Individuelle Motivationen erkennen

One-Size-fits-all-Lösungen funktionieren nicht, wenn es darum geht, Mitarbeitende zu motivieren. Die Mammut-Aufgabe, sich auf jede Person individuell einzustellen, ist auch ohne eine lange und intensive Kennenlernphase möglich. Wir stellen einen Ansatz vor, der dabei hilft, einander kennenzulernen, Motivation und Potenziale zu erkennen und eine Wertschätzung der Vielseitigkeit zu fördern.   

Was lässt uns motiviert arbeiten? Ist es das Gehalt, sind es die Kollegen:innen oder die Möglichkeit, kreativ und in Selbstverantwortung agieren zu können?  


Diese Frage hat sich bestimmt schon jeder einmal gestellt; immerhin weisen nach der aktuellen Gallup-Studie nur rund 15% der Arbeitnehmer:innen in Deutschland eine hohe emotionale Bindung zu ihrem Job auf. 

Stellt man diese Fragen zehn unterschiedlichen Personen, erhält man zehn unterschiedliche Antworten. Es wäre so schön einfach, wenn man nach einer ausführlichen Marktforschung ein allgemeingültiges Rezept dafür bekommen könnte, was uns alle motiviert arbeiten lässt. Die einzige Konstante, die sich jedoch feststellen lässt, wenn man diese Frage kontinuierlich Personen stellt, ist, dass jeder etwas anderes sagt und das einige noch nicht mal im Ansatz eine Antwort für sich auf diese Frage haben.  

Was lässt uns also motiviert arbeiten?

Die allgemeingültige Antwort ist so trivial, wie sie auch ernüchternd ist: DAS IST BEI JEDEM ANDERS! 

Wir sind nun mal keine künstlichen Intelligenzen, die emotionslos ihre Aufgabe erledigen, wir lassen uns auch nicht in irgendwelche Schubladen packen, typologisieren und entgegen unserer eigenen Empfindungen von außen motivieren. Das es aber nicht nur schön, sondern auch wirtschaftlich relevant ist, wenn alle emotional mit dem Unternehmen verbunden sind, belegen auch diverse Gallup-Studien. Demzufolge sind motivierte Mitarbeitende rund 21% produktiver als unmotivierte und der wirtschaftliche Schaden von ‘innerer Kündigung’ beläuft sich 2018 auf satte 77-103 Milliarden Euro. Aber wie will man sich, speziell als Arbeitgeber, auf diese unterschiedlichen Empfindlichkeiten einstellen? Wenn es kein allgemeines Rezept gibt, kann man sich denn damit überhaupt beschäftigen, ohne völlig überfordert zu sein? 

Ein schönes Zitat eines jungen CEO’s eines wachsenden Unternehmens: „Ich kann ja nicht mit jeder Person, die für oder mit uns arbeiten möchte, gleich in ein Kurhotel an die Ostsee fahren und ein ganzes Wochenende über die innersten Motivationen sprechen.“ Da hat er vollkommen recht, ganz sicher geht das nicht, außerdem wäre dann noch nicht einmal gesagt, dass die Person sich in dem Kurhotel öffnen wird und so über ihre Persönlichkeiten sprechen kann, dass es auch für alle verständlich ist. Auch in einem Vorstellungsgespräch oder in einer frühen Phase der Zusammenarbeit kann man diese offene Selbstreflexion nicht ohne weiteres erwarten. 

Es braucht also ein System, das jede:n individuell analysiert, ohne zu werten, ein System, das nachhaltige Einblicke in die unterschiedlichen Persönlichkeiten gibt, ein System, das simpel genug ist, damit es jede:r verstehen kann und komplex genug, um Personen nicht in Schubladen zu stecken.  

Die 7 Wertesysteme nach Spiral Dynamics

Der amerikanische Psychologie-Professor Clare W. Graves hat die individuelle Motivation der Menschen erforscht und eine Theorie entwickelt, die sowohl einfach zu verstehen als auch anzuwenden ist: Spiral Dynamics. Er hat ebenfalls erkannt, dass es einen unstrittigen Zusammenhang zwischen individueller Motivation und der eigentlichen Arbeitsleistung gibt. Aus heutiger Sicht würde man auf diese Aussage wahrscheinlich mit einem saloppen: „Ach was!“ antworten. Unser intuitives Bauchgefühl bestätigt uns also, dass es stimmt – wissen wir aber auch, was uns selbst, unsere Kollegen, unsere Mitarbeiter:innen wirklich motiviert?  

Dr. Clare W. Graves unterscheidet in seiner anerkannten Theorie im Kern sieben intuitiv erkennbare Wertesysteme, die das Denken und Handeln von Menschen bestimmen und hat jedem dieser Wertesysteme eine Farbe zugeteilt: 

  • Türkis  sucht Akzeptanz und Frieden im ganzheitlichen Denken und größeren Sinnzusammenhängen. 
  • Gelb  möchte verstehen, wie es ist, und neue, kreative Ideen entwickeln. 
  • Grün  sucht soziale Verbindungen und Harmonie. 
  • Orange  will sich beweisen und ist ein ambitionierter Herausforderer. 
  • Blau  mag es geregelt und sucht Sicherheit in einem System von Strukturen und Ordnung. 
  • Rot  strebt nach Autorität und zeigt Entschlossenheit und Schnelligkeit.  
  • Lila  sucht Sicherheit und Geborgenheit in Gewohnheiten und Traditionen. 

Dieser stark vereinfachten Darstellung seiner Erkenntnisse liegen also sieben Wertesysteme zu Grunde, die so in uns allen in unterschiedlicher Gewichtung vorhanden sind.  

Das bloße Wissen über diese Theorie würde die oben erwähnte Unterhaltung im Kurhotel schon mal sehr gut strukturieren und abkürzen. Wir haben damit also eine Gesprächsgrundlage, sind durch diese Struktur in Bezug auf unsere persönlichen Motive sprachfähig geworden. Allerdings kommt man durch das bloße Verständnis nur bedingt weiter. Die Selbstreflexion ist für die meisten Personen unglaublich schwierig, ob man eine Struktur bekommt oder auch nicht. Wir alle waren schon mal in Situationen, in denen wir darum gebeten wurden, über unsere Emotionen zu sprechen – das fällt wahrhaftig nicht jedem:r leicht.  

Profile Dynamics® ist Technologiepartner der LIFT for future GmbH und hat aus dieser Theorie ein Online-Analyse-Tool entwickelt, welches zum einen die individuellen Motive in jedem:r einzelnen darstellen kann, zum anderen aber auch erklärt, welche Widerstände man gegen welche „Farben“ aufweist. Letzteres ist besonders wertvoll, um nicht nur zu verstehen, was einen Menschen motiviert, sondern auch, welches Umfeld eines Menschen Energie ziehen kann. Wir verstehen also, was jede:n Einzelne:n motiviert UND was demotiviert. Diese Ergebnisse lassen sich grafisch darstellen und auch zusammenfügen. Nicht um zu manipulieren, sondern um einander zu verstehen, wertzuschätzen und Potenziale zu erkennen.  

Die LIFT for future GmbH verwendet diese Analysemethode an drei elementaren Schnittstellen der Employee Experience – und zwar immer da, wo individuelle Persönlichkeiten und Motivation besonders entscheidend sind, für die Einzelpersonen und den gemeinsamen Erfolg:  

  1. Bei der Orientierungshilfe von Personen, die entweder auf der Jobsuche sind oder aber gerade ihre Ausbildung abgeschlossen haben und herausfinden wollen, was wirklich zu ihnen passt. Denn hier ist es besonders wichtig, gleich in die richtige Richtung zu laufen, um nicht in einem Trott hängen zu bleiben. Erkennt man, was einen langfristig motiviert, kann man von Beginn an mit einem Team und Unternehmen wachsen.  
  1. Als Plugin für den Recruiting-Prozess von Unternehmen, um sowohl Bewerber:innen als auch Recruiter:innen bei der Auswahl zu unterstützen. Konzentriert man sich in dieser Phase auf die individuellen Motive und nicht ausschließlich auf die Fähigkeiten, erfährt die HR schon vor dem ersten Interview, ob die Bewerberpersönlichkeit zu den Team-, Rollen- und Kulturanforderungen des bestehenden Teams bzw. Unternehmens passt. 
     
  1. Für eine gesteigerte Teamperformance – denn auch ein Team besteht nicht aus nur aus Arbeitskräften mit komplementären Fähigkeiten, sondern aus unterschiedlichen Persönlichkeiten, die aus individuellen Motiven heraus bereit sind, ihr Bestes zu geben. Die Persönlichkeit der Teammitglieder gehört in den Mittelpunkt, denn so schafft man die Basis zur Entfaltung von Potenzial, Innovationskraft und einer nachhaltigen Selbstorganisation. 

Um die Einsichten in die Motive von Teammitgliedern oder Bewerbern angemessen zu interpretieren, verwendet LIFT zusätzlich digitale Workshopformate, individuelle Podcasts und Webinare auf Augenhöhe. Wer sich individuell auf Mitarbeitende einstellt und eine gemeinsame Sprache findet, wird unweigerlich durch Vertrauen und Wertschätzung belohnt. Und wollen wir nicht alle in einem Umfeld arbeiten, in dem wir uns nicht verstellen müssen, sondern von Kollegen verstanden und akzeptiert werden? 


Photo by Alex Radelich, Quelle: Unsplash, Download Link here  

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Vertrauen und menschliche Nähe über Distanz schaffen

Menschliche Nähe über direkten persönlichen Kontakt ist derzeit ein rares Gut – und gleichzeitig eine Kernvoraussetzung für agiles, motiviertes und eigenständiges Arbeiten. Und zwar unabhängig davon, was für ein Typ jede:r Einzelne ist. Wie aber erschaffen wir diese Nähe ohne direkten Kontakt? Derzeit wird der Markt überschwemmt mit digitalen Tools, um gerade in Zeiten häuslicher Isolation und zunehmender Distanz Nähe über diese Distanzen hinweg zu schaffen. Richtig eingesetzt können sie helfen, die Kreativität von New Work-Ansätzen und die Dynamik von agilem Projektmanagement mit dem Element der Nähe und des Vertrauens zu verknüpfen


Was Nähe und Vertrauen so relevant für Unternehmen macht 

Es gibt sie, und sie ist ein wesentlicher Baustein für das Entstehen emotionaler Nähe, welche wiederum eine bedeutende Voraussetzung für das Entstehen von Vertrauen ist. Dieses Vertrauen entscheidet darüber, wie sehr sich ein Mensch mit etwas, Personen oder Zielen und auch der Arbeitidentifiziert.  

Und damit ist sie ein zunehmend wichtiger Faktor für unsere Arbeitswelt, unseren wirtschaftlichen Erfolg, die Employee Experience und dafür, wie gerne wir alle weiterhin arbeiten. Und zwar nicht nur, weil es Menschen, die Nähe wahrnehmen und spüren, besser geht. Nähe schafft Vertrauen, Vertrauen schafft Bindung und Bindung schafft Überzeugung, Engagement und Commitment.  

Führungskräfte erleben oft, wie Nähe und Vertrauen Teams zu Höchstleistungen anspornen – fehlende Nähe und fehlendes Vertrauen jedoch oft ins Gegenteil führen. Arbeit wird nach Vorschrift erledigt, Teams und Mitarbeiter arbeiten nicht so eng zusammen, wie es notwendig wäre, und die Motivation leidet.  

Emotionale Nähe, zum Arbeitgeber, zur Führungskraft, zum Team und zu Kollegen über physische Distanz  

Nähe und Vertrauen entstehen unter anderem dadurch, dass wir uns als Menschen – persönlich – kennen lernen. Durch persönliche Treffen nehmen wir unser Gegenüber ganzheitlicher wahr als über das Telefon, einen Videochat oder gar eine E-Mail. Wir können verbal und nonverbal kommunizieren, haben die formelle und die informelle Kommunikation und mit allen diesen Mitteln können wir über die Zeit Vertrauen und emotionale Nähe aufbauen, erschaffen und bewahren.   

Unsere Arbeitswelt ist jedoch zunehmend von physischer Distanz geprägt, und dies wird durch Corona noch verstärkt. Dienstreisen werden mehr hinterfragt, der Kostendruck auf Unternehmen wird steigen und die Bereitschaft, in große Büroräume oder persönliche Meetings zu investieren, wird zumindest teilweise abnehmen.  

Digitale Tools und Elemente des agilen Projektmanagement schaffen Nähe und Vertrauen  

Hier bietet sich nun die Möglichkeit, digital aus dem Vollen zu schöpfen. Fangen wir mal mit den Basics an: Video sticht Voice – und zwar immer. Eine ausgeschaltete Kamera tötet den digitalen Raum. Also – Homeoffice? Dienstreise? Show up on video – den anderen zu sehen, ist deutlich mehr, als ihn zu hören!  

Als nächstes: Regelmäßigkeit – je öfter Menschen sich begegnen, desto besser lernen sie sich einzuschätzen und desto eher entsteht Vertrauen. Regelmäßige digitale (kurze) Teammeetings, Treffen oder auch das das “Daily” sind wunderbare Instrumente, um Nähe und Vertrauen im digitalen Raum wachsen zu lassen.  

Nicht jeder übrigens mag das “Daily”. Gerade wenn altbewährte Teams auf agiles Projektmanagement umschwenken, nervt er oft: zu viel Korsett, zu viel Disziplin, warum soll ich mich wirklich JEDEN TAG mitteilen und Rede und Antwort stehen, was ich gerade mache? Oft erleben Führungskräfte hier große Widerstände.  

Es zeigt sich aber gerade jetzt: der “Daily” hat neben der inhaltlichen Funktion eben auch eine weitere, gerade derzeit sehr große Bedeutung: jede:r Teilnehmer:in sieht sich jeden Tag – digital. Sieht, wo die anderen stehen, hat Kontakt, weiß, was die Kolleg:innen tun. Eine ganz neue Dimension, die oft vormals bei direkter physischer Nähe gar nicht so hervor getreten ist. In digitalen Räumen also: ein Hoch auf das “Daily”!  


Photo by visuals on Unsplash

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Chancen der Corona-Krise: Tim Bosenick

Neulich hörte ich auf einer Konferenz, dass das “ganze New-Work-Gedöns” ja jetzt wohl in den Hintergrund trete, wo doch Corona die Wirtschaft komplett durcheinander wirbele und der Fokus dann doch wieder auf den harten Fakten des Geld-Verdienens liegen müsse. Das fand ich insofern bemerkenswert, als dass die beiden Foki “New Work” und “Geld verdienen” scheinbar auf den entgegengesetzten Enden eines Kontinuums positioniert wurden. Aber warum muss das ein Gegensatz sein? Lasst uns doch beides kombinieren und Corona (bzw. die Arbeitswelt nach Corona) zum Anlass nehmen, beides bewusst miteinander zu verbinden. Grade das “Geld verdienen” funktioniert super, wenn das Team hoch motiviert ist. Menschen in einem Team sind hoch motiviert, wenn sie ernst genommen und wertgeschätzt werden. Wo ist der Widerspruch? 

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MVP Entwicklung korrekt erklärt – ein Update

Die MVP Entwicklung wird immer beliebter. Unternehmen erkennen den großen Vorteil, mit einem minimal wertschöpfenden Produkt schnell an den Markt zu gehen, um so wertvolles Feedback zur Optimierung des Produktes zu erhalten.

Es gibt viele gute Erklärungen im World Wide Web darüber, was die Entwicklung eines MVP ausmacht. Immer wieder verwendet wird dabei die Grafik von Henrik Kniberg, die am Beispiel der Entwicklung eines Autos das Vorgehen der MVP Entwicklung beschreibt. Sie zeigt, wie ausgehend von einem Skateboard das Produkt immer mehr verändert wird, bis am Ende ein Auto herauskommt.

Betrachtet man die Grafik genauer und gleicht die MVP Definition mit ihr ab wird jedoch deutlich: so ganz stimmig ist die Darstellung nicht.

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Die Garagen der Zukunft werden Coworking Spaces sein!

Tobias Kollewe hat die im Titel zitierte Ansicht in einem Blogartikel zum Thema „Banken & Coworking“ (Warum moderne Banken Coworking Space anbieten sollten!) vertreten. Ich teile seine Ansicht. Coworking Space können Orte sein in denen unternehmerisches Denken und Handeln befördert wird; in denen Lösungen für Probleme erdacht und entwickelt werden.

Jene Orte brauchen wir in Deutschland, um dauerhaft erfolgreich zu sein. Wir brauchen diese Orte vor allem und im Besonderen auf dem Land. Aber gerade dort gibt es sie (noch) viel zu wenig.

Die meisten Coworking Spaces und Coworker/-innen befinden sich in unseren Großstädten. Digitalfabriken, Labs und Hubs von großen Unternehmen sind ebenfalls fast ausschließlich in Großstädten zu finden. Innovationen entstehen folglich vor allem dort, in unseren Großstädten.

Die Attraktivität von Großstädten für Unternehmen und deren Mitarbeiter/-innen steigt (stetig). Immer mehr Menschen zieht es in unsere Städte. Sie erleben dort sehr oft viel zu hohe Lebenshaltungskosten und eine Lebensqualität, die in keinem angemessenen  Verhältnis zu den Kosten steht. Einige Menschen reagieren darauf mit einem Umzug aufs Land – und pendeln, oft täglich, zu ihren Arbeitgebern in den (Groß-)Städten. Viel gewonnen haben sie damit nicht.

Wie wäre es, wenn es immer mehr Coworking Spaces auf dem Land gäbe?
Coworking Spaces außerhalb unserer Großstädte?

Es wäre von Vorteil. Sowohl für unsere Gesellschaft, Volkswirtschaft als auch Umwelt. Diese Vorteile wachsen exponentiell an, wenn die auf dem Land entstehenden Coworking Spaces gezielt darauf ausgerichtet sind einen Nährboden für Ideen zu bieten. Wenn sie gezielt Innovationen fördern, vergleichbar mit einem Technologie- bzw. Gründerzentrum.

Coworking Spaces = Technologie- und Gründerzentren light!

Coworking Spaces die auf die Förderung von Innovationen ausgerichtet sind schaffen neue Arbeitsplätze vor Ort. Leerstände werden umgenutzt und Pendler/-innen haben die Chance vor Ort zu arbeiten statt Lebenszeit und Energie für den Weg zwischen dem Wohn- und Arbeitsort einzusetzen (Coworking auf dem Land – Landleben und (neue) Landarbeit nach menschlichem Maßstab).

Coworking Spaces sorgen damit für mehr Lebendigkeit, steigern die Attraktivität von Orten und ziehen Menschen von außerhalb – beispielsweise Künstler, Kulturschaffende, Kreative aus Großstädten – an.  Damit kann Wirtschaftswachstum auch außerhalb von Städten entstehen.

Braucht es noch mehr Argumente für Coworking Spaces auf dem Land? Sicherlich nicht. Was es jedoch braucht sind Mut und Erfahrungen mit dem Aufbau von Coworking Spaces auf dem Land. Vor allem dann, wenn jene Innovationen fördern sollen.

Wie das gelingt? Dazu gibt es keine Anleitung oder gar Blaupause.

Auch hilft es wenig bei vorhandenen Technologie- und Gründerzentren (kurz: TGZ) abzuschauen. Coworking Spaces und TGZ unterscheiden sich grundsätzlich in ihren Zielen und Ausrichtungen. Für Coworking Spaces auf dem Land sind die (Büro-)Flächen und gebotenen Aktivitätsräume nur Mittel zum Zweck. Die Vermietung steht nicht im Vordergrund. Sie investieren viel mehr in die Qualität der Beziehungen zwischen den Coworkern.

Coworking Spaces auf dem Land wollen über die Gemeinschaft ihre Mitglieder (“Community“) Mehrwerte schaffen – sowohl für ihre Coworker/-innen als auch für die Region.

Die Grundwerte des Coworking …

  • Gemeinschaft (Community)
  • Nachhaltigkeit (Verantwortung für die Gesellschaft und Umwelt)
  • Offenheit & Zugänglichkeit (Diversität, Inklusion, Neugierde, Kreativität, „Design for All“)
  • Zusammenarbeit / Netzwerk (voneinander lernen, zusammenbringen/vernetzen)

sind nur mit viel Mühe und „um die Ecke denken“ mit der Ausrichtung klassischer TGZ zu vereinbaren.

Die Boom- und Gründungsjahre (ab 1990) der meisten TGZ liegen Jahrzehnte vor jenen von Coworking Spaces (ab 2010). Die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen in den 1990er Jahren unterschieden sich deutlich zu jenen der 2010er Jahre. Vielen TGZ fehlt es folglich an geeigneten Aktivitätsräumen, um ein „Activity Based Working“ in Zeiten von Design Thinking, agilen Mindsets und New Work zu ermöglichen.

Folglich denken und handeln (die meisten) TGZ auch getreu dem Motto:
Die Idee für ein neues Produkt kann gern im Coworking Space entstehen; wenn sich der „Erfinder“ (w/m/d) zur Gründung eines Unternehmens entschließt, erst dann möchten wir ihn haben!

Genau hier liegt eine große Chance für Coworking Spaces auf dem Land. Sie können, gut gemacht und auf Innovationen ausgerichtet, die Aufgaben von Kreativ- und Innovationszentren einnehmen.

Kreativ- und Innovationszentren auf dem Land  

Die Weiterentwicklung von Coworking Spaces hin zu Kreativ- und Innovationszentren ist eine komplexe Aufgabenstellung, die weit über den Betrieb eines klassischen Coworking Space hinausreicht. Es gilt ein Betreiber- und Geschäftsmodell zu entwickeln, das volkswirtschaftlich erfolgreich ist, einen wesentlichen Beitrag zur Förderung der regionalen Wirtschaft leistet und langfristig betriebswirtschaftliche Gewinne realisiert.

Als Betreiber von Innovationszentren auf dem Land bieten sich daher zunächst  Wirtschaftsfördergesellschaften an. Sie sind gut vernetzt mit der Politik, der Verwaltung und den vor Ort ansässigen Verbänden, Handelskammern, Hochschulen, Banken und Unternehmen. Jenes Netzwerk bietet beste Voraussetzungen, um Akzeptanz für das Innovationszentrum zu schaffen, zahlreiche Förderer, potentielle Nutzer/-innen aus den Unternehmen und ausreichende Investitionsmittel auch über Förderprogramme zu aktivieren.

So naheliegend es ist Coworking Spaces durch Wirtschaftsförderer zu betreiben und „in der Fläche“ als Gründerzentren zu sehen, so sehr darf jedoch nicht vergessen werden, dass der Erfolg eines Innovationszentrums von

  • der Qualität der Community,
  • der Qualität der Räumlichkeiten und
  • der Qualität gebotener Services

abhängt.

Jene (Erfolgs-)Faktoren entscheiden darüber wie schnell und wie wirkungsvoll sich die für den Aufbau und Betrieb von Innovationszentren eingesetzten Mittel in Form von Wirtschaftswachstum amortisieren.  Und Qualität bedeutet im engsten Sinne auch hier: Anforderungen der Zielgruppen zu 100% erfüllen!

Der Anfang prägt – und Angebot schafft Nachfrage!

Ein Coworking Space auf dem Land, der Innovationen fördern und potentielle Gründer/-innen anziehen will, muss von Anfang an einen positiven Eindruck hinterlassen. Der Anfang prägt. Es braucht vom Start weg attraktive Aktivitätsräume für unterschiedliche Ziel- und Nutzergruppen:

  • (Klassischer) Coworking Space mit mindestens 400 qm Fläche für …
    • Einzel- und Teambüros
    • Open-Space
    • Dialog-Space / Lounge Bereich
    • konzentriertes Arbeiten in Nischen und/oder einer Bibliothek
    • Workshop- / Kreativräume
    • Besprechungsräume – inkl. Technologie und ausreichend Netzanbindung für Videokonferenzen
    • Telefonzellen
  • Veranstaltungs- und Eventflächen unterschiedlicher Größe für …
    • Stammtische & Meet-Ups
    • Seminare & Workshops
    • BarCamps & Kongresse
    • Sitzungen von Verbänden, Politikern,
      Vereinen und Bürgerinitiativen
  • Cafeteria / Café
  • Gästezimmer
  • Werkstätten und/oder Labs
    • Fab Lab, Maker Space, Repair Café
    • Digital Werkstatt bzw. digitaler Knotenpunkt

Je nach geografischer Lage, verkehrstechnischer Anbindung an eine Großstadt/Metropole und vorhandenen Möglichkeiten kann das Innovationszentrum auch Wohnungen (Stichtwort: Co-Living) und Kinderbetreuungsangebote bieten. Ein derart ausgestattetes Kreativ- und Innovationszentrum kann Kultur- und Kreativschaffende den letzten Anstoß bieten, um ihren Lebensmittelpunkt von der Stadt auf das Land zu verlagern. Eine Win-Win Situation für alle Beteiligten, auch und im Besonderen für die Entstehung von Innovationen.

Neben attraktiv gestalteten, fertigen Räumen braucht ein Innovationszentrum auch sogenannte Möglichkeitsräume. Möglichkeitsräume können sowohl innerhalb eines Gebäudes als auch im Außenbereich bereitstehen. Sie sind bewusst „unfertig“ und bieten damit die Möglichkeit neue und für ihre Nutzer/-innen relevante Nutzungsmöglichkeiten zu entwickeln.

Die beschriebenen Räumlichkeiten und Angebote sollten bestenfalls in einer vorhandenen Immobilie umgesetzt werden. Leerstände gibt es auf dem Land mehr als genug, so dass sich ein entsprechendes Objekt höchstwahrscheinlich finden lässt. Idealerweise verbindet die Bevölkerung vor Ort positive Emotionen, Gedanken und bestenfalls Erinnerungen mit dem Gebäude bzw. Gebäudekomplex (z.B. eine alte Schule, ehemaliges Fabrikgelände eines Familienunternehmens, Ferien-/Freizeitanlage), so dass es schnell angenommen und gerne aufgesucht wird.

So sehr der Anfang auch prägt, entscheidend für den dauerhaften Erfolg eines Innovationszentrums auf dem Land sind Einstellung und Verhalten des Betreibers. Der Betreiber bzw. der vom Betreiber eingesetzte Manager (w/m/d) braucht ein „Coworker/-innen Experience Design Mindset“. Er/Sie muss vorhandene Coworker/-innen von Anfang an einbeziehen in die Gestaltung des Zentrums, muss deren Anforderungen & Erfordernisse erkennen und jene bei der Weiterentwicklung des Zentrums in den Mittelpunkt stellen. Denn es sind vor allem die Coworker/-innen, die dem Space eine Innovationskultur geben. Damit das gelingt, muss der Zentrumsmanager (w/m/d) für ideale Rahmenbedingungen sorgen, zum Mitgestalten einladen und Mitgestaltung ermöglichen.

Coworker Experience Designer (w/m/d) als Engineer einer starken Gemeinschaft!

Was zeichnet einen guten Zentrumsmanager (w/m/d) aus? Es ist vor allem das zuvor beschrieben Mindset: Ein guter Zentrumsmanager (w/m/d) sieht seine Aufgaben darin die Erfordernisse der Coworker/-innen zu erkennen und zu erfüllen.

Er/sie muss eine Coworker/-innen-zentrierte Sichtweise einnehmen und davon ausgehend entscheiden und handeln.  Der Community- und Zentrumsmanager (w/m/d) muss einbeziehend wirken, die Coworker/-innen mitgestalten lassen und sich als „Möglichmacher“ begreifen; als Engineer der Gemeinschaft und Förderer von Innovationen und kreativen Prozessen.

Bestenfalls ist der/die Zentrumsmanager/-in vor Ort bekannt und gut vernetzt, kann auf Menschen zugehen und wirkt einnehmen, kann für ein Arbeiten im Coworking Space begeistern, ist kommunikativ und verkörpert die Grundwerte des Coworking. Dazu verfügt er/sie über Erfahrungen mit Coworking Spaces, mindestens als Nutzer/-in, bestenfalls als Betreiber/-in oder Manager/-in.

Sie denken: „Solche Menschen gibt es nicht auf dem Land!
Sicherlich nicht viele, da haben Sie recht.  Aber in Zukunft wird es immer mehr von ihnen geben. Wer jetzt erfolgreich nach ihnen sucht und ihnen Gestaltungsmöglichkeiten bietet, der wird einen dauerhaften Wettbewerbsvorteil haben.

Vielfalt herstellen und managen

Kreative Orte und Atmosphären sind gekennzeichnet durch Menschen, die ähnliche Geisteshaltungen, aber unterschiedliche Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten aufweisen. Insbesondere an den Schnittstellen zwischen Kreativwirtschaft, Handwerk, verarbeitendem Gewerbe und Digital-Branchen können Innovationen entstehen.

Ein Zentrumsmanager (w/m/d) muss daher möglichst schnell dazu beitragen, dass eine heterogene, durch Vielfalt und Diversität geprägte Gemeinschaft entsteht. Das ist eine seiner Kernaufgaben in den ersten Monaten des Anschubmanagement.

Eine herausfordernde Aufgabe, vor allem dann, wenn vor Ort noch keine Coworker- und/oder Gründer-Community vorhanden ist. Neben einem starken Betreiber und einem gut vernetzten, erfahrenen Communitymanager (w/m/d) tragen regelmäßige Events dazu bei, dass der Space und das Innovationszentrum Bekanntheit und Aufmerksamkeit in diversen Zielgruppen bekommt.

Die Events sollten thematisch attraktiv sein, vor allem aber zu einem interdisziplinären, branchenübergreifenden Austausch zwischen den verschiedenen Zielgruppen anregen, Raum für Gespräche und „Netzwerken“ bieten.

Warum die Events nicht mit einem kostenlosen Nutzungstag für den Coworking Space verbinden? Vor oder nach dem Event ist der Coworking Space frei zugänglich und von allen kostenlos nutzbar. Diese „Schnuppertage“ fördern ein Kennenlernen der Räumlichkeiten und fördern einen intensiven Austausch zwischen Coworkern/-innen, Unternehmen, Organisationen und deren Mitarbeitenden. Auf diese Weise tun sich Anknüpfungspunkte einer Kooperation und Zusammenarbeit schnell auf.

Vor allem die vor Ort ansässigen Unternehmen und deren Mitarbeitenden müssen schnell erkennen wie sie das Innovationszentrum und den Coworking Space für sich und ihre Ziele nutzen können („How to work with Coworkern“). Kostenlose Schnuppertage tragen dazu sicherlich bei. Zusätzlich müssen regelmäßige Stammtische, Meet-Ups und Workshops zu Themen wie New Work, Digitalisierung oder Design Thinking angeboten werden.

Ein derart geführter Coworking Space wird sehr schnell zu einem Beschleuniger für (Neu-)Gründungen und zu einer Plattform auf der etablierte, regional ansässige Unternehmen mit Querdenkern, Kreativen zusammen kommen und zusammen arbeiten (können). Gelingt es Unternehmen vor Ort von dem Space zu begeistern, dann werden jene ihren Mitarbeitenden dessen Nutzung bereitwillig ermöglichen . Zugleich werden sie Coworker/-innen dabei unterstützen ihre Ideen umzusetzen und auf diese Weise (Neu-)Gründungen (be-)fördern.

Win-Win Sitationen wohin man auch schaut!

Ich hoffe Sie sind, wie Tobias Kollewe und ich, inzwischen auch zu dieser Ansicht gelangt:

Coworking Spaces [auf dem Land] sind die Garagen der Zukunft!

Unter geeigneten Rahmenbedingungen, gut orchestrierten und umgesetzten Erfolgsfaktoren können Coworking Spaces auch auf dem Land Innovation fördern, Ideen zur Umsetzung bringen und die Attraktivität von ländlichen Regionen gegenüber (Groß-)Städten steigern.

Foto Thorsten Wilhelm

Thorsten Wilhelm

Ich hoffe weiterhin, dass ich für ein Coworker Experience Design Mindset als Grundlage zum Aufbau und beim Betrieb eines Innovationszentrums werben konnte.

Ein Mindest das dazu beiträgt, dass Coworker/-innen und deren Erfordernisse stets in den Mittelpunkt gestellt und dass sie einbezogen werden bei der Gestaltung und Weiterentwicklung der Räume, Services und Kultur des Innovationszentrums.

Nur so kann das Wagnis Innovations- und Kreativzentrum auf dem Land gelingen!

Gerne helfe ich Ihnen ein solches Zentrum zu konzipieren, zu planen und auch umzusetzen. Ich stehe Ihnen mit Rat und Tat in allen Phasen zur Seite: Von der Standortanalyse (Ist Ihre Region geeignet für ein Coworking Space mit einem Fokus auf die Förderung von Innovationen?), über die Auswahl geeigneter Gebäude, deren Umbau und Einrichtung, den Aufbau und Anschub eines zielführende Community- und Zentrumsmanagement bis hin zum Konzipieren eines kontinuierlichen Evaluations- und Verbesserungsprozesses.

Sprechen Sie mich einfach an – ich bin gerne als Berater und Begleiter für Sie da.

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Chancen der Corona-Krise: Torsten Katthöfer

Jede Ausnahmesituation führt je nach Maß der Ausnahme zu einer Charakterverdichtung derjenigen, die von den Auswirkungen betroffen sind. Ergo zeigen sich unter den aktuellen Bedingungen sowohl neue, vielleicht auch ungeahnte Stärken, als auch die umgangssprachlichen “Schwächen”.  Insbesondere Menschen, die eine Führungsrolle innehaben (oder sich zumindest so sehen), könnten nun zwei Dinge tun:  

Erstens: In die kritische Selbstreflektion gehen. Womit blühe ich gerade auf, was macht mich aktuell mürbe, was macht mir Angst und was tut mir gut? Sich dessen bewusst zu werden und zu bleiben, wird zwangsläufig auf ein höheres Niveau, mindestens im Teilgebiet der Kommunikation, führen. 

Zweitens: Aktiv wahrnehmen, wie andere mit der Situation umgehen. Wer steckt den Kopf in den Sand (und muss da wieder rausgeholt werden), wer wird plötzlich zum Teamplayer, wer sorgt für (gefühlte) Ruhe, Beständigkeit, Optimismus im Team?  

Neben der natürlichen Aufgabe als Führungskraft, irreale Ängste bestmöglich durch Klarheit und Optimismus zu reduzieren, ist dies die Chance, die nun mehr oder weniger von alleine gewachsenen Rollen und Strukturen zu reflektieren und bestenfalls für die Zukunft zu festigen.  

Den Wandel aktiv vorantreiben

Das gemeinsame Erlebnis, erfolgreich durch dick und aktuell vor allem durch dünn gegangen zu sein, kann einzigartige Teams und eine ganz neue Art des Zusammenhalts hervorrufen. Dieses gilt es aktiv zu fördern – auch hinsichtlich des gerade sehr gängigen Begriffs “New Work”. Ein entscheidender Erfolgsfaktor dieser verrückten neuen Variante zu arbeiten ist das Maß der Agilität. Gemeint ist damit vor allem, ob im Unternehmen, in der Abteilung oder im kleinsten Team, auf Augenhöhe kommuniziert wird – oder ob die Kommunikation (nach wie vor) hierarchisch gelebt wird. Es sind gerade unfassbar gute Zeiten, Vertrauen vorzuschießen und damit am Wandel des eigenen Wirkungskreises in eine zukunftsfähige (und möglicherweise auch sehr angenehme) Richtung beizutragen.


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Chancen der Corona-Krise: Justus v. Wedekind

Kannst Du Dich noch an die ersten Schultage nach den Sommerferien erinnern? Der komische Typ aus der zweiten Reihe sitzt auf einmal etwas aufrechter da und Sabrina macht jetzt auf Britney Spears. Der Typ und Sabrina müssen in den letzten Wochen irgendwas mit sich gemacht haben, schon wieder… 

Diese schubhafte Neuinterpretation und Reflexion der eigenen Persönlichkeit hört irgendwann auf, weil wir meinen, uns gefunden zu haben und weil die Verantwortungen für andere Personen wichtiger scheint als die Verantwortung, die wir uns selber gegenüber haben: „Ich bin AccountManager“.  

Den Freiraum, diese Entscheidungen zu hinterfragen und zu überdenken, haben wir danach häufig nicht mehr. Wir sind getrieben durch Performance und Karrieremöglichkeiten und wollen die beste Version dieser Entscheidung sein.  

Nun können wir Homeoffice nicht wirklich mit Sommerferien vergleichen und Britney Spears nicht mit Account-Management, aber nutzen wir doch diese Chance der aufgezwungenen sozialen Abstinenz, um uns selber besser kennenzulernen, genau wie Sabrina es in den Sommerferien getan hat. Reaktivieren wir die kindliche Neugier auf die eigene Persönlichkeit und fordern wir unsere Entscheidungen erneut heraus.  

  • Was passt zu mir?  
  • Was zieht mir Energie? 
  • Was brauche ich, um motiviert in den Tag zu starten?  
  • Was sind eigentlich meine Werte? 
  • Wo möchte ich noch hin? 

Möchten wir in der Krise Chancen sehen, denke ich, dass die Selbstreflexion für viele eine Möglichkeit bietet, danach, wie der Typ aus der zweiten Reihe, etwas aufrechter im Stuhl zu sitzen. 


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