Ankündigung: Huch – Der Kaktus spricht!

Innerhalb der Code Week Hamburg findet am 20.10.2016 von 10:00 bis 17:00 Uhr ein Kreativ-Workshop im CSTI statt. Wir werden uns mit sprechenden Kakteen auseinandersetzen. Schüler ab 10 Jahren sind herzlich willkommen! Es sind keine Vorkenntnisse erforderlich. Anmeldungen bitte per Mail an uns.

„Huch — Der Kaktus spricht!“
Wir zeigen Dir, wie Du einen Kaktus zum Sprechen bringen kannst! Bei uns lernst Du spielerisch die Programmierung eines Kleincomputers „Arduino“ kennen und das Basteln mit elektronischen Bauteilen.

Huch – Der Kaktus spricht!
Huch – Der Kaktus spricht!

Wir stellen vor: Max Bahne

max_bahne_web

Was hast du aus dem Studium mitgenommen?
Das Next Media-Studium hat mir gezeigt, welche Möglichkeiten die immer weiter fortschreitende Digitalisierung der Welt mit sich bringt. Den Fokus des Studiums konnte ich glücklicherweise relativ frei wählen, weshalb ich mich ab dem zweiten Semester intensiv mit den Möglichkeiten von Text Mining und Data Mining auseinandergesetzt und schließlich auch meine Masterarbeit über diese Themen geschrieben habe.

Welche waren die schönsten Momente?
Auch wenn es schwerfällt, das zu glauben: Am schönsten und lustigsten waren eigentlich immer die Samstage, an denen man sich innerhalb der Projektgruppe getroffen und an seinen Projekten weitergearbeitet hat.

Wie hat das Studium deine beruflichen Chancen bzw. deine Arbeit verändert/beeinflusst?
In einem Wort: Massiv. Ohne das Next Media-Studium wäre mein Interesse für Data Mining nicht geweckt worden und ich würde nicht den Job machen, den ich derzeit mache.

Was machst du aktuell?
Momentan arbeite ich als Data Analyst in einer Digitalagentur, wo ich neben Web-Analysen auch Data Mining-Projekte umsetze.

Was möchtest du zukünftigen Studierenden sagen?
Wenn ihr nach einem Studium sucht, das sich gut mit dem Job vereinbaren lässt, in dem ihr eure Schwerpunkte frei wählen könnt und ihr nicht vor dem ersten Javascript-Code weglauft – dann schaut euch das Next Media-Studium mal genauer an!

Wir stellen vor: Max Bahne

max_bahne_web

Was hast du aus dem Studium mitgenommen?
Das Next Media-Studium hat mir gezeigt, welche Möglichkeiten die immer weiter fortschreitende Digitalisierung der Welt mit sich bringt. Den Fokus des Studiums konnte ich glücklicherweise relativ frei wählen, weshalb ich mich ab dem zweiten Semester intensiv mit den Möglichkeiten von Text Mining und Data Mining auseinandergesetzt und schließlich auch meine Masterarbeit über diese Themen geschrieben habe.

Welche waren die schönsten Momente?
Auch wenn es schwerfällt, das zu glauben: Am schönsten und lustigsten waren eigentlich immer die Samstage, an denen man sich innerhalb der Projektgruppe getroffen und an seinen Projekten weitergearbeitet hat.

Wie hat das Studium deine beruflichen Chancen bzw. deine Arbeit verändert/beeinflusst?
In einem Wort: Massiv. Ohne das Next Media-Studium wäre mein Interesse für Data Mining nicht geweckt worden und ich würde nicht den Job machen, den ich derzeit mache.

Was machst du aktuell?
Momentan arbeite ich als Data Analyst in einer Digitalagentur, wo ich neben Web-Analysen auch Data Mining-Projekte umsetze.

Was möchtest du zukünftigen Studierenden sagen?
Wenn ihr nach einem Studium sucht, das sich gut mit dem Job vereinbaren lässt, in dem ihr eure Schwerpunkte frei wählen könnt und ihr nicht vor dem ersten Javascript-Code weglauft – dann schaut euch das Next Media-Studium mal genauer an!

Lesenswert: August/September 2016

Illustration Lesenswert

Der geneigte Autor dieser Zeilen war Anfang September als Redner auf der MobX in Berlin und im Vortrags-Vorbereitungs-Stress musste leider die August-Ausgabe der Lesenswert-Links ausfallen. Aufgeschoben ist aber nicht aufgehoben und darum findet Ihr nachfolgend wie gewohnt unsere spannendsten Artikel-Fundstücke zu den Themen Produktmanagement, UX-Design, Innovation und Unternehmens­kultur – ausnahmsweise aus gleich zwei Monaten.

In eigener Sache: Happy Birthday Produktbezogen!

Bevor es mit den Links losgeht, wollen wir noch unsere Freude über den dritten Geburtstag unseres Blogs kund tun! Am 30. September 2013 haben wir unseren ersten Beitrag „Produkte und Bedürfnisse“ veröffentlich und konnten euch seitdem 169 Artikel liefern. Damit haben wir mit 1,1 Artikeln pro Woche (zumindest im Schnitt) unsere damals geplante Schlagzahl von einem Artikel pro Woche drei Jahre durchgehalten. Wir möchten uns bei euch Lesern bedanken, dass Ihr unsere Artikel rege gelesen, kommentiert, geteilt und zu Herzen genommen habt und freuen uns darauf, euch auch in den kommenden Jahren mit möglichst hilfreichem Wissen zu versorgen. (Falls Ihr ein spannendes Thema habt, könnt Ihr uns helfen, diese Schlagzahl weiter durchzuhalten und einen Gastartikel schreiben).

Produktmanagement

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Das ist PAGE Connect

Connect Creative Competence ist eine Initiative von PAGE zur Förderung neuer Kompetenzen in Agentur, Hochschule und Unternehmen.

Die Träger der Initiative sind Design-, Kommunikations- und Digitalagenturen sowie Hochschulen, Unternehmen und Verbände, kuratiert von PAGE.

C3DeliCreativeDeepblueScholz&VolkmerSinnerSchrader

 

Strichpunkt
Quark

 

 

 


Neue Technologien führen zu neuen Jobprofilen. Und neue Jobprofile erfordern neue Skill Sets. Die Folge sind unscharfe, verwirrende Berufsbezeichnungen und nicht klar definierte Ausbildungswege. Entsprechend orientierungslos ist der Kreativnachwuchs. Aber auch in Agenturen und Unternehmen stößt das Silodenken in Zeiten der digitalen Transformation an seine Grenzen. Es gilt heterogene Projektgruppen zu Teams zu formen und neue Methoden zu erlernen. Wer nachhaltig im Geschäft sein möchte, kommt um die Integration disziplinübergreifender Kompetenzen nicht herum. Integriertes, interdisziplinäres Denken ist das Gebot der Stunde.

Die PAGE Connect-Initiative unterstützt Design-, Kommunikations- und Digital­agen­­­tu­ren sowie Hochschulen, Unternehmen und Young Talents dabei, sich (neu) zu orientieren und umfassend zu qualifizieren. Sie macht komplexe Prozesse journalistisch fundiert trans­parent und bietet ­eine Plattform für den medialen Diskurs. Denn bei der persönlichen Abwä­gung, wel­che Ausbildung wirklich zu einem passt oder ob sich dahinter ganz andere In­halte und spätere Berufsbilder verbergen als ver­mutet, helfen Hochschul- und Kreativrankings allein nicht weiter. Gleiches gilt für die realistische Ein­schät­zung, welche spannenden Perspekti­ven sich für krea­ti­ve Talente in Agenturen auftun.


Creative Competence an Hochschulen


Den besten Einblick in den Studienalltag vermitteln noch immer diejenigen, die ihn jeden Tag erleben und gestalten: die Professorinnen und Professoren selbst. Auf www.page-online.de/connect nennen die Partner­professoren der PAGE-Initiative drei gute Gründe, den von ihnen vertretenen Stu­diengang zu wählen, und räumen mit Vorurteilen über das jeweils vorgestellte Berufsbild auf. Zudem formulieren sie, was sie von künfti­gen Studenten erwarten. Wir starten unsere Hochschul-Videoreihe mit:

· Prof. Heribert Birnbach Corporate Design
· Prof. Wolfgang Henseler UX Design
· Prof. Daniel Rothaug Service Design
· Prof. Richard Jung Motion Design
· Prof. Stefan Wölwer Interaction Design
· Prof. Jürgen Schulz Content Strategy


Creative Competence in Agenturen


Den umfassendsten Einblick in die Praxis können dann aber nur diejenigen bieten, die ihre Kompetenz im Tagesgeschäft unter Beweis stellen und mit ihren Kunden um die besten Lösungen ringen. Wir haben gemeinsam mit ausgewählten Agenturen einzelne Jobprofile in der Praxis unter die Lupe genommen und die Berufsbildinhaber in ihrem Teams bei ihrer ganz konkreten interdiszip­linären Projekt­arbeit begleitet und Interviews mit ihnen geführt. Herausgekommen sind 36-seitige Jobprofilkompendien, die wir an Hochschulen verteilen und Ihnen ab sofort zum kostenlosen Download bereitstellen. Aber auch Videos von Besuchen in der Agentur folgen peu à peu. Und zwar zu folgenden Berufsbildern:

· Corporate Designer
· UX Designer
· Service Designer
· Motion Designer
· Interaction Designer
· Content Strategist


Kontakt


nik

Nina Kirst
Projektmanagement / Redaktion & Event
Telefon +49 40 85183-424
connect (at) page-online.de


ah

Alexander Herz
Ad Sales Director Print/Web/Mobile
Telefon +49 40 85183-480
alexander.herz (at) page-online.de


gg

Gabriele Günder
Publisherin PAGE/PAGE Connect
Telefon +49 40 85183-400
gabriele.guender (at) page-online.de

 

 

Service Design – Alles, was man über das Berufsfeld wissen muss

3 Fragen an Silke Junker-Mirshahi, Director User Experience & Change Management bei SinnerSchrader …

 

In diesem Video erklärt Silke Junker-Mirshahi von SinnerSchrader, warum es sich lohnt Service Designer zu werden, welche falschen Annahmen über das Tätigkeitsfeld kursieren und was man mitbringen muss, um in der Disziplin erfolgreich zu sein.

 

Gute Gründe, sich auf Service Design zu spezialisieren

 

  •  Service Design ist ein toller Job: Er ist sowohl kreativ als auch kommunikativ – und man hat die Chance, die Welt ein bisschen besser zu machen.
  • Service Design ist ein absolutes Zukunftsthema. Durch die konsequente Fokussierung auf den Nutzer und die Einbeziehung von Nutzern schaffen wir echte Mehrwerte für die Nutzer und Unternehmen. Das sorgt letzten Endes für Differenzierung im Markt und im Wettbewerb – und schafft es auch neue Geschäftsfelder aufzutun.

 

Falsche Annahmen über Service Design

 

  • Service Design ist keine Aneinanderreihung kurioser Workshops.
  • Es ist nicht nur ein Prozess, den man verfolgt.
  • Es ist nicht etwas absolut Neues.
  • Es löst nicht alle Unternehmensprobleme.
  • Und es kann nicht jeder machen.

 

Anforderungen, die Service Designer erfüllen müssen

 

  • Ein Service Designer muss sowohl Struktur als auch das absolute Chaos lieben. Er muss einerseits komplexe Zusammenhänge analysieren und strukturieren können und andererseits optimistisch und offen Lust an Neuem und am Experimentieren haben.
  • Am wichtigsten ist, dass er absolut empathisch ist.
  • Wenn es um Facilitation geht, ist es wichtig, dass man Menschen leiten und inspirieren kann. Service Designer müssen visualisieren, kommunizieren und Zusammenarbeit und Diversität fördern können.
  • Service Designer brauchen auch eine ganze Portion Mut. Sie müssen sowohl Ungewissheit aushalten können, als auch ausgetretene Pfade zu verlassen und neue Wege zu gehen.

 


Alle weiteren PAGE-Connect Artikel zum Thema Motion Design finden Sie hier.

 

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eparo goes Holacracy: Teil 4 – Der Kick-off

eparo goes Holacracy
Teil 1 – So fängt es an
Teil 2 – Die Suche nach dem Holacracy Coach
Teil 3 – Rollenfindung
Teil 4 – Der Kick-off

blog-header-holacracy-kick-off
Vorbereitung

Während Beate und ich die Rollen vorbereitet haben, haben Chris und Andrea den Holacracy-Kick-off vorbereitet. Zum Start müssen ja die Rahmenbedingungen alle stehen, damit wir auch arbeiten können.

Holacracy Constitution

holacracy-kick-off-constitutionIn Holacracy sind ja in der „Constitution“ alle Entscheidungsprozesse und Abläufe bis ins Kleinste geregelt. Von der Wahl des Secretary bis zum Einladen von Gästen in ein Tactical Meeting. Um also mit Holacracy arbeiten zu können, muss jeder Mitspieler die Regeln kennen. Wie beim Fußball.
Wir haben daher die Constitution für jeden Kollegen einmal ausgedruckt und als Buch binden lassen.

Meeting Cards

holacracy-kick-off-tactical-meetingEin Herzstück von Holacracy sind die Governance und Tactical Meetings. Auch hierfür gibt es (kaum verwunderlich) ganz strikte Regeln, die man kennen muss, damit die Meetings funktionieren.
Es gibt hier sehr praktische Meeting Cards, wo die wichtigsten Regeln auf einer DIN A5 Pappkarte gut verständlich zusammengefasst sind.
Diese Meeting Cards haben wir auch gedruckt.

Rollen zum Anfassen

rollenkartenWir pflegen ja alle Rollen in Asana, indem wir Rollen als Tasks abbilden. Das funktioniert ganz gut, aber der gute Gesamtüberblick über Rollen und Kreise geht dabei verloren. Das kann Glasfrog (das „offizielle“ Holacracy-Tool von HolacracyOne) besser.
Da wir unsere Holacracy-Struktur möglichst anfassbar und haptisch darstellen wollen, haben wir überlegt, alle Rollen auf kleine Magnetkarten zu drucken und die auf ein großes, rollbares Whiteboard zu packen.
Also haben Andrea und Chris für alle Rollen die Magnetkarten vorbereitet. Sieht richtig gut aus. Die Namen der Rollen sind gedruckt, die Rolleninhaber schreiben wir mit Whiteboard-Markern auf die Karten. Dann kann man den Rolleninhaber leichter ändern. Holacracy lebt ja von der konstanten Änderung…

Kick-off Workshop

Zum Kick-off haben wir wieder Bernd als Coach und Moderator eingeladen. Das war auch ganz wichtig, da die Unsicherheiten bezüglich der Holacracy-Regeln schon noch recht groß ist.
Bernd hat daher erst mal eine kleine Holacracy-Wiederholung gemacht.

Vorstellung der Rollen

Am Whiteboard haben wir dann alle Rollen vorgestellt und die initiale Zuordnung erklärt. Hier gab es etwas Verwirrung, weil einige Kollegen dachten, dass sie sich ihre Rollen selber aussuchen können. Aber da sieht Holacracy eben vor, dass die erste Rollendefinition und die Festlegung der initialen Kreise vom Lead Link des Anchor Circle gemacht wird.
Erst nach dem Kick-off greifen dann die Holacracy-Regeln für die Governance der Strukturen und Rollen.
Faktisch war mit der Vorstellung der Rollen und Kreise damit Holacracy eingeführt.
Ab jetzt kann ich nur noch im Rahmen meiner Rollen Entscheidungen treffen. Sehr merkwürdiges Gefühl.

Das erste Governance-Meeting

Wir sind dann direkt ins kalte Wasser gesprungen – mit Bernd als Rettungsschwimmer – und haben unser erstes Governance-Meeting abgehalten.
Hierfür waren die Meeting-Karten sehr praktisch. Angefangen haben wir mit der Wahl von Facilitator und Secretary, streng nach Holacracy-Regeln.
Dann ging es gleich mit dem Sammeln von Tensions weiter. Hier wurde schnell klar, wie wichtig die klare Unterscheidung von operativen Tensions (die gehören nämlich ins Tactical-Meeting) und strukturellen Tensions ist.
Nächstes Learning: Ein guter Facilitator ist wichtig. Und zwar als Abbrecher von Diskussionen:-)
Gerade beim Governance-Meeting sind die Regeln für das Abarbeiten von Tensions ja super strikt. Damit hatten wir alle ziemliche Probleme:

  • Tensions sammeln: Was ist eigentlich eine Tension? Die Frage musste Bernd als Erstes klären. Ganz wichtig dabei: Tensions sind nicht Negatives. Im Gegenteil, eine Tension ist im Prinzip nur der Anlass für eine Verbesserung. Nach dieser Einleitung kamen auch gleich reihenweise Tensions auf die Liste. Nur als Stichpunkte für die Agenda. Hier musste Bernd dann auch gleich wieder eingreifen, wenn ein Tension-Geber anfing, seine Tension im Detail zu beschreiben. „Nur ein Stichwort, damit du gleich noch weisst, was deine Tension ist.“
    Hier muss der Secretary auf Asana Klavier spielen, da jede Tension direkt als Task dokumentiert wird.
  • Tensions der Reihe nach abarbeiten: Jetzt ging es der Reihe nach durch jede Tension. Der Secretary hat ja alle Tensions in Asana aufgenommen und kann sie jetzt einzeln „aufrufen“.
    Der Tension-Geber stellt seine Tension vor und idealerweise auch seinen Lösungsvorschlag. Hier kam dann wieder sofort unsere Unwissenheit zum Vorschein. Eigentlich waren alle Tensions eher operativ und hätten daher nicht ins Governance-Meeting gehört, sondern ins Tactical-Meeting. Gleich was gelernt:-)
  • Klärungsrunde: Nach der Vorstellung der Tension konnte jetzt jeder noch klärende Fragen stellen. Klingt einfach, aber man rutscht sehr schnell von reiner Klärung in Kritik oder Verbesserungsvorschläge. Hier musste Bernd dauernd eingreifen. Ganz wichtig, sonst ist man sofort wieder in der üblichen Diskussionsrunde und wird nie fertig.
  • Anmerkungsrunde: Jetzt darf jeder seine Meinung zur Tension und dem Lösungsvorschlag sagen. Alle haben hier den Tension-Geber direkt angesprochen und wollten – na was wohl – diskutieren. Wieder war Bernd gefragt. Diesmal mit „Der Tension-Geber antwortet nicht. Am besten adressiert ihr ihn auch garnicht, sondern sagt einfach nur, was euch zu dem Proposal einfällt.“
  • Antwort des Tension-Gebers: Das war der einfachste Teil. Der Tension-Geber kann noch mal etwas klarstellen oder einfach bei seinem Vorschlag bleiben.
  • Objektions: Vermutlich kann es hier auch noch mal hakelig werden. Bei uns ging es ziemlich glatt, d.h. ohne Objektions, durch. Lag vielleicht daran, dass alle ihre Rollen noch nicht so gut kannten, oder daran, dass die Themen noch eher einfach waren. Aber wer weiss, könnte sein, dass es einfach bleibt. Jede Entscheidung in Holacracy ist ja nur ein Testballon. Was nicht funktioniert, kann ja genauso einfach wieder geändert werden. Da muss man ja nicht mehr überall dagegen sein…

Insgesamt lief unser erstes Governance-Meeting schon unglaublich glatt ab und ging ziemlich schnell. Na gut, wir haben auch noch fünf Tensions erst mal aufgehört und Mittag gegessen.

Bring your own Lunch

holacracy bring you own lunchDas gehört zwar nicht wirklich in einen Blog-Beitrag über Holacracy, aber what the hell:-)
Statt einfach Lunch-Catering zu bestellen, hat Beate zu „bring your own lunch“ eingeladen. Jeder hat was mitgebracht und dann wurde in der Küche kurz Salat geschnippelt und Mozzarella mit Tomaten vorbereitet. Mit Grüßen von Magis Mutter kamen noch Berge an türkischen Spinat-Schafskäse-Dingern (Keine Ahnung, wie die auf türkisch heissen…) auf den Tisch und als Gegenpol ein riesiger Nudelsalat mit Wurst von Lars. Lecker war’s.
Vermutlich wird das jetzt endlich zur Office-Tradition. Wir haben das gemeinsame Mittagessen ja bei Valsplat erlebt und wollten es da schon unbedingt bei uns einführen.

Das erste Tactical-Meeting

holacracy-kick-off-tactical-meeting-agendaNach dem Mittagessen dann das erste Tactical-Meeting. Bernd musste improvisieren, da er nicht gedacht hat, dass wir dazu überhaupt kommen.
Eigentlich mussten wir alle improvisieren, da wir ja noch nicht alle Projekte aufgesetzt haben und auch die Rollen ja noch ziemlich unbekannt sind. Im Wesentlichen haben wir also wieder das „Tensions-abarbeiten“ geübt:

  • Tensions sammeln: Das mit den Tensions hatten wir ja schon geübt. Hier wurde es jetzt schon richtig produktiv und ging ans Eingemachte. Wir hatten ganz schnell 15 oder mehr Tensions auf der Agenda. Einige eher banal, aber auch die große Abrechnung mit unserem CRM-Tool:-)
    Andrea als gewählte Secretary musste die Tensions dann alle wieder blitzschnell als Tasks in Asana sammeln.
  • Tension vorstellen: Der Tension-Geber erklärt seine Tension und erklärt, warum er die Tension hier vorstellt. Will er nur eine Information weitergeben? Braucht er eine Entscheidung? Muss jemand etwas tun? Sollte ein Projekt gestartet werden?
    Hier ist es jetzt wichtig, möglichst klar die Rolle anzusprechen, die von der Tension betroffen ist.
  • Über die Tension entscheiden: Jetzt können die betroffenen Rolleninhaber Stellung nehmen. Entweder mit einer einfachen Task „ok, ich mache xyz.“, die dann auch gleich von Andrea als Task in Asana für den jeweiligen Rolleninhaber dokumentiert wird. Oder der Rolleninhaber legt bei größeren Themen ein Projekt an. Das war die Lösung für das CRM-Tool-Thema.
  • Tension auflösen: Der Facilitator fragt nun den Tension-Geber, ob mit den Lösungsvorschlägen die Tension weg ist. Wenn ja, wird die Tension in Asana auf „Completed“ gesetzt und es geht gleich zur nächsten Tension.
    Es sollte in jedem Fall etwas vereinbart werden, was dabei hilft, die Tension aufzulösen. Das hat bei unserem ersten Tactical auch super funktioniert.
    Insgesamt sind wir ganz schnell durch die 15 Tensions durchgekommen und alle hatten das Gefühl, das wir in allen Fällen das Thema konstruktiv weitergebracht haben.

Der Tag danach

Es ist noch nicht so richtig durchgedrungen, aber wir haben mit dem Kick-off mal eben die alte Führungsstruktur abgeschafft.
Das wird bei vielen Kleinigkeiten deutlich. Ich werde immer noch automatisch angesprochen, dass ich irgendwas entscheiden soll. Aber ich kann jetzt ganz oft sagen „Ist nicht meine Rolle. Frag xyz. Ist ihre Rolle. Sie entscheidet das.“. Sehr cool. Natürlich fallen jetzt auch sofort alle Sachen auf, die in den Rollen noch nicht beschrieben sind. Zum Beispiel ist nicht klar, wer entscheidet, ob wir neue, hübsche Kaffeebecher fürs Team kaufen wollen. Für Büromaterial, Computer und Lobtechnik ist es geregelt. Für hübschen Schnickschnack nicht:-)
Das kommt gleich auf die Liste fürs nächste Governance-Meeting.
Ich merke für mich, dass ich ab jetzt nicht mehr einfach entscheiden darf, sondern immer erst überlegen muss, ob ich überhaupt eine Rolle habe, in der ich die Entscheidung treffen darf.
Sehr spannend. Fortsetzung folgt…

SessionLab: Das beste Tool für Workshop-Planung, Agenda-Erstellung und Methoden-Archivierung

Fast hätten wir einen eigenen Workshop-Planner entwickelt. Zu sehr nervte das Rumgebastel an Workshop-Skripts in Word, Excel oder Google Sheets. Gerade noch rechtzeitig sind wir über SessionLab gestolpert. So bleibt uns das Selbstentwickeln erspart, und wir können Euch ein tolles Online-Tool vorstellen, mit dem Ihr Eure eigene Workshop-Tool-Datenbank aufbauen könnt und kollaborativ rundum saubere Workshop-Skripte und Agenden stricken könnt.

Manchmal stehen auf der Workshop-Agenda, die wir den Teilnehmern morgens zeigen, nur drei, vier Punkte. Um so eine Agenda zu schreiben, kann man notfalls auch auf Hammer und Meißel zurückgreifen. Komplett anders ist das bei unseren Workshop-Skripts. Darin steht haargenau, was wir für wann geplant haben. Wer hat den Lead in der jeweiligen Session? Was für Material muss für die nächste Einheit bereit liegen? Wie viele Post-Its und Stifte braucht es in dieser und jener Übung und in welchen Farben?

Workshop-Planung mit Word und Excel nervt

In diesem Skript geht das ausformulierte Timing bis hinunter auf Minutenebene. Diese Skripte sind die Drehbücher für unsere Workshops und das Fundament unserer Arbeit mitten im Workshop und in der Vor- und Nachbereitung. Diese Dokumente sind zig Seiten lang und umfassen neben dem Timing auch unsere Material- und Packliste.

So weit so gut und eingespielt. Was aber gar nicht gut ist: Am Tag vor dem Workshop entscheiden, dass die Interaktionssession XYZ nun doch besser nicht von 9.07 Uhr bis 9.15 Uhr, sondern etwas länger – bis 9.20 Uhr – angesetzt sein soll. Für nur 8 Minuten Änderung heißt es dann in jedem folgenden Slot die Zeiten anpassen und im Vorbereitungsfieber hoffentlich keinen Fehler machen. Oder der Kunde verlegt den Start kurzfristig von 9.00 auf 8.45 Uhr. Das sind die Momente, in denen das vorher hübsch durchdeklinierte Skript plötzlich sehr viel Kugelschreiberwirrwarr ertragen muss. Nervkram.

Die hausgemachte Lösung ist keine Lösung

workshop-skript-template

Eben dieser Nervkram brachte mich vor gut einem Jahr dazu, uns eine Workshop-Skript-Vorlage in einem Google-Spreadsheet zu bauen. Darin konnten wir zumindest gemeinsam arbeiten, kommentieren und dank einiger Formeln in der Tabelle passten sich die Zeiten halbwegs automatisch an, wenn irgendwo etwas geändert wurde. Diese Lösung ist allerdings auch ziemlich kaputt. Mussten wir vorher in Word-Dokumenten händisch Zeiten anpassen, mussten wir nun ständig schauen, ob es irgendwo eine Formel zerschossen hat. Immer noch ein Fortschritt. Aber noch lange nicht befriedigend.

Wenn man mit einem begnadeten Entwickler das Gemeinschaftsbüro teilt, denkt man gemeinsam ziemlich schnell: los, das muss sich mit ein bisschen schlauer Software doch besser lösen lassen. Bis hierhin könnte das die Gründungsgeschichte eines Komfortzonen-Workshop-Planungs-Tools sein. Dann aber stolperte Jörg über einen Link und teile ihn mit uns: SessionLab.

SessionLab – nah dran an der eierlegenden Workshop-Sau

Nach den ersten Tests war mir sofort klar, dass wir dieses Rad wohl doch nicht neu erfinden müssen – zum Glück! Robert Cserti und sein Mitgründer saßen vor einigen Jahren ebenso genervt vor ihren Workshop-Planungen (Cserti: “using Excel sheets for the session scheduling was just really a pain in the ass”).

workshop-planner

Mit SessionLab haben sie über die letzten Jahre ein Online-Tool zur Workshop-Planung umgesetzt, dass schon weit mehr kann, als ich mir im ersten Schritt für eine gute Lösung gewünscht hätte. In dem Workshop-Planner können…

  • Zeiten der Sessions wunderbar übersichtlich gepflegt werden.
  • alle möglichen Informationen von der Zielsetzung einer einzelnen Übung, über benötigtes Material bis hin zu ausführlichen Anweisungen zur Durchführung hinterlegt werden.
  • einzelne Personen zu bestimmten Abschnitten hinzugefügt werden.
  • Kommentare ausgetauscht werden.

Das Team um Robert hat mittlerweile erkannt, dass ein wichtiger Bestandteil eine Datenbank rund um Workshop-Know-How ist. Session-Blöcke können öffentlich oder privat in eine Datenbank geschoben und für spätere Workshops “recycled” werden.

Viel Potential: Öffentliche und private Workshop-Tool-Datenbank

workshop-tool-sammlung

Im öffentlichen Teil dieser Datenbank wächst und wächst die Anzahl von brauchbaren Session-Blöcken, von denen man sich inspirieren lassen oder sie direkt in die eigene Workshop-Agenda übernehmen kann.

Wie bei vielen neuen Tools gibt es natürlich auch Hürden. In Word kann man einfach mal so etwas runter rattern und für viele ist das gewohnt. Wer SessionLab sauber benutzen will, hat erst mal etwas mehr Pflegearbeit zu leisten. Ich bin dennoch Fan und glaube, dass es sich lohnt, komplett auf dieses Tool umzusteigen.


Tool-Empfehlung: @SessionLab als eierlegende Workshop-Sau für die Workshop-Planung
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Was ich mir wünsche? Noch mehr Automation. Im Moment ist es zum Beispiel so, dass ich zu jedem Session-Block benötigtes Material aufschreiben kann. Das Tool generiert dann eine Materialliste, die aber einfach nur alle genannten Materialien hintereinander auflistet. Toll wäre, wenn ich einzelne Materialien wie “gelbe Post-Its” anlegen könnte und SessionLab zum Schluss eine Summe aller dieser Post-Its in die Liste schreibt.

Das beste Tool zur Workshop-Planung?

workshop-planner

Die beiden Gründer Robert Cserti und Filip Kis mit weiteren Wegbegleitern der SessionLab-Entwicklung.

Das Gute ist: Robert und sein Team sind unfassbar offen für Feedback und Vorschläge – und obendrein total sympathisch in der Kommunikation via Mail oder Skype. Filip sitzt in Stockholm, Robert in Budapest. Ein kleines Software-Startup im Bootstrap-Modus mit dem festen Willen zur Weiterentwicklung und ohne Investorendruck im Nacken. Sie wollen einfach nur davon leben können und iterieren ihr Produkt immer weiter – ich wünsche ihnen, dass das klappt.

Ich bin gespannt und freue mich auf die kommenden Features. Auch weil die beiden so ansprechbar und bereit zur Fortentwicklung sind, steht für mich derzeit fest: SessionLab ist das beste Tool zur Workshop-Planung und Archivierung von Workshop-Tools. Es würde uns sehr freuen, wenn Du SessionLab mal ausprobieren würdest:

Jetzt ausprobieren. 

Wenn du Dich über diesen Link bei SessionLab anmeldest, bekommst Du eine 30-tägige Pro-Testversion, statt nur 15 Tagen. Wir nutzen das Tool jetzt bereits einige Monate und testen gerade den Team-Account. Wenn das wirklich unser zentraler Workshop-Planer wird, kämen 49 Euro im Monat auf uns zu. Aber genug der kalten Theorie: Am besten Du meldest Dich selbst einmal bei SessionLab an, probierst das Tool aus und machst Dir einen eigenen Eindruck.

workshop-planung

Ach ja, Robert und Co schreiben übrigens auch einen schönen Workshop-Blog: blog.sessionlab.com.

Update: Robert bat mich per Mail noch mal einen Satz zur kostenlosen Nutzung zu ergänzen und das mache ich gerne. Den Basis-Account wird es für immer und ewig „for free“ geben. Nach der Nutzung des Test-Monats könnt Ihr ganz entspannt darauf umstellen – nur dann eben mit eingeschränkten Funktionen (siehe Screenshot).

Update 2, Januar 2017: Bei Veröffentlichung des Artikels hieß das beste Tool zur Workshop-Planung noch TrainedOn. Zum Jahreswechsel hat das Team den Namen zu „SessionLab“ geändert. Gefällt mir persönlich auch besser – der Name wurde hier überall ersetzt.

Der Beitrag SessionLab: Das beste Tool für Workshop-Planung, Agenda-Erstellung und Methoden-Archivierung erschien zuerst auf Komfortzonen.