum, visuelle Verbindungen, Übergänge, Abläufe oder Prozesse zu schaffen.

2. »Motion Design ist reines Pixelschubsen.« Selbstverständlich arbeiten Motion Designer auch am Computer, aber nicht nur. Nach wie vor ist es wichtig, manuell zu zeichnen oder zu illustrieren.

3. »Motion Design ist eine One-Man-Show.« Das Gegenteil ist der Fall: Gutes Motion Design ist in der Regel Teamarbeit. Die Arbeit an den meisten Motion-Design-Projekten ist für eine Person allein viel zu umfangreich. Motion Designer kooperieren eng mit Regisseuren, Autoren, Producern, Artdirektoren, Programmierern, Marketingfachleuten und – nicht zu vergessen – Musikern.

 

3 Anforderungen, die Studierende erfüllen müssen

 

1. Motion Designer brauchen vor allem Ausdauer. Eine Idee und ein Konzept sind meist schnell erarbeitet. Diese Idee auf die Straße zu bringen, sichtbar und erlebbar zu machen, ist oft ein langer Weg.

2. Teamfähigkeit!

3. Künstlerisches beziehungsweise kreatives Talent. Man muss gestalten können, man muss Ideen haben, neue Ideen haben. Diese muss man vorab schon mal einfach visualisieren können – also zeichnen und illustrieren. Ganz wichtig sind auch Grundlagen der Fotografie. Da lernt man, Dinge ins rechte Licht zu rücken. Und natürlich Neugierde und Experimentierfreude.

 


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Interaction Design – Studium und Ausbildung

3 Fragen an Professor Stefan Wölwer von der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst in Hildesheim …

 

Interaction Designer gestalten die Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine. Damit wird ihre Arbeit immer gefragter. In diesem Video erklärt Professor Stefan Wölwer von der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst in Hildesheim, warum es sich lohnt Interaction Designer zu werden, welche falschen Annahmen über das Tätigkeitsfeld kursieren und was man mitbringen muss, um hier erfolgreich zu sein.

 

3 gute Gründe, sich auf Interaction Design zu spezialisieren

 

1. Interaction Designer gestalten die Schnittstelle zu dem Betriebsystem unserer modernen Welt, der Digitalität. Wir entwerfen die notwendigen mentalen Modelle und wir machen diese durch gutes Interface Design sichtbar und verständlich.

2. Interaction Design ist die wichtige Synapse zwischen klassischer Gestaltung und den Technologien, die unseren Alltag am Laufen halten.

3. Interaction Designer verschönern nicht bloß das Hier und Jetzt, sondern wir entwerfen Zukunft.

 

 3 falsche Annahmen über Interaction Design

 

1. Wer glaubt, im fünften Semester auch endlich mal was Digitales machen zu müssen, ist im Interaction Design an der falschen Stelle.

2. Es reicht nicht, mal eben eine große Idee zu haben, die andere dann schon irgendwie umsetzten. Ideen fallen nicht einfach aus dem Adobe-Himmel heraus, vielmehr braucht es intensive theoretische Auseinandersetzung und hohes technisches Verständnis.

3. Interaction Design ist nicht Webdesign!

 

3 Anforderungen, die Studierende erfüllen müssen

 

1. Interaction Designer sollten sich für Technologie als Gestaltungsmittel begeistern können, ohne dabei jedoch eine kritische Betrachtung der Entwicklung zu verlieren.

2. Offenheit und Abenteuerlust sind ganz wichtig im Interaction Design, schließlich gilt es, sich permanent auf neues unbekanntes Terrain zu begeben.

3. Vor allem aber braucht es Teamwork im Interaction Design. Es geht nicht nur darum, eigene Ideen zu haben. Der echte Profi setzt sich für das Ziel des gesamten Teams ein.

 


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UX Design – Alles, was man über das Berufsfeld wissen muss

3 Fragen an Peter Post, Geschäftsführer bei der Digitalagentur Scholz & Volkmer …

 

In diesem Video erklärt Peter Post von Scholz & Volkmer, warum es sich lohnt UX Designer zu werden, welche falschen Annahmen über das Tätigkeitsfeld kursieren und was man mitbringen muss, um in der Disziplin erfolgreich zu sein.

 

3 gute Gründe, sich auf UX Design zu spezialisieren

 

1.    Ein relevanter Grund ist, dass man etwas sehr Nützliches tut. Man kann abends ins Bett gehen und sagen: Ich habe das Leben mancher Leute bereichert oder zumindest einfacher gemacht. Das Feld beschäftigt sich häufig mit Produkt- oder Service-Entwicklung – eine sehr sinnstiftende Tätigkeit.

2.    Ein weiterer Grund ist Innovation: Traditionelle Konzerne müssen neue Geschäftsmodelle erarbeiten, Start-ups und kleine Unternehmen bringen ihre eigenen Produkte an den Start. Momentan herrscht Goldgräberstimmung, man kann viel Neues ausprobieren.

3.    Ein dritter Grund ist Karriereentwicklung und Perspektive: Ich sehe in den nächsten zehn Jahren keine Alternativen zu dem Berufsbild, es wird eher noch mannigfaltiger und breiter und es werden immer mehr Leute gesucht. Man kann davon ausgehen, dass man langfristig gebraucht wird.

 

3 falsche Annahmen über UX Design

 

1.    Die häufigste falsche Annahme ist, dass UX Design eine andere Form von User Interface Design ist. Zwar ist ein UX Designer häufig auch ein User Interface Designer – er muss ja auch Dinge produzieren–, aber er sollte und muss ganzheitlicher an Aufgaben herangehen. Er ist meist früh in der Produktentwicklung involviert,  also nicht erst dann, wenn der Service und das Produkt schon konzipiert sind.

UX Designer beschäftigen sich noch mehr mit Research als reguläre Designer. Wenn ich im Bereich Retail unterwegs bin, verbringe ich schon mal ein oder zwei Tage vor Ort im Shop und beobachte. Das hat auf den ersten Blick nichts mit Design zu tun, aber es ist eine wichtige Methode, um herauszufinden, wie Konsumenten ticken und wie ich ihr Leben einfacher machen kann.

2.    UX Designer müssen nicht programmieren können! Es reicht, wenn sie über gutes Schnittstellen-Wissen verfügen und wissen, was machbar ist. Vor allem müssen sie gut mit Technikern zusammenarbeiten können. Besonders schlau ist es, mit kreativen Technikern zusammen zu arbeiten.

Ansonsten gibt es kaum falsche Annahmen, weil das ganze Feld noch mitten in der Entwicklung steckt. Das ist ja das Schöne: Man kann vieles selbst mitbestimmen und es gibt (noch) nicht so viele Regeln – eine gute Voraussetzung für Kreative!

 

3 Anforderungen, die UX Designer erfüllen müssen

 

1.    Zum einen sollte ein UXler sehr analytisch und systemisch denken. Das ist notwendig, um Dinge zu durchdringen und aufzubereiten. Erst dann kann ich mich mit Schnittstellen und Interfaces auseinandersetzen. Dafür muss man tief einsteigen und wirklich Interesse haben. Es gibt UX Designer, die sich Monate oder gar Jahre mit ein und demselben Produkt oder einer Branche beschäftigen.

2.    Außerdem braucht es Hartnäckigkeit und Durchhaltevermögen. UX Design ist dann besonders interessant, wenn es sich um digitales Produktdesign handelt – das ist nicht immer so, aber immer öfter. Und Produktdesign ist kein schnelles Geschäft. Man muss einen langen Atem haben sowie Spaß daran, für Dinge zu kämpfen – gegenüber Produktmanagern, Auftraggebern oder auch dem eigenen Team.

3.    Und man darf sich nicht zu sehr an Modellen aufhängen. Schemata und Ablaufpläne sind wunderbar zum Lernen, aber danach sollte man sie zügig hinter sich lassen und greifbare Anwendungen produzieren. UX Design bedeutet, dass ich Erfahrungen gestalte  – also ein ganzes Paket an Emotionen, die der Nutzer haben oder nicht haben soll. Es ist wichtig, schnell zu Potte zu kommen und erste Scribbles, Wireframes und Prototypen zu gestalten. Am Schluss kann man dann verfeinern und verbessen. Wer sich zu lange autistisch um sich selber dreht und versucht in der Theorie zur perfekten Lösung zu kommen, ist im UX Design nicht gut aufgehoben.


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