Was ist Augmented Reality?

Nachdem wir der Definition von Virtual Reality bereits einen ausführlichen Artikel im Bereich 360°-Know How gewidmet haben, möchten wir uns nun einmal mit der Frage “Was ist Augmented Reality?” beschäftigen, da diese beiden Begrifflichkeiten häufig miteinander in Verbindung gebracht werden. Auch hier möchten wir uns zunächst aus einer wissenschaftlichen Perspektive nähern und verschiedene Definitionsansätze betrachten, um der Frage [...]

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Das macht ein Brand Strategist bei KMS TEAM

»Unsere strategischen Analysen liefern Kunden die Grundlage, um den Markenmehrwert zu erkennen und Entscheidungen bewusst zu treffen«, sagt Anne Brit Maier, Brand Strategy Director bei KMS TEAM. Was man sonst noch über das Berufsfeld wissen sollte …

PAGE Connect, Brand Strategy, Branding, KMS Team

Anne Brit Maier (links), 49, und Vera Schnitzlein, 37, arbeiten als Brand Strategy Directors bei der Markenagentur KMS TEAM in Mün­chen. Dabei sind ihre beruflichen Hintergründe recht verschieden. Im Gespräch mit den beiden zeigte sich, dass Brand Stra­tegy alles andere als ein trockener Job ist, der sich hauptsächlich um Zahlen dreht.

Es gibt keine spezielle Ausbildung und auch keinen Studiengang Brand Strategy. Wie seid ihr zu diesem Berufsfeld gekommen?
Anne Brit Maier: Ich bin Kommunika­ti­ons­wirtin und habe in diversen Agen­tu­ren wie Saatchi & Saatchi, Lowe & Partners oder Scholz & Friends in der Strategie gearbeitet. Vor etwa 15 Jahren habe ich mich in Hamburg mit einer Strategieberatung selbstständig gemacht und auch viel Marktforschung betrieben. Seit Anfang 2017 arbeite ich in München und baue bei KMS TEAM das zweite Strategieteam auf.

Vera Schnitzlein: Von der Ausbildung her bin ich eigentlich Wirtschaftsingenieurin, es hat mich dann aber schnell in die Agenturbranche verschlagen. Nach verschie­de­nen Stationen etwa bei DDB und Jung von Matt/brand identity bin ich seit 2017 Brand Strategy Director bei KMS.

»Bei KMS TEAM muss jeder Stratege Designverständnis haben, denn Stra­tegie und Design greifen direkt ineinander« Vera Schnitzlein

Was beinhaltet euer Job?
Maier: Ein großer Part ist die Recherche. Wir schauen uns die Unternehmen ganz genau an, auch ihre Historie. Und natürlich das Produktportfolio. Wir stellen Fragen wie: Was gibt es für Besonderheiten? Was verkauft das Unternehmen? Was hat sich verändert? Was wird sich in Zukunft verändern? Was macht die Konkurrenz? In welchem Marktumfeld bewegt sich das Unternehmen? Und wir fragen nach gesellschaftsrelevanten Themen, wie sich die Welt verändert und was das für die Marken und die Unternehmen bedeutet. Die Rechercheergebnisse nutzen wir als Basis, zum Beispiel für Präsentationen. Und bes­tenfalls helfen wir auch bei der Implemen­tierung, machen zum Beispiel Workshops im Unternehmen, um das neue Markenbild zu erklären und zu verankern.

Schnitzlein: Unser Job ist es, Bewertbarkeit herzustellen, sodass Entscheidun­gen weniger geschmäcklerisch, sondern begrün­det getroffen werden können. Wir sammeln die Daten nicht nur, wir bewerten sie auch und ziehen Schlüsse daraus. Man könnte auch sagen: Wir machen Veränderungsmanagement auf inhaltlicher und visuel­ler Basis.

Maier: Strategen sind wie Filter. Das heißt: Oben kommt alles an Informationen, statistischen Daten und Marktstudien hinein. Dann schauen wir, was wir haben und was noch nicht und wie wir die fehlenden In­formationen beschaffen können. Schließ­lich läuft alles durch den Filter, und am En­de perlen die Dinge heraus, die wirklich wichtig und relevant sind.

Benutzt ein Markenstratege mehr die linke oder die rechte Gehirnhälfte?
Maier: Definitiv beide. Auf der einen Seite muss man ganz rational recherchieren, Analysen und Statistiken erstellen und aus­werten. Gestern Nachmittag beispielswei­se saß ich ungefähr vier Stunden vor Zahlenkolonnen am Rechner. Das muss man schon mögen. Auf der anderen Seite ist es unerlässlich, kreativ zu sein und die Ergebnisse von Recherche und Analyse in eine Haltung, eine Idee und eine kreative Lösung übersetzen zu können.

Was genau bedeutet Brand Strategy?
Schnitzlein: Das visuelle Erscheinungsbild, also die Art und Weise, wie eine Marke aussieht, repräsentiert diese nach innen und nach außen. Um gut, richtig und vor allem nachhaltig zu sein, muss definiert werden, wo­für das Unternehmen steht und welche Veränderungen auf es zukommen. Man könnte auch sagen: Erscheinungsbilder visualisieren Strategien. Dabei spie­len zwei Dinge eine Rolle: die strategische Positionierung und die Markenidentität.

»Strategen sind wie Filter. Oben kommen Informationen, statistische Daten und Marktstudien hinein. Dann läuft alles durch den Filter, und am Ende perlen die Dinge heraus, die wichtig und relevant sind« Anne Brit Maier

Könntet ihr das an einem Beispiel erklären?
Schnitzlein: Ein Fahrradhersteller, der An­fang der 2000er Jahre ausschließlich online vertreibt, differenziert sich allein schon durch sein Geschäftsmodell. Durch den Vertriebsweg, aber auch durch den ho­hen Qualitätslevel der Produkte hat er eine ein­deutige Positionierung im Markt gefunden – die aber auch Herausforderungen mit sich bringt. Händler sind verärgert, und Kunden sind irritiert, weil sie ihr Fahrrad nicht in eine Werkstatt zur Reparatur geben können. Für die Marke bedeutet das, sie muss sehr klar formulieren, wofür sie steht. In diesem Beispiel ging es um Canyon Bicycles, und wir haben damals den Kern der Unternehmensidentität formuliert. Aus dem perfekten Bike und absoluter Leidenschaft für den Sport wurde: »Pure Cycling«.

Ist das dann auch die Basis für ein neues Design?
Schnitzlein: Eine Markenidee wie »Pure Cycling« bestimmt das Erscheinungsbild, klar. Der visuelle Auftritt genauso wie die Interaktionsprinzipien oder die Informationsarchitektur des Onlineshops müssen das widerspiegeln.

Was braucht man neben Zahlenverständnis und Kreativität als Stratege noch für Eigenschaften?
Maier: Als Stratege sollte man gut organisieren und strukturieren können, außerdem hilft ein gutes Imaginationsvermögen. Und es braucht ein gewisses Bauchgefühl dafür, was wichtig ist und was man weglassen kann. Zudem sollte man Projekte immer wieder neugierig und nicht mit einer vorgefertigten Meinung beginnen. Und da wir mit den verschiedensten Menschen bis hin zur Vorstandsetage zu tun haben, sind Kommunikationsfähigkeit und Empathie wichtig.

»Unser Job ist es, Bewertbarkeit herzustellen, sodass Entscheidungen weniger geschmäcklerisch, sondern begründet getroffen werden können« Vera Schnitzlein

Mit welchem Hintergrund kann man bei KMS in die Markenstrategie einsteigen? Was muss man können?
Maier: Ein abgeschlossenes Studium ist der Ausgangspunkt. Daneben erwarten wir in erster Linie ein weit gefächertes Interesse sowie Offenheit und Neugier. Wer bei uns arbeiten möchte, muss mit der Schnelllebigkeit der Medien und Technik Schritt hal­ten wollen – und wissen, was künftig mög­lich sein wird. Ansonsten kön­nen Bewerber aus allen Richtungen kommen. Hauptsache, sie haben eine solide Basis. Wir sehen es dann als einen großen Teil unserer Aufgabe, Talente auszubilden und weiterzuentwickeln.

Schnitzlein: Sehr viele haben einen betriebswissenschaftlichen Hintergrund, es gibt aber auch Psychologen und Soziologen, die ins Strategiefach wechseln – genauso wie Projektmanager oder Berater aus der Werbung. Für KMS gilt außerdem: Jeder Stratege muss Designverständnis haben oder entwickeln, denn Strategie und Design greifen bei uns direkt ineinander. Das macht den Job auch so spannend.

Was fasziniert euch noch an eurer Tätigkeit?
Maier: Ich mag es sehr, Dinge zu entwickeln und weiterzudenken. Und die Abwechslung, denn jedes Projekt ist anders. Da kommt vielleicht ein Kunde aus dem Bereich Baumaschinen, und man denkt im ersten Moment: »Uff!« Doch dann fängt man an, sich damit zu beschäftigen, tief einzu­tauchen, und plötzlich steckt man mittendrin, lernt unheimlich viel und findet Baumaschinen total spannend.

Schnitzlein: Wir machen Veränderungen sichtbar, geben ihnen einen Namen.

»Der Anteil der Brand Strategy nimmt im Verlauf des Projekts eher ab und steigt zum Ende wieder an, wenn es um die Implementierung geht« Vera Schnitzlein

 

Gibt es auch Dinge, die ihr weniger mögt?
Maier: Einen Pitch nicht zu gewinnen. Da ist man schon so tief im Thema drin und darf dann nicht weitermachen.

 

Wie wird sich das Berufsbild Brand Strategy in den nächsten Jahren entwickeln?
Maier: Es wird noch datenbasierter werden, Erfolge messen zu können spielt eine immer größere Rolle. Neben den Gene­ra­lis­ten wird es mehr Spezialisten geben, da die Themenfelder immer spezifi­scher wer­den und wir ja tief in sie hineingehen. Recherche, Briefings entwickeln, Stakeholder interviewen, Marktforschung betreiben, Implementierungsprozesse coachen – ein Generalist wird all dies zusammen nicht mehr leisten können, zumal wir die Informationen ja nicht nur sammeln, sondern auch strukturieren, bewerten und daraus Umsetzungen ableiten.

Schnitzlein: Vermutlich wird man beides brauchen: Spezialisten, aber auch Universalberater. Wo dann genau das eigene Leis­tungsspektrum aufhört, muss jede Agentur für sich beantworten. Einfach alle Aufträge blind anzunehmen ist sicher keine Lösung – dann ist man nicht mehr gut, sondern nur noch überall. Für mich war immer der richtige Ansatz: Schuster, bleib bei deinem Leisten, der ist bei uns schon breit genug.


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Informationsdesign – Studium und Ausbildung

Professor Tom Duscher von der Muthesius Kunsthochschule in Kiel erklärt, warum Informationsdesign ein wichtiges Zukunftsfeld für Designer ist …

 

In diesem Video erklärt Professor Tom Duscher von von der Muthesius Kunsthochschule in Kiel, warum es sich lohnt Informationsdesigner zu werden, welche falschen Annahmen über das Tätigkeitsfeld kursieren und was man mitbringen muss, um in der Disziplin erfolgreich zu sein.

Gute Gründe, sich auf Informationsdesign zu spezialisieren

 

»Daten alleine sind noch keine Information. In unserer modernen Kommunikationsgesellschaft sind wir heute von Daten aller Art umgeben. Um hier durchzublicken, ist Visualisierung unbedingt notwendig. Dafür braucht es gut ausgebildete Designer. Ich meine sogar, dass aus Daten erst durch Visualisierung Informationen werden.

Wir haben in Kiel in der Wissenschaft ein interessantes und sinnstiftendes Thema für innovatives Informationsdesign gefunden – zum Beispiel die Ergebnisse der Meeresforschung an die Gesellschaft zu vermitteln. Hierfür haben wir ein interaktives wissenschaftliches Poster entwickelt, das die Wissenschaftler dabei unterstützt, ihre Forschungsthemen lebendiger und nachvollziehbarer zu präsentieren. Die Herausforderung besteht darin, Informationen und komplexe Zusammenhänge in eine anschauliche und bildhaft wahrnehmbare Form zu übersetzen.

Interaktion ermöglicht aktives Verstehen. Wenn man Informationen nicht nur statisch betrachtet, ergeben sich viele neue Möglichkeiten in der Gestaltung. Hierfür erstellen wir Animationen, Karten und Grafiken, aber auch räumliche experimentelle Installationen. Interaktivität ermöglicht es, Informationen zu filtern, Perspektiven zu wechseln und eine individuelle Auswahl zu treffen.

Hinzu kommt, dass dynamische Informations- oder Datenvisualisierungen sich auf aktuelle Werte sogar in Echtzeit beziehen können und so die Dynamik unserer wandelnden Gesellschaft am besten ausdrücken können.

Designer, die es verstehen, Wissen zu gestalten, sind schon heute – und erst recht in Zukunft – gefragte Spezialisten und Visualisierungspartner. Und das nicht nur in der Wirtschaft, sondern auch zunehmend in der Wissenschaft.

Hier kommt dem Design eine besondere Bedeutung zu. Und es ist – wie ich finde – auch eine sehr sinnstiftende Aufgabe, nämlich nicht nur an der ästhetischen Oberfläche zu gestalten, sondern neue Einblicke in Wissensthemen zu ermöglichen und zu einem besseren Verstehen unserer Welt beizutragen.

Oft wird Informationsdesign ja sehr dekorativ und modisch betrachtet und Grafiken und Datenvisualisierungen, die sehr cool und komplex aussehen, machen zwar Eindruck, helfen aber nicht, die Dinge besser zu verstehen.

Im Master-Schwerpunkt Interaktives Informationsdesign interessieren wir uns für beides: Wie kann man komplexe Themen zeigen und elegant gestalten – und dennoch zu einem besseren Verständnis beitragen?

Zusammengefasst lässt sich also sagen: Die besten Studenten im Informationsdesign sind neugierig, präzise und erfinderisch

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Fritz Schumacher Reloaded


Anläßlich des heutigen 70. Todestages von Fritz Schumacher, dem ehemaligen Oberbaudirektor Hamburgs, startet das Projekt Schumacher Reloaded. In der Online-Galerie sind Photoserien von 85 Bauten zu sehen, die Carl Dransfeld gegen Ende der 1920er Jahre aufgenommen hat. Es sind überwiegend Schulen in Hamburg, aber auch einige Polizei- und Feuerwehrwachen, sowie Behörden und 3 Gefängnisse. Die Serien zum Hamburger Stadtpark und den Alsterbrücken bieten interaktive virtuelle Dronenflüge mit dem Chronoscope Hamburg.

Die Photos wurden von der Staatsbibliothek Hamburg unter Creative Commons Lizenz veröffentlicht, so dass jeder die Ansichten durchstöbern können soll. Für Schumacher Reloaded kommen nun Content Management, Information Architecture und Interaction Design zusammen, um ein einfaches Browsen und eingehendes Studieren der Photoserien zu erlauben.

Fast alle Gebäude stehen heute noch und werden im ursprünglichen Sinne genutzt. Die Begegnung mit ihnen im Stadtbild wird nicht mehr die gleiche sein, nachdem man die fast 90 Jahre alten Perspektiven von Carl Dransfeld betrachtet hat.

Abschließend zu dieser kleinen Hommage ein paar Worte von Fritz Schumacher selbst:

Wenn sie euch stören, reißt die Mauern nieder,
schafft euch erbarmungslos den nöt’gen Raum,
was Menschenhand erschuf, das schafft sie wieder.
Nur eines müßt ihr schonen: ehrt den Baum.

à propos


// Original: Fritz Schumacher Reloaded CC-BY-NC-4.0 Matthias | mprove.net | @mprove | Musings & Ponderings

Was ist eigentlich Business Design?

Business Design kombiniert unternehmerische und gestalterische Kompetenzen, um neue Produkte, Services und Geschäfts­modelle zu entwickeln. Mehr zu dem Berufsfeld …

Im Kern geht es beim Business Design darum, unternehmerische und wirtschaftliche Aspekte einer Neuentwicklung zu thematisieren und mit den Bedürfnissen potenzieller Nutzer in Einklang zu bringen. Dies gilt für neue Produkte und Services ebenso wie für neue Marken und Unternehmensabläufe. Als Teil des Projektteams arbeitet ein Business Designer in allen Phasen des Designprozesses mit und kümmert sich um unternehmensbezogene Aspekte.

Die Teams, in denen er arbeitet, werden 
je nach Auftragsart geformt und können aus Industrie-, Kommunikations-, Service-, User-Interface-Designern und Designforschern bestehen. Hinzu kommen mitunter weitere Disziplinen wie Marketing, Forschung und Entwicklung, Finanz- oder Per sonalwesen. Ein Business Designer tritt vor allem dann in den Vordergrund, wenn es darum geht, Geschäfts- und Preismodelle sowie unternehmerische Konzepte zu entwerfen und zu testen.

Vom Designmanagement zum Business Design

Die Idee, unternehmerische und Kundenaspekte gleichermaßen anzusprechen, ist nicht neu. In den 1960er Jahren wurde vor allem das Industriedesign zunehmend von der Wirtschaft als Wettbewerbsvorteil erkannt. Unternehmen wie AEG und Olivetti waren Aushängeschilder dafür, was Design bewirken kann. Immer häufiger waren Industriedesigner fester Bestandteil von Produktentwicklungsteams, in denen sie mit Ingenieuren und Marketingspezialisten zusammenarbeiteten. Ihr Aufgabenbereich umfasste neben gestalterischen und ästhetischen auch funktionale und ergonomische Aspekte. Durch diese Zusammenarbeit wuchs der Einfluss des Designs und führte in den 1960er Jahren zur Etablierung zahlreicher Designabteilungen in Großunternehmen.

Ein Business Designer tritt vor allem dann in den Vordergrund, wenn es darum geht, Geschäfts- und Preismodelle sowie unternehmerische Konzepte zu entwerfen und zu testen.

Bei Philips entstand in dieser Zeit beispielsweise eine eigenständige Designeinheit, die sehr erfolgreich arbeitete und seit 1998 als selbstständige Agentur innerhalb der Philips Group auftritt. Der wachsende Einfluss der internen Designabteilungen führte dazu, dass Designer in Management- und Vorstandspositionen aufstiegen. Damit wuchs der Anspruch an Designer, unternehmerische Bedürfnisse und Ideen zu verstehen und sich damit zu befassen. Aus diesem Anspruch heraus entstand in den 1980er- und 1990er-Jahren der sogenannte Designmanagement-Diskurs. Einige der Hochschulen, die sich hierbei hervortaten, entwickelten – oft angelehnt an die Bedürfnisse der Industrie – die Idee eines Gestalters, der Design- und Unternehmensaspekte gleichsam verstehen, adressieren und in Einklang bringen kann.

Business Design unterscheidet sich von Designmanagement vor allem darin, dass es bei Letzterem entweder um das Anleiten von internen und externen Designern in Projekten geht oder um Management mit einer designerischen Haltung. Diese beinhaltet zum Beispiel, Fehler und Ungewissheiten als Chance zu begreifen, ein Bekenntnis zu iterativem und kundenzentriertem Arbeiten sowie den Einsatz von Prototyping als Risikomanagement. Der Business Designer versteht sich im Gegensatz dazu als Gestalter, der sich als aktives Teammitglied auf das Design von unternehmerischen Abläufen, Produkten und Dienstleistungen spezialisiert hat.

Die Entwicklung der Disziplin Business Design liegt also teils im Designmanagement-Diskurs begründet, teils haben die Hochschulen sie vorangetrieben. Obwohl viele Lehrinstitute den Leitgedanken der Kombination von Business und Design pflegten, kristallisierten sich in jedem Studiengang eigene Schwerpunkte heraus. In der Praxis fand sich anfangs nur wenig Verständnis für diesen experimentell anmutenden Studiengang. Einige Firmen und Agenturen erkannten den Nutzen der neuen Disziplin erst durch die Zusammenarbeit mit den Hochschulen. Dadurch stieg die Akzeptanz mit der Zeit.

Neue Konkurrenz auf dem Beratungsmarkt

Stark beeinflusst von Design Thinking, einem aus der Designpraxis kommenden, nutzerzentrierten Innovationsansatz, haben mehr und mehr Unternehmen begonnen, Design bei der Entwicklung neuer Konzepte im Bereich Produkt und Dienstleistungen einzusetzen. Damit wuchs nicht nur der Bedarf an entsprechend spezialisierten Dienstleistern, sondern auch der Anspruch an die entwickelten Konzepte. So müssen Designer bei der Entwicklung immer bedenken, was das Unternehmen leisten kann und inwieweit ein neues Angebot auch betriebswirtschaftlich Sinn ergibt. Diese neuen Anforderungen führen dazu, dass Designagenturen zunehmend in Konkurrenz mit Beratungsunternehmen wie Accenture, McKinsey oder der Boston Consulting Group treten – und spornen diese wiederum dazu an, Designagenturen aufzukaufen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Beispiele für diese Entwicklung sind die Akquise von Lunar Design durch McKinsey, von Fjord durch Accenture oder der Kauf von Maya Design durch die Boston Consulting Group.

In Großkonzernen ist das Berufsbild oft noch unbekannt, weswegen sich Business Designer hier die eigene Position gestalten müssen beziehungsweise dürfen.

Mit dieser Akquisewelle sind zwei Effekte verbunden: Zum einen müssen sich Unternehmensberatungen der organisationalen und kulturellen Herausforderung stellen und Management und Design intern, aber auch in Kundenprojekten miteinander verknüpfen. Zum anderen steigt der Wettbewerb zwischen Beratungs- und Designagenturen, denn Letztere nähern sich ihrerseits traditionellen Beratungsunternehmen und deren Angebot an. All diese Entwicklungen schüren gegenwärtig den Bedarf an Fachkräften, die im Design und im Businessbereich gleichermaßen zu Hause sind.

Business Designer werden

Die fachlichen und charakterlichen Anforderungen, die sich auch für Business Designer aus dieser Entwicklung ergeben, sind vielfältig. Wie bereits erwähnt, werden Busi ness Designer sowohl in Wirtschaftslehre als auch in Design ausgebildet. Aus diesem Grund bieten Hochschulen Business Design zumeist als aufbauenden Masterstudiengang an. Ein abgeschlossenes Bachelorstudium im Bereich Betriebswirtschaftslehre oder im Bereich Design ist in fast allen Fällen Zulassungsvoraussetzung. Die meisten Einrichtungen gehen davon aus, dass die Studierenden in lediglich einem der beiden Bereiche Erfahrungen besitzen, und vermitteln deshalb anfangs Grundlagen aus beiden Disziplinen, um ein gemeinsames Grundverständnis zu schaffen.

Die existierenden Business-Design-Studiengänge unterscheiden sich zum Teil deutlich in Schwerpunkt und Aufbau. Diese Vielfalt ist zum einen auf das universitäre Umfeld und zum anderen auf geschichtliche Einflüsse zurückzuführen. So ist etwa die Ausbildung an der Rotman School of Management an der Universität Toronto sehr betriebswirtschaftlich ausgerichtet, die Ausbildung an der Hochschule der Künste in Göteborg in Kooperation mit der Universität Göteborg dagegen eher design- und kunstfokussiert.

Ein wichtiger Einflussfaktor ist die frühe Etablierung von Designmanagement-Studiengängen in Europa, während sich die Hochschulen in Nordamerika verstärkt auf Design Thinking stützten. Mittlerweile nähern sich die Ausbildungsstätten aber inhaltlich an, und so finden sich trotz Unterschieden Ansätze, Theorien und Werkzeuge wie Design Thinking, Change-Management-Theorien und das Business Model Canvas in den meisten Schulen wieder. Fast alle Studiengänge setzen auf einen Mix aus traditionellem Unterricht und Praxisarbeiten. In Projekten mit Unternehmen sowie in Praktika können Studierende ihre Fähigkeiten zudem in industrienahen Projekten weiterentwickeln.

Da es dennoch keinen Ausbildungsstandard gibt, sollten sich Studieninteressierte im Vorfeld genau über die Ausbildungsprogramme informieren und die Entscheidung für einen Studiengang besonders vor dem Hintergrund eigener Erfahrungen und Ziele bewerten. Weitere Hochschulen, die einen Masterstudiengang in Business Design anbieten, sind zum Beispiel die Domus Academy in Mailand und die Aalto University in Helsinki. Allerdings ist ein spezielles Business-Design-Studium gar nicht immer notwendig, denn manche Agenturen stellen auch Quereinsteiger ein. Diese haben meist einen Abschluss in Betriebswirtschaftslehre oder Erfahrungen im Bereich Entrepreneurship.

Business Designer sein

Business Designer sind in verschiedensten Designagenturen, Consultingfirmen, Wirtschaftsunternehmen und in Behörden tätig. Allerdings schreiben hauptsächlich große Beratungs- und/oder Designagenturen wie Designit, Fjord oder IDEO konkrete Stellen für Business Designer aus. Zwar ist der Bedarf hier gestiegen, die Zahl der verfügbaren neuen Stellen ist aber noch gering. In Großkonzernen ist das Berufsbild oft noch unbekannt, weswegen sich Business Designer hier die eigene Position gestalten müssen beziehungsweise dürfen.

Die inhaltliche Vielfalt der bisher existierenden Business-Design-Studiengänge ist zum einen auf das universitäre Umfeld und zum anderen auf geschichtliche Einflüsse zurückzuführen.

Durch die breite Ausbildung bieten sich vielfältige Berufschancen – sofern Absolventen es verstehen, ihren Mix an Fähigkeiten an interessante Stellenausschreibungen anzupassen und Personalleiter von sich zu überzeugen. Weil, wie gesagt, auch Quereinsteiger im Business Design willkommen sind, wird ein Portfolio – wie beispielsweise im Industriedesign – im Bewerbungsverfahren nicht unbedingt erwartet. Dieses kann jedoch von Vorteil sein und sollte neben fertigen Lösungen auch Problemstellungen, Arbeitsprozesse und Teamarbeiten dokumentieren. In Einstellungsgesprächen wird bei Business-Designern neben Berufs- und Studienerfahrungen häufig auch nach dem Ausprobieren eigener Geschäftsideen gefragt. Es lohnt sich also, neben dem Studium ei-
ne eigene Businessidee zu verfolgen oder Freunde bei der Entwicklung eines Start-ups zu unterstützen.

In Agenturen arbeiten Business Designer in allen Phasen eines Designprozesses mit. Diese beinhalten das Erforschen von Nutzer- und Unternehmensbedürfnissen und Umweltfaktoren, das Erarbeiten und prototypische Umsetzen von Ideen sowie das Testen der Ideen mit Nutzern. Innerhalb dieses Prozesses bewegen sie sich im Spannungsfeld zwischen Nutzerbedürfnissen und Unternehmensansprüchen. Neben Know-how in beiden Bereichen brauchen Business Designer deshalb exzellente Kommunikationsfähigkeiten – sowohl in Bild und Text als auch im direkten Gespräch – und zudem ein hohes Maß an Empathie.

Diese Persönlichkeiten 
sind gefragt

Dem Business Designer kommt im Team die Rolle des Experten für geschäftliche und unternehmerische Aspekte eines Projekts zu. Er hilft Kollegen dabei, unternehmerische Aspekte besser zu verstehen und neue Ideen und Konzepte aus Unternehmenssicht zu beleuchten, zu entwickeln und zu kommunizieren. Dieses Spezialistenwissen kommt vor allem dann zum Einsatz, wenn es darum geht, neue Geschäftsmodelle und -bereiche zu erarbeiten oder neue Finanzierungsmodelle zu konzipieren und zu testen. Bei der Kommunikation und zur Konzeption von Tests kommen standardmäßig PowerPoint, Excel und Word zum Einsatz, ebenso wie Photoshop, Illustrator und InDesign.

Manche Neuentwicklungen verlangen nach einer Umstrukturierung des Unternehmens. Auf Business Designer kommen zunehmend auch Aufgaben im Bereich des unternehmerischen und kulturellen Wandels zu. Hier arbeiten sie an neuen Strategien und Entwürfen sowie an der Optimierung unternehmerischer Abläufe und Strukturen mit und entwickeln Incentivierungsmaßnahmen, die die Einführung von neuen Produkten und Dienstleistungen begleiten. Zusätzlich liegt beim Business Designer oft die Aufgabe, seine eigene Disziplin innerhalb der Agentur weiterzuentwickeln und andere Designer bei der Umsetzung zu unterstützen.

Wer Interesse daran hat, die Bedürfnisse von Nutzern und Unternehmen in Einklang zu bringen, und wem komplexe Herausforderungen und vielfältige Teamarbeit Spaß machen, der sollte sich den Beruf des Business Designers genauer ansehen. Eine wichtige Grundvoraussetzung ist die Offenheit für Neues, da sich das Berufsbild und die Inhalte noch immer in Entwicklung befinden. Potenzielle Aufgabenbereiche gibt es viele, was einem die Möglichkeit eröffnet, das eigene Berufsbild selbst mitzugestalten.


Der Autor

Ingo Rauth ist Adjunct Professor in Design und Innovation Management an der IE Business School in Madrid sowie Postdoctoral Researcher an der Rotman School of Management an der University of Toronto.


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[746] BusinessDesignCCCF17

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So gelingt inklusives Design: 7 Lektionen von Google, Apple, Facebook und Amazon

„Inklusion durch UX“. Ein gelungenes Motto für einen World Usability Day. Ein besseres Motto für einen weltweiten Aktionstag für (mehr) Usability kann es meines Erachtens nicht geben.

Inklusion und UX passen perfekt zueinander. Eine hervorragende User Experience als definierte Zielsetzung, gepaart mit einem systematischen User Centered Design Prozess (kurz: UCD), führt zu Anwendungen die für alle nutzbar sind (=Inklusives Design). Punkt. Jedoch nur mit dem Zusatz: Theoretisch. Denn viel zu oft führt die Zielsetzung einer hervorragenden User Experience zu Produkten, die von viel zu wenigen Menschen genutzt und geliebt werden. Die Auflösung folgt – gleich im nächsten Absatz.

Es lohnt sich (wieder) groß zu denken!

Viele Unternehmen konzipieren ihre Produkte ausgerichtet auf „spitz“ definierte Zielgruppen. Diese Zielgruppen werden in der Konzeption perfekt in Form von Personas abgebildet. Es entstehen Produkte die die Anforderungen dieser Personas größtmöglich erfüllen. Einen gelungenen UCD Prozess vorausgesetzt. Alles wunderbar? Keineswegs. Denn auf diese Weise werden viele andere Zielgruppen ausgegrenzt. Diese Zielgruppen sind enttäuscht vom Ergebnis des Prozesses und nutzen das geschaffene Produkt nicht.

Kann man sich das als Unternehmen erlauben? Darf man das als Nutzer dulden?
2 Mal ganz klar Nein!

Man darf und sollte es nicht dulden. Und das darf nicht nur für die Unternehmen der GAFA (Google, Apple, Facebook, Amazon) Ökonomie gelten. Die Prinzipien eines Universal bzw. Inklusiven Designs müssen in Zukunft unbedingt mehr Beachtung finden.

Es lohnt sich breite Zielgruppendefinitionen zu wählen!

In diesem Kontext ist es wichtig hervorzuheben, dass „Inklusion durch UX“ nicht dazu führen soll, dass wirklich jeder Mensch ein Produkt ohne Einschränkungen nutzen kann und nutzen mag. Das kann nicht gelingen. Es wird niemals ein Produkt geben, welches die Bedürfnisse aller vollständig erfüllt – das schafft kein Unternehmen dieser Welt.

Inklusion durch UX bedeutet die Erfordernisse von so vielen Menschen wie möglich in den Designprozess einzubeziehen. Nur so kann es gelingen Anwendungen zu schaffen

  • die von einer großen Zahl von Menschen mit unterschiedlichen
    • Stärken (z.B. Sprachbegabung, Bildungsgrad),
    • Eigenschaften (Alter, Geschlecht, Nationalität),
    • Schwächen (z.B. Sehschwächen, kognitive Schwächen),
  • in möglichst vielfältigen Situationen (Netzanbindung, Hardwareausstattung)

genutzt werden können.

Um diese Ziele in konkrete Handlungen zu überführen, ist die Erkenntnis ausreichend, dass die Beachtung der Erfordernisse von Menschen mit körperlichen, situativen und kognitiven Beeinträchtigungen den Blick für grundlegende Qualitäten von Produkten schärft.

Unternehmen und Unternehmer die diese Überzeugung haben können nützliche Produkte schaffen, die von vielen leicht zu bedienen sind. Und das bedeutet (fast) immer: Erfolg!

Es lohnt sich bei Unternehmen der GAFA Ökonomie abzuschauen!

Beim Thema Inklusion und UX lohnt es sich bei Google, Amazon, Facebook und Apple abzuschauen. Diese Unternehmen brauchen für ihre Geschäftsmodelle viele, bestenfalls jeden Nutzer. Sie wählen daher breite Zielgruppendefinitionen und handeln nach den Prinzipien eines Inklusiven Designs (Tim Cook, Apple Chef, vertritt beispielsweise die Überzeugung: Barrierefreiheit ist ein Menschenrecht).

Im Zuge der zunehmenden Alterung der Gesellschaft, stetigem Fortschritt bei Technologien und Endgeräten und steigender Achtsamkeit auf die wahrgenommene (oder eben nicht wahrgenommene) gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen müssen alle Unternehmer Inklusion im UX Design auch zu ihrem Ziel erklären. Andernfalls werden sie Nutzer/-innen enttäuschen, verlieren und neue nur schwer gewinnen.

Gern möchte ich Ihnen Impulse und Anregungen bieten, mit deren Hilfe auch Sie für viele Nutzer/-innen erfolgreich gestalten.

7 Lektionen für Inklusives Design

Los geht’s …

  1. If you want creative quality, you need creative diversity.” Diversität erreichen Unternehmen am besten, indem sie Mitarbeiter/-innen suchen und einstellen die unterschiedliche Werte und Merkmale aufweisen. Das ist schwer, umgibt man sich doch gern mit Gleichgesinnten. Letzteres trägt aber auf Dauer zum kreativen Stillstand bei.
  2. Eine Zwischenstufe auf dem Weg zu Teams mit hoher Diversität besteht in der Schärfung der Zielvereinbarungen mit dem Management. Zielvereinbarungen (und daraus sich ergebende Zeiten in den Stellen der Manager) sollten dahingehend angepasst werden, dass Top-Manager sich für mehr Inklusion und Diversität einsetzen, selbst Vorurteile abbauen, Missionieren, für Vielfalt werben und sich mit der Zeit zu guten Vorbildern in Sachen Inklusion & Diversität entwickeln.
  3. Zielvereinbarungen mit Top-Managern müssen die Verpflichtung aufweisen „Minderheiten“ bei Auswahlgesprächen für Top-Positionen einzubeziehen und bestenfalls auszuwählen („Rooney Rule“).
  4. Unabdingbar sind Trainings und Verhaltenstherapien die Vorurteile und Verzerrungen (Bias) abbauen. Vorurteile sind uns oft nicht bewusst. Sie wirken äußerst erfolgreich über das Unterbewusstsein. Sie zu verändern und der Realität anzupassen bedarf eines Verhaltensveränderungstrainings (=Therapie).
    Um Vorurteile und Meinungsbilder zu erkennen, gibt es diverse Persönlichkeitstests. Ein erster, wichtiger Schritt und die Grundlage für die Auswahl geeigneter Trainings.
  5. Small changes can make a big difference in your success.“ Das gilt auch beim inklusiven Design.
    Kleine Dinge mit großer Wirkung sind zum Beispiel: Ungewöhnliche Darstellungen zu Gunsten von Minderheiten (z.B. Emoji Picker in selbst gewählter Hautfarbe), in der Rubrik „Jobs & Karriere“ bewusst Fotos einsetzen die Frauen an Besprechungstischen in der Rolle des Moderators und Leaders zeigen, Familien in unterschiedlichen Konstellationen abbilden (2 Männer plus Kind(er), Frau und Mann, 2 Frauen und Kind(er)) usw. Manchmal reicht es eben klein anzufangen um Großes zu erreichen.
  6. Bei der Gestaltung von Personas, Customer Journey Maps (kurz: CJM) und Nutzungsszenarien muss auf Breite und Vielfalt geachtet werden. Auch dabei sind Details äußerst wichtig:
    Welche Hautfarbe hat die Persona? Muss mangelnde Technikaffinität stets einhergehen mit einem hohen Alter? Gibt es nicht auch junge Menschen die nicht offen sind für Neues? Haben die Personas eine Brille auf? (50% sollten eine aufgesetzt bekommen, da jeder 2te eine Sehhilfe nötig hat). Auch die Auswahl des Wohnortes ist entscheidend und sollte bewusst so getroffen werden, dass Tendenzen und Vorurteile vermieden werden.
    Derzeit ist leider sehr oft zu beobachten, dass Zielgruppen immer spitzer definiert werden, mit Inzidenzen von deutlich unter 5%; bezogen auf eine Persona bei 1-2% liegend. Das kann nicht der Weg sein, den man in Zukunft gehen sollte.
  7. Um sich in die Vorstellungen, Werte und Gedanken anderer Menschen hineinversetzen zu können sind Mental Model Diagramms  sehr hilfreich. Sie stellen eine geeignete Ergänzung zu Personas & CJM dar, gehen in die Tiefe und bieten auf diese Weise eine wertvolle Grundlage, um „inkludierend“ zu denken, zu gestalten und zu handeln.

Drei Automatische Türöffner

Und schließlich ist jeder von uns selbst gefragt sich zu ändern. „Open Your Mind!“.

Wir selbst müssen aufstehen und Einsprüche erheben, wenn Pauschalitäten angeführt werden („Alte und Frauen verstehen doch nichts von Technik!“). Vorurteile von Kollegen/-innen hinterfragen, nachfragen, neue Sichten einbringen und Gedanken anstoßen.

In Meetings oder auch auf Events sollten wir auf eine heterogene Gruppenzusammensetzung achten und diese auch einfordern. Nur so kann Meinungsvielfalt abgebildet werden und nur so können neue Ideen und Innovationen entstehen.

Das ist, gerade für Führungskräfte, schwer. Es ist einfach bequemer sich mit Menschen zu umgeben, die denken und handeln wie man selbst. Hier den unbequemen Weg zu gehen wird sich aber lohnen.

Gerade Führungskraft müssen in Sachen inklusives Denken, Gestalten und Handeln ein Vorbild sein. Dann zieht das Team mit.

 

Foto Thorsten Wilhelm

Thorsten Wilhelm

Sie wollen Ihre UX Strategie überdenken und für mehr Inklusion & Diversität sorgen?

Gerne unterstütze ich Sie beim Steigern des UX Reifegrades Ihres Unternehmens.

Sprechen Sie mich an.
Für Ihre Wünsche bin ich gerne da.

 

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360-Grad-Dokumentation: Lost Places im Virtuellen Rundgang

Zwischen Eisenbahn- und Elbbrücken liegt eine verlorene Hafenperle, die langsam von der Natur zurückerobert wird. Vom ehemaligen Schüttwerk sind nur noch Ruinen übrig, ein Hafenkran rostet gemächlich vor sich hin und Graffitikünstler haben sich auf den Ufermauern verewigt...Nicht mehr lange und dieser "Lost Place" wird verschwunden sein, denn die HafenCity rückt unaufhaltsam näher. Grund genug, [...]

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User Journey – so geht das

Von “Es war einmal” bis “Und wenn sie nicht gestorben sind”: Geschichten machen das Leben knackiger. Auch im UX-Alltag gibt es Methodiken, wie man User-Geschichten erzählen kann. Eine davon ist die “User Journey”. In diesem Artikel möchte ich etwas aus meinem Erfahrungs-Nähkästchen bezüglich User Journeys plaudern. Ich möchte dir aufzeigen, was eine User Journey ist, was sie dir bringt, wie du sie erarbeiten kannst und warum du dich danach wie ein Astronaut fühlst.

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ENTFÄLLT 07.11.2017 VerA Regionaltreffen ait-architektursalon

ENTFÄLLT 07.11.2017 VerA Regionaltreffen ait-architektursalon

Regionaltreffen Hamburg

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VerA ist der Verband der Ausstellungsgestalter in Deutschland und vereint alle Ausstellungsgestalter aus den Disziplinen Kuration, Architektur und Szenografie sowie Text, Grafik und audiovisuelle Medien.

ENTFÄLLT 07.11.2017 VerA Regionaltreffen
AIT - Architektursalon

Ich mache es kurz: Wir haben leider gerade eine Absage erhalten. 

Auf bald,
Sven Klomp

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VerA Regionaltreffen für Hamburg und Norddeutschland
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VerA Hamburg – Verband der Ausstellungsgestalter in Deutschland e.V.

Sven Klomp
Regionalleiter für Hamburg und Nordeutschland

Kontakt: klomp@vera-d.org
Rödingsmarkt 14 · 20459 Hamburg
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