Alle Beiträge von Nina Kirst

Creative Coffee bei Kochan & Partner

Studierende der Münster School of Design besuchten im Rahmen der PAGE-Initiative Connect Creative Competence die Münchner Designagentur Kochan & Partner.

 

Was macht eigentlich ein Design Director? Studierende der Münster School of Design bekamen im Rahmen von PAGE Connect die Möglichkeit, den Berufsalltag bei der Marken- und Designagentur Kochan & Partner in München anzuschauen.

Dort trafen sie unter anderem auf Martin Summ, den Geschäftsführenden Chief Creative Officer, und die Design Directors Katharina Seidl und Claudia Bannwarth.


Alle weiteren PAGE-Connect Artikel zum Thema Design Director bei Kochan & Partner finden Sie hier.

Zum Download des PAGE Connect eDossiers »Das macht ein Design Director bei Kochan & Partner« geht’s hier.

DesignDirectionCCCKP17

UX und Interfacedesign – Studium und Ausbildung

3 Fragen an Constanze Langer, Professorin für Interfacedesign an der Fachhochschule Potsdam …

 

Im Video erklärt Constanze Langer, Professorin für Interfacedesign im Fachbereich Design an der FH Potsdam, warum das Studienfach ein aussichtsreiches Zukunftsfeld ist.

3 falsche Annahmen über Interfacedesign

1. Dass man die ganze Zeit am Rechner sitzt und programmiert.
2. Dass man ausschließlich Apps programmiert.
3. Dass die Apps die ganze Zeit blinken, Strom verbrauchen und nur für kleine Teile der Gesellschaft wichtig sind.

Was ist gutes Interfacedesign?

Für mich geht es beim Interfacedesign darum, Handlungsfelder sichtbar zu machen, die die digitalen Lebenswelten von Menschen betreffen. Darauf basierend gilt es dann, Produkte, Services und Anwendungen zu entwickeln, die den gesellschaftlichen Diskurs antreiben. Gutes Interfacedesign bedeutet einerseits, mit Schriften, Zeichen, Formen, Farben und Bewegungsabläufen sowohl effiziente als auch anmutige Oberflächen zu entwerfen. Aber es geht nicht um die Darstellung auf einem Screen. Denn andererseits bedeutet gutes Interfacedesign, auch in Strukturen und Systeme einzugreifen, um Menschen ein positives Erlebnis bei der Nutzung digitaler Technologien zu ermöglichen.

Anforderungen, die Studierende erfüllen sollten

Studierende sollten Interesse für Menschen und deren Umgang mit Technik und Technologien mitbringen. Außerdem sollten sie als Gestalterinnen und Gestalter eine hohe Experimentierfreude aufweisen – sowohl eine technische, als auch eine ästhetische und prozessuale.

An der FH Potsdam sind wir sehr aktiv in nationalen und internationalen Forschungsprojekten. In den Entwicklungsprojekten im Lehrkontext als auch in den beiden Forschungslabs (Interfacedesign Lab und Urban Complexity Lab) kooperieren wir eng mit Partnern aus Wirtschaft und Forschung, und dass sehr eng mit unseren Studierenden zusammen. Da Interfacedesign über die Disziplin hinaus eine sehr hohe Relevanz hat, sind unsere Studierenden sehr gut gewappnet für die Zukunft.


UXDesignCCCAP17

Creative Coffee bei Aperto

Im Rahmen unserer Initiative Connect Creative Competence empfing Aperto in Berlin eine Gruppe interessierter Designstudierenden der FH Potsdam …

 

Die Digitalagentur Aperto – An IBM Company empfang die Studierenden aus dem Studiengang Interfacedesign an der FH Potsdam in ihren Berliner Agenturräumen.

Dort lernten sie bei einem Rundgang sowie bei einem gemeinsamen Workshop die Agentur, deren Arbeitsweise und das Berufsfeld UX Design näher kennen.

Das Event-Format Creative Coffee ist fester Bestandteil der PAGE-Initiative Connect Creative Competence, die Design-, Kommunikations- und Digital­agen­­­tu­ren sowie Hochschulen, Unternehmen und Young Talents dabei unterstützt, sich (neu) zu orientieren und umfassend zu qualifizieren.


Alle weiteren PAGE-Connect Artikel zum Thema UX Design bei Aperto finden Sie hier.

Zum Download des PAGE Connect eDossiers »Das macht ein UX Designer bei Aperto – An IBM Company« geht’s hier.

UXDesignCCCAP17

Berufsbild Kommunikationsdesigner

Kommunikationsdesign ist so viel mehr als Oberflächengestaltung! Wie der Arbeitsalltag von Kommunikationsdesignern aussieht und welche Projekte sie stemmen …

Kommunikationsdesigner entwickeln Markenstrategien und geben ihnen eine visuelle Form – sei es, um bestehende Brands zu modernisieren oder komplett neue Marken aus der Taufe zu heben.

Welche Methoden sie dafür nutzen, in welche Medienkanäle sie ihre Ergebnisse übersetzen und wie ihr Arbeitsprozess aussieht, zeigen wir Ihnen im Rahmen unserer Initiative Connect Creative Competence am Beispiel der Münchner Designagentur hw.design.

In dem eDossier »Das macht ein Kommunikationsdesigner bei hw.design« finden Sie folgende Inhalte:

  • Was ist Kommunikationsdesign?: Ein Einleitungsartikel zum Themenfeld
  • Kommunikationsdesign in der Praxis: Making-of eines spannenden Cases von hw.design
  • Interview mit den beiden Kommunikationdesignerinnen Carmen Vierbacher und Veronika Kinczli
  • Glossar mit den wichtigsten Begriffen rund um Kommunikationsdesign
Button, call to action, onlineshop, PAGE

 

Kommunikationsdesign in der Praxis

Für den schwedischen Matratzenhersteller Hilding Anders entwickelte hw.design eine neue Marke, die Tradition und Moderne strategisch und visuell verbindet.

Gutes Team: Senior Design Director Alexander Renner (links) und Design Director Kevin Thoma bilden ein schlagkräftiges Kreativgespann.

Matratzen waren lange ein notwendiges, aber selten thematisiertes Produkt. Doch seit einiger Zeit boomt der Markt – vor allem im Netz, wo sich gleich mehrere Start-ups tummeln und eine hippe Konkurrenz zu Ikea, Matratzen Concord und Co bilden. Die einst schnöde Schlafunterlage ist zum Lifestyle-Produkt geworden. Klar, dass ein Traditionsunternehmen wie der schwedische Konzern Hilding Anders hier mitspielen möchte. Mit mehr als achtzig Jahren Erfahrung in der Matratzenherstellung und über fünfzig Marken im Portfolio fehlte dem Unternehmen aber noch etwas: eine junge Onlinemarke, die es mit Casper, Eve und Muun aufnehmen kann.

Und so machte sich der Konzern – beziehungsweise die Springs & Foam GmbH in München, eine Ausgründung der schwedi schen Mutter – auf die Suche nach einer Agentur, die sowohl die strategische Positionierung der neuen Marke als auch deren Übersetzung in eine Brand Identity leisten konnte. Fündig wurde der Auftraggeber bei hw.design in München, für die er sich nach einem Agentur-Screening ohne Pitch entschied. Hier freute man sich sehr über die Möglichkeit, bei null anzufangen und eine neue Marke aus der Taufe zu heben.

Die Basisarbeit

Im März 2017 machte sich das Team bei hw.design an die Arbeit – bestehend aus Strategin Michaela Jausen, Senior Design Director Alexander Renner, Design Director Kevin Thoma, Projektmanagerin Daniela Esch, Account Manager Digital Carina Bullinger und Geschäftsführer Benjamin Klöck. Die besondere Herausforderung bei der Aufgabe: Eine Differenzierung über das Produkt war kaum möglich. Ob Federkern, Komfort- oder Memoryschaum – wirklich neu erfinden lässt sich die Matratze nicht mehr. Und beim Onlinekauf kann man sie nicht einmal vorab testen. Die Differenzierung musste also über die Marke und über ein passendes Identifikationsangebot an die Zielgruppen gelingen.

»Uns war am Anfang gar nicht klar, wie umkämpft der Markt ist und wie viele Player es darin gibt« Alexander Renner

Die Agentur startete mit einer ausführlichen Analyse des Wettbewerbs und Markt umfelds sowie der Zielgruppen und ihrer Bedürfnisse. Dabei konzentrierte sich das Team auf den europäischen Markt mit dem Schwerpunkt Deutschland, wo die Marke zuerst gelauncht werden sollte. Insgesamt machte es rund zwanzig Mitbewerber im Matratzenmarkt ausfindig. »Uns war am Anfang gar nicht klar, wie umkämpft der Markt ist und wie viele Player es darin gibt«, erinnert sich Alexander Renner.

Um zu wissen, wohin die Reise gehen sollte, musste das Team zunächst den strategischen Ausgangspunkt für die künftige Marke definieren. Für diese Standortbestimmung zogen die Kommunikationsexperten ein qualitatives Positionierungsmodell heran, das sich in ein Kultur- und ein Werteschema gliedert. In ihm lassen sich sowohl das Konkurrenzumfeld mitsamt den Zielgruppen und deren Werthaltungen als auch Szenarien möglicher Zielpositionierungen verorten und in Beziehung zueinander setzen.

Codename Bubu

Beim Kick-off-Meeting mit den Managing Partners von Springs & Foam erklärte das Team die Arbeit mit dem Positionierungsmodell und stellte die Ergebnisse aus der Wettbewerbs- und Zielgruppenanalyse vor. Auf dieser Grundlage hatte es im Vorfeld bereits mögliche Positionierungsszenarien entworfen und diese mit ersten Moodboards und je einem Positioning Statement angereichert. Die Kreativen schlugen vor, die neue Marke – damals noch unter dem Arbeitstitel »Bubu« – entweder eher konservativ (Motto: »The Inventors of Gemütlichkeit«) oder eher progressiv (»Established 1939 – Reinvented for a new generation«) zu verorten.

»The Inventors of Gemütlichkeit« versus »Established 1939 – Reinvented for a new generation«

Gemeinsam mit dem Kunden diskutierten Strategin, Kommunikationsdesigner und Projektmanagerin die Möglichkeiten und zogen sich dann zurück, um die Erkenntnisse zu verdichten. Hier zeichnete sich bereits eine integrative Positionierung ab, die relativ breit angelegt war, um eine möglichst breite Zielgruppe abzudecken und den vielfältigen Anspruchsgruppen gerecht werden zu können. Angestrebt war eine eher konservativ geprägte Ausrichtung – aber mit einer progressiven Orientierung, um die beiden Kernaspekte Tradition und Modernität, die sich im Entwicklungsprozess abgezeichnet hatten, optimal in Einklang zu bringen.

Tradition und Moderne

Im dann folgenden Schritt bat hw.design den Kunden zu einem Markenworkshop, in dem es darum ging, die finale Positionierung zu verabschieden und darauf basierend eine Markenpersönlichkeit zu ent wickeln. Hierzu wandte die Agentur unterschiedliche Kreativtechniken an, um die Kernwerte der Marke zu definieren – darunter eine visuelle Methode, die über verschiedene Bildmotive die Kreativität und Assoziationsfähigkeit der Teilnehmer erhöht. Dabei wählten diese Bilder aus, die ihrer Ansicht nach am besten zur zukünftigen Marke passten, und verknüpften sie mit Eigenschaften, die sie auszeichnen be ziehungsweise vermeiden sollte.

Auf diese Weise entstand sukzessive ein Profil aus Stärken und Schwächen, das sich in konkrete Kernwerte übersetzen ließ. Weitere Aussagen und Erklärungen zur Motivauswahl nahm das Agenturteam für die spätere Verdichtung und Konkretisierung mit auf. Zudem nahmen Gestalter und Auftraggeber an diesem Tag die Zielgruppen in den Blick, inklusive ihrer Haltungen und Bedürfnisse. Für die neue Marke peilte der Auftraggeber die Millennials an, die wenig Zeit und Lust haben, sich im unübersichtlichen Matratzenmarkt zu orientieren, aber gleichzeitig hohe Ansprüche an Qualität und Service stellen.

Am Ende des Workshops stand das sogenannte Positioning Statement, das in einem Satz formuliert, was die zukünftige Marke ausmacht und differenziert: »Wir wissen, wie besser schlafen geht«. Die neue Marke sollte Tradition und Moderne verbinden und schwedische Natürlichkeit sowie eine Leidenschaft für Innovation vermitteln. Als Kernwerte kristallisierte das Team Souveränität, Glaubwürdigkeit und Unbeschwertheit heraus.

Diese führte es im Nachgang des Workshops weiter aus und ergänzte sie um griffige Markenattribute. So entstand ein einprägsames Markenmodell, das die Markenpersönlichkeit mit dem Kern »Verbindung von Tradition und Moderne« in der Mitte abbildet, umgeben von den drei wichtigsten Werten, die wiederum durch die Markenattribute spezifiziert werden. »Diese Spezifikation ist wichtig, damit alle Beteiligten wissen, was wir eigentlich meinen, wenn wir etwa von Souveränität sprechen«, erklärt Alexander Renner.

»Wir wissen, wie besser schlafen geht« Hilding Sweden

Bei hw.design geht man davon aus, dass sich Marken wie Individualpersönlichkeiten verhalten und durch relativ dauerhaf-
te Eigenschaften und Merkmale gekennzeichnet sind. Basierend auf einem psychologischen Persönlichkeitsmodell nutzt das Team eine Methode für die Verdichtung der  Kernwerte, die es ermöglicht, die Persönlichkeit der Marke gemeinsam mit dem Kunden zu evaluieren und festzuhalten.

So ordneten die Kommunikationsdesigner dem Wert Souveränität beispielsweise die Eigenschaften sympathisch, authentisch und engagiert zu. Diese führten sie in einer verbal-deskriptiven Erklärung weiter aus und ergänzten sie mit einem visuell-ästhetischen Moodboard, das bereits einen guten Ausblick auf die künftige Marke gab. Laut Renner der Idealfall: »Wir gingen hier von Anfang an in die richtige Richtung und hatten schnell ein Gefühl dafür, wie die Marke später aussehen und sich anfühlen sollte.« Auch die Zielgruppe definierten die Designer in diesem Zuge weiter.


Das Kommunikationsleitbild:
Was die Marke zu erzählen hat

In einem Kommunikationsworkshop erarbeitete hw.design die Leitplanken für die Markenkommunikation, bestehend aus Zielgruppen, Kommunikationszielen und -themen sowie Tonalität.

1. Die Zielgruppe von Hilding Sweden ist breit angelegt: Sie umfasst alle Lebensphasen, Altersgruppen und Geschlechter. Wichtig ist, dass die Konsumenten online-affin sind und Wert auf Komfort legen.

2. Zu den übergreifenden Kommunikationszielen von Hilding Sweden zählt unter anderem Konsistenz, um einen dauerhaften und langlebigen Markenauftritt zu gewährleisten, ebenso wie Relevanz und – natürlich – Absatz.

3. Um diese Kommunikationsziele zu erreichen, beschäftigte sich das Team mit den Bedürfnissen der Zielgruppe, wie Komfort, Design und Nachhaltigkeit, die sich aus internationalen Studien ergaben.

4. Um diese Zielgruppenbedürfnisse zu adressieren, definierten die Kommunikationsexperten die wichtigsten Themencluster, wie Transparenz, Innovation und Herkunft, und führten diese mit konkreten Botschaften aus – für Innovation etwa: »Unsere Matratzen haben eine Sommer- und eine Winterseite«, was auf das Bedürfnis nach Komfort eingeht.

5. Aber nicht nur das Was der Kommunikation musste hw.design genau bestimmen, sondern auch das Wie. Ist Hilding witzig oder ernst, mit dem Kunden per Du oder doch eher per Sie? Das Team entschied sich – abgeleitet aus den Kernwerten der Marke – fürs Du sowie für eine einfache, humorvolle und menschliche Ansprache.

Mit einem Klick auf die Bilder können Sie das Kommunikationskonzept vergrößern


In dieser Positionierungsphase ergab sich auch der endgültige Markenname: »Hilding Sweden« steht für die Tradition der Muttermarke, weckt Assoziationen an die skandinavische Herkunft und richtet sich an eine breite Zielgruppe. Was die Marke von sich erzählen sollte, erarbeitete hw.design gemeinsam mit dem Kunden in einem zweiten Kommunikationsworkshop. Hier definierte die Agentur die Leitplanken für die Markenkommunikation, bestehend aus Zielen, Themen, Botschaften und Tonalität.

Damit schuf das Team die Basis für die spätere Kommunikations- und Vermarktungsstrategie. Da Strategie und Design bei hw.design Hand in Hand gehen, waren die Kommunikationsdesigner Alexander Renner und Kevin Thoma bei der Strategieentwicklung fest miteingebunden. Das ist nach dem Selbstverständnis der Agentur die beste Voraussetzung für den nächsten Schritt: die Übersetzung der Markenidentität in ein visuelles Erscheinungsbild.

Mit dem Kunden im Bett

Dank der ausführlichen Vorarbeit starteten die Designer sehr fokussiert in die Gestaltung. »Wir wussten: Das Brand Design muss einen Bezug zu Schweden haben, das Hygge-Gefühl transportieren und nahbar sein«, so Kevin Thoma. Auf dieser Grundlage erarbeiteten er und Alexander Renner in drei Wochen mehrere visuelle Leitideen, die eine gestalterische Spanne zwischen Tradition und Innovation eröffneten. Einen Favoriten hatten die beiden nicht, aber für sie war klar, dass die Entscheidung zugunsten eines der Ränder dieser Spanne fallen sollte: »Wenn man in einem umkämpften Markt eine neue Marke etablieren möchte, muss man sich abheben von den Wettbewerbern. Das gelingt am besten mit einer Entscheidung für Schwarz oder Weiß und nicht für die Graustufen dazwischen«, erklärt Alexander Renner.

»Wir wussten: Das Brand Design muss einen Bezug zu Schweden haben, das Hygge-Gefühl transportieren und nahbar sein« Kevin Thoma

Die traditionelle Variante basierte auf schwedischen Mustern und war vom Midsommar-Fest inspiriert, auf der anderen Seite des Pols stand ein eher technisch-kühler Entwurf, angelehnt an Polarlichter. Dazwischen gab es weitere Ideen, die mal mit der schwedischen Flagge, mal mit dem Themengebiet Natur spielten. Der Kunde entschied sich relativ schnell für die traditionelle Variante mit eindeutigem Schwedenbezug und viel Gemütlichkeit.

Der Kontakt zwischen den Gestaltern und dem Auftraggeber war auch in dieser Phase sehr eng. Da beide Unternehmen in München ansässig sind, trafen sich die Beteiligten mal im hellen Innenhof bei hw.design in der Maxvorstadt, mal in den neuen Räumen bei Springs & Foam. Auch um Probe zu liegen. Denn parallel zur Markengestaltung lief die Prototypentwicklung für die Produkte. »Das war mal ein etwas anderes Kundenmeeting«, sagt Renner. Die Designer konnten hier Input zu Materialien und Gestaltung geben.

Natürlich schwedisch

Die Leitidee, die die Designer dem Auftraggeber präsentiert hatten, war bereits relativ konkret. »In dieser Phase stehen zumeist 25 bis 30 Prozent des Designs fest. Sobald der Kunde sich für einen Weg entschieden hat, gehen wir ins Feintuning und schauen uns die einzelnen Komponenten noch einmal genauer an. Passen die Farben zum Konzept? Welche Schrift ist die richtige? Und so weiter«, erläutert Kevin Thoma das Vorgehen.

Die Wortmarke spielt mit dem schwedischen Umlaut å, der auf die i im Namen angewandt wird, darunter steht der Zusatz »Sweden«. Für die finale Version war mikrotypografische Feinarbeit gefragt, etwa die Vereinheitlichung der Auf- und Abstriche. In der Fontauswahl spiegelt sich die Spannung zwischen Tradition und Moderne durch die Kombination zweier sehr unterschiedlicher Schriften: der Bodoni 72, einer klassizistischen Antiqua, und der FF Mark, einer klaren Groteskschrift. Als primäre Markenfarben wählten Renner und Thoma die schwedischen Nationalfarben Gelb (Sunny Yellow) und Blau (Sky Blue). Dazu kommen die Sekundärfarben Midnight Blue und Cozy Red – im Hinblick auf die Schlafenszeit und auf die traditionelle schwedische Hüttenfarbe.

»Das System basiert auf einem flexiblen Raster und lässt von daher sehr viele Möglichkeiten bei der Zusammensetzung« Kevin Thoma

Im Zentrum des Markenauftritts steht ein Rastersystem aus Grundformen, mit denen sich verschiedene Muster erzeugen und visuelle Geschichten erzählen lassen. Aus kleinen Kreisen, Rechtecken, Strichen et cetera kann man sowohl geometrische Muster zusammensetzen als auch Pflanzen und Tiere oder Schrift. »Das System basiert auf einem flexiblen Raster und lässt von daher sehr viele Möglichkeiten bei der Zusammensetzung«, sagt Kevin Thoma. Dies war auch wichtig für die weitere Anwendung des visuellen Systems – denn nicht alle späteren Umsetzungen erfolgten bei hw.design.

So sieht’s aus

Das Team bei hw.design legte also den strategischen und visuellen Grundstein für die Marke Hilding Sweden und übergab diesen dann in Form einer ausführlichen Brand Guideline an den Kunden. Diese umfasst sowohl den visuellen als auch den sprachlichen Ausdruck der Marke, neben Farbwerten auch Headlines und Copytexte sowie Moods für die Bildsprache, auf deren Basis Hilding in Eigenregie ein Shooting umsetzte. Die Inhalte sind heute auf der Hilding-Website zu sehen ebenso wie im Packaging und in Werbekampagnen. Das bedeutet aber nicht, dass mit der Übergabe Funkstille zwischen den Teams herrschte. »Hilding schickte uns immer wieder Zwischenstände oder stellte Fragen«, sagt Alexander Renner. »Wir sind mit der Umsetzung des Konzepts sehr zufrieden.«

»Das Tolle an unserem Job ist, dass wir mit jedem Auftrag in ganz neue Themenwelten eintauchen. Jetzt sind wir Matratzen-spezialisten!« Alexander Renner

Insgesamt war es laut Kevin Thoma ein extrem spannendes und gleichzeitig unkompliziertes Projekt: »Eine solche Möglichkeit gibt es nicht alle Tage. Es war toll, eine so menschliche Marke von Grund auf zu entwickeln. Hinzu kommt, dass der Kontakt zum Kunden sehr direkt war und die Prozesse sehr agil abliefen.« Dank des überzeugenden Konzepts war auch die schwedische Konzernmutter schnell begeistert, sodass die ersten Anwendungen zügig umgesetzt wurden und dadurch die neu erschaffene Marke schnell zum Leben erweckt werden konnte.

»Uns hat jede Phase des Projekts großen Spaß gemacht«, resümiert Renner. »Das Tolle an unserem Job ist, dass wir mit jedem Auftrag in ganz neue Themenwelten eintauchen. Jetzt sind wir Matratzenspezialisten!« Agentur und Kunde pflegen bis heute freundschaftlichen Kontakt. Und zu Weihnachten gab es eine Shoppingaktion für sämtliche hw.design-Mitarbeiter. Es schlummern also einige Kreativköpfe auf Hilding-Matratzen.

Das ist das Matratzenprofi-Team: Geschäftsführer Benjamin Klöck, Account Manager Digital Carina Bullinger, Senior Design Director Alexander Renner, Praktikant Philipp Kill, Design Director Kevin Thoma und Projektmanagerin Daniela Esch.


Weitere PAGE-Connect-Artikel zum Thema Kommunikationsdesign bei hw.design lesen Sie hier.

[4736] KommunikationsDesignCCChw17

Das macht ein Producer immersiver Medien bei Markenfilm SPACE

»Kein Projekt gleicht dem anderen, und man bringt jedes Mal neue Erfahrungswerte mit ein«, sagt Henry Hilge, Creative Producer bei Markenfilm SPACE. Was man sonst noch über das spannende Berufsbild wissen sollte …

Creative Producer Henry Hilge (links) im Gespräch mit Christopher Schultz, Geschäftsleiter Markenfilm SPACE

Creative Producer für immersive Medien ist kein offizieller Ausbildungsberuf – und die Berufsbezeichnung wirft erst einmal Fragen auf. Das je nach Kunde und Projekt variierende Tätigkeitsfeld umfasst Kreativdisziplinen von Kommunikationsdesign über Motion Design bis hin zu Szenografie und Ausstellungsdesign. Wir sprachen mit Henry Hilge, der zusammen mit Markenfilm SPACE an immersiven Projekten arbeitet, über die wichtigsten Fähigkeiten, die man für den Job braucht.

Welche Art von Projekten macht 
ein Producer für immersive Medien – 
und für wen?
Henry Hilge: Die Auftraggeber sind ebenso vielfältig und verschieden wie die Projekte, die man betreut. Mal arbeitet man für eine Agentur für Kommunikation im Raum an einer Museumsausstellung, mal für eine Werbeagentur, die einen Multimedia-Spezialisten für eine interaktive Installation braucht. Kein Projekt gleicht dem anderen, und man bringt jedes Mal neue Erfahrungswerte mit ein.

Wie gewinnt man die nötigen 
Kenntnisse für ein so breit 
gefächertes Tätigkeitsfeld?
Einen klassischen Ausbildungsweg gibt es nicht. Ich bin gelernter Mediengestalter mit Schwerpunkt Digitale Medien und habe zunächst als Webdesigner gearbeitet. So konnte ich Erfahrungen mit Programmierung und Benutzerführung sammeln. Später habe ich Kommunikationsdesign an der Hochschule der Bildenden Künste Saar studiert, wo ich sehr interdisziplinär arbeiten konnte. Das war eine gute Grundlage. Parallel zum Studium habe ich als Motion Designer gejobbt und klassische Visual-Effects-Produktion gemacht. In meiner Abschlussarbeit bezog ich mithilfe von Projection Mapping den Raum mit ein – wobei es den Begriff damals noch gar nicht gab. Ich fand es spannend, den nonlinearen, beweglichen Raum mit der Linearität des Films zu verbinden.

Was hast du nach deinem Diplom gemacht?
Zunächst habe ich Projektionen für Bühnenbilder im Saarländischen Staatstheater gestaltet, wobei ich Erfahrungen in Regie und Dramaturgie sammeln konnte. Das hat mir später bei der Nutzerführung für Kommunikation im Raum sehr geholfen. Danach fing ich bei Atelier Markgraph in Frankfurt als Produktionsleiter für interaktive Exponate an und lernte die Welt der Markeninszenierungen kennen. Besonders spannend fand ich die großen Shows auf den Automessen – mit den Budgets der Autokonzerne hat man wesentlich mehr Möglichkeiten als am Theater. Dann wechselte ich zu Moment Factory in Montreal, wo ich als Multimedia Director Medien im Raum mit Szenografie und Interaktion verknüpfte, wie unter anderem für Broadway-Shows in New York und für diverse Projekte in Asien. Seit Herbst 2017 lebe ich als freier Creative Producer für immersive Medien in Frankfurt am Main und arbeite unter anderem für Markenfilm SPACE.

Wer diesen Job machen will,
muss also viel Reisezeit einplanen und Interesse und Verständnis für andere Kulturen mitbringen

Das klingt, als sei man als Creative Producer viel unterwegs?
Ja. Die Projekte sind nahezu nie an dem Ort, wo du selbst wohnst. Weil man immer einen persönlichen Eindruck von den Räumen braucht, muss man viel reisen – das funktioniert einfach nicht aus der Entfernung. Wer diesen Job machen will, muss also viel Reisezeit einplanen und Interesse und Verständnis für andere Kulturen mitbringen.

Wann kommst du zu einem Projekt dazu, und wie geht es dann weiter?
Als Creative Producer habe ich meist nicht den ersten Kundenkontakt – dieser liegt bei Markenfilm SPACE, die wiederum mich beauftragt. Ich bin dafür verantwortlich, dass die generelle Idee des Kunden Realität wird. Die erste und wichtigste Phase ist die Konzeption. In ihr evaluiere ich, was in dem vorgesehenen Rahmen möglich ist, und entwickle erste Ideen. Dabei arbeite ich meist für mich allein. Sobald das Grundgerüst steht, stelle ich das passende Team für das jeweilige Projekt und für meine Vision zusammen.

Ich achte immer darauf, dass das
Team persönlich und vom Stil her zusammenpasst. Hierfür braucht es einen guten Überblick über Gewerke, Anbieter und Technologien

Welche Disziplinen gehören 
zu so einem Team?
Klassischerweise gibt es drei Kernpositionen: Neben mir als Creative Producer sind das der Technical Director, der für Material und Support zuständig ist, und der klassische Producer, der sich ums Projektmanagement und um das Budget kümmert. Dazu suche ich mir je nach Projekt Motion Designer, Soundspezialisten, Interaction Designer, Filmemacher, Szenografen et cetera. Dabei achte ich immer darauf, dass das Team persönlich und vom Stil her zusammenpasst. Hierfür braucht es einen guten Überblick über Gewerke, Anbieter und Technologien.
Gemeinsam entwickeln wir das Konzept im kreativen Pingpong weiter und bringen uns gegenseitig auf neue Ideen. Wie bei einem Puzzle entsteht so Stück für Stück eine konkrete Vorstellung vom finalen Produkt. In dieser Phase spiele ich als Creative Producer eine Schlüsselrolle, um die Vision zu schärfen, sie bei jedem Teammitglied zu verankern und möglichst konkrete Aufgaben für die Umsetzung zu verteilen. Ich muss dafür sorgen, dass alle am Ball bleiben und möglichst viel Spaß an der Arbeit haben. Das hat sehr viel mit Mentoring und Support zu tun und erfordert ein gutes Gespür dafür, was jemand in einem bestimmten Moment von einem braucht.

Bei Design und Produktion bist du dann weniger involviert?
Genau. Sobald das Konzept steht, setzt jede Disziplin ihren Teil eigenständig um und wir kommen in regelmäßigen Abständen zusammen, um uns abzugleichen. Ich halte mich dabei ganz bewusst zurück und verlasse mich auf die Leute, die ich ja selbst als Lead für das jeweilige Thema ausgewählt habe, sonst endet man sehr schnell im Mikromanagement. Das tut einem selbst nicht gut und den anderen auch nicht. In der Produktionsphase wird das Team zumeist größer und das Projektmanagement straffer. Dann geht es für mich hauptsächlich um die Steuerung des Prozesses und um die Vorbereitung von Präsentationen.

Bei Markenfilm SPACE machen wir keine Projekte von der Stange. Meist handelt es sich um Arbeiten und Anwendungen, die vor uns noch niemand realisiert hat

Bei der Integration geht es dann 
ans Eingemachte.
Diese Phase ist besonders intensiv, weil man vor Ort alles zusammenbringt und die Idee das erste Mal reale Formen annimmt. Genau jetzt sieht man, ob alles so klappt, wie geplant, oder ob man umdisponieren muss. Da arbeitet man schon mal drei bis sechs Wochen durch, bis alles perfekt ist. Bei Markenfilm SPACE machen wir keine Projekte von der Stange. Meist handelt es sich um Arbeiten und Anwendungen, die vor uns noch niemand realisiert hat. Da zittert man doch ab und zu, ob alles so wird, wie man sich das vorgestellt hat. Wenn am Ende alles passt, ist das ein unglaublich gutes Gefühl.

Bevor eine Installation Wirklichkeit wird, ist sie oft nur schwer 
vorstellbar. Wie visualisierst 
du Ideen für den Kunden?
Ich verwende viel Zeit darauf, in Keynote oder PowerPoint Präsentationen zu gestalten, die unsere Ideen für den Kunden greifbar machen. Storytelling ist hierbei ungemein wichtig. Anfangs hat dieser Teil des Jobs mich abgeschreckt, aber mittlerweile macht es mir großen Spaß, unsere Visionen in Geschichten zu verpacken und damit den Kunden abzuholen und zu begeistern. Hier arbeite ich unter anderem mit digitalen Renderings der Räume und mit Animatics, also gefilmten Storyboards. Dabei muss man aber deutlich kommunizieren, dass es sich um ein Konzept handelt und dass das Ergebnis eventuell anders aussehen kann – etwa wenn sich im Projektverlauf Einschränkungen bei zeitlichen, finanziellen oder technischen Res sourcen ergeben.

Später gibt es zudem noch ausgefeiltere Visualisierungen wie digitale 3D-Modelle des Raums, die man mittels VR-Brillen betreten kann. Auch haptische Mockups sind sehr hilfreich, um etwa einen räumlichen Eindruck von der Größe eines Screens zu bekommen. Das können auch ganz einfache Paper Prototypes sein. Ab einem bestimmten Punkt muss man dann einen Probeaufbau machen, um die Proportionen und die Raumwirkung zu testen. Markenfilm hat hier den entscheidenden Vorteil, dass sie als Produktionsfirma drei große Studios vor den Toren Hamburgs hat, in denen wir uns austoben können.

Welche Tools und Programme 
muss man als Creative Producer beherrschen?
Das ist schwer zu sagen. Ich persönlich bin recht breit aufgestellt, aber das ist keine zwingende Voraussetzung. Sketchen zu können, um Ideen schnell zu Papier zu bringen, ist ein großer Vorteil. Generell ist es hilfreich, die Tools der anderen zu kennen und zu verstehen – sei es Cinema 4D fürs Motion Design, Photoshop fürs Visual Design oder auch mal ein Soundprogramm oder Processing. Grundkenntnisse genügen in der Regel.

Neugier und
Offenheit für viele unterschiedliche Bereiche sind ein absolutes Muss in meinem Job

Woher holst du deine Inspiration?
Überallher! Neugier und Offenheit für viele unterschiedliche Bereiche sind ein absolutes Muss in meinem Job. Ich besuche Ausstellungen, Konferenzen, Theateraufführungen, Kinos, Festivals et cetera – auch Freizeitparks sind super! Kurz: alles, bei dem es um Entertainment und Erlebnisse geht – auch und besonders Interkulturelles. Ich bin wie ein Schwamm, der permanent und in allen Lebenslagen Eindrücke aufsaugt. Zusätzlich braucht es die Fähigkeit zum Transfer: Man muss in der Lage sein, Elemente aus der einen Disziplin auf eine andere zu übertragen – etwa Motive aus dem Tanz auf eine Autoshow. Diese Verknüpfung ist extrem wichtig.

In Sachen Technologie sind Innovations-Labs wie das von Markenfilm SPACE viel wert, weil man in ihnen unabhängig von Kundenaufträgen neue Hard- und Software ausprobieren kann – zum Beispiel neue VR-Brillen oder Gehirnscanner. Das bringt einen auf neue Ideen für zukünftige Projekte, und man bekommt ein Gefühl dafür, wie man neue Technik einsetzen oder auch zweckentfremden kann. Auf diese Weise hechelt man nicht dem neuesten Hype hinterher, sondern wird selbst zum Vorreiter. Dabei sollte man aber immer im Hinterkopf behalten: Technologie darf nie Selbstzweck sein, sondern nur ein Vehikel, um Erlebnisse zu erzeugen!

Technologie darf nie Selbstzweck sein, sondern nur ein Vehikel, um
Erlebnisse zu erzeugen!

Im Moment reden alle von Virtual Reality. Was hältst du davon?
Ich habe das Gefühl, dass die Begeisterung so langsam nachlässt. Letztlich fehlt es VR-Räumen einfach an Echtheit. Gerade den Millennials ist es wichtig, an Erlebnissen teilzuhaben und diese teilen zu können. Das ist mein Ziel: Momen-
te zu schaffen, die Menschen überraschen und begeistern, die das Leben bereichern und die man unbedingt mit anderen teilen möchte. Das erreicht man am besten, indem man Illusionen schafft, bei denen die Technik in den Hintergrund rückt. Den Erfolg einer Installation oder einer Veranstaltung berechne ich nicht an der Anzahl der Tweets dazu, sondern an der Warteschlange vorm Eingang.

Welche Tipps hast du noch 
für angehende Producer für 
immersive Medien?
Geht unbedingt ins Ausland! Zum Beispiel hat man in Asien eine völlig andere Herangehensweise an Ausstellungen und Events: Spaß und Erlebnisqualität ha ben dort eine viel größere Bedeutung als in Deutschland, wo vor allem die Wissensvermittlung im Vordergrund steht. Im Ausland zu arbeiten, erweitert den Horizont enorm – und man kann die gewonnenen Erkenntnisse dann bei Projekten hierzulande einbringen.


[5427]ProducerImmersiverMedienMFSpace18

Wieso man sich bei der Arbeit manchmal quälen sollte…

… haben wir bei unseren PAGE Job Talks auf der TYPO erfahren. Hier gibt’s alle drei Interviews im Video zu sehen!

Jasmin Fayad, UX-Designerin bei Aperto. Foto: © Gordon Schirmer

Was macht eigentlich eine UX-Designerin genau? Wie wird man Informationsdesigner? Und was genau ist Product Design? Diese und viele weitere Fragen stellen wir in dem neuen Gesprächsformat Job Talks im Rahmen unserer Initiative Connect Creative Competence.

Auf der TYPO Berlin 2018 sprachen wir mit drei Kreativen aus den Bereichen UX Design, Informationsdesign und Service Design. Wer nicht live dabei war, kann sich nun die Videos der Gespräche ansehen – viel Spaß!


»UX Design bezieht den Nutzer mit ein«

Jasmin Fayad, UX Designerin bei Aperto in Berlin, erklärt, wann und warum sie gern ganz analog mit Post-its arbeitet und was sie an der Arbeit für eine IBM-Agentur reizt – Stichwort: Watson. Sie erläutert, welche Rolle die Künstliche Intelligenz in ihren Projekten spielt und was an ihrem Job manchmal so richtig nervt. Das Intro für unsere Job Talks übernahm freundlicherweise Johannes Erler!


Mehr zum Thema lesen Sie in unserem Connect-Kompendium »Das macht ein UX Designer bei Aperto – An IBM Company«.
Hier downloaden!


»Als Informationsdesigner muss man neugierig sein«

Jan Schwochow, Gründer und Geschäftsführer der Infographics Group in Berlin, erzählt, inwiefern man als Informationsdesigner journalistisch arbeitet, wie das Berufsfeld in den Zeiten vor Google Maps aussah – und wieso man sich manchmal quälen sollte. Außerdem gibt er einen Ausblick auf das Informationsdesign der Zukunft und welche Rollen AR und VR dabei spielen könnten.


Mehr zum Thema lesen Sie in unserem Connect-Kompendium »Das macht ein Informationsdesigner bei der Infographics Group«.
Hier downloaden!


»Für uns geht es immer darum, Lösungen für Probleme zu gestalten«

Silke Junker-Mirshahi, Executive Director Facilitation und Enablement bei SinnerSchrader, Hamburg, berichtet vom Berufsfeld Product Design – und davon, wie sie als Quereinsteigerin aus dem Architekturberuf in der Agenturwelt gelandet ist. Sie erzählt von den vielseitigen Aufgaben und Tools ihres Berufsalltags und warum Abstraktionsvermögen dabei so wichtig ist.


Mehr zum Thema lesen Sie in unserem Connect-Kompendium »Das macht ein Service Designer bei der Infographics Group«.
Hier downloaden!


Auch beim ADC Festival fanden unsere Job Talks statt – zu den Themen Virtual Reality Design, Interaction Design und Infomationsdesign. Hier geht’s zu den Videos.


UXDesignCCCA17
InformationsdesignCCCIGG17
ServiceDesignCCCSS16

Sind Frauen die besseren Programmierer?

Sehen Sie im Video, was Senior Creative Engineer Christopher Baumbach dazu sagt!

© Christian Augustin/Getty Images for ADC

Was ist der Unterschied zwischen UX und Interaction Design? Mit welchen Tools arbeitet ein Informationsdesigner? Wie wird man Virtual Reality Designer? Diese und viele weitere Fragen stellen wir in dem neuen Gesprächsformat Job Talks im Rahmen unserer Initiative Connect Creative Competence.

Auf dem ADC Festival 2018 in Hamburg sprachen wir mit drei Kreativen aus den Bereichen Interaction Design, Informationsdesign und Virtual Reality Design. Wer nicht live dabei war, kann sich die Gespräche nun als Videos anschauen. Viel Spaß!

 

»Interaction Design ist eine breit
gefächerte Disziplin«

Daniel Kränz, Head of Interaction Design bei deepblue networks in Hamburg, erklärt sein mentales Modell der »Kränz’schen Pyramide« und berichtet, wie er das Interaction-Design-Team in der Agentur mitaufgebaut hat und warum Interdisziplinarität bei dieser breit gefächerten Disziplin so wichtig ist. Bei deepblue begleiten Interaction Designer den Produktentwicklungszyklus von A bis Z – von Strategie über Konzeption, Design und Entwicklung bis hin zum Launch. Programmieren können muss man übrigens nicht – aber man sollte wissen, was prinzipiell möglich ist.

Mehr zum Thema lesen Sie in unserem Connect-Kompendium »Das macht ein Interaction Designer bei deepblue networks«. Hier downloaden!

 

»Informationsdesigner haben keinen
typischen Arbeitsalltag«

Jan Schwochow, Gründer und Geschäftsführer der Infographics Group in Berlin, erläutert, warum man sich als Informationsdesigner auch mal quälen muss, um gute Ergebnisse zu erzielen und wie wichtig Leidenschaft für den Beruf ist. Als Informationsdesigner muss man sich die Dinge, die man visualisieren soll, aneignen und sie durchdringen. Das erfordert viel Recherche und Abstraktionsvermögen. Jeder Auftrag ist anders, jeder Tag ist anders – ein spannendes Berufsbild!

Mehr zum Thema lesen Sie in unserem Connect-Kompendium »Das macht ein Informationsdesigner bei der Infographics Group«. Hier downloaden!

 

»Virtual Reality sehe ich vor allem
in der Unterhaltungsbranche«

Christopher Baumbach, Senior Creative Engineer bei Demodern in Hamburg, gibt Einblicke in seinen Werdegang als Autodidakt und seinen Arbeitsalltag, in dem er Kreativität und Technik verbindet. Für die coolen VR-Projekte von Demodern arbeitet er im Team mit 3D-Artists, UX und Screen Designern, Projektmanagern und Creatve Directors zusammen. Sein Appell an weibliche Entwicklerinnen: »Ihr könnt das genauso gut wie Männer – vielleicht sogar besser!«

Mehr zum Thema lesen Sie in unserem Connect-Kompendium »Das macht ein Virtual Reality Designer bei der Interactive Media Foundation und Demodern«. Hier downloaden!

 


InteractionDesignCCCDB16
InformationsdesignCCCIGG17
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Strategischer Designer – Was man über das Berufsfeld wissen muss

Philipp Thesen und Nico Weckerle erklären, was einen strategischen Designer bei der Deutschen Telekom erwartet.

 

Im Rahmen der PAGE-Initiative Connect Creative Competence sprechen Nico Weckerle (Head of Experience Strategy bei der Deutschen Telekom) und Philipp Thesen (ehemals Senior Vice President Design bei der Deutschen Telekom, heute Professor für Design und Mensch-System-Interaktion an der Hochschule Darmstadt) über das Jobprofil des strategischen Designers.

Philipp Thesen: Im digitalen Zeitalter kommt dem strategischen Designer eine wichtige Rolle zu. Er ist verantwortlich für Vermittlung zwischen Technologie und Lebenswelt der Menschen. Das ist eigentlich seit jeher die Rolle des Designers – aber mit der zunehmenden Komplexität durch die Digitalisierung wird diese Rolle noch viel wichtiger. Es geht für den strategischen Designer darum, Business-Anforderungen, technologische Entwicklungen und die Lebenswelt der Nutzer zusammenzubringen. Dazu braucht er ein hohes Maß an Empathie und er muss verstehen, was die Menschen heute und in Zukunft brauchen.

Nico Weckerle: Als strategischer Designer bei der Deutschen Telekom hat man ein sehr breites Spektrum an Aufgaben. Dabei ist es für die Designer auch wichtig, in Geschäftsmodellen zu denken. Des Weiteren geht es darum, aus der Konzeption ein Zielbild zu erarbeiten, welches wir als Designer anfassbar und erlebbar machen können. Das tun wir im klassischen Sinne mit Prototypen und Klickdummys, aber auch mit Filmen und Installationen.

Es geht für den strategischen Designer darum, Business-Anforderungen, technologische Entwicklungen und die Lebenswelt der Nutzer zusammenzubringen.

Thesen: Wir arbeiten mit Marktforschern, mit Zukunftsforschern, mit Ingenieuren, mit Technologen und Software-Entwicklern ganz stark an Produkten und Diensten, die auch wirklich international erfolgreich sein können.

Weckerle: Um die Vielfalt der Aufgaben und die interdisziplinären Teams zusammenzubringen, brauchen wir einen einheitlichen gemeinsamen Prozess. Wir haben einen eigenen Design-Thinking-Ansatz gewählt.

Thesen: Wir haben dazu relativ früh ein Methoden-Set entwickelt und die Design Academy gegründet, wo unsere Designer kundenzentrierte Methoden lernen. Das hat sich zu einer konzernweiten Design Academy entwickelt, in der heute 225.000 Mitglieder des Unternehmens Design Thinking von den Designern lernen können. Wir haben verschiedene Formate entwickelt, wie wir mit Kunden arbeiten, in Testgruppen und internen Produktkliniken, und haben damit das Design und die Empathie für den Kunden zu einer organisatorischen Kompetenz entwickelt.


Alle weiteren PAGE-Connect Artikel zum Thema Strategischer Designer  finden Sie hier.

Zum Download des PAGE Connect eDossiers »Das macht ein Strategischer Designer bei der Deutschen Telekom« geht’s hier.

 

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Creative Coffee bei hw.design

Die Leute davon überzeugen, dass die Erde doch eine Scheibe ist – so lautete die Aufgabenstellung für Studierende der Hochschule Augsburg beim Creative Coffee bei hw.design.

 

»Post Truth Flat Earth«, so der Titel des Workshops, den die Hochschule Augsburg und die München Designagentur hw.design im Rahmen der PAGE-Initiative Connect Creative Competence Ende 2017 auf die Beine stellten.

Der betreuende Professor Stefan Bufler nannte das Ganze eine »Trainingseinheit zum Querdenken«. Gute Designer müssen in der Lage sein, aus gewohnten Denkmustern auszubrechen, um neue, unkonventionelle Ideen und Lösungen zu finden. Genau darum ging es bei diesem Workshop!

Aufgeteilt in vier Gruppen entwickelten die Studierenden der Fachwerkstatt Identity Design Kommunikationskonzepte zur Verbreitung einer neuen Weltsicht – bildlastig, textlastig, installativ-räumlich und handlunsgorientiert.

Das Video vermittelt einen Eindruck des produktiven Tages rund um alternative Fakten!


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